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Empirisch-psychologische und komplementäre Zugänge zum Erleben und Verhalten im ökonomischen Kontext. Eine kritische Reflexion

Titel: Empirisch-psychologische und komplementäre Zugänge zum Erleben und Verhalten im ökonomischen Kontext. Eine kritische Reflexion

Hausarbeit , 2015 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Roland Hüber (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im vorliegenden Term Paper soll eine kritische Reflexion der empirisch-psychologischen und der komplementären Zugänge zum Erleben und Verhalten des Menschen in ökonomischen Kontexten dargestellt werden. Neben einer wissenschaftlichen Betrachtung soll eine Beurteilung mit Argumentation aus persönlicher Sicht vorgestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftliche Betrachtung

2.1 Konnektivierungen

2.2 Kollektives Unbewusstes, Archetypen und Schatten

2.3 Archetypen nach Campbell

2.4 Definitionsversuche

2.5 Lösungsansätze

2.6 Währungssysteme

2.7 Achtsamkeit

3. Persönliche Beurteilung und Argumentation

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine kritische Reflexion empirisch-psychologischer und komplementärer Ansätze zum menschlichen Erleben und Verhalten in ökonomischen Kontexten vorzunehmen, um die Grenzen traditioneller Wirtschaftsmodelle aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse des Menschenbildes des "homo oeconomicus"
  • Anwendung analytischer Psychologie (Jung) auf wirtschaftliche Dynamiken
  • Bedeutung von Archetypen und Schattentheorie in ökonomischen Systemen
  • Herausforderungen und Potenziale von Komplementärwährungen
  • Integration von Achtsamkeit als Geisteshaltung in der Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

Kollektives Unbewusstes, Archetypen und Schatten

Das kollektive Unbewusste ist nach Jung der Teil der menschlichen Psyche, der sich vom persönlichen Unbewussten dadurch unterscheidet, dass dessen Existenz nicht auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen ist und dadurch nicht als persönliches Erwerben zu werten ist. Persönlich Unbewusstes ist aus dem Bewusstsein gewichen, durch Vergessen oder Verdrängen. Kollektives Unbewusstes war jedoch nie im Bewusstsein und wurde daher nicht erworben, sondern ausschließlich vererbt. Für Jung waren es diese fundamentalen psychischen Wahrheiten, die von der ganzen Menschheit geteilt werden. Das kollektive Unbewusste erklärt das intuitive Verständnis der Menschen für primitive Mythen, Kunstformen und Symboliken, die die universellen Archetypen des menschlichen Daseins begründen. Demzufolge leitete Jung daraus die These ab, dass es parallel zur persönlichen, bewussten Psyche ein zweites psychisches System von kollektivem, nicht-persönlichem Charakter gibt.

„Ein Archetyp ist demnach eine primitive symbolische Repräsentation einer bestimmten Erfahrung oder eines Objekts. Jeder Archetyp ist mit einer instinktiven Tendenz assoziiert, ihn in besonderer Weise zu erleben.“ Daraus ergibt sich, dass Menschen ein bestimmtes Verhalten aufweisen, wenn sie in Kontakt mit diesen Mythen kommen. Jung formulierte: „Archetypen sind für die Seele das, was die Instinkte für den Körper sind.“

Übertragen in die moderne Zeit der Digitalisierung könnte man für die Archetypen eine beispielhafte Gleichsetzung mit der Funktion eines Shared-Cloud-Speichers heranziehen. Bei der Marke „Red Bull“, die ein prinzipiell sehr einfaches Produkt herstellt, wird das Marketing über den Archetyp „Held“ bedient.

Der Schatten wird als die Art und Weise verstanden, in der sich ein Archetyp verfestigt, wenn er unterdrückt bzw. nicht akzeptiert oder integriert wird. Als Beispiel kann der unterdrückte Archetyp „Herrscher“ angeführt werden, der in der Konsequenz zum Verhalten eines Tyrannen oder Schwächlings tendieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Hausarbeit sowie des Vorhabens, wissenschaftliche Betrachtungen mit einer persönlichen Argumentation zu verknüpfen.

2. Wissenschaftliche Betrachtung: Diskussion des Menschenbildes in der klassischen Wirtschaftslehre gegenüber heterodoxen Ansätzen, insbesondere durch die Linse der analytischen Psychologie.

2.1 Konnektivierungen: Untersuchung der Stärkung von Yin-Archetypen zur Vermeidung irrationaler Entscheidungen und zur Förderung der psychischen Kohärenz.

2.2 Kollektives Unbewusstes, Archetypen und Schatten: Einführung in C.G. Jungs psychologische Modelle zur Erklärung universeller menschlicher Verhaltensmuster und deren Verfestigung bei Unterdrückung.

2.3 Archetypen nach Campbell: Analyse der fundamentalen Muster in Mythen und Ritualen, die Joseph Campbell in verschiedenen Kulturen identifizierte.

2.4 Definitionsversuche: Gegenüberstellung von Beschreibungen zu Archetypen durch Experten wie Bernard Lietaer und Philip George Zimbardo.

2.5 Lösungsansätze: Erläuterung des "Quaternio"-Modells sowie der Yin-Yang-Polaritäten von Archetypen und deren Schattenausprägungen.

2.6 Währungssysteme: Kritische Beleuchtung von Fiat-Währungen im Vergleich zu Komplementärwährungen aus Sicht des Archetyps "große Mutter".

2.7 Achtsamkeit: Definition von Achtsamkeit als Geisteshaltung und Abgrenzung gegenüber rein entspannungsorientierten Praktiken oder Management-Tools.

3. Persönliche Beurteilung und Argumentation: Reflektion über die Notwendigkeit neuer Erkenntnistransfer-Formen in den Wirtschaftswissenschaften und das persönliche Fazit zu den Modulinhalten.

Schlüsselwörter

Wirtschaftspsychologie, Archetypen, Kollektives Unbewusstes, Schatten, Homo Oeconomicus, Achtsamkeit, Komplementärwährungen, Finanzblasen, Individuation, Yin-Yang-Polarität, Analytische Psychologie, Wirtschaftsmodell, Systemtheorie, Geistestraining, Fiat-Währungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht kritisch das Erleben und Verhalten von Menschen in ökonomischen Kontexten, wobei klassische psychologische Erklärungsmodelle durch heterodoxe Ansätze, wie die analytische Psychologie nach C.G. Jung, ergänzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt Themen wie archetypische Muster in der Wirtschaft, die Psychologie von Währungssystemen, die Integration von Schattenteilen sowie die Anwendung von Achtsamkeit ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Grenzen des "homo oeconomicus"-Modells aufzuzeigen und alternative psychologische Erklärungsansätze für ökonomisches Handeln, wie etwa die Dynamik von Gier und Angst, zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Reflexion und Literaturanalyse, die Konzepte der analytischen Psychologie, Mythenforschung und systemischen Betrachtungsweise auf wirtschaftliche Fragestellungen überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wissenschaftliche Analyse, die von der Theorie des kollektiven Unbewussten über die Struktur von Archetypen (nach Campbell, Moore/Gillette) bis hin zu praktischen psychologischen Ansätzen wie der Achtsamkeit reicht.

Welche Schlüsselbegriffe sind zentral?

Zentrale Begriffe sind unter anderem die Archetypen (z.B. Held, Krieger, Große Mutter), das kollektive Unbewusste, der Schattenbegriff, sowie die Unterscheidung zwischen Fiat-Währungen und Komplementärwährungen.

Wie werden Archetypen im ökonomischen Kontext interpretiert?

Archetypen fungieren als intuitive psychologische Vorlagen, die menschliches Verhalten steuern. Werden sie unterdrückt, entstehen "Schatten" (z.B. Gier oder Angst), die zu irrationalen ökonomischen Entscheidungen führen können.

Ist Achtsamkeit ein geeignetes Management-Tool für Unternehmen?

Der Autor argumentiert, dass Achtsamkeit nicht "gemanagt" oder implementiert werden kann wie ein Prozess, sondern als eine individuelle Geisteshaltung durch Vorleben und Übung in eine Organisation einfließen muss.

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Details

Titel
Empirisch-psychologische und komplementäre Zugänge zum Erleben und Verhalten im ökonomischen Kontext. Eine kritische Reflexion
Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung  (Fakultät für Gesundheit und Medizin)
Note
2,0
Autor
Roland Hüber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V368092
ISBN (eBook)
9783668469686
ISBN (Buch)
9783668469693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Wirtschaftspsychologie Ökonomie Erleben Verhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roland Hüber (Autor:in), 2015, Empirisch-psychologische und komplementäre Zugänge zum Erleben und Verhalten im ökonomischen Kontext. Eine kritische Reflexion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368092
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