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Die Göttlichkeit der ptolemäischen Pharaonen. Die Sakralität der ägyptischen Herrschaftslegitimation am Beispiel Arsinoe II. und Kleopatra VII.

Título: Die Göttlichkeit der ptolemäischen Pharaonen. Die Sakralität der ägyptischen Herrschaftslegitimation am Beispiel Arsinoe II. und Kleopatra VII.

Trabajo Escrito , 2015 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Benedikt Eibl (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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Im zentralen Fokus dieser Arbeit sollen zum einen die Götter Isis, Osiris und Horus stehen, welche Funktionen sie für die sakrale Legitimation der pharaonischen Herrschaft übernommen haben und zum anderen, die Göttlichkeit des Pharao. Des Weiteren sollen exemplarisch die ptolemäischen Königinnen Arsinoe II. und Kleopatra VII. betrachtet werden, beziehungsweise mit welchen Mitteln sie sich selbst zu Göttinnen erhoben.

„Die Zeit, als der Himmel nicht existierte, als es die Erde nicht gab, als noch keine Menschen [auf Erden wandelten], bevor es auch den Tod gab.“ Das Urchaos aus dem sich die Götter erhoben war nach der ägyptischen Mythologie der Anfang allen Lebens, denn seit Anbeginn der Zeit herrschten die allmächtigen Wesen über das Land am Nil. Sie waren die Schöpfer des Himmels und der Erde, sie lenkten die Geschicke der Welt, sie entschieden über Leben und Tod und sie wählten auch ihren irdischen Nachfolger auf Erden aus: den Pharao von Ägypten. Als Sohn der Götter Isis und Osiris, bestieg er als Wiedergeburt des Sonnengottes Horus den ägyptischen Thron. Bereits im alten Ägypten bestand eine enge Bindung zwischen Horus und dem König. Der Sonnengott hatte stets eine allgegenwärtige Präsenz. Sein Antlitz schmückte den Thron und sein Name gehörte immer zur vollständigen Titulatur des Pharao. Die Identifizierung des Königs mit den Göttern Horus und Osiris bedeutet, dass er sowohl das Erbe des Schöpfergottes antritt sowie auch die Unsterblichkeit, die ihm von den Göttern verliehen wurde. Diese beiden Komponenten der Schöpfung und der Ewigkeit stehen somit sinnbildlich für die Natur des ägyptischen Pharaonentums. Den aus der ptolemäischen Dynastie stammenden Pharaoninnen Arsinoe II. und Kleopatra VII. gelang es, sich als von den Göttern gegeben inszenieren zu lassen und so erhoben sie sich im Laufe ihrer Regentschaft selbst zu wahren irdischen Göttinnen. Durch den bewussten Einsatz von religiösen Kulten beziehungsweise durch ihre eigene Göttlichkeit an sich, schafften sie es, ihre Herrschaft sakral zu legitimieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ägyptischen Gottheiten

2.1 Isis

2.2 Osiris

2.3 Horus

3. Die Göttlichkeit des Pharao – Die göttliche Verehrung ptolemäischer Pharaonen

4. Das Verhältnis des Königs zu den Göttern – Die göttliche Legitimation

5. Griechischer Ptolemäerkult und dynastische Götter

6. Die Königin als ägyptisch-griechische Göttin – Arsinoe II.

7. Göttliches Herrschertum bei Kleopatra VII.

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die sakrale Legitimation der pharaonischen Herrschaft durch die Identifikation mit ägyptischen Gottheiten sowie die strategische Nutzung von göttlichem Status durch die ptolemäischen Königinnen Arsinoe II. und Kleopatra VII.

  • Mythologische Fundamente des ägyptischen Königtums (Isis, Osiris, Horus)
  • Strukturen der göttlichen Legitimation und Sakralität im Pharaonentum
  • Entwicklung des griechischen Ptolemäerkults und dynastische Gott-Identifikationen
  • Die Inszenierung der Königin als irdische Göttin am Beispiel von Arsinoe II. und Kleopatra VII.

Auszug aus dem Buch

2.1 Isis

Die Göttin Isis ist zweifellos die bedeutendste aller ägyptischen Gottheiten. Im Laufe der Zeit verschmolz Isis mit vielen anderen Göttern, doch die wichtigste Verbindung war die mit Hathor, von der sie viele ihrer ikonographischen Züge sowie den mythologischen Charakter übernahm. Nach der Theologie des Sonnenkultes war Isis die Tochter des Erdgottes Geb und der Himmelsgöttin Nut. Ihr Bruder, den sie später zum Mann nahm und mit dem sie in der Mythologie über Ägypten regierte, war Osiris. Laut der Legende von Horus und Seth wurde Osiris im Kampf gegen Seth getötet und seine Körperteile über das gesamte Land hinweg verstreut. Doch Isis begab sich auf die Suche nach ihrem ermordeten Gatten und setzte die Teile wieder zusammen. Durch ihre Magie konnte sie auch nach seinem Tod von ihm schwanger werden und ihren Sohn Horus zur Welt bringen. Dieser Mythos ist das Fundament für alle anderen komplexen Eigenschaften der Gottheit – und nicht zuletzt bildet er die Grundlage des ägyptischen Königtums. Der herrschende Pharao wird als die Personifikation von Horus angesehen, nach seinem Tod wird er selbst zu Osiris, und sein Sohn und Nachfolger wird zum neuen beziehungsweise zu der Reinkarnation des Horus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die mythologischen Grundlagen des ägyptischen Pharaonentums ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der göttlichen Legitimation durch die ptolemäischen Herrscherinnen.

2. Die ägyptischen Gottheiten: Hier werden die zentralen Gottheiten Isis, Osiris und Horus vorgestellt und ihre essenzielle Bedeutung für das Verständnis der pharaonischen Herrschaft erläutert.

2.1 Isis: Dieser Abschnitt beschreibt die Rolle der Isis als bedeutendste Göttin, Mutter und Beschützerin des Pharaos sowie als fundamentale Stütze des ägyptischen Königtums.

2.2 Osiris: Das Kapitel beleuchtet die Identität des Osiris als Gott des Todes und der Auferstehung, der als göttliches Vorbild für die Unsterblichkeit des Pharaos dient.

2.3 Horus: Hier wird die Rolle des Horus als Gott des Königtums und als personifiziertes Vorbild für den herrschenden Pharao dargestellt.

3. Die Göttlichkeit des Pharao – Die göttliche Verehrung ptolemäischer Pharaonen: Dieses Kapitel differenziert zwischen Göttlichkeit und Sakralität und untersucht, wie der Pharao seine Herrschaft rituell als Gott unter Göttern festigte.

4. Das Verhältnis des Königs zu den Göttern – Die göttliche Legitimation: Es wird analysiert, wie der König als irdischer Vertreter der Götter fungierte und durch seine Abstammung und kultische Handlungen seine Macht legitimierte.

5. Griechischer Ptolemäerkult und dynastische Götter: Das Kapitel behandelt die Etablierung des Ptolemäerkults, insbesondere unter Ptolemaios IV., und die Verbindung des Herrscherhauses mit dynastischen Gottheiten.

6. Die Königin als ägyptisch-griechische Göttin – Arsinoe II.: Hier wird der Aufstieg der Königin Arsinoe II. zur Göttin untersucht, die als „bruderliebende Göttin“ eine Brücke zwischen ägyptischer und griechischer Religion schlug.

7. Göttliches Herrschertum bei Kleopatra VII.: Dieser Teil analysiert, wie Kleopatra VII. durch ihre Identifikation als „neue Isis“ ihre Herrschaft sakral legitimierte und ihre Machtposition durch mythologische Inszenierung festigte.

8. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und zieht eine Parallele zwischen dem „Mythos Kleopatra“ und späteren Herrscherinnen wie Katharina der Großen.

Schlüsselwörter

Pharao, Ägypten, Ptolemäer, Isis, Osiris, Horus, Göttlichkeit, Sakralität, Legitimation, Kleopatra VII., Arsinoe II., Herrscherkult, Mythologie, Antike, Königtum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der sakralen Legitimation der Herrschaft im antiken Ägypten und der ptolemäischen Dynastie durch göttliche Identifikation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die ägyptische Mythologie (Isis, Osiris, Horus), die Konzepte der göttlichen Legitimation des Pharaos und die gezielte Vergöttlichung ptolemäischer Herrscher.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie ägyptische Herrscher – insbesondere die ptolemäischen Königinnen – religiöse Kulte und eigene Göttlichkeit nutzten, um ihre Herrschaftsakralität zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen, mythologischer Überlieferungen und relevanter geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen der ägyptischen Gottheiten, die Bedeutung des Pharaonentums sowie die Fallbeispiele der Vergöttlichung von Arsinoe II. und Kleopatra VII.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Göttlichkeit, Pharaonentum, Sakralität, Herrscherkult und Legitimierung geprägt.

Welche spezifische Rolle spielt Arsinoe II. in der ptolemäischen Herrschaftsideologie?

Arsinoe II. wird als Prototyp einer Königin dargestellt, die durch bewusste Kultbildung und Identifikation mit Isis als „bruderliebende Göttin“ zur dauerhaften Machtabsicherung beitrug.

Wie unterscheidet sich die Inszenierung Kleopatras VII. von ihren Vorgängern?

Kleopatra VII. ging einen Schritt weiter, indem sie sich bereits zu Lebzeiten aktiv als Verkörperung der „neuen Isis“ inszenierte, um die Grenze zwischen Menschlichem und Göttlichem zu überwinden.

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Detalles

Título
Die Göttlichkeit der ptolemäischen Pharaonen. Die Sakralität der ägyptischen Herrschaftslegitimation am Beispiel Arsinoe II. und Kleopatra VII.
Universidad
University of Regensburg
Curso
Frauen an die Macht? Kleopatra VII. und das ptolemäische Ägypten
Calificación
1,0
Autor
Benedikt Eibl (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
16
No. de catálogo
V369870
ISBN (Ebook)
9783668484320
ISBN (Libro)
9783668484337
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ptolemäer Kleopatra Arsinoe Herrschaftslegitimation Vergöttlichung Pharao Göttlichkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benedikt Eibl (Autor), 2015, Die Göttlichkeit der ptolemäischen Pharaonen. Die Sakralität der ägyptischen Herrschaftslegitimation am Beispiel Arsinoe II. und Kleopatra VII., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369870
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