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Die Determination der sozialen Ungleichheit durch die Gesellschaft bei Pierre Bourdieu

Titre: Die Determination der sozialen Ungleichheit durch die Gesellschaft bei Pierre Bourdieu

Dossier / Travail , 2010 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christian Appel (Auteur)

Pédagogie - Histoire de la Pédagogie
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Die vorliegende Arbeit verhandelt den Kapitalbegriff Pierre Bourdieus vor dem Hintergrund der Frage nach der Reproduktion von sozialer Ungleichheit durch gesellschaftliche Strukturen.

Es wird ein kleiner Abriss von Bourdieus Arbeiten zum Thema „Gesellschaft und soziale Ungleichheit“ vorgestellt. Diese sollen zusätzlich anhand von aktuellen Forschungsergebnissen illustriert und ggf. kontrastiert werden.

In einem ersten Textabschnitt wird in einer kurzen Zusammenfassung der Text „Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital“ von Pierre Bourdieu erläutert. Der Wissenschaftler skizziert hier anhand eines von ihm entwickelten Kapitalmodells die Grundzüge der gesellschaftlichen Ordnung und nennt Kriterien, die innerhalb der Gesellschaft für ein Wachstum von sozialer Ungleichheit sorgen.

Ein zweiter Abschnitt geht auf das von Bourdieu entwickelte Habitus-Prinzip ein. Vergesellschaftung sei, so Bourdieu, immer auch Habitualisierung (vgl. Zimmermann 1983). Demzufolge ist auch der Habitus eine Kategorie, die in der Lage ist, die Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit zu beschreiben.

In einem dritten Teil wird abschließend ein konkreter Blick auf die Situation im französischen Bildungssystem der 60er Jahre geworfen. Anhand des Textes „Bildungsprivileg und Bildungschancen an der Hochschule“ von Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron sollen dabei die Theorien Bourdieus nochmals exemplarisch angewendet werden. Die beiden Soziologen analysieren hier das Hochschulwesen Frankreichs im Hinblick auf seine soziale Unausgewogenheit, die vor allem zu Lasten der Studenten gehe, die aus einer sozialschwachen Familie stammen.

Schlussendlich soll im folgenden Fazit aufgezeigt werden, welche Zusammenhänge zwischen der Struktur einer Gesellschaft und der Produktion wie Reproduktion sozialer Ungleichheit bestehen und wie diese aufeinander wirken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Determination der sozialen Ungleichheit durch die Gesellschaft

2.1 Soziale Ungleichheit durch Kapitalmonopole – Bourdieus Kapitalbegriff

2.2 Soziale Ungleichheit durch Klassenprägung – Bourdieus Habitusbegriff

2.3 Soziale Ungleichheit – Ein Beispiel

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die von Pierre Bourdieu analysierte enge Verknüpfung zwischen gesellschaftlichen Strukturen und der Entstehung sowie Reproduktion sozialer Ungleichheit. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kapitalformen und der Habitus den Lebenslauf und Bildungserfolg von Individuen determinieren und somit soziale Schranken zementieren.

  • Die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu (ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital)
  • Das Konzept des Habitus als Vermittlungsglied zwischen sozialer Position und Praxis
  • Die Reproduktionsmechanismen sozialer Ungleichheit im Bildungssystem
  • Die Bedeutung von Herkunft und Klassenprägung für Bildungschancen
  • Der Zusammenhang zwischen institutionellen Anforderungen und sozialem Ausschluss

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziale Ungleichheit durch Kapitalmonopole – Bourdieus Kapitalbegriff

Der Kapitalbegriff sei im Besonderen für eine derartige Betrachtung geeignet, da er verdeutliche, dass das System Gesellschaft, nicht auf eine „Aneinanderreihung von kurzlebigen und mechanischen Gleichgewichtszuständen reduziert werden [könne]“ (Bourdieu 1992: S. 217). Zudem könnten die Menschen in diesem System nicht als „austauschbar[e] Teilchen“ (ebd.) verstanden werden, da sie, durch das ihnen zur Verfügung stehende Kapital, individuell geprägt seien. Gesellschaftliches Leben sei demnach eben kein „[Glücksspiel] […], [bei dem] jederzeit eine Überraschung möglich ist“ (ebd.) Hier lässt sich also bereits erkennen, dass Bourdieu einer Welt von „vollkommener Konkurrenz und Chancengleichheit“ (ebd.) klar widerspricht. Dieses Bild sei illusionistisch und verhindere einen kritischen Blick auf die Verteilung des Kapitals innerhalb der Gesellschaft. Es wirke sich zum einen regulierend aus, da es dafür sorge, „daß nicht alles gleich möglich oder gleich unmöglich ist“ (ebd.). Zum anderen besitze es jedoch auch einen determinierenden Charakter, da die Kapitalverteilung in der Gesellschaft immer auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Zwänge sei.

Um die verschiedenen Merkmale und Wirkungen des Kapitals im Einzelnen aufzeigen zu können, unternimmt Bourdieu im Folgenden eine Teilung seines Kapitalbegriffes in drei verschiedene Unterarten: das „ökonomische“, das „kulturelle“ und das „soziale Kapital“ (Bourdieu 1992: S. 218). Als ökonomisches Kapital versteht der Soziologe diejenige Kapitalart, die „unmittelbar und direkt in Geld konvertierbar [ist]“ (ebd.) Das kulturelle Kapital müsse für eine genauere Analyse noch weiter ausdifferenziert werden. Daher weist Bourdieu ihm drei unterschiedliche Erscheinungsformen zu: den „inkorporiert[en] Zustand“, den „objektiviert[en] Zustand“ und zuletzt den „institutionalisiert[en] Zustand“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die erziehungswissenschaftliche Fragestellung nach den Faktoren ein, die soziale Ungleichheit produzieren, und stellt Bourdieus Ansatz sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2 Die Determination der sozialen Ungleichheit durch die Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert Bourdieus Kapitaltheorie und das Habitus-Konzept, um die systemischen Mechanismen aufzudecken, die soziale Ungleichheit und Klassenstrukturen perpetuieren.

2.1 Soziale Ungleichheit durch Kapitalmonopole – Bourdieus Kapitalbegriff: Dieser Abschnitt erläutert die verschiedenen Kapitalarten (ökonomisch, kulturell, sozial) und ihre Rolle bei der Verfestigung von Machtverhältnissen und Bildungsungleichheit.

2.2 Soziale Ungleichheit durch Klassenprägung – Bourdieus Habitusbegriff: Das Kapitel beleuchtet, wie der Habitus als System von Grenzen fungiert, das Individuen ihrer Klasse gemäß sozialisiert und somit gesellschaftliche Chancen determiniert.

2.3 Soziale Ungleichheit – Ein Beispiel: Anhand des französischen Hochschulsystems wird exemplarisch verdeutlicht, wie bildungsferne Schichten durch institutionelle Mechanismen benachteiligt und von akademischen Aufstiegschancen ferngehalten werden.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Ungleichheit kein Zufallsprodukt ist, sondern durch gezielte, systemische Prozesse der Gesellschaft reproduziert wird.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, soziale Ungleichheit, Habitus, kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital, soziales Kapital, Bildungsbenachteiligung, Reproduktion, Klassengesellschaft, Bildungsungleichheit, Habitusbegriff, Kapitalumwandlung, sozialer Raum, Chancengleichheit, Bildungssoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Strukturen und spezifische Mechanismen wie Kapitalverteilung und Habitus soziale Ungleichheit hervorbringen und über Generationen hinweg reproduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Bourdieus Kapitaltheorie, die Bedeutung des Habitus als Vermittler zwischen sozialer Herkunft und individuellem Handeln sowie die Rolle von Bildungsinstitutionen bei der Aufrechterhaltung von Ungleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass soziale Ungleichheit kein zufälliges Phänomen ist, sondern ein systemisches Ergebnis gesellschaftlicher Strukturvorgaben, die den Aufstieg unterprivilegierter Gruppen erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse und exemplarische Anwendung der soziologischen Konzepte von Pierre Bourdieu sowie Jean-Claude Passeron auf Bildungsdaten und gesellschaftliche Verhältnisse vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Kapitalarten, das Konzept des Habitus als „System von Grenzen“ sowie die praktische Anwendung dieser Theorien auf das französische Hochschulsystem der 60er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Pierre Bourdieu, soziale Ungleichheit, Kapitalbegriff, Habitus, Reproduktion, Bildungsungleichheit und soziale Klassen.

Inwiefern beeinflusst der Habitus den Bildungserfolg?

Der Habitus prägt die Erwartungen und das Verhalten der Individuen; durch die Anpassung an klassenspezifische Normen wirken Bildungsinstitutionen oft exklusiv, indem sie den Habitus der Oberschicht als Maßstab für Erfolg setzen.

Wie wirkt sich das „institutionelle Kapital“ auf die Ungleichheit aus?

Institutionelles Kapital in Form von Titeln und Abschlüssen dient der Verfestigung von Macht. Es verdeckt, dass diese Titel oft mit ökonomischen Investitionen verbunden sind, und legitimiert so die soziale Schieflage unter dem Deckmantel von Leistungsnachweisen.

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Résumé des informations

Titre
Die Determination der sozialen Ungleichheit durch die Gesellschaft bei Pierre Bourdieu
Université
University of Hamburg  (Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Christian Appel (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
17
N° de catalogue
V369582
ISBN (ebook)
9783668477759
ISBN (Livre)
9783668477766
Langue
allemand
mots-clé
Bourdieu soziale Ungleichheit Kapital Soziologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Appel (Auteur), 2010, Die Determination der sozialen Ungleichheit durch die Gesellschaft bei Pierre Bourdieu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369582
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Extrait de  17  pages
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