Die vorliegende Ausarbeitung beschreibt die Entwicklung eines psychometrischen Testverfahrens zur Operationalisierung des Konstrukts des habituellen Wohlbefindens für Erwachsene ab 18 Jahren. Dieser ist als Online-Test zur Selbstbeurteilung der Häufigkeit bestimmter Ereignisse im Leben des Probanden in den letzten drei Monaten konzipiert, basierend auf der psychischen, physischen und sozialen Komponente der latenten Variable.
Zur Optimierung und Itemselektion wird vorausgehend ein Pretest mit 38 Probanden durchgeführt. Dabei werden Trennschärfen, Itemschwierigkeiten, Standardabweichungen und Mittelwerte der einzelnen Items berechnet und einbezogen. Der anschließende Haupttest wird mit 139 Testpersonen durchgeführt und hat eine Reliabilität von Cronbachs α .914. Dieser wird zur Normierung herangezogen.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung/Abstract
1. Einleitung
2. Theorie
3. Methoden
3.1 Strategie
3.2 Fragebogen
3.3 Stichprobe
4. Ergebnisse
4.1 Auswertung
4.2 Itemanalyse
4.3 Skalenanalyse
4.4 Itemselektion und Testoptimierung
4.5 Ergebnisse zusätzlicher Variablen
4.6 Normierung
5. Diskussion
Literaturverzeichnis
Anhang
Fragebogen
Itemliste
Tabellen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines ökonomischen psychometrischen Online-Tests zur Erfassung des habituellen Wohlbefindens bei Erwachsenen ab 18 Jahren, um dieses messbar zu machen und mit Normwerten vergleichbar zu gestalten.
- Psychometrische Operationalisierung des Konstrukts "habituelles Wohlbefinden".
- Entwicklung und Validierung eines Online-Fragebogens zur Selbstbeurteilung.
- Durchführung von Pretests und Haupttests zur Itemselektion und Skalenoptimierung.
- Statistische Analyse von Geschlechts- und Altersunterschieden im Wohlbefinden.
- Erstellung von Normwerten für eine repräsentative Referenzstichprobe.
Auszug aus dem Buch
3.1 Strategie
Als Konstruktionsstrategie des Tests werden subjektive Eigenschaften gewählt, da es sich um einen Persönlichkeitstest zur Selbstbeurteilung handelt, bei welchem subjektive Indikatoren der latenten Variable beurteilt werden sollen. Die Selbstbeurteilung hat den Vorteil, dass das Urteil unabhängig von anderen Personen gebildet wird, nicht von Heuristiken beeinflusst und der Beurteilerfehler vermieden wird. Zur Erfassung des habituellen Wohlbefindens erhält der Proband verschiedene Aussagen über bestimmte Situationen und Vorkommnisse, bei denen er einschätzen muss, wie häufig diese in den letzten drei Monaten in seinem Leben aufgetreten sind. Zur Formulierung dieser Items wird der rational/deduktive Ansatz gewählt, bei dem von der Theorie ausgegangen wird, dass sich Wohlbefinden aus physischen, psychischen und sozialen Komponenten zusammensetzt (Perrig-Chiello, 1997). Entsprechend dieser Basis werden die Items nach der Top-Down-Technik formuliert, welche auch als erfahrungsgeleiteter-intuitiver Ansatz bekannt ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Zusammenfassung/Abstract: Die Arbeit beschreibt die Entwicklung eines psychometrischen Online-Tests zur Messung des habituellen Wohlbefindens mittels eines Pretests und eines Haupttests.
1. Einleitung: Es wird die Relevanz des Wohlbefindens im Alltag dargestellt und das Ziel formuliert, ein valides Messinstrument für Erwachsene zu schaffen.
2. Theorie: Dieser Abschnitt beleuchtet verschiedene theoretische Modelle zum Konstrukt Wohlbefinden und leitet die Basis für den entwickelten Test ab.
3. Methoden: Hier werden die Konstruktionsstrategie, das Design des Online-Fragebogens sowie die Rekrutierung der Stichprobe erläutert.
4. Ergebnisse: Die Daten aus Pretest und Haupttest werden ausgewertet, inklusive Itemanalyse, Skalenbildung, Faktorenanalysen und der Untersuchung signifikanter Gruppeneffekte.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, Limitationen wie die Stichprobenzusammensetzung aufgezeigt und Empfehlungen für weiterführende Validierungsschritte gegeben.
Schlüsselwörter
Habituelles Wohlbefinden, Psychometrie, Testentwicklung, Selbstbeurteilung, Online-Fragebogen, Konstruktvalidität, Itemselektion, Faktorenanalyse, Normierung, Lebenszufriedenheit, Persönlichkeitstest, psychische Gesundheit, physisches Wohlbefinden, soziale Komponente, Differenzierte Diagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und statistischen Prüfung eines psychometrischen Testverfahrens, das das habituelle Wohlbefinden von Erwachsenen über eine Online-Selbstbeurteilung operationalisiert.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Schwerpunkte liegen in der psychologischen Testtheorie, der Operationalisierung komplexer Konstrukte, der psychometrischen Itemoptimierung sowie der statistischen Datenanalyse hinsichtlich demografischer Variablen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein ökonomisches und valides Instrument zu schaffen, das Wohlbefinden messbar macht und durch die Erstellung von Normtabellen einen Vergleich von Individuen mit einer Referenzstichprobe ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autoren nutzen einen rational-deduktiven Ansatz zur Itemkonstruktion, führen Itemanalysen (Trennschärfe, Schwierigkeit), Faktorenanalysen zur Bestimmung der Skalenstruktur sowie zweifaktorielle Varianzanalysen durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Methodenbeschreibung der Testentwicklung, die Darstellung der statistischen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der Testgüte.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind habituelles Wohlbefinden, Testkonstruktion, Faktorenanalyse, Reliabilität, Validität und Normierung.
Wie wurde das habituelle Wohlbefinden theoretisch operationalisiert?
Basierend auf dem Drei-Faktoren-Modell von Perrig-Chiello wurde das Konstrukt in die Subfacetten psychisches, physisches und soziales Wohlbefinden unterteilt.
Welche Limitationen werden in der Diskussion bezüglich der Stichprobe genannt?
Die Autoren kritisieren eine unausgeglichene Normstichprobe, da zwei Drittel der Probanden unter 30 Jahre alt sind, was die Generalisierbarkeit auf ältere Altersgruppen einschränkt.
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- Denise Schmidt (Author), Angela Schäfer (Author), 2015, Entwicklung eines psychologischen Tests zum habituellen Wohlbefinden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369389