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Der Nahostkonflikt in den Schulbüchern der BRD und DDR

Ein historischer Vergleich

Título: Der Nahostkonflikt in den Schulbüchern der BRD und DDR

Tesis de Máster , 2016 , 100 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Julian Grasser (Autor)

Didáctica - Historia
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Dieses Buch befasst sich mit der Darstellung des Nahost-Konflikts in Schulbüchern der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Anlass der Untersuchung ist die Beobachtung, dass israelische und palästinensische Geschichtsbücher die andere Perspektive vollständig ausblenden und die Geschichte nur aus ihrer jeweiligen Sicht beschreiben.

Aufgrund der Tatsache, dass die Geschichte der Juden durch Nationalsozialismus und Holocaust eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist, ist zu erwarten, dass auch die deutsche Sicht auf Israel eine besondere sein könnte und sich dieses Verhältnis in ihrer Darstellung des Nahost-Konflikts in Schulbüchern widerspiegelt.

Daher wurde in diesem Buch eine historische Schulbuchanalyse durchgeführt. Ausgewählte Schulbücher aus der BRD wurden dabei mit Schulbüchern aus der DDR in den Sekundarstufen I und II verglichen werden, um etwaige Gemeinsamkeiten oder Unterschiede festzustellen. Die Fragestellung lautet: Wie hat sich die historische Narration des Nahost-Konflikts in den Jahren zwischen 1949 bis 1990 verändert? Gibt es Unterschiede zwischen der historischen Narration des Nahost-Konflikts der BRD und der DDR?

Da der Nahost-Konflikt im "Teilthema 1: Internationale Beziehungen im Umbruch" im neuen Lehrplan von Rheinland-Pfalz für die Jahrgangsstufe 13 beispielshaft genannt wird, wurde das Thema Nahostkonflikt im vierten Kapitel dieses Buchs auch in einem konkreten Unterrichtsvorhaben für die Oberstufe umgesetzt. Dazu wurde eine Unterrichtsreihe konzipiert und innerhalb dieser exemplarisch zwei Unterrichtseinheiten in einem Unterrichtsentwurf vorgestellt.

Aus dem Inhalt:

- Nahostkonflikt;
- Schulbücher;
- historische Narration;
- Schulbuchanalyse;
- Israel;
- Palästinenser

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung der Arbeit

1.2 Methodische Vorüberlegungen

1.3 Inhaltlicher Aufbau

2 Sachanalyse

3 Schulbuchanalyse

3.1 Die Darstellung des Nahostkonflikts in BRD-Schulbüchern

3.2 Die Darstellung des Nahostkonflikts in DDR-Schulbüchern

3.3 Qualitative Analyse ausgewählter Schulbücher

4 Unterrichtsvorhaben

4.1 Planung der Unterrichtsreihe

4.2 Planung des Unterrichtsentwurfes zum Thema „Die Palästinenser“

4.3 Planung des Unterrichtsentwurfes zum Thema „Der Nahostkonflikt in deutschen Schulbüchern“

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Narration des Nahostkonflikts in deutschen Schulgeschichtsbüchern zwischen 1949 und 1990. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Narration über den Untersuchungszeitraum entwickelt hat und welche signifikanten Unterschiede in der Darstellung zwischen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) existieren.

  • Analyse der geschichtspolitischen Einbettung des Nahostkonflikts in verschiedenen deutschen Schulsysstemen.
  • Untersuchung der ideologischen Instrumentalisierung des Themas im Kontext von Ost-West-Konflikt und Kolonialismus.
  • Qualitativer Vergleich ausgewählter Schulbuchdarstellungen zur Identifizierung multiperspektivischer oder einseitiger Narrationsmuster.
  • Erstellung eines didaktischen Unterrichtsvorhabens zur Förderung der Urteils- und geschichtskulturellen Kompetenz bei Lernenden.

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung des Nahostkonflikts in BRD-Schulbüchern

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Nationalsozialismus, welcher durch den Holocaust als große Zäsur für das Judentum gilt, kamen Ende der 1940er Jahre erste Forderungen auf, dass die jüdische Geschichte im Geschichtsunterricht der BRD mehr Aufmerksamkeit erhält. Diese war bis zum Jahr 1955 jedoch aufgrund der zeitlichen Nähe größtenteils auf die europäische Geschichte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs beschränkt. Erst nach einer Synagogenschändung von 1959 und vermehrt auftretenden Hakenkreuzschmierereien und der im Anschluss in der Öffentlichkeit stattgefundenen breiten Diskussion über das Thema Vergangenheitsbewältigung kam es dazu, dass die jüdische Geschichte und damit auch die Geschichte Israels Einzug in die deutschen Schulgeschichtsbücher erhielt.

Auf der daraufhin einberufenen Kultusministerkonferenz von 1960 wurde von dieser Diskussion ausgehend das Ziel vereinbart, das politische Bewusstsein der Schüler und Schülerinnen durch einen stärkeren Einbezug der Zeitgeschichte zu fördern. Man erhoffte sich dadurch, dass derartige gegen Juden gerichtete Vorfälle wieder reduziert werden könnten. In diesem Zusammenhang wurde auch damit begonnen, den Nahostkonflikt in den Schulunterricht aufzunehmen. Dieser wurde fortan im Kontext der Staatsgründung Israels und ausgehend von der Geschichte des Judentums thematisiert. Eine eigenständige Betrachtung der arabischen Geschichte in Palästina fand dabei im Geschichtsunterricht nicht statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas, stellt die zentrale Forschungsfrage vor und gibt einen Überblick über die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Sachanalyse: In diesem Teil werden die fachwissenschaftlichen Hintergründe des Nahostkonflikts chronologisch und thematisch aufbereitet, um die Grundlage für die spätere Analyse der Schulbücher zu schaffen.

3 Schulbuchanalyse: Dieser Hauptteil vergleicht die Darstellung des Konflikts in Schulbüchern von BRD und DDR und unterzieht ausgewählte Lehrwerke einer qualitativen Analyse.

4 Unterrichtsvorhaben: Hier wird ein konkretes Konzept für den Geschichtsunterricht entwickelt, das die theoretischen Erkenntnisse der Arbeit didaktisch umsetzt.

5 Fazit: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und beantwortet abschließend die eingangs formulierte Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Nahostkonflikt, Schulbuchforschung, Geschichtsdidaktik, BRD, DDR, Israel, Palästinenser, historische Narration, Kalter Krieg, Zionismus, Kolonialismus, politische Bildung, Staatsgründung, Nahostkriege, Geschichtsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie der Nahostkonflikt in Geschichtsbüchern der ehemaligen BRD und DDR zwischen 1949 und 1990 dargestellt wurde und welche ideologischen Einflüsse diese Darstellung prägten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der historischen Ereignisgeschichte des Nahostkonflikts stehen die deutsche Vergangenheitsbewältigung, die Einbettung des Themas in den Ost-West-Konflikt sowie die Funktion von Schulbüchern als Bildungsinstrument im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Darstellung des Konflikts in den beiden deutschen Staaten aufzuzeigen und zu untersuchen, inwiefern die Schulbücher das jeweilige gesellschaftspolitische Selbstverständnis widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine historische Schulbuchanalyse, bestehend aus quantitativen und qualitativen Inhaltsanalysen, um die Narrative in den Lehrwerken systematisch zu erfassen und zu bewerten.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachliche Sachanalyse des Konfliktverlaufs sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Schulbuchinhalte, ergänzt durch Entwürfe für die Unterrichtspraxis.

Was zeichnet die Arbeit aus?

Die Arbeit verbindet politikwissenschaftliche und didaktische Perspektiven und leistet einen Beitrag zur Schulbuchforschung, indem sie den direkten Bezug zwischen historischer Narration und gesellschaftlicher Identitätsbildung herstellt.

Wie unterschieden sich die Darstellungen in BRD und DDR?

Die BRD-Schulbücher waren tendenziell um eine ausgewogene Darstellung bemüht, während in DDR-Lehrwerken eine durchgehende pro-arabische und anti-imperialistische Sichtweise vorherrschte, die Israel oft als aggressives Instrument westlicher Mächte darstellte.

Welche Bedeutung hat das im Anhang beschriebene Unterrichtsvorhaben?

Es dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse der Analyse praktisch anwendbar zu machen, indem den Schülern durch reflektierte Quellenarbeit die Fähigkeit vermittelt wird, historische Darstellungen kritisch zu hinterfragen.

Final del extracto de 100 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Nahostkonflikt in den Schulbüchern der BRD und DDR
Subtítulo
Ein historischer Vergleich
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,3
Autor
Julian Grasser (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
100
No. de catálogo
V369830
ISBN (Ebook)
9783668498709
ISBN (Libro)
9783960951100
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nahostkonflikt Schulbuchanalyse DDR BRD Schulbücher historische Narration Palästinenser Israel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julian Grasser (Autor), 2016, Der Nahostkonflikt in den Schulbüchern der BRD und DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369830
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