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Die deutsche Haltung der Zurückhaltung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine kritische Auseinandersetzung anhand mehrerer Quellen

Titre: Die deutsche Haltung der Zurückhaltung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine kritische Auseinandersetzung anhand mehrerer Quellen

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 23 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Fabian Zschiesche (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Diese Arbeit soll die deutsche Haltung der Zurückhaltung nach dem zweiten Weltkrieg bis ins Jahr 1958 untersuchen – mit einem kleinen Ausblick bis 1967 – und der Frage nachgehen, wie zurückhaltend die Deutschen in dieser Zeit wirklich gewesen sind oder ob diese Haltung vielleicht nur oktroyiert worden war, sodass man sich an das international erwartete Bild hatte anpassen können.

Die zeitliche Eingrenzung birgt mitnichten den Nachteil, dass eine wichtige Epoche, in der sich die Bundesrepublik mit Sicherheit deutlich weniger zurückhaltend, da mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, gezeigt hat, komplett wegfällt. Allerdings bietet der gewählte Zeitraum dafür sehr gute Beispiele, anhand derer die gestellte Frage teilweise kontrovers für eine wichtige Epoche der BRD hinsichtlich der Entwicklung eines Selbstbildes diskutiert werden kann. Da für die Entstehung und Bildung dieses Selbstbildes auswärtige Repräsentationen und die damit verbundene auswärtige Politik sehr wichtig sind, sollen diese zunächst erläutert und auch der immer wichtiger werdende Einfluss der Kulturpolitik auf diese genauer betrachtet werden. Die angesprochenen Beispiele, anhand derer die Haltung der Zurückhaltung in der BRD untersucht werden soll, erstreckt sich über verschiedene Bereiche der Repräsentationen der Bundesrepublik. Zunächst soll ein allgemeines Bild der Situation und Ausgangslage nach dem zweiten Weltkrieg gezeichnet werden, welches im weiteren Verlauf durch das Beispiel der Rede Adenauers vor dem NATO-Rat hinsichtlich des Beitritts der BRD weiter konkretisiert werden soll. Darüber hinaus offenbart die Weltausstellung in Brüssel 1958 samt der Reaktionen der Presse auf den deutschen Beitrag ebenfalls die Möglichkeit, die Haltung der Zurückhaltung aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und diese zu diskutieren.

Zu guter Letzt soll der damalige Bundespräsident Theodor Heuss samt seines Wirkens im Inland wie auch im Ausland als ranghöchster Vertreter der BRD genauer betrachtet werden. Zu den angesprochenen Themen wird Forschungsliteratur herangezogen, um beispielsweise bei den eher theoretischen Abhandlungen einen Überblick zu gewinnen sowie eine Auswahl an Quellen, deren Auswahl und Einsatzmöglichkeiten im Folgenden erörtert werden sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie zurückhaltend die Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg wirklich war

2.1 Quellenauswahl und -kritik

2.2 Kulturpolitik

2.2.1 Deutsche Kulturpolitik

2.2.2 Kulturpolitik als Krisenprävention

2.3 Das Deutsche Selbstbild und auswärtige Repräsentationen

2.3.1 Die Situation nach 1945

2.3.2 Der Beitritt der BRD in die NATO 1955

2.3.3 Die Weltausstellung in Brüssel 1958

2.3.4 Der Staatsbesuch von Bundespräsident Theodor Heuss in Großbritannien

3. Schlussbetrachtungen

4. Bibliographie

4.1 Quellen

4.2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Haltung der "Zurückhaltung" in der Außenpolitik und der kulturellen Selbstdarstellung der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1945 und 1958, mit einem Ausblick auf spätere Jahre. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob diese Zurückhaltung eine tiefgreifende neue Gesinnung darstellte oder eine strategische Anpassung an internationale Erwartungen war.

  • Analyse des deutschen Selbstbildes und dessen Wandel nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Untersuchung der Bedeutung der auswärtigen Kulturpolitik als "dritte Säule" der Außenpolitik.
  • Betrachtung von Fallbeispielen wie dem NATO-Beitritt 1955 und der Weltausstellung 1958.
  • Auswertung der Rolle von Bundespräsident Theodor Heuss als Repräsentant einer zurückhaltenden Politik.
  • Kritische Analyse von zeitgenössischen Presseberichten und Reaktionen aus der Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Die Situation nach 1945

Heutzutage ist es selbstverständlich, dass eine nationale Selbstdarstellung von Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und politischen Systemen im Ausland zur auswärtigen Politik von Nationen dazugehört. Dass an dieser nicht nur Diplomaten, sondern auch gesellschaftliche Gruppen sowie private Einrichtungen etc. beteiligt sind, ist ja bereits unter den Punkten 2.2.1 und 2.2.2 erläutert worden. Des Weiteren gehören hierzu auch das Ausstellungs- und Messewesen, bei denen neuerdings vermehrt auch das jeweilige Medium der Selbstdarstellung wie beispielsweise ein Pavillon auf einer Weltausstellung Beachtung findet sowie Staatsbesuche und Sportwettkämpfe, welche im weiteren Verlauf der Arbeit partiell noch näher betrachtet werden sollen.

Dass dies nicht immer so gewesen ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklung des deutschen Selbstverständnisses nach dem zweiten Weltkrieg. Insgesamt stellt die auswärtige Selbstdarstellung nach 1945 keine leichte Aufgabe für die Bürger der BRD dar, da das Auftreten und die Repräsentationen im Ausland sehr genau beobachtet werden und auch innere kontroverse Diskussionen hervorgerufen haben. Für die Bürger der BRD hat es damals gegolten, sich klar von der NS-Herrschaft abzugrenzen, um der Welt zu zeigen, dass man nicht daran interessiert sei, diese zu beherrschen. Mitnichten kann hierbei durchaus von ersten Tendenzen einer Haltung der Zurückhaltung gesprochen werden, welche sich in der auswärtigen Selbstdarstellung zu manifestieren begonnen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob die deutsche Zurückhaltung nach 1945 eine tatsächliche Gesinnungsänderung oder eine oktroyierte Anpassung an internationale Erwartungen war.

2. Kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie zurückhaltend die Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg wirklich war: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und beleuchtet anhand von Quellenauswahl, Kulturpolitik und verschiedenen Fallbeispielen die unterschiedlichen Ebenen der deutschen Selbstdarstellung.

2.1 Quellenauswahl und -kritik: Es werden die verschiedenen Quellentypen vorgestellt, von persönlichen Briefen an den Bundespräsidenten bis hin zu internationalen Presseberichten, um die Haltung der Zurückhaltung aus mehreren Blickwinkeln zu erfassen.

2.2 Kulturpolitik: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der auswärtigen Kulturpolitik als ein zentrales Instrument der Außenpolitik zur Sicherung der internationalen Akzeptanz der BRD.

2.2.1 Deutsche Kulturpolitik: Hier wird der historische Kontext der Kulturpolitik nach 1945 beleuchtet und ihre Entwicklung als Instrument der internationalen Zusammenarbeit beschrieben.

2.2.2 Kulturpolitik als Krisenprävention: Der Fokus liegt auf der Rolle der auswärtigen Kulturarbeit bei der friedlichen Konfliktlösung und der Vermeidung von Machtansprüchen.

2.3 Das Deutsche Selbstbild und auswärtige Repräsentationen: Dieses Kapitel analysiert, wie sich das neue Selbstbewusstsein der Bundesrepublik im Spannungsfeld zwischen internationaler Integration und der Distanzierung von der eigenen Vergangenheit entwickelte.

2.3.1 Die Situation nach 1945: Es wird die schwierige Ausgangslage beschrieben, in der sich die BRD nach dem Krieg befand und wie die "kulturelle Neuorientierung" den Weg für ein neues Verhältnis zum Ausland ebnete.

2.3.2 Der Beitritt der BRD in die NATO 1955: Anhand dieses Beitritts wird aufgezeigt, wie die deutsche Regierung ihre defensive außenpolitische Ausrichtung untermauerte und gleichzeitig die Integration in den Westen festigte.

2.3.3 Die Weltausstellung in Brüssel 1958: Die Teilnahme an der Weltausstellung dient als zentrales Beispiel für die gewählte Strategie der zurückhaltenden Selbstdarstellung und deren Rezeption im In- und Ausland.

2.3.4 Der Staatsbesuch von Bundespräsident Theodor Heuss in Großbritannien: Das Kapitel untersucht die Rolle von Theodor Heuss als Repräsentant der BRD und analysiert die Ambivalenz zwischen dem diplomatischen Erfolg und der deutschen Kritik am Besuch.

3. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass sich zwar eine klare Tendenz zur Zurückhaltung nachweisen lässt, diese jedoch keinesfalls als einheitliche Haltung der gesamten Bevölkerung betrachtet werden kann.

4. Bibliographie: Hier sind die verwendeten Quellen und Forschungsliteratur für die Arbeit detailliert aufgeführt.

4.1 Quellen: Zusammenstellung der primären Dokumente, wie Zeitungsartikel und offizielle Berichte.

4.2 Literatur: Übersicht der herangezogenen wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Zurückhaltung, Bundesrepublik Deutschland, Außenpolitik, auswärtige Kulturpolitik, Selbstdarstellung, NATO-Beitritt, Weltausstellung 1958, Theodor Heuss, nationale Identität, Krisenprävention, Deutschlandbild, internationale Integration, Softpower, Diplomatie, Nachkriegszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das außenpolitische und kulturelle Auftreten der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit von 1945 bis 1958 im Hinblick auf eine explizit verfolgte "Haltung der Zurückhaltung".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Kulturpolitik, die auswärtige Selbstdarstellung der BRD, die Rolle von Staatsbesuchen und das Wirken von Bundespräsident Theodor Heuss.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Zurückhaltung der Deutschen ein genuiner Prozess der Selbstreflexion war oder eine strategische Notwendigkeit, um international akzeptiert zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Primärquellen wie Zeitungsartikeln, Briefen an den Bundespräsidenten und offiziellen Berichten sowie der Auswertung historischer Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Theorie der Kulturpolitik konkrete Ereignisse wie der NATO-Beitritt 1955, die Weltausstellung 1958 in Brüssel und der Staatsbesuch von Heuss in Großbritannien als Fallbeispiele analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Zurückhaltung, kulturelle Neuorientierung, auswärtige Repräsentation und internationale Staatengemeinschaft charakterisieren.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Theodor Heuss?

Heuss wird als ein Verfechter der Zurückhaltung dargestellt, der sein Amt nutzte, um ein neues, friedliches Deutschlandbild zu vermitteln, wobei er sich teils scharfer Kritik aus der deutschen Presse gegenübersah.

Welche Bedeutung kommt der Weltausstellung 1958 zu?

Die Ausstellung in Brüssel dient als zentrales Beispiel dafür, wie die BRD durch bewusst schlichte Präsentation versuchte, internationale Sympathien zu gewinnen und sich explizit von der Machtinszenierung der Zeit des Nationalsozialismus abzugrenzen.

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Résumé des informations

Titre
Die deutsche Haltung der Zurückhaltung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine kritische Auseinandersetzung anhand mehrerer Quellen
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
3,0
Auteur
Fabian Zschiesche (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
23
N° de catalogue
V368111
ISBN (ebook)
9783668466654
ISBN (Livre)
9783668466661
Langue
allemand
mots-clé
Zurückhaltung Deutschland Zweiter Weltkrieg Geschichte Krieg Theodor Heuss 1958 1967
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fabian Zschiesche (Auteur), 2012, Die deutsche Haltung der Zurückhaltung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine kritische Auseinandersetzung anhand mehrerer Quellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368111
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Extrait de  23  pages
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