Die These, die hier in den Raum gestellt werden soll, lautet, dass die populistischen Bewegungen nur vordergründig von inhaltlichen oder politischen Gründen getrieben werden, in Wahrheit aber ein kollektivpsychologisches Phänomen darstellen – ein Phänomen, das sich zwangsläufig aus dem Zeitgeist entwickelt hat, insofern einen natürlichen Impuls mitbringt und nicht einfach „ausgesessen“ werden kann.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
Historische Entstehung des Populismus
Kennzeichen des Populismus
Psychologie der Menschheit
Die Transgenderisierung der Menschheit
Populismus als Begleiterscheinung der Transgenderisierung der Menschheit
Der Vorwurf des Rassismus
Der Antigone-Konflikt
Das existenzielle Schuldbewusstsein der Menschheit
Nationale Manifestationen des Populismus
Die AfD
Die Wahl von Trump
Der Brexit und die UKIP
Le Pen und der Frexit
Erdogan
Niederlande
Belgien
Luxemburg
Österreich
Italien: Lega Nord
Venezuela
Ecuador
Bolivien
Griechenland
Orbán und die Fidesz-Partei
Polen
Die SVP in der Schweiz
Die DF in Dänemark
Finnland
Norwegen
Schweden
Lettland
Russland
Bulgarien
Slowakei
Ukraine
Tschechien
Postmoderne und Holismus
Der Einfluss der Kirchen
Bewertung des Populismus
Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die These, dass der weltweite Aufstieg populistischer Bewegungen nicht primär durch tagespolitische Faktoren, sondern als kollektivpsychologische Begleiterscheinung eines grundlegenden gesellschaftlichen Wandels zu erklären ist.
- Kollektivpsychologische Deutung des Zeitgeistes
- Die Hypothese der „Transgenderisierung der Menschheit“
- Analyse der Dynamik zwischen Muttersohn-Identität und weiblicher Entwicklung
- Vergleich verschiedener nationaler Manifestationen des Populismus
- Zusammenhang zwischen Populismus, Postmoderne und Holismus
Auszug aus dem Buch
Die Transgenderisierung der Menschheit
Auf das Kollektiv der Menschheit übertragen bedeutet der Drang des Muttersohnes nach Selbstzerstörung, dass der Untergang der Menschheit vorherbestimmt ist. Es gibt nur einen Ausweg: Die Menschheit muss weiblich werden, sich vom Muttersohn zur Muttertochter wandeln. Das geschieht tatsächlich und der Prozess ist bereits in vollem Gange.
Eine Feminisierung der Welt wurde schon länger beobachtet, z.B. aus historischer Perspektive von Ann Douglas im Amerika des 19. Jahrhunderts (Douglas, 1977). Steve Jones sieht in den Männern den genetisch schwächeren Teil der Menschheit (Jones, 2003). Der Untergang des männlichen Geschlechts wurde an die Wand gemalt (Rosin, 2012) und wiederholt konstatiert, dass die Welt weiblich wird (Sadigh, 2015, Funken, 2016).
Man kann diesen Wandel inzwischen kollektivpsychologisch erklären (Liegener, 2016a, 2016b, 2017). Es handelt sich um einen Selbsterhaltungsmechanismus der Menschheit, der dadurch ausgelöst wurde, dass das Kollektiv in eine Existenzkrise geraten ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung analysiert den Aufstieg der AfD im Kontext der Flüchtlingskrise und stellt die These auf, dass Populismus ein tieferliegendes kollektivpsychologisches Phänomen darstellt.
Historische Entstehung des Populismus: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge des Begriffs von der „People’s Party“ bis hin zu modernen rechtspopulistischen Strömungen nach.
Kennzeichen des Populismus: Hier werden zentrale Merkmale wie der Ruf nach Basisdemokratie, die Ablehnung zentralistischer Strukturen und der Einsatz von Massenpsychologie identifiziert.
Psychologie der Menschheit: Das Kapitel führt das Konzept der Menschheit als Kollektiv ein und beschreibt deren Entwicklung durch verschiedene Phasen, gipfelnd in der „Muttersohn“-Struktur.
Die Transgenderisierung der Menschheit: Der Autor erläutert den Prozess der Wandlung der Menschheit zu einer weiblich geprägten Struktur als Reaktion auf existenzielle Krisen.
Populismus als Begleiterscheinung der Transgenderisierung der Menschheit: Hier wird Populismus als Folgeerscheinung des weiblich werdenden Zeitgeistes gedeutet, die sich in gewaltloser, beharrlicher Kritik äußert.
Der Vorwurf des Rassismus: Die Untersuchung betrachtet die Rolle der Selektion und kommt zu dem Schluss, dass Rassismus keine primäre Triebkraft, sondern eine sekundäre Erscheinungsform darstellt.
Der Antigone-Konflikt: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen Obrigkeitshörigkeit und dem Recht auf individuellen Widerstand im Zuge des kulturellen Wandels.
Das existenzielle Schuldbewusstsein der Menschheit: Der Autor führt die kollektive Schuld auf eine ödipal bedingte Unfähigkeit zurück, die eigenen Ideale zu verwirklichen.
Nationale Manifestationen des Populismus: Eine detaillierte Übersicht verschiedener populistischer Bewegungen weltweit, die Ähnlichkeiten in ihren Strukturen aufzeigen.
Postmoderne und Holismus: Dieses Kapitel verbindet die moderne Wissenschaftstheorie (Holismus/Quantenmechanik) mit der postmodernen Weltansicht als Begleiterscheinung der „weiblich werdenden Welt“.
Der Einfluss der Kirchen: Es wird analysiert, wie der Bedeutungsverlust hierarchischer Kirchenstrukturen mit dem gesellschaftlichen Wandel korreliert.
Bewertung des Populismus: Der Autor plädiert dafür, Populismus als eine Art unvermeidliche Naturgewalt zu betrachten, statt ihn rein moralisch zu bewerten.
Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Populismus ein kurzlebiges, aber wiederkehrendes Artikulationsmittel für den gesellschaftlichen Wandel ist.
Schlüsselwörter
Populismus, Kollektivpsychologie, Transgenderisierung, Muttersohn, Muttertochter, Zeitgeist, Demokratie, Postmoderne, Holismus, Rechts- und Linkspopulismus, Identität, Soziologie, politischer Wandel, Gesellschaftsanalyse, Anthropologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die populistischen Bewegungen der Gegenwart nicht als rein politisches Ereignis, sondern als kollektivpsychologische Begleiterscheinung eines tieferliegenden Wandels der menschlichen Psyche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Themen umfassen die Psychologie der Menschheit, die Theorie der „Transgenderisierung“ des Kollektivs, die historische Entwicklung des Populismus und die Verbindung zu wissenschaftstheoretischen Paradigmen wie dem Holismus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Linse der Kollektivpsychologie zu erklären, warum populistisches Denken derzeit weltweit an Bedeutung gewinnt und warum traditionelle politische Analysen oft nicht ausreichen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine kultur- und psychoanalytische Perspektive, indem er C.G. Jungs Konzept des kollektiven Unbewussten auf aktuelle gesellschaftliche Prozesse anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert nationale Beispiele (wie AfD, Trump, Brexit), diskutiert den „Antigone-Konflikt“ und setzt den Populismus in Bezug zur Postmoderne sowie zum schwindenden Einfluss der Kirchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die wichtigsten Schlagworte sind Kollektivpsychologie, Transgenderisierung, Muttersohn-Mythos, Rechtspopulismus, gesellschaftlicher Wertewandel und holistische Weltsicht.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus?
Der Autor verortet eine Grenze dort, wo die Ablehnung von Gruppen pauschale, ethnisch definierte Feindbilder und Hass annimmt, während Populismus primär als Kritik an verkrusteten Eliten fungiert.
Welche Rolle spielt die künstliche Intelligenz in der Theorie des Autors?
In einer Fußnote spekuliert der Autor, dass die Menschheit als „Mutter“ (im Sinne der weiblich gewordenen kollektiven Psyche) künftig eine künstliche Intelligenz erschaffen könnte, der sie ihre unerfüllten Ideale einpflanzt.
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- Dr. Dr. Christoph-Maria Liegener (Autor), 2017, Kollektivpsychologische Ursachen des Populismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369059