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Partizipation in der frühkindlichen Erziehung. Beschwerdemanagement für Kinder in einer katholischen Kindertagesstätte

Titre: Partizipation in der frühkindlichen Erziehung. Beschwerdemanagement für Kinder in einer katholischen Kindertagesstätte

Travail d'étude , 2017 , 10 Pages , Note: 1,2

Autor:in: Simon Mönikes (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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Partizipation spielt auch in der frühkindlichen Erziehung eine immer größere Rolle. In einer katholischen Kindertagesstätte wurde deshalb das Beschwerdemanagement für Kinder eingeführt, das ihnen erlaubt, Beschwerden aktiv vorzubringen. Das Recht der Kinder, sich beschweren zu dürfen, ist seit dem 01. Januar 2012 im § 45 SGB VIII festgeschrieben. Dort heißt es: "Die Erlaubnis ist zu erteilen […], wenn zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung geeignete Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten Anwendung finden". Ziel dieses Gesetzes und der Einführung von Beschwerdeverfahren ist die Eindämmung von Machtmissbrauch jeglicher Art. Deshalb ist es besonders wichtig, dieses Recht der Kinder im Alltag umzusetzen.

Hier wird der Begriff "Beschwerde" definiert, neun Leitlinien festgesetzt, und sodann ein Beschwerdemanagement eingeführt. Unter anderem mithilfe einer sogenannten Beschwerdebox oder Beschwerdewand wird Kindern die Möglichkeit geboten, Beschwerden schnell und einfach kundzutun. Ein schwieriger Schritt besteht zunächst auch darin, die Kinder selbst auf ihre Rechte aufmerksam zu machen, bietet jedoch gleichzeitig eine besondere Möglichkeit: den Kindern eine Stimme zu geben.

In diesem Bericht findet sich daher eine Übersicht über Planung, Durchführung und Ergebnisse dieses Experimentes in einer Kita in Andernach.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Beschwerdemanagement für Kinder

2. Planung und interne Kommunikation

3. Praktische Ein- und Durchführung in den Gruppen

4. Gruppenübergreifendes Beschwerdemanagement

5. Eltern und Medienpräsenz

6. „Kleines“ Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit thematisiert die Implementierung eines strukturierten Beschwerdemanagements in einer Kindertagesstätte, um die Partizipationsrechte von Kindern aktiv zu stärken und Machtmissbrauch in der pädagogischen Einrichtung präventiv entgegenzuwirken.

  • Etablierung kindgerechter Beschwerdeverfahren im Kita-Alltag
  • Rolle der pädagogischen Fachkräfte bei der Prozessbegleitung
  • Methoden zur Erfassung und Bearbeitung von Kinderbeschwerden
  • Einbeziehung der Eltern und Elternrat in partizipative Strukturen

Auszug aus dem Buch

3. Praktische Ein- und Durchführung in den Gruppen

Da die Kita X aus vier Gruppen besteht und das Beschwerdemanagement zunächst einmal Gruppenintern eingeführt werden sollte, die anderen Gruppen es aber ähnlich durchführen, bezieht sich die Beschreibung der Ein- und Durchführung des Beschwerdemanagements konkretisiert nur auf die „XXX“.

Die XXX besteht aus fünfundzwanzig Kindern, im Alter von drei- bis sechs Jahren, zwei pädagogischen Fachkräften und einer dualen Studentin. Da die Ein- und Durchführung zunächst Gruppenintern erfolgen sollte, machten sich die Kollegen der XXX vorab Gedanken über den Ablauf und wie sie das Thema „Beschwerde“ für die Kinder verständlich und zugänglich gestalten können. Dabei entschieden sie sich für das Kinderbuch „Ich bin stark, ich sag laut Nein!“. Eine Woche wurde das Buch im morgendlichen Stuhlkreis vorgelesen und gemeinsam mit den Kindern bearbeitet. Die Kinder fanden schnell einen Anschluss zu dem Thema und fingen an verschiedene Situationen, die ihnen bislang missfielen, aufzuzählen. Zudem schilderten sie genau was ihnen dabei nicht gefiel.

Beispiel: Ein Junge erzählte, dass er am liebsten in der „Bauecke“ mit den Bausteinen spielen würde. Oftmals aber würden die Kinder in der Bauecke die Bausteine nicht teilen und er hätte dann gar keine. Außerdem habe er sich deshalb schon öfter bei einer Erzieherin beschwert. Diese hätte ihn dann weggeschickt und gesagt er solle es selber mit den Kindern klären.

Daraufhin stellte die duale Studentin den anderen Kindern die Frage, was man den ändern könnte damit alle Kinder in der Bauecke Bausteine zum Spielen haben. Die unterschiedlichen Lösungsvorschläge notierte sie verbildlicht auf ein Plakat. Zum Schluss stimmten alle Kinder ab, wie sie das Problem in Zukunft lösen möchten und was geschieht wenn die Kinder sich nicht an diese neue Regel halten. Die Erzieherin, welche das Kind immer wieder weg schickte, erhielt die Möglichkeit ihre Handlung produktiv zu reflektieren. Da dieser Beschwerdeprozess innerhalb des Stuhlkreises sehr guten Anklang bei den Kindern fand, entschieden sich die Kollegen der XXX

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beschwerdemanagement für Kinder: Dieses Kapitel verankert das Recht auf Beschwerde als Bestandteil der Partizipation und betont die gesetzliche Grundlage gemäß § 45 SGB VIII zur Prävention von Machtmissbrauch.

2. Planung und interne Kommunikation: Der Fokus liegt auf der gemeinsamen Definition des Beschwerdebegriffs durch das Team und der Erstellung von Leitlinien für einen konstruktiven Umgang mit den Anliegen der Kinder.

3. Praktische Ein- und Durchführung in den Gruppen: Hier wird anhand eines Praxisbeispiels die Umsetzung von Beschwerdeverfahren im Gruppenalltag, insbesondere durch den „Beschwerdestuhlkreis“ und die Nutzung kindgerechter Literatur, erläutert.

4. Gruppenübergreifendes Beschwerdemanagement: Dieses Kapitel beschreibt die Ausweitung des Managements auf institutionelle Ebenen wie den Kinderrat, um auch übergreifende Themen effektiv zu bearbeiten.

5. Eltern und Medienpräsenz: Es wird die Bedeutung der Eltern als Erziehungspartner hervorgehoben und aufgezeigt, wie diese durch Informationsabende in den Partizipationsprozess einbezogen werden.

6. „Kleines“ Fazit: Das Fazit resümiert, dass Beschwerdemanagement maßgeblich zur Selbstbewusstseinsförderung der Kinder beiträgt, sofern es durch eine kontinuierliche Teamkommunikation gestützt wird.

Schlüsselwörter

Beschwerdemanagement, Partizipation, Kindertagesstätte, Kinderrechte, SGB VIII, Beschwerdeverfahren, Beteiligungsprozesse, Selbstwirksamkeit, Beschwerdestuhlkreis, Kinderrat, Erziehungspartnerschaft, Empowerment, Machtmissbrauch, Reflexion, pädagogische Fachkräfte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Implementierung eines Beschwerdemanagements für Kinder in einer Kindertagesstätte als essenziellen Bestandteil der frühkindlichen Bildung und Partizipation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die gesetzlichen Grundlagen, die Teamkommunikation, die methodische Einbindung der Kinder im Alltag sowie die Einbeziehung der Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kindern eine Stimme zu geben, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und Mechanismen zur Prävention von Machtmissbrauch in der Einrichtung zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Darstellung eines praktischen Implementierungsprozesses, der durch Team-Reflektion und die Anwendung fachlicher Leitlinien methodisch untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Planung, die praktische Anwendung in Gruppen (inklusive Instrumenten wie der Beschwerdebox und dem Stuhlkreis) sowie die gruppenübergreifende Organisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Partizipation, Beschwerderecht, pädagogische Gestaltung und frühkindliche Bildung definiert.

Wie wurde das Problem der "Zurückhaltung" einiger Kinder gelöst?

Durch die Einführung einer wöchentlichen, anonymen Kindersprechstunde wurde ein niederschwelliges Angebot geschaffen, das es auch schüchternen Kindern ermöglicht, sich Gehör zu verschaffen.

Welche Rolle spielt der Kinderrat bei Beschwerden?

Der Kinderrat fungiert als übergeordnetes Organ, in dem Beschwerden diskutiert und bearbeitet werden, die nicht nur eine einzelne Gruppe, sondern die gesamte Einrichtung betreffen.

Wie reagieren die Fachkräfte auf Kritik am pädagogischen Personal?

Beschwerden über das Personal werden explizit erwünscht, da sie als Chance zur offenen Reflexion des eigenen Handelns begriffen werden.

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Résumé des informations

Titre
Partizipation in der frühkindlichen Erziehung. Beschwerdemanagement für Kinder in einer katholischen Kindertagesstätte
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,2
Auteur
Simon Mönikes (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
10
N° de catalogue
V369106
ISBN (ebook)
9783668509078
ISBN (Livre)
9783668509085
Langue
allemand
mots-clé
pädagogik frühkindliche erziehung kindertagesstätte beschwerdemanagement
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simon Mönikes (Auteur), 2017, Partizipation in der frühkindlichen Erziehung. Beschwerdemanagement für Kinder in einer katholischen Kindertagesstätte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369106
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