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Funktionen der Autobiografie am Beispiel von Vicki Baums "Es war alles ganz anders"

Titre: Funktionen der Autobiografie am Beispiel von Vicki Baums "Es war alles ganz anders"

Dossier / Travail de Séminaire , 2017 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ann-Kathrin Latter (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Littérature, Œuvres
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit den Funktionen der Autobiografie und versucht, sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen zu erfassen.
Dazu werden im ersten Teil zunächst die Gründe autobiografischen Schreibens sowie die Strukturen, Prinzipien und grundsätzlichen Probleme dieser Gattung herausgearbeitet. Im zweiten Teil wendet sie sich dann der Schriftstellerin Vicki Baum zu, die von sich selbst behauptet hat, dass sie als Kind etliche Minuten vor dem Spiegel verbracht hat, um herauszufinden, wie sie wirklich aussah. Ausgehend von den im ersten Teil erarbeiten Prinzipien der Autobiografie wird sich die vorliegende Hausarbeit also ins Besondere mit den Themen der Narrativität, Repräsentation und Rekonstruktion in Vicki Baums Es war alles ganz anders auseinandersetzen. Ziel dabei ist es, zu zeigen, wie sie dieses Medium dazu benutzt, um die Mythen um ihre eigene Person zu zerbrechen und stattdessen ihre "wahre" Geschichte zu erzählen — soweit dies im Rahmen eines solchen Werkes eben möglich ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Autobiografie

2.1 Gründe autobiografischen Schreibens

2.2 Strukturen und Prinzipien der Gattung

2.3 Über die Authentizität in Autobiografien

3. Vicki Baums „Es war alles ganz anders“

3.1 Narrativität

3.2 Repräsentationsmuster

3.3 Rekonstruktion der Vergangenheit

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionen der Autobiografie anhand von Vicki Baums Werk „Es war alles ganz anders“. Dabei wird analysiert, inwiefern das autobiografische Schreiben als Mittel zur Identitätskonstruktion und zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit dient, wobei insbesondere die Gattungsspezifika zwischen Fakten und künstlerischer Gestaltung im Zentrum stehen.

  • Gattungstheoretische Grundlagen der Autobiografie
  • Motive und psychologische Hintergründe autobiografischen Schreibens
  • Narrative Strategien und Stilistik bei Vicki Baum
  • Selbstrepräsentation und Identitätsmanagement
  • Das Spannungsfeld zwischen Authentizität und literarischer Inszenierung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Eine Autobiografie zu schreiben, ist ein wenig so, als schaue man in den Spiegel und versuche dabei sein wahres Gesicht, sein wahres Ich zu finden. Egal, wie viel Mühe man sich gibt, sich selbst so zu sehen, wie man von anderen Menschen wahrgenommen wird, man wird doch immer nur eine Reflektion seines Selbst sehen, die nicht nur spiegelverkehrt ist, sondern zudem auch noch von den Gefühlen verzerrt wird, die man in diesem einen Moment des Betrachtens hegt. Ob man nun weiter weg um eine vollständige, möglichst objektive Vorstellung seines eigenen Aussehens zu bekommen oder ganz nah an das schimmernde Glas herantritt, um die Geschichten hinter den Narben und Falten nachzuzeichnen, man hat doch immer nur ein Bild vor sich, das auf eine Ebene beschränkt und in einen bestimmten Rahmen gefasst ist.

Es gibt viele Kritiker, die gerade das an der Autobiografie bemängeln. Der Psychologe Hartmut Seitz zum Beispiel verweist darauf, dass es sich bei Autobiografien stets nur „um die Schaffung einer Art Illusion der Unmittelbarkeit“ handelt, bei der der betreffende Autor versucht durch Rhetorik und diverse erzählerische Mittel (Seitz „Lebendige Erinnerungen“ S. 239) einen Eindruck von Authentizität zu vermitteln, obwohl die Erinnerung naturgemäß mit Fehlern durchsetzt ist. Doch der französische Philosoph und Epistemologe Georges Gusdorf eröffnet eine ganz neue Sichtweise auf diese Gattung, indem er erklärt, dass niemand jemals besser wissen kann, was ein Mensch gefühlt, gedacht, erlebt und empfunden hat, als diese eine Person selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des autobiografischen Schreibens als spiegelbildliche Selbstbetrachtung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Funktionen und Schwächen dieses Genres am Beispiel von Vicki Baum zu untersuchen.

2. Die Autobiografie: Dieses Kapitel systematisiert die Beweggründe für das Verfassen von Autobiografien, diskutiert strukturelle Gattungsprinzipien und beleuchtet die wissenschaftliche Debatte um Authentizität und Wahrheitsgehalt in der lebensgeschichtlichen Erzählung.

3. Vicki Baums „Es war alles ganz anders“: Der Hauptteil analysiert spezifische narrative Muster, die Selbstinszenierung der Autorin sowie die Mechanismen der Rekonstruktion ihrer Vergangenheit im gewählten Werk.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass Autobiografien weniger als historisch präzise Dokumente, sondern primär als Kunstwerke und philosophische Traktate zu verstehen sind, die Einblicke in die individuelle Emotionsdynamik gewähren.

Schlüsselwörter

Autobiografie, Vicki Baum, Narrativität, Identitätskonstruktion, Authentizität, Gedächtnis, Rekonstruktion, Literaturwissenschaft, Selbstbild, Erinnerung, Lebensgeschichte, Gattungstheorie, Georges Gusdorf, Hartmut Seitz, Zeitstück

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Funktionen der Autobiografie als literarische Gattung und hinterfragt deren Fähigkeit, die Vergangenheit wahrheitsgetreu abzubilden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des autobiografischen Schreibens, die psychologischen Aspekte von Erinnerung sowie die Analyse der Erzählweise bei Vicki Baum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Vicki Baum autobiografische Mittel nutzt, um Mythen um ihre Person zu hinterfragen und eine „wahre“ Geschichte zu konstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Gattungsmodelle von Experten wie Gusdorf und Seitz auf den konkreten Text anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Narrativität, der spezifischen Repräsentationsmuster der Autorin und die Untersuchung der Rekonstruktionsmechanismen vergangener Erlebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Autobiografie, Narrativität, Identität, Authentizität und Erinnerungskultur definiert.

Warum wird Vicki Baums Werk als „Zeitstück“ bezeichnet?

Die Autorin selbst wählt diesen Begriff, um auszudrücken, dass sie eine Epoche revuehaft wiederauferstehen lässt, wobei sie ihre eigene Person kritisch in diesen Kontext einbettet.

Inwiefern beeinflusst die „Doppelstruktur“ das Werk?

Die Doppelstruktur beschreibt das Spannungsfeld zwischen Lebensfreude und Skepsis, das laut Forschung bei Vicki Baum die Erzählung maßgeblich prägt.

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Résumé des informations

Titre
Funktionen der Autobiografie am Beispiel von Vicki Baums "Es war alles ganz anders"
Université
University of Frankfurt (Main)  (Germanistik)
Note
1,3
Auteur
Ann-Kathrin Latter (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
17
N° de catalogue
V369172
ISBN (ebook)
9783668481190
ISBN (Livre)
9783668481206
Langue
allemand
mots-clé
Autobiografie Vicki Baum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ann-Kathrin Latter (Auteur), 2017, Funktionen der Autobiografie am Beispiel von Vicki Baums "Es war alles ganz anders", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369172
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Extrait de  17  pages
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