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Jugend und Kirche. Welche Anknüpfungsmöglichkeiten gibt es?

Titel: Jugend und Kirche. Welche Anknüpfungsmöglichkeiten gibt es?

Hausarbeit , 2017 , 35 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anita Greinke (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Projekt Jugendkirche soll in dieser Arbeit genauer betrachtet werden, um zu überprüfen, ob dieses Experiment eine Chance für die Zusammenführung der beiden betrachteten Pole - Jugend und Kirche - darstellt. Weiterhin werden zwei Jugendliche interviewt, um ihre Meinung in Bezug auf die Kirche zu erfassen. Dazu wird ein Fragebogen erstellt, der ein breites Spektrum an Fragen abdeckt. Aufgrund des Umfangs der Arbeit kann keine umfassende empirische Studie erfolgen, sodass exemplarische Interviews ausgewertet werden, welche in ein Verhältnis zu bereits bestehenden Ergebnissen gesetzt werden.

Kann es Anknüpfungspunkte der Kirche an die Jugend, aber auch der Jugend an die Kirche geben? Die Problematik besteht darin, dass die wenigsten Jugendlichen noch traditionell orientiert sind. Dies spiegelt sich auch in ihrem Glauben wider. Jugendliche aller Lebenswelten besitzen zwar das Bedürfnis nach einem Sinn, finden diesen aber in erster Linie im persönlichen Glauben, der nicht notwendigerweise durch Religion oder Kirche vermittelt sein muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung

2 Experiment Jugendkirche

3 Untersuchungsergebnisse im Kontext

4 Auswertung

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Jugendkirche als innovatives Modell dazu beitragen kann, die distanzierte Beziehung zwischen heutigen Jugendlichen und der Kirche zu überbrücken. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie kirchliche Angebote an die Lebenswelt und die Bedürfnisstrukturen Jugendlicher anknüpfen können, um eine neue, authentische Form der religiösen Bindung und Glaubensvermittlung zu ermöglichen.

  • Analyse der Lebenswelten Jugendlicher auf Basis der Sinus-Studie U18.
  • Untersuchung von Barrieren und Entfremdungsprozessen zwischen Jugend und Kirche.
  • Evaluation des Konzepts "Jugendkirche" als Brückenschlag zwischen Evangelium und jugendlicher Lebenskultur.
  • Bedeutung der Alltagsästhetik und digitaler Kommunikation für die Glaubensvermittlung.
  • Empirische Einblicke durch qualitative Interviews zum Verhältnis von Jugendlichen zur Kirche.

Auszug aus dem Buch

2 Experiment Jugendkirche

Das Schlaglicht, das die Sinus-Studie u18 auf die Jugendlichen geworfen hat, dass in allen Lebenswelten „das Bedürfnis nach Halt, Zugehörigkeit und Vergewisserung“20 wächst, kann als Anknüpfungspunkt der Kirche genutzt werden. Die Jugendkirche soll diese Möglichkeit wahrnehmen.

Die Jugendkirche ist keine Neudefinierung der Jugendarbeit, aber sie ergänzt die kirchliche „Jugendarbeit wie Selbstentfaltung […], Partizipation, Subjektorientierung […], Verkündigung und Feier des Evangeliums in jugendkulturellen Ausdrucksformen, soziales Engagement aus Glauben“21 um den sakralen Raum, der den Jugendlichen zur Verfügung gestellt wird. So erfahren Jugendliche die Kirche als einen „offenen [und] wirklich gestaltbare[n] Raum“22 Jugendlichen ist es so möglich „Verbindungen (…) zur Lebenswelt, zur Spiritualität“23 und zu ihrer Kultur aufzubauen, „ohne immer sofort Kompromisse machen zu müssen.“24 Durch diese Zielformulierung, wie es die Jugendkirche Oberhausen getätigt hat, werden die zwei Pole Kirche und Jugend in ein Verhältnis gebracht, indem „zwischen den Ausdrucks- und Darstellungsformen des Christentums und dem, wie Jugendliche ihr Leben gestalten und zu bewältigen versuchen“25 ein Mittler, die Jugendkirche, steht.

Dabei stehen die Kommunikation und Vermittlung im Vordergrund. Hierbei wird beachtet, dass die „ästhetische Aneignung christlicher und kirchlicher Inhalte und Ausdrucksformen unverzichtbarer Bestandteil“26 dafür ist, dass der Glaube lebens- und alltagswirksam werden kann. Wie bereits in der Sinus-Studie aufgezeigt wurde, ist dies der entscheidende Anknüpfungspunkt für die Kirche an die Hoffnung der Jugendlichen. Jugendkirche kann somit also den Graben zwischen der Kirche und der Jugend überwinden, indem sie Raum für Kommunikation und Vermittlung eröffnet. Der Graben kann mit den Worten Papst Paul VI. verstanden werden als „Bruch zwischen Evangelium und Kultur“27 (Evangelii nuntiandi) der „das Drama unserer Zeitepoche“28 darstellt, wodurch ein Schisma im kulturellen und ästhetischen Verständnis zwischen Jugend- und Erwachsenenkultur entstanden ist, welches durch das Projekt Jugendkirche überwunden werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Distanz zwischen Jugendlichen und der Institution Kirche und stellt die Forschungsfrage nach möglichen Anknüpfungspunkten unter Berücksichtigung verschiedener Jugend-Lebenswelten.

2 Experiment Jugendkirche: Hier wird das Konzept der Jugendkirche als Brücke zwischen den Polen Kirche und Jugend analysiert, wobei besonders der Stellenwert sakraler Räume und ästhetischer Vermittlungsformen betont wird.

3 Untersuchungsergebnisse im Kontext: Dieses Kapitel wertet exemplarische Interviews mit Jugendlichen aus, um deren persönliche Sicht auf Kirche, Gottesdienste und das Bedürfnis nach Mitgestaltung zu erfassen.

4 Auswertung: Abschließend werden die Erkenntnisse synthetisiert, um die Notwendigkeit einer lebensweltorientierten, kooperativen Kirche zu unterstreichen, die Jugendliche in ihrer Identitätsbildung ernst nimmt.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen, Fachstudien und Internetdokumente, die der theoretischen und empirischen Fundierung der Arbeit dienen.

Schlüsselwörter

Jugendkirche, Religionspädagogik, Lebenswelt, Sinus-Studie, Alltagsästhetik, Glaube, Identitätsbildung, Kirche, Jugendpastoral, Kommunikation, Partizipation, Sakraler Raum, Religionsunterricht, Säkularisierung, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entfremdung zwischen jungen Menschen und der katholischen Kirche und prüft, ob moderne Jugendkirchen als Räume für einen neuen, tragfähigen Dialog dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die jugendlichen Lebenswelten, die Bedeutung von Ästhetik und Sprache in der Glaubenskommunikation sowie die Rolle des Religionsunterrichts bei der Identitätsstiftung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie die Kirche durch neue Beteiligungsstrukturen und eine modernisierte Ansprache wieder als bedeutsamer Ort für Jugendliche wahrgenommen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit religionspädagogischer Fachliteratur sowie auf eine qualitative empirische Untersuchung durch Interviews mit Jugendlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den "ästhetischen Graben" zwischen Kirche und Jugend, erläutert das Konzept der Jugendkirche anhand von Experimentbausteinen und wertet die Ergebnisse der durchgeführten Interviews aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jugendkirche, Lebenswelt, Identitätsbildung, Partizipation, Alltagsästhetik und Glaubensvermittlung definiert.

Welche Rolle spielt die Sinus-Studie U18 für die Argumentation?

Sie dient als Basis, um die Vielfalt der heutigen Jugendlichen in unterschiedliche Lebenswelten zu differenzieren und aufzuzeigen, dass die "Jugend" als homogene Gruppe nicht existiert.

Warum wird das Konzept der Jugendkirche als Chance gesehen?

Weil Jugendkirchen Jugendlichen ermöglichen, den sakralen Raum in ihrer eigenen Sprache und Ausdrucksweise zu erleben, losgelöst von den oft als starr oder unmodern empfundenen Konventionen der Erwachsenenkirche.

Welches Ergebnis liefern die Interviews mit den Jugendlichen?

Die Interviews zeigen ein gemischtes Bild: Während einige Jugendliche die Kirche als langweilig und fremd wahrnehmen, empfinden aktive Mitglieder von Jugendkirchen diese als einen wertschätzenden Raum, der ihnen bei der Sinnsuche und Identitätsfindung hilft.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Religionsunterrichts?

Der Religionsunterricht wird als entscheidende Schnittstelle angesehen, da dort die Jugendlichen "vor Ort" erreicht werden können, um eine Brücke zwischen der christlichen Botschaft und ihrer individuellen Lebenswirklichkeit zu schlagen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugend und Kirche. Welche Anknüpfungsmöglichkeiten gibt es?
Note
2,0
Autor
Anita Greinke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
35
Katalognummer
V369418
ISBN (eBook)
9783668472327
ISBN (Buch)
9783668472334
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendkirche Jugend Glaube Kirche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anita Greinke (Autor:in), 2017, Jugend und Kirche. Welche Anknüpfungsmöglichkeiten gibt es?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369418
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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