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Die Personale Dimension sozialdidaktischen Könnens. Vom Erziehenden zum Lehrenden

Título: Die Personale Dimension sozialdidaktischen Könnens. Vom Erziehenden zum Lehrenden

Tesis (Bachelor) , 2014 , 61 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christoph Schönfeldt (Autor)

Pedagogía - Otras
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Die vorliegende Bachelor-Thesis wird grundlegend dem Thema der personalen Dimension in der Sozialdidaktik begegnen. In der (sozial-)pädagogischen Literatur sind neben den historischen Pädagogen auch in aktuelleren Diskussionen verschiedene Ansätze zur Begriffsklärung reichlich zu finden. Diese werden das zweite Kapitel der Bachelor-Thesis ausmachen, denn erst wenn Theorien gefestigt und diskutiert sind, kann ein Transfer in die Sozialdidaktik stattfinden, so eine der indirekt leitenden Hypothesen dieser Bachelor-Thesis.

Im zweiten Kapitel werden Teilaspekte der Schulpädagogik/Psychologie (SCHWEER, MILLER), die sich mit der Thematik der Lehrer*innen-Schüler*innen-Beziehung beschäftigen, bearbeitet. Die (allgemeinbildende) Didaktik (KLAFKI, WINKEL) ist stets bemüht diesen querliegenden Beziehungsaspekt mit einzubeziehen. Ebenso beinhalten die didaktischen Ansätze ein gewisses Bildungsideal, welches skizziert dargestellt wird und in Auszügen in Kapitel IV einfließt. Die Sozialdidaktik ist zum Teil den erziehungswissenschaftlichen Didaktiken entsprungen. Im Sinne der personalen Dimension werden die Theorieentwürfe diskutiert und gegebenenfalls neu entdeckt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG ZUR „PERSONALEN DIMENSION SOZIALDIDAKTISCHEN KÖNNENS“

KAPITEL 2: DIE PERSONALE DIMENSION IM WANDEL DER ZEIT

2.1 HISTORISCHE BEZÜGE

2.1.1 Vergleich historischer Positionen

2.1.2 Relevanz der Klassiker für die gegenwärtige berufliche Bildung der Sozialpädagogik

2.2 AKTUELLE DISKURSE

2.2.1 Diskurs von aktuellen Positionen

2.2.2 Aktueller Diskurs um die Missverständnisse des Liebesbegriffes

KAPITEL 3: (SOZIAL-)DIDAKTISCHE THEORIEN

3.1 BILDUNGSWISSENSCHAFTLICHE DIDAKTIKEN UND BILDUNGSIDEALE

3.1.1 Kritisch-Emanzipatorischer Ansatz n. BLANKERTZ

3.1.2 Bildungsideal n. KLAFKI & Kritisch-konstruktive Didaktik

3.1.3 Kritisch-kommunikative Didaktik

3.2 DIDAKTISCHE UND THEORETISCHE BEZÜGE AUS DER SCHULPÄDAGOGIK/PSYCHOLOGIE

3.2.1 Pädagogische Beziehungen und Vertrauen

3.2.2 Beziehungsdidaktik

3.3 SOZIALDIDAKTIK – DIDAKTIK/METHODIK SOZIALER ARBEIT?

3.3.1 Entwicklungslinien der Sozialdidaktik von 1986-2014

3.3.2 Diskussion zur personalen Dimension innerhalb der Sozialdidaktik

KAPITEL 4: VOM ERZIEHENDEN ZUM LEHRENDEN

4.1 BEGRIFFE AUS SOZIALDIDAKTISCHEN ENTWICKLUNGSLINIEN NEU ENTDECKT

4.1.1 Doppelter-Theorie-Praxis-Bezug der Personalen Dimension

4.1.2 Die Haltung als Spezifikum der integralen Persönlichkeitsbildung

4.1.3 Sozialdidaktische Überlegungen

4.2 METHODENAUSWAHL DER SOZIALDIDAKTIK

4.2.1 Kasuistik – von der Exemplarik zu theoretischen Ideenentwürfen

4.2.2 Das Planspiel als Methode der Sozialdidaktik

5 KRITISCHE ANMERKUNGEN UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die „personale Dimension“ des sozialdidaktischen Könnens theoretisch zu fundieren und in die Sozialdidaktik zu integrieren. Ausgehend von der Forschungsfrage, wie die personale Dimension in das sozialdidaktische Handeln einmünden kann, untersucht die Arbeit historische und aktuelle Diskurse sowie (sozial-)didaktische Theorien, um diese für die Ausbildung von Erziehern und Sozialpädagogen nutzbar zu machen.

  • Historische und aktuelle Reflexion der personalen Dimension in der (Sozial-)Pädagogik.
  • Analyse (sozial-)didaktischer Theorien und deren Relevanz für das sozialpädagogische Berufsfeld.
  • Diskussion des Balanceaktes zwischen Nähe und Distanz in der pädagogischen Beziehungsgestaltung.
  • Untersuchung von Schlüsselbegriffen wie Vertrauen, Haltung und pädagogische Liebe.
  • Methodische Ansätze für eine sozialpädagogisch fundierte Didaktik, insbesondere Kasuistik und Planspiel.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Vergleich historischer Positionen

Die personale Dimension der (Sozial-) Pädagogik führt bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. J.J. ROUSSEAU, geboren am 28. Juni 1712 in Genf, wird als Vordenker der Aufklärung gesehen. Neben seinem gesellschaftskritischen Denken ist die Schrift ‚Émile oder über die Erziehung’ ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Geschichtsschreibung. Er gilt ebenfalls als einer der ersten Pädagogen, der dem Kind eine eigene Lebensphase zuschreibt. Dabei erwähnt er, dass es sich beim Kind nicht um einen kleinen Erwachsenen handele und demnach nicht so behandelt werden dürfe (vgl. GIESECKE 1997, S.30), jedoch „[...] schlummerten [in dem Kind, C.S.] Kräfte, die geweckt werden, die sich entfalten können müssen, bevor es für die Aufgaben des Erwachsenen reif werden könne“ (ebd.). ROUSSEAU, so GIESECKE, kritisierte die Beziehung des Hauslehrers zum Schüler. ROUSSEAU forderte eine Beziehungsgestaltung, die von einer partikularen, begrenzten und an den Zweck gebundene Beziehung hin zu einem Verhältnis, dass die Gesamtpersönlichkeit des Individuums mit einbezieht (vgl. GIESECKE 1997, S.34f). ROUSSEAU entwirft außerdem die Anfänge methodischen Handelns, welche aufgrund von Sachverhalten bezüglich „der Natur, Kultur und des täglichen Lebens“ (ebd. S.35) einem gewissen Plan von natürlicher Erziehung entspricht. GIESECKE bezeichnet ROUSSEAUS Idee von Erziehung (im Kontext des Hauslehrers adeliger Zöglinge) im Gesamtbild als rational-distanziert, um so nicht mit der familiären Struktur in Verbindung gebracht zu werden (vgl. GIESECKE 1997, ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG ZUR „PERSONALEN DIMENSION SOZIALDIDAKTISCHEN KÖNNENS“: Die Einleitung steckt den Rahmen der Bachelor-Thesis ab und führt in das zentrale Thema der personalen Dimension in der Sozialdidaktik ein.

KAPITEL 2: DIE PERSONALE DIMENSION IM WANDEL DER ZEIT: Dieses Kapitel widmet sich den historischen Wurzeln und aktuellen Diskursen zur personalen Dimension, wobei Konzepte wie Nähe, Distanz und pädagogische Liebe beleuchtet werden.

KAPITEL 3: (SOZIAL-)DIDAKTISCHE THEORIEN: Hier werden bildungswissenschaftliche Didaktiken, schulpädagogische Bezüge und verschiedene Ansätze der Sozialdidaktik auf ihre Eignung und Anwendungsmöglichkeiten hin analysiert.

KAPITEL 4: VOM ERZIEHENDEN ZUM LEHRENDEN: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung und den Anforderungen an Lehrende, wobei Begriffe wie der „Doppelte-Theorie-Praxis-Bezug“ und Methoden wie die Kasuistik im Zentrum stehen.

5 KRITISCHE ANMERKUNGEN UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die noch unzureichende theoretische Verankerung und gibt Anregungen für weiterführende Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Personale Dimension, Sozialdidaktik, Sozialpädagogik, Beziehungsgestaltung, Pädagogischer Bezug, Nähe und Distanz, Bildungsideal, Theorie-Praxis-Bezug, Pädagogische Haltung, Kasuistik, Planspiel, Vertrauen, Erzieherausbildung, Handlungskompetenz, Berufliche Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlegung und Bedeutung der „personalen Dimension“ für das sozialdidaktische Können, insbesondere in der Ausbildung von Erziehern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Beziehungsgestaltung zwischen Lehrern und Schülern, die Balance zwischen Nähe und Distanz sowie die Verknüpfung von pädagogischen Theorien mit der praktischen Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die personale Dimension als wesentlichen Bestandteil sozialdidaktischen Handelns zu identifizieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie dieses Wissen in die berufliche Bildung integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse historischer und aktueller sozialpädagogischer sowie didaktischer Diskurse und theoretischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die theoretische Analyse verschiedener didaktischer Ansätze sowie die explizite Betrachtung von Methoden wie Fallarbeit (Kasuistik) und Planspielen zur Förderung beruflicher Handlungskompetenz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Prägende Begriffe sind „Personale Dimension“, „Sozialdidaktik“, „Beziehungsdidaktik“, „Doppelter-Theorie-Praxis-Bezug“ sowie „Integrale Persönlichkeitsbildung“.

Welche Rolle spielen die historischen Klassiker für die heutige Ausbildung?

Die Arbeit argumentiert, dass Klassiker wie Rousseau, Pestalozzi, Herbart und Nohl unverzichtbare Grundlagen für die fachliche Identität und das Verständnis grundlegender Beziehungsstrukturen in der Sozialpädagogik liefern.

Warum ist die „Balance zwischen Nähe und Distanz“ so wichtig?

Die Arbeit betont, dass eine einseitige Gewichtung zu Problemen führen kann – zu große Nähe zu Machtmissbrauch oder Verführung, zu große Distanz zu Gleichgültigkeit – weshalb der professionelle Balanceakt für eine gelingende Beziehungsgestaltung unerlässlich ist.

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Detalles

Título
Die Personale Dimension sozialdidaktischen Könnens. Vom Erziehenden zum Lehrenden
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg  (Institut für Soziale Arbeit und Sozialpädagogik)
Calificación
1,0
Autor
Christoph Schönfeldt (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
61
No. de catálogo
V367967
ISBN (Ebook)
9783668463813
ISBN (Libro)
9783668463820
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nähe und Distanz Beziehungsgestaltung Sozialdidaktik Berufliche Bildung Sozialpädagogik Soziale Arbeit Lehrer-Schüler Beziehung Bildung Beziehung Personale Dimension Theorie-Praxis-Bezug Kasuistik Klafki Blankertz kritisch kommunikative Didaktik integrale Persönlichkeitsbildung Liebe Vertrauen Klassiker der Sozialpädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Schönfeldt (Autor), 2014, Die Personale Dimension sozialdidaktischen Könnens. Vom Erziehenden zum Lehrenden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367967
Leer eBook
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