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Das Deutsche Gemeinde-Steuersystem - Befund und Möglichkeiten der Reform

Title: Das Deutsche Gemeinde-Steuersystem - Befund und Möglichkeiten der Reform

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 18 Pages , Grade: noch sehr gut

Autor:in: Alexander Tarvenkorn (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Seit Jahrzehnten wird über eine Reform des Gemeindefinanzsystems nachgedacht. Kaum eine Partei oder politisch aktive Gruppierung lässt es sich nehmen, verschiedenste Reformvorschläge auszuarbeiten. Durch die verschärfte Finanzsituation in den Kommunen werden die Schwächen des jetzigen Steuersystems immer offensichtlicher. Die heutige Gewerbesteuer ist seit dem Wegfall der Gewerbekapitalsteuer 1998 wesentlich konjunkturanfälliger geworden und ist nicht mehr in der Lage den Gemeinden eine gesicherte finanzielle Grundlage zu bieten. Auch die den Gemeinden in diesem Zuge als Ausgleich zugestandene Beteiligung an der Umsatzsteuerbeteiligung ist stark konjunkturanfällig und die kommunale Beteiligung an der Einkommensteuer belastet die Wohnbevölkerung der Gemeinden im Vergleich zu den Wirtschaftsbetrieben über Gebühr. Mit zu der finanziellen Situation der Gemeinden trägt natürlich auch das Beitragsund Gebührenwesen als Haupteinnahmequelle bei. Hier gibt es sicherlich noch Spielraum zur finanziellen Optimierung. Auf der anderen Seite kann bei Betrachtung der Finanzen die Ausgabenseite eigentlich nicht unbeachtet bleiben. So wäre zu fragen, wo es Einsparpotenziale gibt. Eine Idee wäre die Zusammenlegung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe. Diese beiden letzten Aspekte der Finanzsituation, Beiträge und Gebühren, sowie Einsparungen auf der Ausgabenseite müssen in dieser Arbeit jedoch leider aufgrund des Umfangs und der Aufgabenstellung unberücksichtigt bleiben. Im Reformprozess und den Überlegungen der Verantwortlichen dürfen sie aber keinesfalls unbeachtet bleiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II: Stellung der Gemeinden im Föderalismus

III. Das kommunale Finanzsystem

IV. Entwicklung der kommunalen Finanzen

V. Reformansätze

1. Reformierte Gewerbesteuer

2. Anrechenbare Wertschöpfungssteuer

3. Kommunale Betriebssteuer

4. Gemeindewirtschaftssteuer

5. Kommunaler Zuschlag auf Einkommen- und Körperschaftssteuer

a) Model I

b) Model II

6. Konnexitätsprinzip

VI. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die aktuelle finanzielle Situation der deutschen Gemeinden und bewertet verschiedene Reformvorschläge für das kommunale Steuersystem vor dem Hintergrund der zunehmenden fiskalischen Schwächen des bestehenden Modells.

  • Verfassungsrechtliche Stellung der Gemeinden im deutschen Föderalismus
  • Analyse der historischen Entwicklung der kommunalen Haushalte
  • Kritik an der konjunkturanfälligen Gewerbesteuer als Haupteinnahmequelle
  • Evaluierung alternativer Reformmodelle, wie der Wertschöpfungssteuer
  • Bedeutung des Konnexitätsprinzips für die kommunale Finanzautonomie

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

Seit Jahrzehnten wird über eine Reform des Gemeindefinanzsystems nachgedacht. Kaum eine Partei oder politisch aktive Gruppierung lässt es sich nehmen, verschiedenste Reformvorschläge auszuarbeiten.

Durch die verschärfte Finanzsituation in den Kommunen werden die Schwächen des jetzigen Steuersystems immer offensichtlicher. Die heutige Gewerbesteuer ist seit dem Wegfall der Gewerbekapitalsteuer 1998 wesentlich konjunkturanfälliger geworden und ist nicht mehr in der Lage den Gemeinden eine gesicherte finanzielle Grundlage zu bieten. Auch die den Gemeinden in diesem Zuge als Ausgleich zugestandene Beteiligung an der Umsatzsteuerbeteiligung ist stark konjunkturanfällig und die kommunale Beteiligung an der Einkommensteuer belastet die Wohnbevölkerung der Gemeinden im Vergleich zu den Wirtschaftsbetrieben über Gebühr.

Mit zu der finanziellen Situation der Gemeinden trägt natürlich auch das Beitrags- und Gebührenwesen als Haupteinnahmequelle bei. Hier gibt es sicherlich noch Spielraum zur finanziellen Optimierung.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die chronischen Probleme und die zunehmende Konjunkturanfälligkeit des kommunalen Steuersystems dar, die eine grundlegende Reform erforderlich machen.

II: Stellung der Gemeinden im Föderalismus: Das Kapitel erläutert die verfassungsrechtliche Basis der kommunalen Selbstverwaltung und die damit verbundene notwendige Finanzverantwortung der Gemeinden.

III. Das kommunale Finanzsystem: Hier werden die verfassungsrechtlichen Grundlagen der kommunalen Steuereinnahmen sowie die aktuell gültigen Steuern und Beteiligungsmodelle skizziert.

IV. Entwicklung der kommunalen Finanzen: Dieses Kapitel zeichnet die fiskalischen Phasen der letzten Jahrzehnte nach und zeigt auf, dass Haushaltskonsolidierungen oft zu Lasten notwendiger Investitionen gingen.

V. Reformansätze: Es werden verschiedene Modelle zur Ablösung oder Reform der Gewerbesteuer diskutiert, darunter die Wertschöpfungssteuer und Zuschläge zur Einkommensteuer.

VI. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der diskutierten Reformansätze und favorisiert die anrechenbare Wertschöpfungssteuer als zukunftsfähige Lösung.

Schlüsselwörter

Gemeindefinanzen, Gewerbesteuer, Wertschöpfungssteuer, Kommunale Selbstverwaltung, Finanzverfassung, Konnexitätsprinzip, Steuerreform, Haushaltsdefizite, Finanzausgleich, Realsteuergarantie, kommunale Steuern, Steuerautonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Reformbedarf des deutschen Gemeindesteuersystems, insbesondere die Schwächen der aktuellen Gewerbesteuer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die kommunale Finanzverfassung, die Entwicklung der Haushaltslagen und die Analyse verschiedener steuerpolitischer Reformmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige und konjunkturunabhängige Finanzierung der kommunalen Aufgaben aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der finanzwissenschaftlichen Literatur sowie die Auswertung aktueller Reformdiskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die verfassungsrechtliche Stellung, die historischen Haushaltstrends sowie konkrete Reformvorschläge wie die Wertschöpfungssteuer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Gemeindefinanzen, Steuerreform, Konnexitätsprinzip und Finanzautonomie definiert.

Warum wird die Gewerbesteuer als reformbedürftig angesehen?

Sie gilt seit dem Wegfall der Gewerbekapitalsteuer als zu konjunkturanfällig und bietet keine ausreichende, gesicherte Einnahmebasis mehr.

Was besagt das Konnexitätsprinzip im Kontext dieser Arbeit?

Es fordert, dass die Ebene, die eine Aufgabe delegiert, auch für den entsprechenden finanziellen Ausgleich bei den Kommunen sorgen muss.

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Details

Title
Das Deutsche Gemeinde-Steuersystem - Befund und Möglichkeiten der Reform
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Das kommunale Steuersystem
Grade
noch sehr gut
Author
Alexander Tarvenkorn (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V36873
ISBN (eBook)
9783638363877
Language
German
Tags
Deutsche Gemeinde-Steuersystem Befund Möglichkeiten Reform Steuersystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Tarvenkorn (Author), 2004, Das Deutsche Gemeinde-Steuersystem - Befund und Möglichkeiten der Reform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36873
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