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Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union - Eine Effizienzanalyse

Title: Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union - Eine Effizienzanalyse

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Milena Krupkina (Author)

Economics - Industrial Economics
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Die gemeinsame europäische Forschungs- und Technologiepolitik fand ihren Ursprung in 1974, wo zum ersten Mal das Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft verabschiedet wurde. In den 80ern Jahren wurde der Wettbewerbsdruck auf die europäische Wirtschaft immer größer. Die Märkte waren von japanischen und amerikanischen Produkten beherrscht und die Gemeinschaft konnte mit diesen technologisch hoch entwickelten Industrieländern nicht mehr mithalten. 1984 entstand das erste Rahmenprogramm mit einem Budget von 3.75 Milliarden ECU. Danach wurden immer kontinuierlich Mittel für die gemeinsamen Forschungsaktivitäten zur Verfügung gestellt. Europas Stellung als Industriemacht hat sich seitdem sicherlich zum Positiven verändert.
Trotzdem wird immer wieder die Frage gestellt, ob die Mittel effektiv eingesetzt werden. Einige Kritiker der europäischen Forschungspolitik gehen sogar weiter und behaupten, dass die Gelder verschwendet werden, und dass das ständige Wachstum der Programme angehalten werden soll.

Diese Arbeit untersucht die europäische Forschungs- und Technologiepolitik auf ihre Effizienz. Zunächst beschreibe ich, warum staatliche Interventionen im Bereich Forschung und Entwicklung gerechtfertigt sind und lege damit die theoretische Grundlage für die Untersuchung fest. Im dritten Teil der Arbeit gehe ich auf Technologiepolitik Europas, ihre Ziele, Konzeption sowie Programmdurchführung ein.
Das vierte Teil bildet das Kernstück der Arbeit. Hier wird die Effizienz der beschriebenen Instrumente im Hinblick auf die gesetzten Ziele und die Ordnungskonformität kritisch analysiert. Eine Beurteilung der Politik erfolgt außerdem noch aus dem praktischen Blickwinkel. Anschließend werde ich die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zusammenfassen und Schlussfolgerungen ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ordnungspolitische Konformität

2.1. Risiken und öffentliche Güter

2.2. Externe Effekte

Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union

1.1. Zielsetzung

1.2. Begründung auf dem Subsidiaritätsprinzip

1.3. Instrumente der Politik

1.3.1. Direkte Aktionen

1.3.2. Indirekte Aktionen

1.3.3. Konzentrierte und horizontale Aktionen

1.4. Das 6. Rahmenprogramm

Effizienzanalyse

Ordnungskonformität

Wettbewerbsfähigkeit

1.4.1. Marktnahe Forschung

1.4.2. Das Subsidiaritätsprinzip

4.2. Praktische Betrachtung

4.2.1. Bürokratischer Aufwand

4.2.2. Förderung des Mittelstands

IV. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Effizienz der europäischen Forschungs- und Technologiepolitik. Dabei wird analysiert, ob staatliche Interventionen theoretisch gerechtfertigt sind, wie die gewählten Instrumente ausgestaltet sind und inwiefern sie den gesetzten Zielen sowie ordnungspolitischen Vorgaben entsprechen.

  • Theoretische Rechtfertigung staatlicher Eingriffe durch Marktversagen
  • Analyse der Instrumente der EU-Forschungspolitik (direkte, indirekte und horizontale Aktionen)
  • Bewertung der Ordnungskonformität und Wettbewerbsfähigkeit der Fördermaßnahmen
  • Kritische Untersuchung des bürokratischen Aufwands und der KMU-Förderung
  • Diskussion der Wirksamkeit des Subsidiaritätsprinzips in der EU-Forschungspolitik

Auszug aus dem Buch

2.1. Risiken und Öffentliche Güter

Forschung und Entwicklung sind ein wichtiger Bestandteil einer Volkswirtschaft und demzufolge auch ein komplexes Aufgabenfeld für die staatliche Politik. Während auf den meisten Märkten das Gleichgewicht sich selbst über Nachfrage und Angebot einfindet, weist der Markt für Forschungsergebnisse besondere Merkmale auf. Die staatliche Intervention im Bereich Forschung ist durch das Marktversagen begründet. Die wichtigsten Argumente für eine staatliche Subvention behaupten, dass die Forschungsergebnisse zum einen den Charakter eines öffentlichen Gutes aufweisen. Zum anderen entstehen durch die Forschungsarbeiten externe Effekte. Außerdem stellen Forschungstätigkeit ein Risiko für die Unternehmen dar. Diese Marktmängel werden im Folgenden ausführlicher analysiert.

Forschungstätigkeiten sind für Unternehmen mit hohen Unsicherheiten verbunden. Gewinnorientierte Unternehmen entscheiden sich für Investitionen ausschließlich dann, wenn diese in Zukunft amortisiert werden. Die Wirtschaftlichkeit der Investitionen in Forschung ist aber nur schwer kalkulierbar. Besonders mit der Grundlagenforschung ist ein hohes Risiko verbunden, das viele Unternehmen nicht auf sich nehmen können. Grundlagenforschung erfordert einen enormen zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand. Außerdem wird der Markt mit zunehmendem technologischem Fortschritt immer dynamischer und die Lebenszeit der Produkten immer kürzer. Die Investitionen müssen deshalb über einen zunehmend kürzeren Zeitraum durch Umsätze gedeckt werden. Die Ergebnisse der langwierigen Arbeit sind aber marktfern und können deshalb nicht gleich in rentable Produkte oder Produktionstechnologien umgesetzt werden. Zu Beginn des Forschungsprozesses ist eine Vorhersage über die zukünftige Verwertbarkeit der Ergebnisse daher praktisch unmöglich.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel legt den historischen Ursprung der EU-Forschungspolitik dar und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Untersuchung.

Ordnungspolitische Konformität: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, warum staatliche Interventionen im Bereich Forschung und Entwicklung aufgrund von Marktversagen, Risiken und externen Effekten notwendig sein können.

Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union: Dieses Kapitel beschreibt die Ziele, die Begründung durch das Subsidiaritätsprinzip, die verschiedenen Instrumente der Politik sowie die Struktur des 6. Rahmenprogramms.

Effizienzanalyse: Der Hauptteil untersucht kritisch die Ordnungskonformität, Wettbewerbsfähigkeit und die praktische Anwendung der Förderinstrumente, insbesondere hinsichtlich Bürokratie und Mittelstandsförderung.

Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und Empfehlungen zur Steigerung der Effizienz der europäischen Forschungs- und Technologiepolitik gegeben.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Forschungspolitik, Technologiepolitik, Effizienzanalyse, Ordnungspolitik, Marktversagen, Subsidiaritätsprinzip, Rahmenprogramm, Forschungsförderung, Wettbewerbsfähigkeit, KMU, Bürokratie, Grundlagenforschung, Externe Effekte, Innovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Effizienz der europäischen Forschungs- und Technologiepolitik sowie deren Vereinbarkeit mit ordnungspolitischen Prinzipien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Rechtfertigung staatlicher Forschungssubventionen bei Marktversagen, die Instrumente der EU-Forschungspolitik und deren praktische Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin zu bewerten, ob die eingesetzten europäischen Instrumente zur Erreichung der politischen Ziele geeignet sind und ob sie ordnungskonform gestaltet wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ordnungspolitische Analyse und eine praktische Bewertung der Förderprogramme, gestützt auf ökonomische Literatur und offizielle Kommissionsberichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ordnungskonformität (Wettbewerbsfähigkeit, marktnahe Forschung) sowie die praktische Umsetzung, einschließlich des bürokratischen Aufwands und der spezifischen Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Forschungspolitik, Effizienzanalyse, Subsidiaritätsprinzip, Wettbewerbsfähigkeit und Ordnungspolitik.

Wie bewertet der Autor das Subsidiaritätsprinzip in der Praxis?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Prinzip in der Praxis nicht für eine eindeutige und effiziente Aufgabenteilung sorgt und somit als Lösung für eine effiziente Ressourcenverteilung ungeeignet ist.

Welche Problematik sieht der Autor bei der Förderung marktnaher Projekte?

Der Autor argumentiert, dass staatliche Gelder bei marktnahen Projekten, die sich ohne Subventionierung am Markt durchsetzen könnten, ohne Wirkung vergeben werden und somit die Ordnungskonformität verloren geht.

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Details

Title
Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union - Eine Effizienzanalyse
College
University of Göttingen
Grade
2.0
Author
Milena Krupkina (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V36834
ISBN (eBook)
9783638363563
Language
German
Tags
Forschungs- Technologiepolitik Europäischen Union Eine Effizienzanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Milena Krupkina (Author), 2004, Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union - Eine Effizienzanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36834
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