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Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter

Wenn ADHS im Kindes- und Jugendalter unbemerkt bleibt

Title: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Schmidt (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Während die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung noch bis Ende der 1990er Jahre ausschließlich als eine psychiatrische Erkrankung des Kindes- und Jugendalter galt, wird sie aktuell als „eine häufig chronisch verlaufende Störung mit zahlreichen Entwicklungsbeeinträchtigungen und psychosozialen Adaptionsproblemen (Steinhausen, Hans- Christoph et. al. 2010.).“ verstanden. Da im Erwachsenenalter eine Erstmanifestation dieser Krankheit jedoch nicht plausibel ist, wurde in der vorliegenden Arbeit berücksichtigt, dass die Wurzeln der ADHS in der Kindheit liegen. So wurde bisher erläutert, wie die Störung beginnt und welche Bedingungen am Anfang stehen, um im Folgenden die Forschungsfrage: „Wie sich eine ADHS im Erwachsenalter äußert“ beantworten zu können.

Zusammenfassend kann hinsichtlich der Symptomatik im Kindes- und Jugendalter festgehalten werden, dass die Dreier- Symptomatik (Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität) letztendlich dazu führt, dass die betroffenen Personen ihre eigenen Handlungen weniger gut ‚im Griff’ haben. Da sich diese mangelnde Selbststeuerung in der Folge über die Kindheit hinaus fortsetzt, können die Betroffenen immer weniger den immer größer werdenden Erwartungen aus ihren Umgebungen gerecht werden und somit ihre Rollen als Schüler, Spielkamerad, Kind, Mitspieler etc. kaum noch erfüllen.

In Anbetracht dessen, dass ein Erwachsener in der Regel für sich und sein Handeln selbst verantwortlich ist, stellt sich die weiterführende Frage, wie sich diese Beeinträchtigung auf die individuelle Funktionsfähigkeit eines Betroffenen, sowie auf dessen Alltag im Erwachsenenalter äußern kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichte der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung

3 ADHS- Definition und Klassifikation

3.1 Die Ursachen von ADHS

3.2 Symptomatik vom Säuglings- bis zum Jugendalter

4 Einführung - ADHS im Erwachsenenalter

4.1 Verlauf der Störung selbst und Residualsymptomatik

4.2 Erscheinungsbild und Diagnostik einer adulten ADHS

4.2.1 Kernsymptom Unaufmerksamkeit

4.2.2 Kernsymptom Hyperaktivät

4.2.3 Kernsymptom Impulsivität

4.2.4 Sekundäre Symptome

4.3 Interventionsmöglichkeiten im Erwachsenenalter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Störungsbild der ADHS mit einem spezifischen Fokus auf das Erwachsenenalter, insbesondere unter der Fragestellung, wie sich eine unerkannte ADHS aus dem Kindes- und Jugendalter auf das Leben erwachsener Betroffener auswirkt und wie diese diagnostiziert werden kann.

  • Historische Entwicklung der ADHS-Definition
  • Biopsychosoziale Ursachen und Symptomatik
  • Manifestation im Erwachsenenalter (Kernsymptome und Sekundärproblematiken)
  • Diagnostische Herausforderungen
  • Multimodale Interventions- und Behandlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Kernsymptom Hyperaktivität

Während der Symptomwandel zur Hyperaktivät schon im Punkt 4.1 erläutert wurde, gilt es im Folgenden näher auf sein Erscheinungsbild einzugehen. So weißt die Beeinträchtigung - auch wenn diese in den Hintergrund treten – durchaus Anteile von motorischer Unruhe auf (Lauth, Gerhard W. et. al. 2009, S.14). Entsprechend wippen die Betroffenen vermehrt mit den Füßen, lassen häufig das ganze Bein zittern, oder trommeln mit ihren Fingern auf Tischplatten oder Armlehnen. Zudem kauen sie oftmals im Erwachsenenalter noch an den Fingernägeln. In Situationen bei denen Ruhe geboten ist, lässt sich dementsprechend beobachten, wie sie gelegentlich ihre Beine verknoten, sie beim Sitzen ein Bein unterschlagen oder sie ihre Beine um die Stuhlbeine ihres Sitzes schlingen. Konträr dazu wachsen in ihnen die Gefühle einer inneren Unruhe und Angespanntheit. Angesichts dieser Tatsache ergibt sich einerseits, warum die Betroffenen ein Hasten von Arbeit zu Arbeit (hektisches Rennen) als entlastend wahrnehmen, sowie warum sie andererseits deshalb auch den ständigen Versuchen unterworfen sind, mehrere Arbeiten gleichzeitig zu bewältigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit für ADHS und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen unerkannter ADHS im Kindesalter auf das Erwachsenenleben.

2 Geschichte der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die fachliche Entwicklung und Sichtweisen auf das Störungsbild von den ersten Beschreibungen bis zur Etablierung moderner Klassifikationssysteme.

3 ADHS- Definition und Klassifikation: Es erfolgt eine Definition der ADHS als lebenslange neurobiologische Erkrankung, ergänzt durch eine Erläuterung der diagnostischen Klassifikationen nach ICD-10.

3.1 Die Ursachen von ADHS: Hier werden genetische Faktoren, Neurotransmitter-Störungen und psychosoziale Einflüsse als mögliche Entstehungsbedingungen der Erkrankung diskutiert.

3.2 Symptomatik vom Säuglings- bis zum Jugendalter: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung der Symptome über verschiedene Lebensphasen, vom Säuglingsalter bis hin zu schulischen Problemen im Kindes- und Jugendalter.

4 Einführung - ADHS im Erwachsenenalter: Die Überleitung thematisiert den Übergang vom Kindes- zum Erwachsenenalter und die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose für die Funktionsfähigkeit Betroffener.

4.1 Verlauf der Störung selbst und Residualsymptomatik: Das Kapitel differenziert verschiedene Verlaufsformen der ADHS vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter unter Berücksichtigung von Komorbiditäten.

4.2 Erscheinungsbild und Diagnostik einer adulten ADHS: Hier wird die Komplexität der Diagnose im Erwachsenenalter dargelegt, wobei retroperspektive Informationen und klinische Interviews im Vordergrund stehen.

4.2.1 Kernsymptom Unaufmerksamkeit: Es wird analysiert, wie sich Unaufmerksamkeit durch Konzentrationsschwierigkeiten und leichte Ablenkbarkeit im Berufs- und Privatleben auswirkt.

4.2.2 Kernsymptom Hyperaktivät: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der motorischen Unruhe in ein inneres Spannungsgefühl und andere Verhaltensweisen bei Erwachsenen.

4.2.3 Kernsymptom Impulsivität: Hier werden die Folgen impulsiven Verhaltens beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf risikoreiche Entscheidungen, Beziehungsabbrüche und Suchtverhalten.

4.2.4 Sekundäre Symptome: Das Kapitel erörtert zusätzliche Belastungen wie Affektlabilität, Affektkontrollverlust, emotionale Überreagibilität und Desorganisation.

4.3 Interventionsmöglichkeiten im Erwachsenenalter: Es werden multimodale Therapieansätze, bestehend aus Pharmakotherapie und kognitiver Verhaltenstherapie, vorgestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer frühen Diagnose zusammen und betont die Notwendigkeit von Aufklärung, um den Leidensdruck betroffener Erwachsener durch gezielte Bewältigungsstrategien zu mindern.

Schlüsselwörter

ADHS, Erwachsenenalter, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität, Neurobiologie, Diagnostik, Klassifikation, Komorbidität, Intervention, Pharmakotherapie, Verhaltenstherapie, Symptomwandel, Psychopathologie, Selbstmedikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Störungsbild der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), speziell unter dem Aspekt, wie sich die Erkrankung im Erwachsenenalter äußert, wenn sie in der Kindheit nicht diagnostiziert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Störung, die Definition und Klassifikation, die Ursachenforschung sowie eine detaillierte Betrachtung der Symptomatik und Interventionsmöglichkeiten im Erwachsenenalter.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu erörtern, was ADHS ist und wie sich die Störung, insbesondere ihre Symptome und Beeinträchtigungen, bei einem Erwachsenen äußert, der keine frühere Diagnose erhalten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller Forschungsergebnisse sowie der diagnostischen Leitlinien, um das Krankheitsbild im Verlauf der Lebensspanne zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Störung (Ursachen, Klassifikation), eine Analyse der Symptomveränderungen im Erwachsenenalter sowie die Vorstellung geeigneter multimodaler Behandlungskonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie ADHS, Erwachsenenalter, Diagnostik, Symptomwandel, Impulsivität, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und multimodale Intervention charakterisieren.

Warum ist die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter laut Autor so kompliziert?

Die Diagnose ist komplex, da Symptome oft durch Komorbiditäten überdeckt werden, Anpassungsmechanismen der Betroffenen die Auffälligkeiten verschleiern und die Diagnosestellung stark von retroperspektiven Angaben abhängig ist.

Welche Rolle spielen "sekundäre Symptome" bei der Diagnose im Erwachsenenalter?

Sekundäre Symptome wie Affektlabilität, Desorganisation und emotionale Überreagibilität werden zusätzlich zu den Kernsymptomen herangezogen, da diese im Erwachsenenalter oft deutlicher hervortreten und für den Leidensdruck ausschlaggebend sind.

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Details

Title
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter
Subtitle
Wenn ADHS im Kindes- und Jugendalter unbemerkt bleibt
College
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Course
Einführung in Psychische Krankheiten bei Kinder und Jugendlichen
Grade
1,0
Author
Sabine Schmidt (Author)
Publication Year
2017
Pages
37
Catalog Number
V368561
ISBN (eBook)
9783668477476
ISBN (Book)
9783668477483
Language
German
Tags
ADHS Erwachsene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Schmidt (Author), 2017, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368561
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