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Novellentheorien zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" und "Die Novelle", Wielands "Das Hexameron von Rosenhain" und Heyses "Falkentheorie"

Titel: Novellentheorien zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" und "Die Novelle", Wielands "Das Hexameron von Rosenhain" und Heyses "Falkentheorie"

Essay , 2016 , 9 Seiten , Note: unbenotet

Autor:in: Anja Kempny (Autor:in)

Germanistik - Gattungen
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Was ist eine Novelle? Die Suche nach einer adäquaten Definition erweist sich in der deutschen Literatur als schwierig. Zahlreiche namhafte Dichter haben sich daran versucht, die Merkmale und Besonderheiten dieser Erzählform herauszuarbeiten.
Im Essay sollen die drei wichtige Novellentheorien betrachtet werden: Die von Christoph Martin Wieland, Johann Wolfang von Goethe und schließlich die „Falkentheorie“ von Paul Heyse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung: Definition und Ursprung

2.Goethes Novellentheorie

2.1.„Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“

2.2.„Die Novelle“

3.Wieland und Das Hexameron von Rosenhain

4.Heyse und die „Falkentheorie“

5.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungslinien und theoretischen Ansätze zur Definition der Novelle, wobei sie insbesondere die unterschiedlichen Perspektiven von Johann Wolfgang von Goethe, Christoph Martin Wieland und Paul Heyse analysiert und in den Kontext der Gattungsgeschichte stellt.

  • Historische Herleitung der Novelle basierend auf Boccaccios „Decameron“
  • Analyse der Novellentheorie nach Johann Wolfgang von Goethe
  • Untersuchung von Wielands Abgrenzung der Gattung von anderen Erzählformen
  • Erläuterung der „Falkentheorie“ von Paul Heyse
  • Vergleichende Betrachtung der gattungsspezifischen Merkmale

Auszug aus dem Buch

2.2. „Die Novelle“

Erst etwa 30 Jahre später setzt Goethe sich erneut mit der Begrifflichkeit der „Novelle“ auseinander. In Gesprächen mit Johann Peter Eckermann im Jahr 1827 legt Goethe laut Aust den „Grundstein jedes Novellenbegriffs“ (Aust 2006: 9). In einer Diskussion darüber, welchen Titel Goethe seiner jüngst geschriebenen Geschichte geben könnte, fällt folgende, kennzeichnende Aussage: „Wissen Sie was [...] wir wollen es die Novelle nennen; denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhörte Begebenheit.“ (Eckermann 1948: 222). Damit ist nicht nur der Titel für die Erzählung gefunden, sondern auch das bekannte Kriterium der „unerhörten Begebenheit“, welche in jeder guten Novelle vorzufinden sein sollte. Die Begebenheit impliziert, was jemandem widerfährt und sich gut erzählen lässt, also einen realistischen Charakter trägt. Dabei soll diese Begebenheit unerhört sein, was mehrdeutig aufzufassen ist: Zum einen kann „unerhört“ meinen, dass dem Leser bzw. Zuhörer die Erzählung neu und unbekannt ist, zum anderen kann es etwas Außerordentliches, einen Normbruch beinhalten. (vgl. Aust 2006: 9f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Definition und Ursprung: Dieses Kapitel führt in die Schwierigkeit der Gattungsdefinition ein und verweist auf Boccaccios „Decameron“ als ursprüngliches Vorbild der Novelle.

2.Goethes Novellentheorie: Hier werden Goethes Ansätze zur Novelle beleuchtet, insbesondere durch seine Betrachtungen in den „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ und seine spätere Definition der „unerhörten Begebenheit“.

3.Wieland und Das Hexameron von Rosenhain: Dieses Kapitel analysiert Wielands Auseinandersetzung mit der Gattung und dessen Abgrenzung der Novelle von märchenhaften oder fantastischen Erzählweisen.

4.Heyse und die „Falkentheorie“: Der Autor erläutert Paul Heyses Theorie, nach der eine Novelle ein zentrales Motiv, den sogenannten „Falken“, als Strukturmerkmal benötigt.

5.Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Vielschichtigkeit der Novelle als literarische Form.

Schlüsselwörter

Novelle, Gattungstheorie, Johann Wolfgang von Goethe, Christoph Martin Wieland, Paul Heyse, Decameron, unerhörte Begebenheit, Falkentheorie, literarische Erzählform, Novellentheorie, Gattungsgeschichte, Erzählkunst, Literaturtheorie, Novellenbegriff

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen und Definitionen der Gattung Novelle in der deutschen Literaturgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Ursprung der Gattung im „Decameron“ und die spezifischen Novellentheorien von Goethe, Wieland und Heyse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung des Novellenbegriffs anhand bedeutender literarischer Theoretiker und Autoren nachzuzeichnen und zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und den Vergleich theoretischer Schriften sowie zeitgenössischer Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Goethes Novellenansatz, Wielands Definition durch das „Hexameron von Rosenhain“ und Heyses „Falkentheorie“ detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Novellentheorie, Gattungsgeschichte, unerhörte Begebenheit und Falkentheorie charakterisiert.

Warum spielt das „Decameron“ eine so wichtige Rolle für die deutsche Novellentheorie?

Das „Decameron“ gilt als Ursprung der Gattung und dient den betrachteten Autoren als Referenzpunkt für die Strukturierung ihrer eigenen Novellentheorien.

Was ist mit dem „Falken“ in Heyses Theorie gemeint?

Der Falke ist ein zentrales Symbol bzw. ein Grundmotiv, das als inhaltlicher Anker einer Novelle fungiert und die Erzählung maßgeblich bestimmt.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Goethe von der von Wieland?

Während Goethe den Fokus auf die „unerhörte Begebenheit“ legt, betont Wieland vor allem die Abgrenzung der Novelle zur Welt der Märchen und die Verwurzelung in der „wirklichen Welt“.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Novellentheorien zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" und "Die Novelle", Wielands "Das Hexameron von Rosenhain" und Heyses "Falkentheorie"
Hochschule
Universität Siegen
Note
unbenotet
Autor
Anja Kempny (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V369623
ISBN (eBook)
9783668488243
ISBN (Buch)
9783668488250
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Novellentheorie Goethe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Kempny (Autor:in), 2016, Novellentheorien zu Goethes "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" und "Die Novelle", Wielands "Das Hexameron von Rosenhain" und Heyses "Falkentheorie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369623
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Leseprobe aus  9  Seiten
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