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Regimestabilität in Saudi-Arabien am Beispiel des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski

Titre: Regimestabilität in Saudi-Arabien am Beispiel des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski

Dossier / Travail , 2015 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Politique - Région: Proche-Orient
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Résumé Extrait Résumé des informations

In die Kategorie der stabilen Regime in der Region MENA fällt auch die Monarchie Saudi-Arabien. Welche kausalen Zusammenhänge die Regimestabilität in diesem Land gewährleisten, soll in dieser Arbeit untersucht werden. Hierzu wird das Drei-Säulen-Modell nach Johannes Gerschewski untersucht und kritisch reflektiert.

Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet: Inwiefern kann das Drei-Säulen-Modell von Gerschewski Regimestabilität im Falle Saudi-Arabiens erklären? Hierfür wird zunächst das Modell dargestellt und daraufhin auf das Fallbeispiel Saudi-Arabien bezogen und untersucht, inwieweit dieses Modell anhand des Fallbeispiels Regimestabilität erklaren kann. Hierbei liegt der besondere Fokus dieser Arbeit auf der Legitimation“, da dieser komplex ist aufgrund der Schwierigkeit der Operationalisierung und für den Kausalpfad eine wichtige Bedeutung hat. Daraufhin folgt eine kritische Würdigung, abschließend soll im Fazit Bezug zur Fragestellung dieser Arbeit genommen und diese beantwortet werden. Zur Untersuchung dieser Forschungsfrage wurden verschiedene Quellen – Periodika, Quellensammlungen, Onlinepublikationen – ausgewertet, um einen breitgefächerten thematischen Überblick zu erlangen sowie um systematisch-strukturelle Erkenntnisse herauszudestillieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Drei-Säulen-Modell von Gerschewski

2.1 Legitimation

2.2 Repression

2.3 Kooptation

3. Fallbeispiel: Saudi-Arabien

3.1 Legitimation

3.2 Kooptation

3.3 Repression

4. Kritische Würdigung

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Regimestabilität Saudi-Arabiens unter Anwendung des Drei-Säulen-Modells von Johannes Gerschewski. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern dieses Modell die Stabilität des saudischen Regimes durch die drei Säulen Legitimation, Repression und Kooptation erklären kann.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen des Drei-Säulen-Modells
  • Untersuchung der Legitimation des saudischen Herrschaftssystems
  • Analyse der Strategien zur Kooptation von Eliten in Saudi-Arabien
  • Bewertung repressiver Mechanismen gegenüber der Opposition
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit des Modells auf das Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

3.3 Repression

Saudi-Arabien nutzte – wie gesehen - die hohen Rohstoffressourcen, um sich die patrimoniale Treue der Gesellschaft zu sichern und auszuweiten. Im Rahmen dessen wurde auch der Staatsapparat erweitert sowie die Anzahl der Sicherheitskräfte und der Wahhabismus gestärkt, wogegen die Diskriminierung der Schiiten in den östlichen Provinzen des Landes zunahm (vgl. Hamzawy 2008, 187). Eine der bemerkenswertesten Reformbestrebungen gab es im Dezember 2003, als liberale und moderate Reformisten eine Petition einreichten, die u.a. politische Freiheiten, Bürgerrechte für alle Saudis, Geschlechtergleichheit, Gewaltentrennung, Wahl der Legislative, unabhängige Gerichte, Versammlungsfreiheit und Korruptionsbekämpfung forderten. Einige der Reformisten wurden festgenommen und gefordert jegliche politische Bestrebungen dieser Art in Zukunft zu unterlassen. Als drei dieser nicht zustimmten, kamen diese für sechs bis neun Jahre ins Gefängnis (vgl. Hamzawy 2008, 194).

Hier lässt sich eine harte Repression erkennen und wird bei Heranziehen der genannten Messinstrumente - Cingranelli-Richards Human Rights Dataset (CIRI) und dem Political Terror Scale (PTS) – bestärkt, so bei dem Ergebnis der PTS mit „3“, d.h. „There is extensive political imprisonment, or a recent history of such imprisonment. Execution or other political murders and brutality may be common. Unlimited detention, with or without a trial, forpolitical views is accepted.“ Unterstützt wird diese Aussage mit hohen Militärausgaben (41,2 Mrd. USD im Jahr 2009), dem Ranking des Landes im World Press Freedom Index (Platz 164 von 180 Ländern) und dem Global Militarization Index (Platz 20) bestärkt. Weiterhin liefern der CIRI und der DD-Index wichtige Ergebnisse, die in erster Linie auf eine high intensity Repression in Saudi-Arabien hinweisen, aber hier auch eine low intensity Repression zu erkennen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Autoritarismusforschung ein und stellt die Fragestellung zur Regimestabilität Saudi-Arabiens mittels des Drei-Säulen-Modells vor.

2. Das Drei-Säulen-Modell von Gerschewski: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Konzepte der Legitimation, Repression und Kooptation als Säulen der Regimestabilität nach Gerschewski.

2.1 Legitimation: Hier werden die Formen des 'specific' und 'diffuse support' sowie Methoden zu deren Operationalisierung erläutert.

2.2 Repression: Dieser Abschnitt differenziert zwischen 'high intensity' und 'low intensity' Repression und benennt Messinstrumente wie CIRI und PTS.

2.3 Kooptation: Das Kapitel beschreibt Mechanismen wie Patronage und Klientelismus zur Einbindung von Eliten in die 'winning coalition'.

3. Fallbeispiel: Saudi-Arabien: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die politische Situation Saudi-Arabiens als absolute Monarchie.

3.1 Legitimation: Hier wird die Rolle des Wahhabismus und der religiösen Institutionen für die Macht des Königshauses untersucht.

3.2 Kooptation: Das Kapitel analysiert, wie Ölrenten und Reformen genutzt werden, um soziale Gruppen und Eliten an das Regime zu binden.

3.3 Repression: Hier werden staatliche Maßnahmen gegen Oppositionelle und die Anwendung von physischer und institutioneller Repression analysiert.

4. Kritische Würdigung: Dieses Kapitel reflektiert die Grenzen des Drei-Säulen-Modells und weist auf die Bedeutung externer Faktoren wie internationale Beziehungen hin.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Eignung des Modells für Saudi-Arabien, unterstreicht jedoch die Notwendigkeit ergänzender Analysen.

Schlüsselwörter

Saudi-Arabien, Regimestabilität, Drei-Säulen-Modell, Johannes Gerschewski, Legitimation, Repression, Kooptation, Autokratie, Monarchie, Wahhabismus, Ölrenten, winning coalition, MENA-Region, politische Reformen, Autoritarismusforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Stabilität des autoritären Regimes in Saudi-Arabien mithilfe eines theoretischen politikwissenschaftlichen Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Strategien der Herrschaftssicherung durch Legitimation, den gezielten Einsatz von Repression sowie die Kooptation von Eliten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwieweit das Drei-Säulen-Modell nach Johannes Gerschewski die Regimestabilität im Fall Saudi-Arabien erklären kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Fallstudienanalyse durchgeführt, bei der empirische Daten und Indikatoren auf das theoretische Drei-Säulen-Modell angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Modells und die detaillierte empirische Anwendung auf die drei Säulen im saudi-arabischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Regimestabilität, Saudi-Arabien, Drei-Säulen-Modell, Legitimation, Repression und Kooptation sind die maßgeblichen Begriffe.

Welche Rolle spielen Ölrenten bei der Stabilität des Regimes?

Ölrenten fungieren als wesentliche materielle Ressource, die dem Königshaus ermöglichen, Eliten zu kooptieren und soziale Leistungen zur Legitimation zu finanzieren.

Warum wird die Legitimation als besonders komplex eingestuft?

Die Legitimation ist aufgrund der Schwierigkeit ihrer operationalen Messbarkeit und der engen Verflechtung mit religiösen und kulturellen Normen des Wahhabismus komplex.

Welche Bedeutung haben die internationalen Beziehungen für die Stabilität?

Wie in der kritischen Würdigung dargelegt, stellen internationale Kooperationen, insbesondere mit den USA, einen wichtigen externen Stabilitätsfaktor dar, den das ursprüngliche Modell nicht vollständig erfasst.

Was ist das Hauptergebnis zur Anwendbarkeit des Modells?

Das Modell ist ein geeignetes Instrument zur Erklärung, sollte jedoch um Faktoren wie das internationale Umfeld ergänzt werden, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

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Résumé des informations

Titre
Regimestabilität in Saudi-Arabien am Beispiel des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski
Université
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Cours
Arabischer Frühling
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
20
N° de catalogue
V369035
ISBN (ebook)
9783668481411
ISBN (Livre)
9783668481428
Langue
allemand
mots-clé
Gerschewski Saudi-Arabien Legitimation Repression Kooptation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2015, Regimestabilität in Saudi-Arabien am Beispiel des Drei-Säulen-Modells nach Gerschewski, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369035
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