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Entwicklung der Sonderschule - von den ersten Anstalten bis zu einer integrativen Beschulung

Titre: Entwicklung der Sonderschule - von den ersten Anstalten bis zu einer integrativen Beschulung

Dossier / Travail , 2005 , 29 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: Nancy Heß (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

[...] Im Laufe der Jahre kristallisierten sich verschiedene Behindertenpädagogiken heraus, durch die eine professionelle und spezialisierte Arbeit ermöglicht wird, die eine bessere Bildung und Erziehung der Kinder mit Behinderung gewährleistet. Man unterscheidet folgende Bereiche: Geistigbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Schwerhörigenpädagogik, Gehörlosenpädagogik, Sehbehindertenpädagogik, Blindenpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik und Verhaltensgestörtenpädagogik. Dabei werden wir aufgrund der vielfältigen Entwicklungen in diesen Bereichen der Sonderpädagogik die zwei Fachrichtungen der Körperbehinderten- und Geistigbehindertenpädagogik aufgreifen. Die Begrenzung auf diese zwei sonderpädagogischen Gebiete haben wir aus dem Grund vorgenommen, da sie unserer Meinung nach die Basis für weitere Behindertenpädagogiken bilden und aus zeitlicher Sicht die ersten Ansätze liefern. So findet beispielsweise die heutige Lernbehindertenpädagogik ihren Ursprung in der Geistigbehindertenpädagogik. Welche Personen waren es, die durch ihr Engagement erste Ansätze lieferten? Des Weiteren gehen wir den Fragen nach, welche Entwicklungen bis zur Gegenwart zu verzeichnen sind. Durch was wurden diese beeinflusst, gefördert oder gar gehemmt? Inwieweit sorgt der Staat durch gesetzliche Regelungen für die Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen mit körperlicher und geistiger Behinderung? Zum Abschluss dieser Arbeit möchten wir auf aktuelle Tendenzen der Schulbildung behinderter Kinder eingehen. Eine bedeutende Ro lle spielt dabei die Integration der Kinder und Jugendlichen in die allgemeinbildenden Institutionen. Welchen Verlauf nimmt die Integrationsbewegung? Welche Formen schulischer Integration gibt es? Warum hat es den Anschein, dass trotz der Diskussionen um eine integrative Beschulung diese oftmals bei der Allgemeinheit auf wenig Anerkennung und Interesse stößt? Auf diese und ähnliche Fragen werden wir versuchen im Folgenden näher einzugehen und auf die Wichtigkeit verweisen, dass jedem das gleiche Recht auf Bildung zugesprochen werden muss, egal ob ein Mensch eine Behinderung hat oder nicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung der Sonderschule

2.1 Anfänge der Heilpädagogik

2.2 Wandel der Sonderschullehrerausbildung

2.2.1 Ein historischer Abriss

2.2.2 Vergleich der gegenwärtigen universitären Sonderschullehreraus bildung in Halle und Erfurt

2.3 Entwicklung der Schulen für Kinder mit körperlicher und geistiger Behinderung

2.2.3 Entwicklung der schulischen Bildung für Kinder mit körperlicher Behinderung

2.2.4 Entwicklung der schulischen Bildung für Kinder mit geistiger Behinderung

2.4 Vom Beginn der Integrationsbewegung in den 70er Jahren bis in die Gegenwart

3. Schlusswort

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen historischen und aktuellen Überblick über die Entwicklung der Sonderschule in Deutschland mit Fokus auf die Fachrichtungen der Körper- und Geistigbehindertenpädagogik sowie die Wandlung der Lehrerausbildung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit den Bedingungen, Einflüssen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die zu dem heutigen segregativen Sonderschulsystem führten und welche Perspektiven sowie Hürden sich für die schulische Integration ergeben.

  • Historische Entwicklung der heilpädagogischen Institutionen und Anstalten
  • Wandel und Heterogenität in der Sonderschullehrerausbildung
  • Spezifische Entwicklung der schulischen Bildung für körper- und geistigbehinderte Kinder
  • Entwicklung und Herausforderungen der schulischen Integrationsbewegung ab den 1970er Jahren

Auszug aus dem Buch

2.1 Anfänge der Heilpädagogik

Der Beginn der Behindertenpädagogik lässt sich in die Zeit der Aufklärung einordnen, in der eine allgemeine Volksbildung der Gedanke des Bürgertums war. Das Gedankengut dieser Epoche diente als Quelle sämtlicher pädagogischer Entwicklungen. Der Glaube an die Vernunft und eine starke Betonung der Menschenwürde waren Grundideen der Aufklärung. Im 18. Jahrhundert, noch bevor Sonder- und Sozialpädagogik verbreitet waren, fanden sich einige Erzieher, die sich Kindern mit Behinderungen annahmen. Das Denken der Menschen wandelte sich und somit ebnete es den Weg für einen humanen Umgang mit behinderten Kindern. Besonders in Bezug auf Benachteiligte bemühte man sich um mehr Gleichberechtigung und weniger Ausgrenzung. Grundlegend für diese Sozialität scheint das Nützlichkeitsdenken gewesen zu sein. Man ging davon aus, dass der „Nutzen des Einzelnen gleich der Nutzen der Allgemeinheit ist“ (Buchkremer 1990, S.58). Demzufolge waren Selbstständigkeit, Mündigkeit und Selbstbestimmung primäre Ziele der Gesellschaft zur Zeit der Aufklärung, die es mittels Erziehung zu erreichen galt. Daraus ergab sich, dass man größeren Wert auf eine allseitige Ausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten benachteiligter Menschen legte (vgl. Buchkremer 1990).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Wandel im Umgang mit Menschen mit Behinderung seit der Aufklärung und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die historische Entwicklung der Sonderschule sowie die Sonderschullehrerausbildung zu untersuchen.

2. Entwicklung der Sonderschule: Dieses Hauptkapitel beleuchtet detailliert die Ursprünge der Heilpädagogik, den Wandel der Lehrerausbildung an unterschiedlichen Standorten und die spezifische Entwicklung von Schulen für Kinder mit körperlicher sowie geistiger Behinderung, bis hin zur Integrationsbewegung.

3. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die bedeutenden Veränderungen im Sonderschulwesen, kritisiert die nur schleppend verlaufende schulische Integration und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens zur Förderung der Chancengleichheit.

4. Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten Quellen, unterteilt in Fachbücher und Internetquellen, für die wissenschaftliche Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Sonderschule, Heilpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Geistigbehindertenpädagogik, Sonderschullehrerausbildung, schulische Integration, Inklusion, Historische Entwicklung, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Segregation, Behindertenpädagogik, Bildungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und strukturelle Entwicklung des Sonderschulwesens in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Entwicklung der Lehrerausbildung sowie den spezifischen Bildungswegen für körper- und geistigbehinderte Kinder liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Anfänge der Heilpädagogik, der geschichtliche Wandel der Lehrerprofessionalisierung, die Entwicklung der Beschulungsformen für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Integrationsbewegung seit den 1970er Jahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen vergleichenden Überblick über die Bemühungen um Kinder mit Behinderungen bis zur Gegenwart zu geben und zu untersuchen, wie sich die Lehrerausbildung veränderte und welche Barrieren die schulische Integration behindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der historische Quellen, Gesetze, Gutachten und statistische Daten genutzt werden, um die Entwicklung der Sonderschule und der Lehrerausbildung in der BRD und der ehemaligen DDR darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Anfänge, die Entwicklung und Unterschiede der Sonderschullehrerausbildung (am Beispiel Halle und Erfurt) sowie die differenzierte Darstellung der pädagogischen Betreuung und Beschulung von körper- und geistigbehinderten Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sonderschule, Heilpädagogik, Integrationsbewegung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Segregation und Sonderschullehrerausbildung.

Welchen Einfluss hatte das Nützlichkeitsdenken auf die frühe Heilpädagogik?

In der Zeit der Aufklärung galt der Grundsatz, dass der „Nutzen des Einzelnen gleich dem Nutzen der Allgemeinheit ist“. Dies führte dazu, dass Bildung auf Selbstständigkeit und die Ausbildung von Fähigkeiten abzielte, um behinderte Menschen zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen.

Warum wird im Vergleich der Lehrerausbildung von Heterogenität gesprochen?

Die Autorin hebt hervor, dass es an einer einheitlichen Struktur mangelt, da die Bundesländer unterschiedliche Studien- und Prüfungsordnungen haben, Studiengänge verschieden bezeichnet werden und sich grundständige Studiengänge von postgradualen Aufbaustudiengängen unterscheiden.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklung der Sonderschule - von den ersten Anstalten bis zu einer integrativen Beschulung
Université
Martin Luther University
Note
sehr gut
Auteur
Nancy Heß (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
29
N° de catalogue
V36876
ISBN (ebook)
9783638363907
Langue
allemand
mots-clé
Entwicklung Sonderschule Anstalten Beschulung integrative Beschulung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nancy Heß (Auteur), 2005, Entwicklung der Sonderschule - von den ersten Anstalten bis zu einer integrativen Beschulung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36876
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