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Mündliche Kommunikation im Fremdsprachenunterricht

Titre: Mündliche Kommunikation im Fremdsprachenunterricht

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 15 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: Sophia Gerber (Auteur)

Didactique de l'Allemand - L'allemand en tant que langue étrangère
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Russisch ist nie mein Steckenpferd gewesen. Mit Schrecken denke ich an meinen Russischunterricht in der dritten Klasse zurück, in dem unsere Lehrerin uns einzelne Wörter oder ganze Sätze vorsprach und wir diese mechanisch so oft wiederholten, bis kein Aussprachefehler mehr zu hören war. Gelangweilt bewegte ich dabei meist nur die Lippen, ohne einen Ton herauszubringen, manchmal auch ohne den Sinn der Wörter zu verstehen. Heute kann ich weder ein Wort Russisch verstehen noch sprechen.
Wie sieht nun eigentlich heute mündliche Kommunikation im Fremdsprachenunterricht aus? Diese Frage soll im Folgenden anhand zweier selbst praktizierter Fallstudien im italienischen und deutschen DaF-Unterricht erörtert werden.
Zunächst soll der Begriff der mündlichen Kommunikation, ihre Funktionen und Hemmfaktoren erläutert werden. Im zweiten Teil der deskriptiven Diagnostik werden anfangs die Besonderheiten der untersuchten Sprechsituationen dargestellt: Unterrichtsart, -umfang und -zeitpunkt sowie das Sprech- und Verstehensvermögen, Alter, Anzahl und Zusammensetzung der Lerner und Lehrenden. Dann sollen folgende Aspekte der mündlichen Kommunikation im beobachteten Unterricht analysiert werden: der Anteil der mündlichen Kommunikation am gesamten Unterricht, der Sprechanteil der Lehrenden und der Lerner, Sprechform und -thema, die Sozialform sowie die verwendete Unterrichtssprache. Anschließend sollen die Ergebnisse miteinander verglichen und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede festgestellt und begründet werden. Im zweiten Teil der normativen Kritik sollen auf Grundlage der Funktionen und Einflussfaktoren mündlicher Kommunikation und anhand der Ergebnisse der Fallstudien Leitsätze und Übungsformen für den modernen DaF-Unterricht aufgestellt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mündliche Kommunikation und ihre Funktionen

3. Deskriptive Diagnostik

3.1 1. Fallstudie: Mündliche Kommunikation im DaF-Unterricht am Liceo Ginnasio Statale „G. e Q. Sella“

3.2 2. Fallstudie: Mündliche Kommunikation im DaF-Seminar an der Universität Rostock

3.3 Vergleich der Studien

4. Normative Kritik

5. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Ausgestaltung mündlicher Kommunikation im Fremdsprachenunterricht. Anhand von zwei Fallstudien – einer schulischen und einer universitären – analysiert die Autorin Einflussfaktoren, Hemmnisse und Potentiale der mündlichen Sprachverwendung, um daraus fundierte Leitsätze für einen modernen Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht (DaF) abzuleiten.

  • Grundlagen und Funktionen mündlicher Kommunikation
  • Deskriptive Analyse von Sprechsituationen in der Praxis
  • Vergleichende Untersuchung von Schul- und universitärem DaF-Unterricht
  • Ableitung normativer Leitsätze für die didaktische Praxis
  • Optimierung von Unterrichtsformen zur Förderung der Sprachmotivation

Auszug aus dem Buch

3.3 Vergleich der Studien

Beim Vergleich der beiden Fallstudien fällt auf, dass im DaF-Seminar deutlich mehr mündlich kommuniziert wurde als im DaF-Unterricht am Liceo. Gehörte dabei der größere Sprechanteil in der Schule dem Lehrer, so waren es im DaF-Seminar vor allem die Lerner, die mündlich kommunizierten.

Dies kann man erstens darauf zurückführen, dass die Deutschlerner, die häufig schon Germanistik studierten und in Deutschland lebend die Fremdsprache täglich benutzten, über mehr mündliche Kommunikationsfähigkeit verfügten als die italienischen Schüler, die erst seit zwei Jahren Deutsch lernten und die Fremdsprache nur im Unterricht verwendeten.

Zweitens wirkte sich im DaF-Seminar vor allem die freiwillige Teilnahme positiv auf die Sprechmotivation der Lerner aus, wogegen der Pflichtcharakter und Notenzwang des italienischen DaF-Unterrichts eher einen sprachhemmenden Effekt hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise durch zwei Fallstudien vor.

2. Mündliche Kommunikation und ihre Funktionen: Dieses Kapitel definiert mündliche Kommunikation anhand des Modells von Roman Jakobson und erörtert die sieben zentralen Kommunikationsfunktionen sowie verschiedene Hemmfaktoren.

3. Deskriptive Diagnostik: Der empirische Teil untersucht zwei spezifische Lernkontexte – ein italienisches Gymnasium und ein Rostocker Proseminar – hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzung mündlicher Kommunikation.

4. Normative Kritik: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden konkrete Leitsätze und Übungsempfehlungen formuliert, um die mündliche Sprachkompetenz im modernen DaF-Unterricht gezielt zu fördern.

5. Literatur: Das abschließende Verzeichnis listet die für die Arbeit herangezogenen fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen auf.

Schlüsselwörter

Mündliche Kommunikation, DaF-Unterricht, Fremdsprachenerwerb, Sprachlehrforschung, Kommunikationsmodell, Fallstudie, Sprachdidaktik, Sprechmotivation, Unterrichtsinteraktion, Fremdsprachendidaktik, Lernerzentrierung, Sprachfertigkeiten, Grammatikvermittlung, Sozialformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und der praktischen Ausgestaltung mündlicher Kommunikation im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf Funktionen mündlicher Kommunikation, die Analyse von Lehr-Lern-Situationen und die didaktische Optimierung des Sprechanteils im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch die Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Lehrkontexte aufzuzeigen, wie mündliche Sprachkompetenz effektiver gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der deskriptiven Fallstudie, um zwei spezifische Unterrichtssituationen qualitativ zu analysieren und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine empirische Bestandsaufnahme in einer Schule und einer Universität sowie eine darauf aufbauende kritische Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über die Begriffe Mündliche Kommunikation, DaF-Unterricht, Sprachmotivation und didaktische Sprechfunktion definieren.

Warum schneidet das DaF-Seminar im Vergleich zum schulischen Unterricht besser ab?

Die Untersuchung zeigt, dass Faktoren wie freiwillige Teilnahme, höhere fachliche Vorkenntnisse und eine entspanntere Lernatmosphäre das Sprechen der Lerner maßgeblich fördern.

Welche Rolle spielt die Grammatikvermittlung bei der Förderung der Sprechkompetenz?

Die Autorin kritisiert eine zu starke deduktive Grammatiklastigkeit und plädiert für induktive Methoden, die Schüler stärker zur aktiven Sprachproduktion anregen.

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Résumé des informations

Titre
Mündliche Kommunikation im Fremdsprachenunterricht
Université
University of Rostock
Note
sehr gut
Auteur
Sophia Gerber (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
15
N° de catalogue
V36842
ISBN (ebook)
9783638363624
Langue
allemand
mots-clé
Mündliche Kommunikation Fremdsprachenunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sophia Gerber (Auteur), 2003, Mündliche Kommunikation im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36842
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Extrait de  15  pages
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