Diese Hausarbeit erörtert das Thema „außerschulische Jugendarbeit“ und geht dabei auf die historische wie politische Betrachtung sowie auf das Konzept der außerschulischen Jugendarbeit an sich ein. Letzter Punkt befasst sich mit den von der Autorin als für die Jugendarbeit relevant angesehenen thematischen Inhalten.
Das Sozialgesetzbuch (SGB) VIII definiert in §7 als „Jugendlicher, wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist“ , im Folgenden wird sich jedoch bei Jugendlichen auf „alle jungen Leute im Alter zwischen 14 und ungefähr 25 Jahren“ bezogen, da diese Alterspanne meist in der Praxis als Zielgruppe angesehen wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hauptteil
1. Die Entwicklung einer außerschulische Jugendarbeit
2. Das Konzept einer außerschulischen Jugendarbeit
3. Integration als Thematik für außerschulische Jugendarbeit
Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung sowie die konzeptionellen Grundlagen der außerschulischen Jugendarbeit und analysiert deren aktuelle Bedeutung im Kontext der Integration von Geflüchteten. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendarbeit als Bildungsinstanz und Begegnungsraum fungieren kann, um soziale Herausforderungen zu bewältigen und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
- Historische Entwicklung der offenen Jugendarbeit seit 1946
- Konzeptionelle Anforderungen und Ziele der außerschulischen Bildungsarbeit
- Die Rolle der Jugendarbeit bei der Integration von Flüchtlingen
- Förderung von Partizipation und sozialem Miteinander
- Unterstützungsangebote zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
3. Integration als Thematik für außerschulische Jugendarbeit
Das Thema „Flüchtlinge“ könnte in heutiger Gesellschaft nicht aktueller sein. Seit etwa 2015 ist die Anzahl der Auswanderer aus Krisengebieten wie den Westbalkanstaaten, Irak, Afghanistan, Syrien und weiteren drastisch gestiegen. Ziel dieser Menschen ist Europa, in der Hoffnung, dem Krieg und der Verfolgung aus dem Herkunftsland zu entfliehen und in den europäischen Staaten Sicherheit und Schutz sowie die Möglichkeit auf ein sorgenfreieres Leben zu finden. Diese Entwicklung hat enorme Auswirkungen auf die politische wie auch gesellschaftliche Situation innerhalb der einzelnen europäischen Länder.
Im Folgenden bezeichnet der Begriff Flüchtling, definiert nach der Genfer Flüchtlingskonvention, eine Person, die „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will“.
Für die „Asylländer“ gilt, die vielen Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren, Platz zu schaffen und einen Weg zu finden Barrieren wie etwa in der Sprache und Kultur zu überwinden und ein „Miteinander“ zu schaffen. Dieser neuen Aufgabe stehen Gesellschaftsmitglieder mit geteilter Meinung gegenüber.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Druck auf Jugendliche und die Notwendigkeit außerschulischer Bildungsangebote als Ergänzung zu Familie und Schule.
Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die historische Genese der Jugendarbeit, erörtert moderne konzeptionelle Ansätze und untersucht die Rolle der Einrichtung bei der Integration geflüchteter Menschen.
1. Die Entwicklung einer außerschulische Jugendarbeit: Dieses Kapitel zeichnet den Weg von den „Häusern der offenen Tür“ der Nachkriegszeit bis hin zu modernen Jugendzentren und der damit einhergehenden Wandlung des Jugendbegriffs nach.
2. Das Konzept einer außerschulischen Jugendarbeit: Das Kapitel beschreibt das Konzept der Jugendarbeit als vermittelnde Instanz zwischen den Bedürfnissen der Jugendlichen und gesellschaftlichen Erfordernissen sowie die Vielfalt der Angebotsfelder.
3. Integration als Thematik für außerschulische Jugendarbeit: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen der Flüchtlingsintegration und stellt Möglichkeiten vor, wie Jugendarbeit durch Begegnung und Sprachförderung einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten kann.
Ausblick: Der Ausblick fasst die Bedeutung der Jugendarbeit als Raum zur persönlichen Kompetenzstärkung zusammen und betont die Notwendigkeit, sich an stetige gesellschaftliche Wandlungsprozesse anzupassen.
Schlüsselwörter
Außerschulische Jugendarbeit, Jugendhilfe, Integration, offene Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Bildungsinstanz, Geflüchtete, Sozialisation, Partizipation, soziale Kompetenz, Jugendzentrum, gesellschaftliche Mitverantwortung, Kommunaler Flüchtlingsdialog.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die konzeptionellen Grundlagen und die historische Entwicklung der außerschulischen Jugendarbeit in Deutschland unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Anforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel des Jugendbegriffs, das Konzept der „Offenheit“ in der Jugendarbeit, sowie die praktische Gestaltung der Integration von Geflüchteten durch soziale Begegnungsorte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Relevanz der außerschulischen Jugendarbeit für die individuelle Entwicklung von Jugendlichen sowie ihre tragende Rolle als Integrationsinstanz in der Gesellschaft herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Hausarbeit, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, sozialpädagogischen Konzepten und gesetzlichen Grundlagen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine Darstellung konzeptioneller Ziele und Angebote sowie eine Diskussion der Integrationsaufgabe im Kontext der Flüchtlingssituation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Außerschulische Jugendarbeit, Integration, offene Kinder- und Jugendarbeit, Sozialraumorientierung und gesellschaftliche Partizipation.
Wie unterscheidet sich das „Haus der offenen Tür“ von modernen Jugendzentren?
Die Entwicklung zeigt eine Verschiebung von einer rein staatlich-verwalteten Betreuung (früher „Erziehungsdirektor“) hin zu autonomen Einrichtungen mit stärkerem Fokus auf Selbstbestimmung und spezifische Angebotsstrukturen.
Welche Rolle spielt der „Kommunale Flüchtlingsdialog“ in der Arbeit?
Er wird als beispielhaftes Format angeführt, um durch Begegnung und Austausch zwischen einheimischen Jugendlichen und Geflüchteten Vorurteile abzubauen und ein positives Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.
Warum ist die Definition von „Jugend“ laut der Autorin für die Arbeit zentral?
Die Autorin betont, dass sich Jugendarbeit ständig an den Wandel der Lebensphase Jugend anpassen muss, da diese nicht mehr nur als Übergangsphase, sondern als eigenständiger Lebensabschnitt verstanden wird.
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- Luisa Wittenbrink (Author), 2017, Entwicklung, Konzept und Thematik von außerschulischer Jugendarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368336