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Höfische Repräsentation im "Erec" von Hartmann von Aue

Titel: Höfische Repräsentation im "Erec" von Hartmann von Aue

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annika Brinkmann (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema dieser Hausarbeit, welche ich im Rahmen eines Proseminars, das sich mit Hartmanns von Aue höfischem Roman „Erec“ beschäftigt hat, verfasst habe, lautet: „Höfische Repräsentation im „Erec“ Hartmanns von Aue“. Ziel der Arbeit ist es, durch schrittweise Analyse der einzelnen Szenen in Hartmanns Roman die oben genannte Leitfrage zu beantworten und in einem abschließenden Fazit zusammenzufassen.

Zunächst werde ich erläutern, was man allgemein um 1200 unter höfischer Repräsentation versteht, und werde dann näher darauf eingehen, wie sich die Repräsentationsaufgaben eines Ritters von denen eines Herrschers unterscheiden. Anschließend werde ich, unter Berücksichtigung der Fragestellung „Inwiefern entspricht das Verhalten Erecs den Vorstellungen von einem idealen Ritter bzw. Herrscher um 1200?“, auf den höfischen Roman „Erec“ von Hartmann von Aue Bezug nehmen. Zunächst konzentriere ich mich darauf, inwieweit Erec, der am Artushof groß wird, seinen Pflichten als guter Ritter nachkommt, und betrachte dabei insbesondere die „Zwergenschande“. Darüber hinaus gehe ich darauf ein, wie er mit dieser Schande umgeht und versucht, seine Ehre wiederherzustellen. Im weiteren Verlauf der Handlung im „Erec“ wird dieser von seinem Vater zum Herrscher des Landes ernannt, sodass sich seine Repräsentationsaufgaben verändern. Ich gehe daher zusätzlich darauf ein, wie Erec mit dieser Veränderung umgeht und wie er es schafft, letztendlich ein vorbildlicher Herrscher zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Höfische Repräsentation

2.1 Allgemeine Definition von höfischer Repräsentation

2.2 Repräsentationsaufgaben eines Ritters

2.3 Repräsentationsaufgaben eines Herrschers

3. Bezug zum „Erec“ Hartmanns von Aue

3.1 Erec als Ritter

3.2 Erec als Herrscher

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung höfischer Repräsentation in Hartmanns von Aue Roman „Erec“. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern Erec durch seine Handlungen den zeitgenössischen Idealen des Ritter- und Herrschertums gerecht wird und wie er nach Phasen des Versagens durch „âventiure“ sein Ansehen und seine Funktion innerhalb der höfischen Gesellschaft wiederherstellt.

  • Grundlagen und Definition der höfischen Repräsentation um 1200
  • Unterscheidung der Repräsentationspflichten von Rittern und Herrschern
  • Erecs Entwicklung vom Ritter am Artushof zum erfolgreichen Herrscher
  • Die symbolische Funktion von Kleidung, Waffen und ritterlichem Verhalten
  • Bewältigung von Krisen und die Wiederherstellung von „êre“ (Ehre)

Auszug aus dem Buch

3.1 Erec als Ritter

In Hartmanns von Aue höfischem Roman „Erec“, geht es um den gleichnamigen jungen Ritter, dessen Vater König von Karnant ist. Erec lebt allerdings seit seiner Kindheit am Artushof, wo zu Beginn der Handlung eine Jagd auf den weißen Hirsch stattfindet. An dieser Jagd darf der junge Erec allerdings, obwohl er durch die königliche Position seines Vaters eigentlich automatisch eine besondere gesellschaftliche Position besitzen müsste (vgl. Wolf 2007:49), noch nicht teilnehmen, da er noch keine Aventüre bestanden, und keine Dame hat (vgl. Von Aue 2008:7). Dies wird durch den Verweis darauf, dass Erec nur mit einem Schwert bewaffnet sei (vgl. Von Aue 2008:7) noch einmal präzisiert und beweist, dass man tatsächlich nicht von Geburt an ein besonderes Ansehen besitzt, sondern sich erst durch heldenhafte Taten beweisen muss.

Während die anderen Ritter ausreiten, muss Erec bei der Königin „und bî ir wîben“ (Von Aue 2008:6) bleiben, die einen Spazierritt machen. Während sie reiten, sehen sie plötzlich „einen ritter selbedritten, vor ein getwerc, dâ enmitten eine juncvrouwen gemeit, schœne unde wol gekleit“ (Von Aue 2008:6). Der Ritter trägt außerdem eine, für einen tapferen Ritter typische, gute Rüstung. Da die Königin neugierig ist, um wen es sich bei diesem Ritter handelt, beauftragt sie eine ihrer Hofdamen, dies in Erfahrung zu bringen (vgl. Von Aue 2008:6ff.). Der Zwerg, der den gefragten Ritter begleitet, stellt sich ihr allerdings in den Weg und schlägt sie mit einer Peitsche (vgl. Von Aue 2008:8), woraufhin Erec sofort darum bittet, ebenfalls zum Zwerg reiten zu dürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der höfischen Repräsentation bei Hartmann von Aue ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur idealen Ritter- und Herrscherrolle im 12. Jahrhundert.

2. Höfische Repräsentation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Repräsentation im mittelalterlichen Kontext und differenziert zwischen den spezifischen Rollenanforderungen an einen Ritter sowie an einen Herrscher.

3. Bezug zum „Erec“ Hartmanns von Aue: Das Hauptkapitel analysiert Erecs ritterliche Bewährungsproben und seine spätere Entwicklung sowie Krisen als Herrscher, wobei die stete Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung im Fokus steht.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung Erecs zusammen und resümiert, dass er durch Willensstärke und die erfolgreiche Bewältigung von Herausforderungen letztlich den hohen Ansprüchen der höfischen Gesellschaft gerecht wird.

Schlüsselwörter

Höfische Repräsentation, Hartmann von Aue, Erec, Rittertum, Herrscher, Mittelalter, Höfische Gesellschaft, Aventüre, Ehre, Tugend, Hof, Enite, Symbolik, Identität, höfische Norm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Repräsentation innerhalb der höfischen Gesellschaft, wie sie Hartmann von Aue in seinem Roman „Erec“ darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Anforderungen an das Auftreten adliger Akteure, der Stellenwert ritterlicher Tugenden und die Notwendigkeit von „êre“ sowie die Unterschiede zwischen Ritter- und Herrscherpflichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Erec durch seine Handlungen den Idealen von Ritter- und Herrschertum um 1200 entspricht und wie er seinen Status innerhalb der Gesellschaft sichert oder wiederherstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine schrittweise literaturwissenschaftliche Analyse einzelner Schlüsselszenen des Romans unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zum Thema.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Erec als Ritter – insbesondere im Kontext seiner Aventüren und der „Zwergenschande“ – sowie als Herrscher, wobei das Spannungsverhältnis zwischen Privatleben und öffentlicher Repräsentationspflicht beleuchtet wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der höfischen Repräsentation vor allem Begriffe wie Aventüre, Ehre, soziale Rolle, ritterliche Tugenden und das höfische Ideal.

Wie verändert sich Erecs Rolle im Verlauf der Handlung?

Erec wandelt sich vom jungen Ritter, der sich erst beweisen muss, zum anerkannten Helden und schließlich zum Herrscher, wobei er bei letzterem zunächst an den repräsentativen Aufgaben scheitert, bevor er durch erneute Aventüren wieder zu einer vorbildhaften Figur reift.

Welche Bedeutung kommt der Figur der Enite im Kontext der Repräsentation zu?

Enite fungiert nicht nur als Erecs Ehefrau, sondern ihre Schönheit und ihre Kleidung sind maßgeblich für die Außenwirkung und das Ansehen Erecs; ihr Verhalten im Wald ist zudem entscheidend für die Wiederherstellung von Erecs ritterlichem Status.

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Details

Titel
Höfische Repräsentation im "Erec" von Hartmann von Aue
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,0
Autor
Annika Brinkmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V369311
ISBN (eBook)
9783668470040
ISBN (Buch)
9783668470057
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hartmann von Aue Erec Ritter Artus Hof Höfisch Höfische Repräsentation Mediävistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Brinkmann (Autor:in), 2014, Höfische Repräsentation im "Erec" von Hartmann von Aue, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369311
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Leseprobe aus  18  Seiten
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