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Freundschaft in Gefangenschaft. Der Philipperbrief des Apostels Paulus und seine Resonanz bei Dietrich Bonhoeffer

Titre: Freundschaft in Gefangenschaft. Der Philipperbrief des Apostels Paulus und seine Resonanz bei Dietrich Bonhoeffer

Thèse de Bachelor , 2015 , 68 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anita Greinke (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Diese Arbeit identifiziert zunächst die Gattung des Freundschaftsbriefes und ordnet den Philipperbrief in sie ein. Dazu werden epistolographische Bestandteile aufgezeigt. Zur Identifizierung werden Briefe von Marcus Tullius Cicero und Polykarp von Smyrna betrachtet und untersucht, um dann dazu überzugehen, das Leiden des Apostels im Spiegel des Gefangenschaftsbriefes zu erläutern. Dabei werden essentielle Fragen in Bezug auf Pauli Leiden beantwortet. Explizit geht es um die Eigenperspektive Pauli und seine Korrespondenz darüber. Weiterhin wird die Frage beantwortet, ob die religiös motivierte Verfolgung als Gotteserfahrung das menschliche Miteinander intensivieren und Freundschaft festigen kann. Bereits Aristoteles sagte: "Freunde teilen 'Freud und Leid'"; so wird diese Arbeit aufzeigen, weshalb ein Freundschaftsbrief Verfolgung und Leid thematisieren kann.

Mit einer Betrachtung der Beziehung zwischen Paulus und den Philippern werden die Funktion und Auswirkung des Freundschaftsbriefes markiert. Die einzelnen Elemente werden untersucht und die Erwartungen und Zukunftswünsche Pauli formuliert. Auf exegetischer Basis soll die Freundschaft zwischen Paulus und den Philippern noch einmal genau analysiert werden.

Abschließend wird die Resonanz bei Dietrich Bonhoeffer untersucht, die nicht an Halt verliert in der Suche nach Leiden zur Gotteserfahrung, da dieser nicht das Leiden gesucht hat. Es handelt sich um ein Martyrium in der Imitatio des Apostels, der Jesus Christus nachahmt. Seine Gefangenschaftsbriefe werden als Imitatio Pauli charakterisiert. Eines seiner bekanntesten Werke ist das Lied "Von guten Mächten", welches sehr stark vom Philipperbrief geprägt ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung

2 Der Philipperbrief als Freundschaftsbrief

3 Das Leiden des Apostels im Spiegel des Gefangenschaftsbriefes

4 Die Pflege der Beziehung zu den Philippern aus dem Gefängnis heraus

5 Dietrich Bonhoeffers Gefangenschaftsbriefe als Imitatio Pauli

6 Auswertung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Philipperbrief des Apostels Paulus als Freundschaftsbrief klassifiziert werden kann, der in einer Gefängnissituation verfasst wurde. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob religiös motivierte Verfolgung und Leiden als Gotteserfahrung fungieren und ob diese Erfahrung menschliche Beziehungen, insbesondere die Freundschaft zwischen dem Apostel und der Gemeinde, vertiefen und festigen kann. Ein wesentlicher Teil der Untersuchung besteht darin, diese paulinische Theologie in Beziehung zu Dietrich Bonhoeffers Gefangenschaftsbriefen zu setzen.

  • Die Gattung des antiken Freundschaftsbriefes
  • Leiden als Gotteserfahrung im neutestamentlichen Kontext
  • Die soziale Dynamik und Beziehungspflege des Apostels Paulus
  • Die Imitatio Pauli in der Korrespondenz Dietrich Bonhoeffers

Auszug aus dem Buch

3 Das Leiden des Apostels im Spiegel des Gefangenschaftsbriefes

Paulus kann in seiner Biographie (in seiner Imitatio Christi) viel Leid aufweisen und daher ist es logisch, dass das Thema oftmals in seinen Briefen (vgl. Röm 8,17f.; 2Kor 1,5.7; 4,9; Gal 4,14; 5,11; 1Thess 2,2) und in sehr intensiver Form im Philipperbrief erwähnt wird. Karl Theodor Kleinknecht konstatiert, dass, „der Philipperbrief [...] derjenige unter den Paulusbriefen [ist], der die Leidensthematik am breitesten und [...] am 'ausgewogensten' behandelt.“

Woran leidet Paulus? An verschiedenen Stellen im Brief scheint seine momentane Situation durch, dass er aus dem Gefängnis heraus schreibt (vgl. Phil 1,7.14.17: δεσμόν; 1,13: δεσμόν ἐν Χριστός; 1,19ff.: ζωή und ϑάνατος; 2,17f.: ϑυσία; 2,23: ὡς ἂν ἀφίδω τὰ περὶ ἐμὲ ἐξαυτῆς; 4,11-14: ϑλίψις). Er sitzt im Gefängnis und ist sich des Ausgangs dieser Situation nicht sicher. Er weiß nicht, ob ihn die Todesstrafe oder ein Freispruch (1,19-26) erwartet. Aufgrund dieser Ungewissheit finden sich existentielle Inhalte in großer Fülle. Paulus leidet berufsbedingt (vgl. Jeremia, Kapitel 1). Sein Leiden kann in drei größere Bereiche eingeteilt werden: der erste Bereich ist der leidende Jesus Christus als Vorbild.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung: Diese Einleitung führt in das Thema der Freundschaft zwischen Paulus und den Philippern ein und formuliert die zentrale Frage nach dem Zusammenhang von Leiden, Gotteserfahrung und menschlichen Beziehungen.

2 Der Philipperbrief als Freundschaftsbrief: Das Kapitel analysiert die Gattung des Freundschaftsbriefes in der Antike und ordnet den Philipperbrief anhand spezifischer Merkmale und Motive in diesen Kontext ein.

3 Das Leiden des Apostels im Spiegel des Gefangenschaftsbriefes: Hier wird untersucht, wie Paulus sein Leiden thematisiert, in den Kontext seiner apostolischen Biographie stellt und wie er es mit dem Leben und Wirken Christi verknüpft.

4 Die Pflege der Beziehung zu den Philippern aus dem Gefängnis heraus: Dieser Abschnitt beleuchtet die kommunikativen Strategien des Apostels, um trotz räumlicher Trennung und Inhaftierung die Gemeinschaft und das Vertrauensverhältnis zur Gemeinde zu stärken.

5 Dietrich Bonhoeffers Gefangenschaftsbriefe als Imitatio Pauli: Das Kapitel vergleicht die Gefangenschaftsberichte von Dietrich Bonhoeffer mit den paulinischen Briefen und arbeitet die Parallelen in Bezug auf Leidensverständnis und Glauben heraus.

6 Auswertung und Fazit: Die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel werden zusammengefasst und die zentrale These bestätigt, dass der Philipperbrief als Ausdruck einer wahren Freundschaft in Krisenzeiten zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Paulus, Philipperbrief, Freundschaftsbrief, Dietrich Bonhoeffer, Gefangenschaft, Leiden, Gotteserfahrung, Imitatio Christi, Imitatio Pauli, Apostolat, Gemeinde, Philologie, Antike, Exegese, Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Philipperbriefes des Apostels Paulus als Freundschaftsbrief und stellt eine vergleichende Analyse zu den Gefangenschaftsbriefen von Dietrich Bonhoeffer an.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Gattung des Freundschaftsbriefes, die Thematisierung von Leiden im apostolischen Kontext, die Bedeutung von Gemeinschaft und das Konzept der Imitatio Pauli.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob eine religiös motivierte Verfolgung eine Gotteserfahrung sein kann und wie diese Erfahrung die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Paulus und den Philippern vertieft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die neutestamentliche Exegese sowie epistolographische und vergleichende Analysen antiker und moderner Briefe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Philipperbriefes als Freundschaftsbrief, die Erläuterung des paulinischen Leidensverständnisses, die Analyse der Beziehungspflege zu den Philippern und den Vergleich mit Bonhoeffer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Freundschaft, Leiden, Imitatio Pauli, Gemeinschaft und Gefangenschaft beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Beziehung von Paulus zu den Philippern von der zu anderen Gemeinden?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Philipper aufgrund der hohen Emotionalität und der expliziten Freundschaftssprache als Lieblingsgemeinde des Apostels betrachtet werden können.

Warum spielt das Thema "Geteiltes Leid" eine so zentrale Rolle?

Es dient als sozialpsychologischer Schlüssel, um zu verstehen, warum Paulus den Austausch über sein persönliches Leiden nicht scheut, sondern zur Stärkung der sozialen Bindungen zur Gemeinde nutzt.

Inwiefern beeinflusste Paulus Dietrich Bonhoeffer?

Die Arbeit argumentiert, dass Bonhoeffer durch die Korrespondenz in der Haft und seine theologische Auseinandersetzung eine bewusste Imitatio Pauli vollzog, um in eigener Not Zuversicht und Kraft zu schöpfen.

Welchen Aktualitätsbezug sieht die Autorin für die heutige Zeit?

Die Arbeit verweist auf die Relevanz der paulinischen Leidens- und Gemeinschaftstheologie für den Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere im Kontext von Flucht und Vertreibung.

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Résumé des informations

Titre
Freundschaft in Gefangenschaft. Der Philipperbrief des Apostels Paulus und seine Resonanz bei Dietrich Bonhoeffer
Université
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät Katholische Theologie - Lehrstuhl Neues Testament)
Note
1,0
Auteur
Anita Greinke (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
68
N° de catalogue
V369416
ISBN (ebook)
9783668509115
ISBN (Livre)
9783668509122
Langue
allemand
mots-clé
Paulus Leiden Freundschaft Gefangenschaft Philipperbrief Bonhoeffer
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anita Greinke (Auteur), 2015, Freundschaft in Gefangenschaft. Der Philipperbrief des Apostels Paulus und seine Resonanz bei Dietrich Bonhoeffer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369416
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