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Hat Feuerbach Gott widerlegt? Eine Kritische Auseinandersetzung mit der Projektionstheorie

Titre: Hat Feuerbach Gott widerlegt? Eine Kritische Auseinandersetzung mit der Projektionstheorie

Dossier / Travail , 2017 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Lang (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Projektionstheorie zu erläutern und herauszustellen, ob diese Theorie einen Wahrheitsanspruch erheben kann oder nicht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob Feuerbach Gott widerlegt hat. Um das formulierte Forschungsziel zu erreichen, wird in zwei Schritten vorgegangen: Das erste Kapitel widmet sich dem zum Verständnis der nachfolgenden Diskussion notwendigen Fachbegriff "Projektion" und der Darstellung der theoretischen Grundlagen der Projektionstheorie. Hier wird der Blick exemplarisch auf Feuerbachs Überlegungen im Hauptwerk "Das Wesen des Christentums" gelenkt. Im Fokus des zweiten Kapitels steht eine Diskussion, deren Basis die Überlegungen zur Projektionstheorie in Kapitel eins sind. Dabei soll gezeigt werden, dass die Kritik Feuerbachs einer gewissen Unwucht unterliegt. Ein Fazit beschließt die Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

A. DER BEGRIFF „PROJEKTION“

B. FEUERBACHS GRUNDGEDANKEN IN „DAS WESEN DES CHRISTENTUMS“

1. ALLGEMEIN ZUM WESEN DES MENSCHEN UND DER RELIGION

2. GOTT ALS SPIEGELBILD DES MENSCHEN

3. BEGRÜNDUNG FÜR DIE PROJEKTION

III. DISKUSSION

A. PROBLEMSTELLUNG

1. GOTT ALS ANTWORT AUF DIE LEIDEN DER MENSCHEN

2. GOTT ALS PROJEKTION

B. ERGEBNIS

IV. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Projektionstheorie von Ludwig Feuerbach kritisch zu erläutern und zu hinterfragen, ob diese einen absoluten Wahrheitsanspruch erheben kann oder ob der Versuch, Gott als menschliches Konstrukt zu widerlegen, selbst spekulativen Charakter trägt.

  • Analyse des Begriffs „Projektion“ im psychologischen Kontext
  • Untersuchung von Feuerbachs Religionskritik in „Das Wesen des Christentums“
  • Diskussion über das Verhältnis von menschlichem Leiden und der Entstehung des Gottesbildes
  • Kritische Würdigung der These „Der Mensch ist dem Menschen Gott“
  • Bewertung der methodischen Grundlagen von Feuerbachs Religionsanalyse

Auszug aus dem Buch

3. Begründung für die Projektion

Der Schlüssel zur Ergründung der Projektion, so Feuerbach, sei die Religion, welche den Traum des menschlichen Geistes darstelle. In diesem Traum werde das Ich, im Gegensatz zum Wachen, in welchem das Ich durch sich selbst bestimmt sei, von sich selbst als von einem anderen Wesen bestimmt empfunden. Der Traum invertiert also das Wachbewusstsein. In der Konsequenz werden demnach innerpsychische Zustände in die Außenwelt projiziert: „Im Traume ist das Handelnde das Leidende, das Leidende das Handelnde; im Traume nehme ich meine Selbstbestimmungen als Bestimmungen von außen, die Gemütsbewegungen als Ereignisse, meine Vorstellungen und Empfindungen als Wesen außer mir wahr, leide ich, was ich außerdem tue.“

Verursacht werde die Projektion durch zwei Faktoren: Zum einen nennt Feuerbach das Gemüt, gemeint ist das Innerseelische, und zum anderen spricht er von Phantasie, welche im entscheidenden Moment der Projektion mit dem Gemüt ineinandergreife. Feuerbach geht davon aus, dass das Gemüt des Menschen leidet. Dieses Leiden resultiere aus der Unvollkommenheit, denn der Mensch erfahre sich selbst als endliches Wesen. Infolgedessen sehne er sich nach Befriedigung seiner Leiden. Der Phantasie komme die Aufgabe zu, dieser Sehnsucht zu entsprechen. „Die Freuden der Phantasie“, so Feuerbach, sind die Antwort auf die „Leiden des Gemüts“: „[...] die Phantasie ist die dem Gemüte entsprechende Tätigkeit, weil sie alle Schranken, alle Gesetze, welche dem Gemüte wehe tun, beseitigt, und so dem Menschen die unmittelbare, schlechthin unbeschränkte Befriedigung seiner subjektiven Wünsche vergegenständlicht.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Projektionstheorie von Ludwig Feuerbach und Darlegung der zentralen Forschungsfrage dieser Arbeit.

II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Definition des Begriffs Projektion im psychologischen Sinn sowie detaillierte Untersuchung der zentralen Thesen Feuerbachs zum Wesen des Menschen, der Religion und der Gottesvorstellung.

III. DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit der Projektionstheorie, insbesondere im Hinblick auf ihre Allgemeingültigkeit und die Frage nach einer möglichen Widerlegung Gottes.

IV. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, in der festgestellt wird, dass Feuerbach zwar eine komplexe Argumentationsstruktur aufbaut, eine absolute Widerlegung der Existenz Gottes jedoch aufgrund des spekulativen Charakters seiner Theorie nicht erbringen kann.

Schlüsselwörter

Ludwig Feuerbach, Projektionstheorie, Religionskritik, Das Wesen des Christentums, Anthropologie, Gott, Menschenbild, Religionsphilosophie, Subjektivität, Bewusstsein, Theologie, Spekulation, Unvollkommenheit, Wunschdenken, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Religionskritik von Ludwig Feuerbach und untersucht insbesondere seine Projektionstheorie, nach der Gott als bloße Spiegelung menschlicher Bedürfnisse und Sehnsüchte verstanden wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Menschenwesen, die Definition von Religion als Bewusstsein des Menschen von sich selbst, sowie die psychologische Herleitung der Gottesvorstellung durch das menschliche Gemüt und die Phantasie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Feuerbachs Projektionstheorie zu erläutern und zu prüfen, ob sie einen wissenschaftlich haltbaren Anspruch auf Wahrhaftigkeit erheben kann, der Gott endgültig widerlegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturanalytische Methode angewandt, die Feuerbachs Hauptwerk „Das Wesen des Christentums“ auf Basis philosophischer und religionskritischer Forschung auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, in denen Begriffe und Kernthesen geklärt werden, sowie einen Diskussionsteil, der die logische Konsistenz und Tragweite von Feuerbachs Projektionsannahme hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Feuerbach, Projektion, Religion, Anthropologie, Gottesbild, Menschsein, Wunschdenken und Religionskritik.

Wie unterscheidet sich Feuerbachs Religionsverständnis von der spekulativen Philosophie?

Feuerbach lehnt die spekulative Philosophie Hegels ab und fordert eine Abkehr von der Transzendenz hin zur empirisch erfahrbaren Wirklichkeit des Menschen.

Warum hält der Autor Feuerbachs Projektionstheorie für nicht vollständig bewiesen?

Der Autor argumentiert, dass Feuerbachs Theorie auf der unbeweisbaren Prämisse basiert, Gott existiere nicht, was die gesamte Argumentation in den Bereich der Spekulation rückt.

Welche Rolle spielen „Leiden“ und „Phantasie“ in Feuerbachs Argumentation?

Feuerbach sieht im Leiden unter der eigenen Endlichkeit den Antrieb, durch die Phantasie ein vollkommenes, unendliches Wesen (Gott) zu projizieren, um subjektive Wünsche befriedigt zu sehen.

Kann die Theologie durch Feuerbachs Ansatz laut dem Autor „aufgelöst“ werden?

Der Autor bezweifelt dies, da die subjektive Erfahrung von Gläubigen durch eine rein anthropologische Deutung nicht ersetzt werden kann und Feuerbachs Vorgehensweise selbst keine objektive Widerlegung darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Hat Feuerbach Gott widerlegt? Eine Kritische Auseinandersetzung mit der Projektionstheorie
Université
Saarland University
Note
1,3
Auteur
Alexander Lang (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
13
N° de catalogue
V368314
ISBN (ebook)
9783668467330
ISBN (Livre)
9783668467347
Langue
allemand
mots-clé
feuerbach gott eine kritische auseinandersetzung projektionstheorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Lang (Auteur), 2017, Hat Feuerbach Gott widerlegt? Eine Kritische Auseinandersetzung mit der Projektionstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368314
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Extrait de  13  pages
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