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Berufliche Weiterbildung und der Deutsche Qualifikationsrahmen für den Fernstudiengang "Betriebswirt Stahlhandel (BDS)"

Titel: Berufliche Weiterbildung und der Deutsche Qualifikationsrahmen für den Fernstudiengang "Betriebswirt Stahlhandel (BDS)"

Masterarbeit , 2017 , 65 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: Oliver Ellermann (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es ist das Ziel der vorliegenden Arbeit, mit dem Untersuchungsergebnis mittels eines induktiven Vorgehens einen Rückschluss vom Stahlhandel über den Großhandel auf die Allgemeinheit zu erhalten. Das Ergebnis wird im letzten Abschnitt der Arbeit vorgestellt.

Im Jahr 2008 wurde auf EU-Ebene der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) eingeführt, der hierzulande als Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR) seinen Weg in das Bildungssystem zu finden versucht. Er soll als Metarahmen dienen, um alle EU-Abschlüsse für Lernende, Berufstätige, Unternehmen und Institutionen vergleichbar, gleichwertig und transparent zu machen. Das oberste Ziel des DQR ist es, das Lebenslange Lernen zu unterstützen. Dies wird in der vorliegenden Arbeit überprüft.

Zunächst erfolgt im Rahmen der Grundlegung eine begriffliche Hinführung zum Lebenslangen Lernen und v.a. zu ihrem ausführenden Instrument, der beruflichen Weiterbildung. Der Europäische Qualifikationsrahmen als Ausgangspunkt der nationalen Qualifikationsrahmen in den EU-Ländern bildet die Grundlage des Deutschen Qualifikationsrahmens, der im folgen-den Abschnitt dieser Arbeit im Rahmen der Grundlegung behandelt wird.

Anhand der Groß- und Außenhandelsbranche wird im Anschluss gezeigt, dass ein unveränderter Bedarf in der Wirtschaft nach selbst ausgebildeten Nachwuchskräften und deren Kompetenzen besteht. Durch die nähere Betrachtung einer Teilbranche des Großhandels, dem Stahlhandel, wird detaillierter auf die grundsätzliche Personal- und Ausbildungssituation dieses Bereichs eingegangen. Die Erwartungen und Anforderungen an potenziell Auszubildende werden hierzu untersucht.

Wiederum wird der Fernstudiengang des Fachverbandes der Stahlhandelsbranche „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“ herangezogen, um als Untersuchungsgegenstand die Frage nach der Unterstützung des Lebenslangen Lernens durch den DQR zu diskutieren. Hierzu werden im Hauptteil dieser Arbeit am Beispiel des vorgenannten Fernstudiengangs aus Sicht der Betroffenen die Ziele des DQR überprüft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegung

2.1 Berufliche Weiterbildung und Lebenslanges Lernen in Deutschland

2.2 Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) für Lebenslanges Lernen

2.2.1 Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) als Ausgangspunkt

2.2.2 Entwicklung und Ziele des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR)

2.2.3 Konzept und Struktur

2.2.4 Praktische Anwendung

3. Stahlhandel in Deutschland und das Fernstudium „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“

3.1 Steckbrief des Groß- und Außenhandels

3.2 Anforderungen des Stahlhandels im Ausbildungsbereich

3.3 Der Bundesverband Deutscher Stahlhandel und sein Fernstudiengang „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“

3.3.1 BDS-Fernstudium: Initiierung, historische Entwicklung und Ziele

3.3.2 BDS-Fernstudium: Aufbau, Inhalt und Rahmenbedingungen

3.3.3 DQR-Einstufung des BDS-Fernstudiums

4. Diskussion: Die Unterstützung des Lebenslangen Lernens durch den DQR am Beispiel des Fernstudiengangs „Betriebswirt Stahlhandel BDS“ aus der Perspektive der Beteiligten

4.1 Transparenz

4.1.2 Fernstudenten

4.1.3 Stahlhandel

4.2. Verlässlichkeit, Durchlässigkeit und Qualitätssicherung

4.2.1 Fernstudenten

4.2.2 Stahlhandel

4.3 Gleichwertigkeiten und Unterschiede

4.3.1 Fernstudenten

4.3.2 Stahlhandel

4.4 Übersetzungsinstrument

4.4.1 Fernstudenten

4.4.2 Stahlhandel

4.5 Mobilität

4.5.1 Fernstudenten

4.5.2 Stahlhandel

4.6 Kompetenzorientierung

4.6.1 Fernstudenten

4.6.2 Stahlhandel

4.7 Outcome-Orientierung

4.7.1 Fernstudenten

4.7.2 Stahlhandel

4.8 Anrechnung und Anerkennung

4.8.1 Fernstudenten

4.8.2 Stahlhandel

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) das lebenslange Lernen unterstützt. Dabei wird insbesondere der Fernstudiengang „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“ als Praxisbeispiel herangezogen, um dessen Einordnung in das DQR-System sowie die Perspektiven der beteiligten Akteure – Lernende und Arbeitgeber – zu analysieren.

  • Funktionsweise und Ziele des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR)
  • Strukturen und Anforderungen im deutschen Stahlhandel
  • Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte im Stahlhandel
  • Analyse der Wirksamkeit des DQR anhand von Teilzielen (z. B. Transparenz, Mobilität, Kompetenzorientierung)
  • Perspektiven der Fernstudenten und Unternehmen zur Anerkennung und Anrechnung von Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

2.1 Berufliche Weiterbildung und Lebenslanges Lernen in Deutschland

„Lebenslanges Lernen umfasst die Gesamtheit allen formalen, non-formalen und informellen Lernens über den gesamten Lebenszyklus eines Menschen hinweg (Expertenkommission, 2004, S. 6)“.

Seit dem Jahr 2000 ist Lebenslanges Lernen das umfassende bildungspolitische Leitbild der EU, welches über die Bund-Länder-Kommission im Jahr 2004 zum übergreifenden Ziel der Bildungspolitik in Deutschland wurde (Hummelsheim, 2010, S. 125). Es entwickelte sich ein begrifflicher Dreiklang, der das Lebenslange Lernen näher bestimmt: Bildungsgänge, die in einem institutionellen Rahmen zu einem anerkannten Abschluss führen (z.B. Schule, Universität), werden „formale Bildung“ genannt. Dem Lernenden steht dabei professionelles Personal zur Verfügung, welches staatlich anerkannte Zertifikate, Zeugnisse u.Ä. verleiht. Der Abschluss berechtigt zur Ausübung eines Berufs oder zur Aufnahme einer hierarchisch aufbauenden Bildungslaufbahn (Gnahs, 2010, S. 17.). Außerhalb dieses Systems findet die „non-formale Bildung“ statt, welche durch die Vermittlung von unmittelbar im Berufs- oder Privatleben verwertbaren Kenntnissen und Fähigkeiten charakterisiert wird. Im Rahmen dieser organisierten Bildungsprozesse erhält der Absolvent zum Abschluss ebenfalls eine Berechtigung wie z.B. einen Führerschein. „Informelles Lernen“ beschreibt außerhalb eines fremdorganisierten Rahmens das beabsichtigte Aneignen von Kenntnissen und Fähigkeiten. Dies kann z.B. als Lernen im Freundes- oder Kollegenkreis oder mit Eltern oder Freunden stattfinden. Das informelle Lernen beinhaltet auch das „zufällige Lernen“.

Für die Verwirklichung Lebenslangen Lernens spielt die Weiterbildung als „verklammernde“ Funktion die wesentliche Rolle (Luther, 2003, S.42). Denn Lebenslanges Lernen ist kein voraussetzungsloser Vorgang, sondern bedarf einer professionellen Unterstützung sowie institutioneller Verankerungen, um wirksam zu werden (Kraft, 2006, S.7). Dies leistet die Weiterbildung, welche eine Sozialisations-, Qualifikations- und Selektionsfunktion ausübt (Hummelsheim, 2010, S. 43). Diese Funktionen begründen sich wiederum im integrativen Element aus gesellschaftlicher Sicht, in dessen Rahmen gesellschaftliche und beschäftigungs- bzw. erwerbsnahe Kompetenzen erworben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Qualifikationsrahmen und die Zielsetzung der Arbeit, das lebenslange Lernen anhand des BDS-Fernstudiums zu evaluieren.

2. Grundlegung: Theoretische Herleitung der Begriffe Lebenslanges Lernen und Weiterbildung sowie detaillierte Vorstellung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR).

3. Stahlhandel in Deutschland und das Fernstudium „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“: Analyse der Branche und Vorstellung des spezifischen Fernstudiengangs sowie dessen Selbsteinstufung in den DQR.

4. Diskussion: Die Unterstützung des Lebenslangen Lernens durch den DQR am Beispiel des Fernstudiengangs „Betriebswirt Stahlhandel BDS“ aus der Perspektive der Beteiligten: Kritische Untersuchung der DQR-Ziele bezüglich Transparenz, Mobilität und Anerkennung aus Sicht von Studierenden und Arbeitgebern.

5. Zusammenfassung: Fazit zur Wirksamkeit des DQR und Identifikation des Handlungsbedarfs für die zukünftige Unterstützung lebenslangen Lernens.

Schlüsselwörter

Deutscher Qualifikationsrahmen, DQR, Lebenslanges Lernen, Berufliche Weiterbildung, Stahlhandel, BDS, Fernstudium, Kompetenzorientierung, Transparenz, Mobilität, Outcome-Orientierung, Anerkennung, Qualifikationsniveaus, Personalentwicklung, Fachkräftemangel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) als Instrument zur Förderung des lebenslangen Lernens am praktischen Beispiel des Fernstudiengangs „Betriebswirt Stahlhandel (BDS)“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf die Struktur des DQR, die Herausforderungen der Branche Stahlhandel, die berufliche Weiterbildung im Fernstudiengang sowie die Einordnung non-formaler Abschlüsse in das Qualifikationssystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine induktive Analyse zu prüfen, ob der DQR die Ziele des lebenslangen Lernens aus Sicht der beteiligten Akteure – Fernstudenten und Unternehmen – effektiv unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, bei dem der Fernstudiengang BDS anhand der DQR-Deskriptoren und Kompetenzkategorien eingestuft wird, ergänzt durch eine Diskussion der Erfüllungsgrade verschiedener DQR-Teilziele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des DQR, eine Branchenanalyse des Stahlhandels und die konkrete Diskussion der Wirksamkeit des DQR in Bereichen wie Transparenz, Mobilität und Qualitätssicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind DQR, Lebenslanges Lernen, BDS-Fernstudium, Stahlhandel, Kompetenzorientierung, Mobilität und Anerkennung von non-formalen Abschlüssen.

Warum ist der Stahlhandel ein geeignetes Beispiel für diese Analyse?

Der Stahlhandel unterliegt einem starken Strukturwandel und stellt hohe Anforderungen an die Praxisnähe. Der Branchenverband BDS bietet mit seinem Fernstudium ein etabliertes, non-formales Qualifizierungsangebot, das eine exemplarische DQR-Einordnung ermöglicht.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor bezüglich der Zielerreichung?

Während der DQR bei Zielen wie Transparenz und Kompetenzorientierung eine positive Wirkung erzielt, bleibt das Ziel der Anerkennung und Anrechnung von non-formalen Abschlüssen aufgrund fehlender offizieller Zuordnungen noch eine Herausforderung.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berufliche Weiterbildung und der Deutsche Qualifikationsrahmen für den Fernstudiengang "Betriebswirt Stahlhandel (BDS)"
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Bildung und Kultur)
Veranstaltung
Erwachsenenbildung
Note
2,2
Autor
Oliver Ellermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
65
Katalognummer
V368999
ISBN (eBook)
9783668474079
ISBN (Buch)
9783668474086
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufliche Weiterbildung Lebenslanges Lernen EQR DQR Europäischer Qualifikationsrahmen Deutscher Qualifikationsrahmen Betriebswirt Stahlhandel (BDS) BDS-Fernstudium Stahlhandel Groß- und Außenhandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Ellermann (Autor:in), 2017, Berufliche Weiterbildung und der Deutsche Qualifikationsrahmen für den Fernstudiengang "Betriebswirt Stahlhandel (BDS)", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368999
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Leseprobe aus  65  Seiten
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