Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Motivation durch eigenverantwortliches Lernen. Die Merkmale des Offenen Unterrichts

Konzept des „Lernbüros“ und Fallrekonstruktion

Titel: Motivation durch eigenverantwortliches Lernen. Die Merkmale des Offenen Unterrichts

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Svenja Stoll (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das in dieser Hausarbeit ausgearbeitete Konzept des "Lernbüros" lässt auf eine interessante Möglichkeit zur Öffnung von Unterricht schließen. Im optimalen Fall haben im Offenen Unterricht Selbstregulation und Selbstbestimmung und damit einhergehend Eigenverantwortung einen hohen Stellenwert. Durch diese, nicht allein von der Lehrkraft, sondern vor allem durch die Lernenden selbst, determinierte Arbeitsweise, sollen die Schüler motiviert und eine forschende, neugierige Haltung gegenüber Lerninhalten gefördert werden.

Im vorliegenden Fall soll anhand der "Lernbüroregeln" geprüft werden, inwieweit hier Motivation durch selbstreguliertes Lernen gefördert wird und ob und inwiefern Offener Unterricht vorliegt. Die Definition von Offenem Unterricht findet sich im Schlussteil und wird mit Falko Peschel begründet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fallinteresse und Fragestellung

2. Fallstrukturanalyse

3. Prüfung der Hypothese mit Beibehalten der Sequenzialität

4. Prüfung der Fallstrukturhypothese anhand weiterer Stellen der Lernbüroregeln

5. Gültige Fallstruktur

6. Bibliografie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der „Lernbüroregeln“ kritisch, inwieweit das Konzept des Lernbüros tatsächlich selbstreguliertes Lernen fördert oder ob es sich primär um eine kontrollorientierte Unterrichtsform handelt. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu prüfen, ob die organisatorische Öffnung des Raumes tatsächlich mit einer methodischen und inhaltlichen Freiheit einhergeht oder ob formale Vorgaben die Eigenverantwortung der Schüler einschränken.

  • Analyse des Begriffsverständnisses „Lernbüro“ im schulischen Kontext
  • Untersuchung von Hierarchien, Kontrolle und Fürsorge in den Regelwerken
  • Prüfung des Spannungsfeldes zwischen Selbstbestimmung und institutionellem Zwang
  • Bewertung der pädagogischen Ziele hinsichtlich der Stufenmodelle offenen Unterrichts

Auszug aus dem Buch

Fallstrukturanalyse

Die zu analysierende Sequenz beginnt mit der Überschrift „Lernbüroregeln“. Zerteilt man dieses zusammengesetzte Wort, so erhält man 1. Lernen 2. Büro und 3. Regeln. „Lernen“ ist eine prozessorientierte Tätigkeit. Menschen lernen in jedem Alter und überall - nicht nur in der Schule, auch wenn das die erste Assoziation wäre. Die Tätigkeit des Lernens zielt allgemein auf einen Wissenszuwachs ab, um dann in einem bestimmten Gebiet handlungsfähig zu werden bzw. Verständnis über ein neues Themengebiet zu erlangen. Man kann Grundlagen erlernen oder auch ein meisterhaftes Verständnis über etwas anstreben. Diese Entscheidung liegt allein bei demjenigen, der sich aus eigenem Antrieb heraus entscheidet, etwas zu lernen. An dieser Stelle wird die Selbstbestimmung sichtbar, die in jedem Falle für effizientes Lernen und dauerhaftes Behalten des Gelernten nötig ist, was von der Institution (Schule) auch sicherlich im vorliegenden Beispiel angestrebt wird.

‚Lernen‘ steht im Gegensatz zu ‚pauken’, das lediglich dazu dient, kurzfristiges Wissen anzuhäufen, dass schnell wieder in Vergessenheit geraten wird, wenn es nicht regelmäßig wiederholt und in ein bestehendes semantisches Netzwerk eingebaut wird. Folgerichtig wäre die Schule (hier im Kontext speziell das Lernbüro) ein Ort, an dem die optimalen Bedingungen, die zu selbstreguliertem Lernen kontribuieren, geschaffen werden sollen und müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fallinteresse und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Konzept des Lernbüros ein und formuliert die Absicht, die Förderung von Motivation und selbstreguliertem Lernen kritisch zu prüfen.

2. Fallstrukturanalyse: Hier wird der Titel „Lernbüroregeln“ semantisch in seine Bestandteile zerlegt und auf seine pädagogischen Implikationen hin untersucht, wobei das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zwang beleuchtet wird.

3. Prüfung der Hypothese mit Beibehalten der Sequenzialität: Dieses Kapitel analysiert konkrete Einzelregeln auf ihre Auswirkung auf die Selbstständigkeit der Schüler und modifiziert die Ausgangshypothese entsprechend.

4. Prüfung der Fallstrukturhypothese anhand weiterer Stellen der Lernbüroregeln: Anhand weiterer Regelabschnitte, wie etwa zur Zeitnutzung, wird die zunehmende Tendenz zur Kontrolle und zum Leistungsdruck im Lernbüro herausgearbeitet.

5. Gültige Fallstruktur: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der engen Vorgaben von einem „Offenen Unterricht“ nach Peschel hier kaum gesprochen werden kann.

6. Bibliografie: Dieses Verzeichnis listet die verwendete wissenschaftliche Literatur auf.

Schlüsselwörter

Lernbüro, selbstreguliertes Lernen, offener Unterricht, Schulpädagogik, Fallstrukturanalyse, Selbstbestimmung, Kontrolle, Lernmotivation, Unterrichtsform, Lernumgebung, Pädagogik, Regelwerk, Eigenverantwortung, Didaktik, Kompetenzentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Struktur und die Regeln eines sogenannten „Lernbüros“ in der Schule, um zu bewerten, inwieweit diese Organisationsform tatsächlich selbstreguliertes Lernen ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind das pädagogische Spannungsfeld zwischen Freiheit und Kontrolle, die Analyse von Sprachgebrauch in Schulordnungen und die Überprüfung der Stufenmodelle offenen Unterrichts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Arbeit im Lernbüro die Selbstständigkeit der Schüler tatsächlich fördert oder ob sie durch starre Vorgaben und Kontrolle eher eine konventionelle, leistungsfokussierte Lernumgebung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Fallstrukturanalyse angewandt, um durch die Untersuchung von Textsequenzen (den Lernbüroregeln) tiefere Sinnstrukturen freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Regeln, deren semantische Zerlegung und die fortlaufende Prüfung sowie Modifikation der aufgestellten Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Lernbüro, selbstreguliertes Lernen, Offener Unterricht, Kontrolle und pädagogische Zielsetzung.

Warum wird der Begriff „Büro“ in der Analyse so kritisch betrachtet?

Der Begriff assoziiert mit Arbeit, Pflicht und Zwang, was nach Ansicht der Autorin im Gegensatz zur ursprünglichen Idee des freien und forschenden Lernens von Kindern steht.

Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit hinsichtlich des „Offenen Unterrichts“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass durch die hohe Dichte an Regeln und Vorgaben ein „Offener Unterricht“ nach den Kriterien von Falko Peschel nicht vorliegt, da die notwendigen Freiheitsgrade fehlen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Motivation durch eigenverantwortliches Lernen. Die Merkmale des Offenen Unterrichts
Untertitel
Konzept des „Lernbüros“ und Fallrekonstruktion
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Fallrekonstruktionen des Unterrichtens
Note
1,0
Autor
Svenja Stoll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V368031
ISBN (eBook)
9783668464575
ISBN (Buch)
9783668464582
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fall Fallrekonstruktion Offener Unterricht Unterrichten Wochenplan Bildungswissenschaft Fallbearbeitung Transkript
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Svenja Stoll (Autor:in), 2017, Motivation durch eigenverantwortliches Lernen. Die Merkmale des Offenen Unterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368031
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum