Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied. Brautnacht, Steigbügelszene und Kriemhild als Siegerin


Hausarbeit, 2017

16 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte
2.1 Die Werbungs- und Standeslüge
2.2 Brautnachtbetrug

3. Der Streit der Königinnen
3.1 Handlungsverlauf
3.2 Argumentation und These

4. Bilanz und Aussicht

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

von zweier vrouwen b âgen wart vil manic helt verlorn (876,4) ist der letzte Satz des sogenannten Königinnenstreits des Nibelungenlieds aus dem 13. Jahrhundert. Dieser Satz („Weil sich zwei Königinnen stritten, mussten viele Helden sterben“) lässt das Ausmaß und die Wirkung des Streits erahnen, der den Kulminations- und Wendepunkt des ersten Nibelungenlied- Teils zeigt. Es geht um Rangfragen und die Aufdeckung des Brautnachtbetrugs. Bei intensiverer Beschäftigung mit dem Königinnen- oder Frauenstreit im Nibelungenlied, ist der Rezipient oder die Rezipientin geneigt, eine Siegerin zwischen den Königinnen ausfindig zu machen. Am Ende eines jeden Konflikts steht ein Sieger oder Siegerin.

So soll in dieser Hausarbeit folgende These angestellt werden: Kriemhild wird als Siegerin aus dem Streit hervorgehen.

Dazu soll der Handlungsverlauf des Königinnenstreits analysiert werden. Es wird die vorausgegangene Brautnacht und die Steigbügelszene herangezogen, die im unmittelbaren Zusammenhang zu dem Konflikt stehen. Nicht zuletzt sollen Brünhild und Kriemhild vorgestellt werden. Die gesammelten Aspekte sollen dann argumentativ die These bestätigen oder zu einem anderen Ergebnis führen. Insbesondere die Monographie von Ursula Schulze bietet eine Interpretationshilfe für die in dieser Arbeit, angekündigte These. Als Primärliteratur wird hier „Das Nibelungenlied (2015)“ unter Mitarbeit von Joachim Heinzle genutzt.

2. Vorgeschichte

Das Nibelungenlied zählt zu den Hauptwerken der höfischen Literaturepoche zwischen 1170 und 1230. Impulse gingen vor allem von Frankreich aus.

Dort entstand im 12. Jahrhundert die höfische Kultur und von dort wurden die Liebeslyrik und der höfische Roman (Antiken-, Tristan-, Artus- und Gralsroman) übertragen. Der Verfasser des Nibelungenliedes ist anonym. Laut Schulze (1997) rückt das Nibelungenlied von anderen höfischen Erzähltexten ab und ist einer eigenen Gattung, der Heldenepik, zu zuordnen. Nicht nur der anonyme Verfasser, sondern auch „die Herkunft der Stoffe aus mündlicher Tradition mit historischem Kern“ und „die strophische, sangbare Form“ des Textes, deutet Schulze (1997) als wesentliche Merkmale für die genannte Gattung.

Als Fortsetzung des „Lieds“ folgt die „Nibelungenklage“. Sie bilden eine feste Textgemeinschaft. In beiden Dichtungen werden dieselben einheimischen Sagenstoffe behandelt: „das Schicksal Siegfrieds am Hof der Burgunder“, sowie „der Untergang dieser Burgunder (Nibelungen) am Hof des Hunnenkönigs Etzel“. Das Nibelungenlied lässt sich in zwei Teile gliedern. Die Aventiuren 1- 19 erzählen von der Ermordung Siegfrieds. Darin eingeschlossen die 14. Aventiure mit dem „Königinnenstreit“, auf den später explizit eingegangen wird. Der zweite Teil (Aventiure 20-39) umfasst Kriemhilds Rache an den Burgunden.

Zunächst sollen, die männlichen Protagonisten vorgestellt werden, die im Königinnenstreit eine Rolle spielen. Siegfried wird in der 2. Aventiure vorgestellt:

D ô wuohs in Niderlanden eins vil edelen küneges kint

[…]

In einer r î chen bürge, w î ten wol bekant,

nidene b î dem R î ne, diu was ze Santen genant. (20).

Er wird beschrieben als starker und tapferer Held. Ein höfischer Ritter, der definiert ist durch seine königliche Abkunft und Kampftüchtigkeit. Ein junger Fürst, der sich in Kriemhild verliebt. Gunther, der ältere Bruder und Vormund Kriemhilds, ist König der Burgunden. Er und seine beiden Brüder Gernot und Giselher werden als m ilte, von arde hôhe erborn, mit kraft unmâzen küene (5, 1-2) bezeichnet. Als weitere Eigenschaften, kommen den drei Brüdern „hohe Abstammung, Körperkraft, Tapferkeit, Freigiebigkeit“, sowie eine vil stolziu ritterscaft (6,2) zu. Hagen von Tronje spielt ebenso eine Schlüsselrolle im „Königinnenstreit“. Er ist ein Vasall des Königs, der den späteren Mordplan für Siegfried schmiedet, um seine Königin Brünhild zu rächen.

2.1 Die Werbungs- und Standeslüge

Alles beginnt mit der Werbung König Gunthers um Brünhild auf Isenstein. Der König hat keine Frau und will daher, als er von ihr hört, um sie werben:

Ez was ein künginne gesezzen über s ê . ir gel î che einheine man wesse ninder m ê . diu was unm â zen schoene. Vil michel was ir kraft. si sch ô z mit snellen degenen umbe minne den schaft. (326).

Mit Siegfried reist er nach Isenstein. Denn Gunther braucht einen Werbungshelfer. Brünhild ist die Königin Islands. Sie wird beschrieben als schön und stark. Die Brautwerbung gestaltet sich als äußerst schwierig, denn:

[…]

swer ir minne gerte, der muose â ne wanc driu spil an gewinnen der vrouwen wol geboren. gebrast im an dem einem, er h ê te daz houbet s î n verloren. (327). Siegfried, rät Gunther zunächst von seinem Vorhaben ab. Gunther lässt sich jedoch nicht davon abbringen, um Brünhild zu werben. Da Siegfried mit einem Tarnmantel ausgestattet ist und somit über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, begleiten er und zwei weitere Helden, Gunther nach Isenstein. Siegfried soll König Gunther beim Kampf gegen Brünhild helfen. Sein Tarnumhang macht ihn nicht nur unsichtbar, sondern verleiht ihm dazu noch wolf zwelf manne sterke (337,3). Gunther verspricht Siegfried ihm für seine Mühe, seine Schwester Kriemhild zur Frau zu geben. Beim Eintreffen der Männer auf Isenstein ereignet sich die erste wichtige Szene, die für den Königinnenstreit später von großer Bedeutung ist.

Bei der Ankunft der vier Männer hält Brünhild zunächst Siegfried für den Brautwerber:

[…] und ist der starke S î vrit komen in diz lant Durch willen m î ner minne, ez g â t im an den l î p. ich vürhte in niht s ô s ê re, daz ich werde s î n w î p. ‹ (416, 2-4).

Siegfried klärt dieses Missverständnis sofort auf, in dem er über Gunther sagt, er ist m în herre (420,4), der will dich gerne minnen, swaz im d â von geschiht (421,3). Diese Erklärung wiederholt Brünhild sogar mit ihren eigenen Worten in einem späteren Vers: ist der d în herre und bist û s în man (423,1). Den Kampf um Brünhild gewinnt Gunther. Jedoch nur durch die Hilfe Siegfrieds. Dieser kämpft mithilfe seines Tarnumhangs gemeinsam mit Gunther gegen sie. Dass Brünhild gegen zwei Männer kämpft, ahnt sie nicht. Brünhild nimmt die Werbung an und übergibt Land und Leute in Gunthers Hände ›(…)ir sult dem künige Gunth êr alle wesen undert ân ‹ (466, 4).

Wie kommt es aber zu der fälschlichen Annahme Brünhilds, Siegfried sei der, der um sie werben will? Die sogenannte „Steigbügelszene“ lässt eine eindeutige Hierarchie zwischen Gunther und Siegfried erkennen. Es heißt in Strophe 397 bei der Ankunft der vier Männer:

Er habt im dâ bî zoume daz zierlîche marc,

guot unde schoene, vil michel und vil starc,

unz der künic Gunthêr in den satel gesaz.

alsô diente im Sîvrit, des er doch sît vil gar vergaz. (397).

Siegfried führt das Pferd Gunthers vom Schiff zum Strand und hält dem König den Steigbügel. Dies ist eine „Vasallenpflicht“ des officium stratoris et strepae“. Der Pferdeknecht oder Marschall führt das Pferd und hält den Steigbügel für seinen Herren zum Auf- und Absitzen. Strohschneider verweist bei dieser Szene auf die „Männerhierarchie“, die zwischen Gunther und seinem angeblichen Vasallen Siegfried existiert. Als Gegenargument kann jedoch die Kleidung der Männer betrachtet werden. Gunther und Siegfried tragen Kleider in weißer Farbe von snêblanker varwe ir ros und ouch ir kleit (399,2) und heben sich somit von Hagen und Dankwart (ihren Begleitern) von rabenswarzer varwe trougen rîchiu kleit (402,3), ab. So konstatiert Strohschneider, dass „[d]iese Farbordnung […] gerade nicht den Werber als einzigartig aus seinem Gefolge heraus [hebt], […] sondern die Gleichrangigkeit von Gunther und Sîfrit – und also ihren gemeinsamen Vorrang vor Dancwart und Hagen – ins Bild [setzt].“.

Anhand ihrer Kleidung, lässt sich nicht erkennen, wer von beiden der Werber bzw. der Ranghöchste ist. Allerdings wird dieser Eindruck durch die Begrüßungsszene widerlegt. Brünhild begrüßt Siegfried als erstes, wenngleich Gunther vor Siegfried steht. Die Begrüßung wird protokollgemäß mit dem Ranghöchsten eröffnet. Obgleich Siegfried sich offenkundig als Vasall von Gunther vorstellt, ist er von Brünhild „als erster und einziger identifiziert“, der wegen ihr nach Istenstein gereist sei. Siegfried betont daher: der hie vor mir stât, wand er ist mîn herre (420,3-4).

Die Farbordnung der Gewänder, die von Kriemhild angefertigt wurden, bezeichnet die Gleichrangigkeit beider Männer, mit der Absicht Kriemhilds, die Gleichrangigkeit der Männer zu demonstrieren. Bei Strohschneider heißt es, „die Aura Siegfrieds“ überstrahle alle anderen. Brünhilds Interesse an Siegfried schwindet jedoch, als sie seine Unterordnung feststellt. „Für sie, [so Schulze,] kommt nur der als Mann in Frage, der die anderen in jeder Hinsicht überragt“. Das Täuschungsmanöver, welches Gunther, Siegfried und die zwei Begleiter vor ihr aufführen, gelingt dem Quartett schließlich. Siegfried, der seine „Aufgabe“ erfolgreich erfüllt hat, darf Gunthers Schwester Kriemhild zur Frau nehmen.

2.2 Brautnachtbetrug

Für den Streit der Königinnen soll nun die Brautnacht zwischen Brünhild und Gunther knapp dargestellt werden. Dieses Ereignis stellt ein weiteres Streitmotiv dar. Es findet eine Hochzeitsfeier beider Paare statt. Brünhild muss für den Ehevollzug in der folgenden Brautnacht von Gunther bezwungen werden. Sie lässt nicht ohne weiteres den Beischlaf über sich ergehen:

Si sprach: ›ritter edele, ir sult ez lâzen stân. des ir dâ habet gedingen, jân mac es niht ergân. ich will noch magt belîben […] (635, 1-3).

Gunther reagiert darauf zornig und mit Gewalt. Sie fesselt ihn jedoch und hängt ihn an einen Haken an der Wand. In der folgenden Nacht, bittet Gunther Siegfried erneut um Hilfe. Dieser überwältigt Brünhild schließlich, mithilfe seines Tarnmantels in ihrer Kemenate und gibt Gunther die Möglichkeit den Beischlaf zu vollziehen. Brünhild glaubt, Gunther hat die Kraft aufgebracht sie zu bezwingen. Siegfried gelangt so an Brünhilds Gürtel dar zuo nam er ir gürtel (680,1) und an ihren Goldring, den er heimlich von ihrer Hand zieht er zôch ir ab ich hende ein guldîn vingerlîn (679, 3). Diese beiden Gegenstände werden im Königinnenstreit wieder eine Rolle spielen.

3. Der Streit der Königinnen

Zunächst werden die beiden Königinnen Brünhild und Kriemhild vorgestellt. Brünhild regiert, vor der Hochzeit mit König Gunther, in Island auf der Burg Isenstein. Die Königin wird bei Schulze (1997) als „eine amazonenhafte Königin im Norden“ bezeichnet. Die Autorin benutzt diesen Vergleich, um „die Lage ihres Reiches, ihre männlichen Qualitäten und die Tendenz, sich gegen Werbung und Heirat zu wehren“ als etwas Besonderes hervorzuheben. Sie besitzt nicht nur Schönheit, sondern auch die männliche Eigenschaft kraft (326, 3) und geht mit ihren männlichen Gegnern in den sportlichen Wettkampf. Wer ihre Liebe will, der muose âne wanc driu spil an gwinnen der vrouwen wol geboren (327, 2-3) im Steinwerfen, Speerwerfen und Weitspringen. Königin Kriemhild wird im Nibelungenlied als erste Person eingeführt:

Ez wuohs in Burgonden ein vil edel maged î n,

daz in allen landen niht schoeners mohte s î n,

Kriemhilt geheizen.. si wart ein schoene w î p.

dar umbe muosen degene vil verliesen den l î p. (2)

Wie erwähnt, ist Kriemhild die Schwester von Gunther, dem ältesten von drei Brüdern, der am Hofe in Worms regiert. Ihre Vormünder sind ihre drei Brüder, Gunther, Giselher und Gernot, da ihr Vater Dankrat bereits verstorben ist. Wie die hier erwähnte Strophe zeigt, war Kriemhild von hohem Adel, im besonderen Maße schön und, wie es Schulze (1997) bezeichnet, mit „ethischen Qualitäten (tugende) ausgestattet. Bei der Rückkehr Gunthers und seiner im Kampf gewonnenen Brünhild, begegnen sich die beiden Königinnen zum ersten Mal. Kriemhild begrüßt Brünhild mit vil gr ôzen zühten (587,1) und spricht zu ihr:

›ir sult zuo disen landen uns willekomen sîn, mir und mîner muoter und allen, die wir hân der getriuwen vriunde.‹ dô wart nîgen getân. (588,2-4).

Das Verhältnis beider Frauen zueinander ist zunächst sehr herzlich:

Die vrouwen sich beviengen mit armen dicke hie.

sô minneclîch enpfâhen gehôrte man noch nie,

sô die vrouwen beide der briute tâten kunt. (589,1-3).

Beide Paare zelebrieren gemeinsam ihre Hochzeit. Die Standeslüge Siegfrieds trägt bei der Hochzeit zu einer ersten Beunruhigung bei Brünhild bei. Denn Brünhild, die während des Eheschließungsakts von Kriemhild und Siegfried nicht anwesend ist, sieht das Brautpaar nun an der Festtafel zum ersten Mal. Ihre Traurigkeit und Bestürzung darüber ist nicht zu übersehen:

[…]

dô sach si Kriemhilde (dône wart ir nie sô leit)

bî Sîvride sitzen. weinen si began.

ir vielen heize trehene über liethiu wange dan. (618,2-4).

Gunther will wissen, weshalb seine Frau so traurig ist (Str. 619). Sie sieht die Schwester ihres Mannes an der Seite dem eigenholden dîn sitzen. Brünhild sagt: daz muoz ich immer weinen, sol si alsô verderbet sîn. (620,4) und sieht Kriemhild dadurch degradiert. Brünhild fordert eine Erklärung von Gunther. Dieser stellt Siegfrieds königliche Machtposition dar, ohne jedoch die Standeslüge auf Isenstein zu gefährden:

[…]

›er hât als wol bürge als ich und wîtiu lant.

daz wizzet sicherlîche! er ist ein künic rîch.

dar umbe gan ich im ze minnen die schoenen maget lobelîch.‹ (623,2-4).

Swaz ir der künic sagete, si hête trüeben muot (624, 1) und sie ist mit der Erklärung Gunthers nicht zufrieden. Brautnachbetrug und Standeslüge - beide Königinnen ahnen nichts von dem Betrug ihrer Männer.

3.1 Handlungsverlauf

Zu Ehren Kriemhilds und Siegfrieds wird am Hofe zu Worms ein mehrtägiges Fest ausgerichtet. Der Streit beider Frauen bricht am 11. Tag des Festes aus. Ursula Schulze (1997) unterteilt den Handlungsverlauf in drei Akte, in sogenannte „drei wirkungsvoll gesteigerte Auftritte“:

1. ein Dialog zwischen Kriemhild und Brünhild unter vier Augen, als sie ihren Männern beim Turnier zuschauen,
2. eine Auseinandersetzung im Angesicht der Hoföffentlichkeit vor dem Münster,
3. die eskalierende Fortsetzung nach dem Gottesdienst.

Diese Einteilung ist nachzuvollziehen und bietet meines Erachtens nach eine gute Übersicht. Im Dialog der beiden Königinnen ergreift Kriemhild das Wort und äußert über ihren Mann:

› ich h â n einen man, daz elliu disiu r î che ze s î nen handen solden st â n. ‹ (815,3-4).

Brünhild, die sich provoziert fühlt, entgegnet darauf:

›swie waetlîch sî dîn man, swie edele und swie schoene, sô muost dû vor im lân Gunthêr, den recken, den edeln bruoder dîn.

Der muoz vor allen künegen, daz wizzest, waerlîche sîn.‹ (818).

Ursula Schulze verweist in ihrer Monographie darauf, dass es in der Forschung keine Einigung zu Kriemhilds Äußerung gibt. Galt die Äußerung tatsächlich als Provokation gegen Brünhild oder hat sie „absichtslos mit einer Herrschaftsmetapher [ge]preist“? Diese Frage wird nicht eindeutig zu beantworten sein. Brünhilds Meinung aus der Strophe 818, Gunther habe den höheren Rang, veranlasst Kriemhild, an die Gleichrangigkeit beider Männer zu erinnern: ›geloubestû des, Brünhilt, er ist wol Gunthêrs genôz‹ (819,4). Daraufhin berichtet Brünhild von der Werbung auf Burg Isenstein und referiert die Standeslüge, mit „der von ihr ergänzten Interpretation“:

[…] dâ jach des selbe Sîvrit, er waere s´küneges man.

des hân ich in vür eigen, sît ich es in hôrte jehen.‹ (821, 2-3).

Bei Schulze (1997) wird explizit auf das Wort eigen hingewiesen, welches somit auch die Position Kriemhilds betrifft. Königin Kriemhild wird zornig und ist uneinsichtig:

[…] er ist tiuwerer danne sî

Gunthêr, der mîn bruoder, der vil edel man.

dû solt mich des erlâzen, daz ich von dir vernomen hân.‹ (824, 2-4).

Sie kündigt an, vor Brünhild, mitsamt dem Adel und der Hofgesellschaft in das Münster zu treten, um so den Vorrang Siegfrieds deutlich zu machen. Damit beginnt der zweite Akt des Streits. Vor der Öffentlichkeit am Münster wird der Streit weiter ausgetragen. Kriemhild lässt sich und ihre Frauen prächtig ausstatten:

[...]


Im Folgenden gilt: Das Nibelungenlied 2015. Unter Mitarbeit von Joachim Heinzle.

Vgl. Schulze, Ursula 1997, S. 205 f.

Das Nibelungenlied 2015

Vgl. Schulze 1997: 19.

Vgl. Schulze 1997, S. 19–20

²VL S. 926

²VL S. 926

Vgl. Schulze 1997, S. 91

Vgl. Schulze 1997, S. 147

Vgl. Schulze 1997, S. 144

Vgl. Das Nibelungenlied 2015, Strophe 333

Vgl. Fasbender 2005, S. 50

Vgl. Das Nibelungenlied 2015, Strophe 334

Vgl. Strohschneider 2005, S. 59

Ebd.

Vgl. Strohschneider 2005, S. 59

Vgl. Schulze 1997, S. 192

Vgl. Strohschneider 2005, S. 59

Ebd.

Ebd.

Vgl. Schulze 1997, S. 192

Vgl. Schulze 1997, S. 189

Vgl. Schulze 1997, S. 184

Vgl. Schulze 1997, S. 188

Vgl. Schulze 1997, S. 185

Vgl. Schulze 1997, S. 144

Ebd.

Vgl. Schulze 1997, S. 143

Vgl. Schulze 1997, S. 195

Übersetzung nach Lexer: eigen-holt adj. dienstbar, leibeigen. Vgl. http://www.woerterbuchnetz.de/Lexer?lemma=eigenholt, Zugriff: am 24.01.2017.

Vgl. Schulze 1997, S. 196

Vgl. Schulze 1997, S. 206

Vgl. Schulze 1997, S. 206 f.

Ebd.

Vgl. Schulze 1997, S. 207

Ebd.

Ebd.

Vgl. Schulze 1997, S. 208

Vgl. Lexer und Pretzel 1981, S. 36: „eigen adj. Was man hat, eigen mit gs.; gegensatz von vr î: hörig, leibeigen.“

Vgl. Schulze 1997, S. 208

Ebd.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied. Brautnacht, Steigbügelszene und Kriemhild als Siegerin
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V367954
ISBN (eBook)
9783668463271
ISBN (Buch)
9783668463288
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriemhild, Brünhild, Nibelungenlied
Arbeit zitieren
Josefine Scheidt (Autor), 2017, Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied. Brautnacht, Steigbügelszene und Kriemhild als Siegerin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367954

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