Verhältnis von Presse und Literatur in Frankreich während der Restauration

Anhand des Romans "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac


Bachelorarbeit, 2017

52 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts
2.1 Die französische Restauration (1814-1830)
2.2 Julirevolution und Julimonarchie (1830-1848)
2.3 Presse- und Literaturwesen

3. Verlorene Illusionen
3.1 Das Berufsbild des Journalisten
3.2 Die Künstlervereinigung von Daniel d'Arthez

4. Literatur hält Einzug in die Öffentlichkeit
4.1 Verfall und Missbrauch geistigen Eigentums
4.2 Feuilletonroman und Romanproduktion ab 1836
4.3 Balzacs Typenlehre der Pariser Presse
4.4 Jules Janins Verteidigungsplädoyer

5. Tendenzen und Konsequenzen für die Öffentlichkeit

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Lektüre von Balzacs umfangreichen Werk Illusions perdues richtig einzuordnen, empfand ich von Anfang an als herausfordernd. War es ein Roman aus dem 19. Jahrhundert, den ich gelesen hatte oder eher eine opulente Studie über die sozialen, politischen und journalistischen Milieus in Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Die ersten zehn Seiten klären den Leser in allen Einzelheiten über das Druckerhandwerk im 19. Jahrhundert auf. Das Beschriebene gleicht einer ausgiebigen historischen Abhandlung über das Druckereigewerbe und zunächst deutet nicht das Geringste auf die nachfolgende spannende Handlung hin. Technische, gesellschaftliche und ökonomische Informationen diesen Umfangs und dieser Akkuratesse nutzt Balzac immerzu, um den Leser für die vielen Geschichten, die dieser Roman erzählt zu sensibilisieren. Der Erzähler wird auch gegen Ende seines 800 Seiten mächtigen Werks nicht müde ein Möbelstück, eine Landschaft oder was immer ihm am Herzen liegt in liebevoller Exaktheit dem Leser zu beschreiben.

Jener Detailreichtum des Romans, wie etwa das große Spektrum an handelnden Personen und Institutionen sowie die faszinierenden und sogleich erschreckenden Aussagen über das korrumpierte französische Presse- und Literaturwesen führten zu der anfangs beschriebenen Unsicherheit. Mein Ehrgeiz, Fiktion und Wirklichkeit miteinander zu vergleichen und auf Parallelen und Widersprüche hin zu überprüfen, führte zu dieser Themenauswahl. Der spektakuläre Lebenslauf des Verfassers und seine Nähe zu den beschriebenen Szenarien gaben einen zusätzlichen Anreiz die folgenden Thesen zu diskutieren.

Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac (1799-1850) veranschaulicht realitätsgetreu die Verhältnisse des französischen Literatur- und Pressewesens anhand des Gesellschaftsromans Illusions perdues und liefert darin wertvolle ernstzunehmende Erkenntnisse über die Öffentlichkeit Frankreichs zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Balzacs Erzählung besticht durch einen Reichtum an literaturhistorischen und sozialgeschichtlichen Phänomenen, die er in unnachahmlicher Art und Weise am Werdegang des Protagonisten Lucien de Rubempré in der Welt des facettenreichen Paris darstellt. Die im provinziellen Angoulême entstandenen Wunschvorstellungen des jungen Dichters ziehen ihn in die französische Hauptstadt, wo sie auf die erbarmungslose Wirklichkeit des korrumpierten Zeitungswesens prallen. Dort, wo Profitgier und Skrupellosigkeit vorherrschen, steht er vor der schwierigen Wahl, ob er den Weg des schnellen Geldes wählt oder seinen Prinzipien treu bleibt und sich dem Dasein eines bescheidenen Schriftstellers, der Kunst und Moral verschreibt. Das Verhältnis und die Abhängigkeit von Literatur und Presse im Frankreich der Restauration und Julimonarchie zu untersuchen, bietet genügend Anhaltspunkte für eine Abschlussarbeit. Am Beispiel des fiktiven Dichters Lucien de Rubempré, der im Laufe des Romans zum Journalisten wird und in Paris vom gesellschaftlichen Aufstieg träumt, manifestiert sich der einzigartige Zusammenhang des journalistischen und künstlerischen Milieus besonders anschaulich.

Eingebettet in diesen Desillusionsroman ist eine Darstellung der dynamischen Gesellschaft Frankreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie vernichtende Urteile des Autors gegenüber der zunehmenden Kapitalisierung der Literatur, dem Kontrollverlust über geistiges Eigentum und der Sensationsgeilheit der aufkeimenden Massenpresse. Diese Thesen werden Schritt für Schritt in den nachfolgenden Kapiteln des Hauptteils erläutert. Beginnend mit der Beschreibung des historischen Kontextes und einigen einleitenden Fakten zur Situation der französischen Presselandschaft folgt die Darstellung des Romans. Die beiden fiktiven Personengruppen der Künstler und Journalisten verkörpern jeweils gegensätzliche Charaktereigenschaften und Tugenden, die es zu erläutern gilt. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen der von Balzac erdachten Pariser Welt geschieht im vierten Kapitel der Sprung von der Fiktion zur Wirklichkeit. An dieser Stelle stehen die Bezüge zur Realität und die Eigentümlichkeiten der Pariser Presse im Mittelpunkt, welche durch die verwendete Sekundärliteratur und besonders durch Balzacs non-fiktionale Quellen erarbeitet werden.

Balzac war ein „Sittenmaler unser Zeit“[1] und obendrein sei er ein aufmerksamer Beobachter und messerscharfer Analytiker gewesen, heißt es bei Sainte-Beuve (1804-1869), einem der größten Literaturkritiker in jenen Tagen. Die von ihm in seinem Gesamtwerk, der Comédie humaine, geschaffene fiktive Welt verschmilzt mit der Realität und erzeugt zusammen mit anderen hier behandelten Quellentexten ein wirklichkeitsgetreues Abbild Frankreichs in Hinblick auf Politik, Buchhandel und Journalismus zwischen 1815-1848. Dieses Abbild zu hinterfragen, die Romaninhalte in Bezug zur Wirklichkeit zu setzen sowie mit der rasanten Entwicklungsgeschichte der französischen Presse im beginnenden 19. Jahrhundert zu vergleichen, sind Ziele dieser Arbeit.

Neben der von Melanie Walz neu übersetzten Ausgabe der Illusions perdues des Hanser Verlages fanden folgende Texte Balzacs Verwendung: Monographie de la presse parisienne, Lettre adressèe aux écrivains français du XIXe siècle und Lettres russes, welche allesamt im äußerst wertvollen Sammelband „Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken. Die schrägen Typen der Journaille“ von Rudolf von Bitter übersetzt und 2016 herausgegeben wurden.

Die Arbeit beginnt mit Informationen über die Entwicklung Frankreichs vom Wiener Kongress 1814/1815 bis zur Februarrevolution von 1848 mit besonderem Fokus auf der Gesellschaft und den damaligen Gesetzmäßigkeiten der Presse und Literatur. Über den historischen Kontext aufzuklären, erachte ich als sinnvoll, da nicht zuletzt Balzac selbst von sich behauptete, er sei vielmehr Historiker als Romancier. Des Weiteren gilt nach meiner Auffassung die Maxime: „Erforschung und Darstellung von Literatur heißt zugleich Erforschung und Darstellung des geistigen und gesellschaftlichen Ambiente, aus dem sie lebt und auf das sie einwirkt.“[2] Eine Betrachtung des gesamten 19. Jahrhunderts kommt aufgrund der Vielzahl an Ereignissen und dem Wirkungszeitraum Balzacs nicht in Frage.

Nachdem in Kapitel zwei der historische Rahmen festgelegt wird, steht daraufhin der Roman im Mittelpunkt. Nach einer kurzen Wiedergabe des Inhalts sowie möglichen autobiographischen Bezügen zum Autor folgt eine Auseinandersetzung mit den beiden relevanten Personengruppen und ihren Milieus. Eines der Hauptthemen der Illusions perdues ist das Phänomen der „Kapitalisierung des Geistes“[3], wie eine Formulierung des Literaturkritikers Georg Lukács (1885-1971) diese Problematik bezeichnet. Die Darstellung dieser problematischen Tendenz in Bezug auf das zunehmende Aufkommen an Literatur im Bürgertum und eine Stellungnahme Balzacs zum Schutz geistigen Eigentums leiten das vierte Kapitel ein.

Die Intention dieses Kapitels ist es, die am Roman dargestellten Thesen und aufgeworfenen Fragen auf die faktische Realität und ausgewählte Phänomene des gewählten Zeitraums französischer Geschichte zu beziehen und durch Quellenbelege des Autors, sowie Erkenntnissen aus der Sekundärliteratur zu ergänzen. Konkret bedeutet das, eine weitere Quelle Balzacs genauer zu untersuchen. In der Monographie de la presse parisienne liefert der französische Romancier eine schonungslose Untersuchung der einzelnen Typen und Eigenarten des Pariser Journalismus und der verhängnisvollen Verkettung von Literatur und Politik. Die Typologie der Pariser Presse im vorgestellten Sammelband erhebt Anspruch darauf, historische Wahrheiten wiederzugeben, da die Abhandlung eindeutige Bezüge zur damaligen Situation herstellt und nicht, wie in den Illusions perdues, in einer fiktiven Geschichte verpackt ist. Im Übrigen betonte Balzac mehrfach gegenüber seinen Kritikern, dass die handelnden Personen aus seinen Romanen weder reale Vorbilder haben noch autobiographische Bezüge aufweisen, sondern frei erfunden wären. Ob und wieweit der Autor recht behält, ist ebenfalls Bestandteil dieser Arbeit.

Die Symbiose von Literatur und Presse wird im Genre des Feuilletonromans erkennbar, weswegen diese im 19. Jahrhundert moderne Gattung einer ausführlichen Analyse bedarf. Der Fortsetzungsroman vereint nahezu alle Kriterien des darzustellenden Arbeitsthemas: Die Kommerzialisierung der Literatur, die daraus resultierende temporäre Verschmelzung dieser mit Presseorganen und schließlich die politischen Ambitionen der Autoren und Herausgeber. Da die Bewegungen innerhalb des französischen Zeitungswesen über den gewählten Zeitraum hinaus spannende Entwicklungen hervorriefen, wird es zumindest einen Ausblick geben auf die weitere Entwicklung und die Tendenzen der Massenmedien unter Berücksichtigung der sich wandelnden französischen Gesellschaft im Zuge der Industrialisierung Europas.

Im Fazit werden die Ergebnisse, die aus den Vergleichen von Balzacs Roman mit der Wirklichkeit sowie der Arbeit mit seinen Quellentexten hervorgegangen sind, zusammengefasst und bewertet. Die behandelten Thesen und Themen werden abschließend, mit einer persönlichen Schlussfolgerung versehen, in die Gegenwart eingeordnet.

2. Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Balzac veröffentlichte die Geschichte der verlorenen Illusionen von Lucien de Rubempré stückweise im Zeitraum der Jahre 1835-1843 zu Zeiten der so genannten Julimonarchie unter König Louis-Philippe I. Der aus drei Teilen bestehende Roman beginnt hingegen im Jahre 1821 und fällt damit in die Zeit der zweiten französischen Restauration.

Obwohl das Erste Französische Kaiserreich (1804-1814/15) im Zuge der Französischen Revolution und in Gestalt von Napoleon Bonaparte Krieg über Europa brachte, wurde Frankreich nach der Niederlage nicht aufgelöst oder besetzt. Laut Beschluss der zwischen 1814 und 1815 tagenden europäischen Sicherheitskonferenz, dem Wiener Kongress, wurde das Land wieder in die Hände der Bourbonen gegeben. Die prärevolutionären Zustände wurden mit der Ausnahme, dass Monarchie und Monarch fortan an eine Verfassung, die Charte Constitutionelle, gebunden waren, weitestgehend wiederhergestellt, weswegen man von Restauration spricht. Nicht nur in Frankreich, sondern in etlichen europäischen Staaten wurden die alten Eliten und Herrschaftssysteme reaktiviert, um die vor den Koalitionskriegen regierenden Monarchien wieder einzusetzen und die absolutistische Ideologie zu reanimieren und zu stabilisieren. Gleichzeitig beabsichtigten die konservativen Mitglieder des Wiener Kongresses die bürgerlich-liberalen Strömungen sowie sämtliches revolutionäres Gedankengut dadurch einzudämmen.

Die Ideale der Französischen Revolution blieben aber in den Köpfen der Menschen und hinterließen auch in der politischen Praxis ihre Spuren. Die vor 1789 unantastbare absolute Regentschaft des Ancien Régime mit Ludwig XVI. auf dem Thron wurde unter seinem Bruder Ludwig XVIII., durch das Zugeständnis einer Verfassung, immerhin zu einer konstitutionellen Monarchie umfunktioniert.

Auch Napoleon hinterließ ein nicht zu unterschätzendes Erbe. Der erste Kaiser Frankreichs etablierte mit dem Code civil ein Gesetzbuch, welches in jener Zeit seines Gleichen suchte und auch abseits der frankophonen Welt Einzug in die Gesellschaften und Gerichtssäle Europas hielt. Auf dem Code Napoléon, wie man das zivile Gesetzbuch auch nannte, bauen viele der heutzutage noch immer gültigen Gesetzgebungen auf, darunter ebenfalls das in Deutschland geltende Bundesgesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Des Weiteren befeuerte Bonaparte die bereits angestoßenen nationalen Gefühle des aufstrebenden europäischen Bürgertums und auch in der Gesellschaft der Restauration gab es noch viele Anhänger eines europäischen Föderalismus nach napoleonischem Vorbild.

2.1 Die französische Restauration (1814-1830)

„Die Errungenschaften der Revolution waren aus der politischen Praxis nicht mehr wegzudenken, geschweige denn mit einem Federstrich zu beseitigen.“[4], so bewertet Gudrun Gersmann die Ausgangslage der Restaurationsperiode, welche sich bei ihrer Aussage auf die Charte Constitutionelle bezieht, die ab 1815 gültige Verfassung Frankreichs. In diesem Reglement, an welches der König von nun an gebunden war, waren immerhin elementare Grundrechte, wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Gleichheit vor dem Gesetz verankert. Dennoch konnte Ludwig XVIII. seine Minister eigenständig und nach seinem Ermessen ernennen.[5] Überhaupt genoss der Monarch auch weiterhin, trotz Verfassung, umfassende Rechte. Neben der Exekutivgewalt besaß er zudem den Oberbefehl über das Militär und das Recht der Gesetzgebung.

Dass der Verfassungsentwurf ausgerechnet als Charte bezeichnet wurde und nicht, wie spätestens seit 1789 in Frankreich üblich, als Constitution ist ein nicht zu vernachlässigender Hinweis auf die Beschaffenheit und die Entstehung dieses Werkes.[6] Charte oder Charta nannte man seit dem frühen Mittelalter die königlichen Urkunden und als solche wurde sie vom König höchstselbst erlassen. Zu Zeiten der Revolution bzw. der Republik war es aber gängige Praxis, dass die Verfassung von einem Gremium erarbeitet und dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden musste.[7]

Als konstitutionelle Monarchie bestand das französische Parlament nach englischem Vorbild aus einem Zwei-Kammer-System mit einem Unterhaus und einem Oberhaus. Das Unterhaus beinhaltete die vom Volk gewählte Abgeordnetenkammer früher Corps législatif genannt und im restaurierten Frankreich als „Deputiertenkammer“, Chambre des Députés, bezeichnet. Wählen durften gemäß des gültigen Zensuswahlrechts aber lediglich eine geringe Anzahl wohlhabender französischer Männer über 30 Jahren. Die vom König eingesetzten Adeligen und Geistlichen der „Pairskammer“, Chambre des Pairs, bildeten das Oberhaus, welches von der Konstellation, den Mitgliedern und den Befugnissen des Gremiums, weitestgehend deckungsgleich mit dem ehemaligen französischen Sénat conservateur des Kaiserreichs war.

In die erste Deputiertenkammer wurden größtenteils reaktionäre Ultraroyalisten gewählt und es war quasi keine Opposition vertreten, weswegen sie auch Chambre introuvable genannt wurde.[8] Ludwig XVIII. gab der Kammer diesen Namen, um seine Dankbarkeit auszudrücken, weil in ihr eine lächerlich hohe Anzahl Royalisten vertreten war, die ihm alle gefügig waren. Zu deutsch hieße Chambre introuvable etwa „unauffindbare Kammer“, eine Kammer also, dessen Zusammensetzung der König sich nie hätte träumen lassen. Im Nachhinein benutzte man die Bezeichnung als Schimpfwort für eine Regierung mit außerordentlich hoher Anzahl royalistischer Abgeordneter. Der so genannte Terreur blanche übte bei dem Votum einen nicht zu unterschätzenden Druck auf die wahlberechtigte Bevölkerung aus. Die wiederkehrenden Eliten, die Adeligen und Anhänger der Bourbonendynastie, welche während der Revolution vertrieben wurden, übten besonders in Südfrankreich blutige Vergeltung an den Königsmördern und napoleonischen Offizieren.

Die „neue“ Monarchie setzte sich noch sehr unmerklich von der Politik des Ancien Régime ab. Die offenkundige Bindung der restaurierten Regierung an die alten Eliten, den ultraroyalistischen Adel und die Emigranten, geschah entgegen der öffentlichen Meinung und sorgte für Zündstoff.[9] Der Großteil der Liberalen und die vielen Anhänger der wachsenden Opposition engagierten sich zwar für einen politischen Wandel, allerdings ohne konkrete Pläne für eine neue Revolution. Man hatte gerade erst den Schrecken einer blutigen Volkserhebung und das Grauen eines verheerenden Krieges überwunden und wollte beides nicht erneut leichtfertig heraufbeschwören. Vielmehr organisierte sich die liberale Opposition verstärkt in der Presse, die im Laufe des 19. Jahrhunderts ständig wuchs und in der Julimonarchie, aufgrund ihrer politischen Ausrichtung, gar als antichambre bezeichnet wurde. Journalistische Tätigkeit führte immer öfter zu einem politischem Engagement und nicht selten zu einer Karriere in der Regierung.

Im weiteren Verlauf der 1820er Jahre wurden die Freiheiten der Printmedien und das Recht auf freie Berichterstattung erheblich beschnitten. Zeitweilig wurde die Zensur wieder eingeführt und Redaktionen mussten sich vor Veröffentlichungen eine Erlaubnis einholen. Überdies sanktionierte die Monarchie etwaige Blätter, welche dazu tendierten in wiederholtem Maße Kritik an der Regierung zu üben.[10] In einigen Fällen wurden einzelne Periodika verboten.

Diese repressiven Gesetze trafen gezielt die liberalen Berichterstatter. Die Zeitungslektüre und der öffentliche Austausch von Neuigkeiten und Artikeln gehörte allerdings schon längst zur kulturellen Praxis und war gerade aus dem öffentlichen Leben von Paris nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend groß war die Empörung. Die Tagespresse war schon seit 1789 die wichtigste Informationsquelle, um dem hektischen und oft wechselnden politischen Geschehen zu folgen. Unter Napoleon wurde das Zeitungswesen gnadenlos geknebelt, bis nur noch die Regierungsblätter übrig blieben, die nicht mehr als Marionetten waren, denen ihre Artikel von oben diktiert wurden. Ludwig XVIII., der zunächst versuchte eine versöhnliche Ausgleichspolitik zu betreiben, musste sich ebenfalls eingestehen, dass eine freie Presse für die Monarchie riskanten Gegenwind bedeutete und somit an die Leine genommen werden musste. Das Aufbegehren gegen die Presse- und Meinungszensur gehörte zu den relevanten Motiven der Revolutionäre des Julis 1830. Die Gesellschaft der Restauration erfreute sich zunächst an dem Segen der festgeschriebenen Meinungsfreiheit und den Vorzügen einer schützenden Verfassung. Spätestens aber durch den Terreur blanche und als Karl X. 1824 den Thron bestieg und eine politische Konjunktur einleitete, sowie harte Zensurmaßnahmen durchführte, fühlte sich das französische Volk in der Zeit zurück versetzt und sah mit bangen Blicken einer Rückkehr zum Ancien Régime entgegen.

2.2 Julirevolution und Julimonarchie (1830-1848)

Seit dem Tod des gemäßigten Ludwigs XVIII. am 24. September 1824 und der unmittelbaren Thronbesteigung des reaktionären Karls X. wiederholten sich viele Ereignisse aus der Zeit der Krise des Ancien Régimes, welche einige Jahrzehnte zuvor in Frankreich die große Revolution auslöste. Von 1826 an führten Missernten zu erhöhten Lebensmittelpreisen, die eine Hungersnot zur Folge hatten.[11] In den Städten herrschte Armut und Mangel an Arbeitsplätzen, woraus ein umgreifendes Gefühl der Angst und Unsicherheit resultierte. Obendrein kam es überall im Land zu Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen Gendarmerie und Volk. Das Vertrauen in die Regierung und den König als Verteidiger der Nation und der Interessen des Volkes war weitestgehend erloschen und viele Bürger besannen sich vermehrt auf die Grundprinzipien der Revolutionszeit, weswegen man vielerorts der Republik und dem Kaiser hinterher trauerte und als Zeichen des Protests die Trikolore hisste.[12]

Die liberale Opposition präsentierte sich bis dato weitestgehend passiv und gemäßigt. Da ihre Schritte und Publikationen vom Innenministerium überwacht wurden, verfassten sie überwiegend lasche Artikel in der Tagespresse. Im Jahr 1829 sah sie sich aber aufgrund der aggressiven ultraroyalistischen Regierung unter dem Präsidenten des Ministerrates Jules de Polignac zu Reaktionen gezwungen und engagierte sich seither aggressiver gegen die Monarchie. Besonders durch das von der Pressezensur schwer erfassbare Genre der politischen Broschüren und Pamphlete konnten die Oppositionellen ihre Meinung kommunizieren. Im Frühjahr 1830 sprach eine Großzahl von Deputierten der Regierung ihr Misstrauen aus. Statt neue gemäßigte Minister einzusetzen, löste Karl die gesamte Kammer auf und ordnete Neuwahlen an. Das Ergebnis fiel überraschend zu Gunsten der Opposition aus. Die daraufhin erlassenen „Juliordonnanzen“ des Königs gelten gemeinhin als bedeutendste Ursache für die Revolution, die die Absetzung Karls und die Machtübernahme von Louis-Philippe I. nach sich zog. Jene vier verfassungswidrigen Verordnungen beschnitten ein weiteres Mal die Pressefreiheit, lösten die gerade gewählte Kammer wieder auf, setzten neue Wahlen an und räumten ledilgich reichen Bürgern mit Grundbesitz, einer eindeutigen Minderheit, das Wahlrecht ein.[13] Das Resultat waren vom 27. Juli 1830 an Straßenkämpfe zwischen königlichen Truppen und den Anhängern des Widerstands. Die Unruhen und Barrikadenkämpfe führten dazu, dass die Abgeordneten, welche die Opposition gegen Karl und dessen Verordnungen unterstützten, die 1827 abgeschaffte Nationalgarde unter Führung von Revolutionsheld General La Fayette (1757-1834) wieder ins Leben riefen, um für Ruhe auf den Straßen zu sorgen. Im Übrigen begannen bereits am 29. Juli die königlichen Militärs teilweise zu den Aufständischen überzutreten, was den Sieg für die Aufrührer bedeutete.[14] Die entscheidende Phase der Julirevolution ereignete sich demnach lediglich in drei Tagen nämlich am 27., 28. und 29. Juli, die seit jeher als Les Trois Glorieuses gefeiert werden.

Die Monarchie sollte ein weiteres Mal restauriert und diesmal besonders liberalisiert werden. Über die Einzelheiten der neuen Staatsform war man sich im Sommer 1830 noch nicht im Klaren. Einzig über die Tatsache, dass die Bourbonen endgültig aus der französischen Politik verschwinden sollten, fanden die verantwortlichen Großbürger einen Konsens. Am 02. August folgte die Abdankung Karls X., der daraufhin ins Exil flüchtete. Zuvor schon ließ sich Louis-Phillipe I., ehemals Herzog von Orléans, in Anwesenheit La Fayettes als König vom französischen Bürgertum zelebrieren.[15] Louis-Philippe galt gemeinhin als Sympathisant der liberalen Opposition, zudem zählte er als Jugendlicher in der Revolution zu den gemäßigten Jakobinern und kämpfte in der französischen Revolutionsarmee. Entgegen der bisherigen Tradition wurde der Herzog von Orléans von der Abgeordnetenkammer zum „König der Franzosen“ gewählt, welcher vom liberalen Großbürgertum gestützt wurde. Deswegen trug er auch den Beinamen „Bürgerkönig“. Von der im Absolutismus üblichen Floskel „von Gottes Gnaden“ sah man bewusst ab. Die vorsätzlich den Klerus begünstigende Politik Karls X. schürte im Bürgertum die Angst vor einer wiedererstarkenden geistigen Führungselite, die man in der Revolution von 1789 erfolgreich eingedämmt hatte. Auch deswegen ist die Bezeichnung König der Franzosen, anstelle des von Gottes Gnaden, gewählt worden. Dies war ein Warnsignal an die Vertreter der religiösen Institutionen, dass die Macht in Zukunft beim Volk liegt. Die „übertriebenen Ansprüche“ und der Machtmissbrauch des Klerus begünstigten die Maxime der Säkularisierung und schürten den Hass der Bevölkerung auf die Kirchen.[16]

Im Frankreich der Julimonarchie änderte sich wahrhaftig Vieles. Der Anteil des alten Adels und Klerus in politischen wie bürokratischen Führungspositionen nahm ab und die Verfassung wurde liberalisiert. Unter Anderem strich man den Notstandsartikel 14, den Karl X. dazu missbraucht hatte, die Gegner seiner Regierung mundtot zu machen und die verhängnisvollen Juliordonnanzen zu erlassen. Die langsam beginnende Industrialisierung sorgte zum Einen für wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand in der bürgerlichen Mitte, zum Anderen kristallisierten sich aber auch immer drastischer die sozialen Missstände unter den einfachen Arbeitern heraus.

Das kleinere und mittlere Bürgertum besaß in der Julimonarchie das aktive Wahlrecht, dementsprechend konnten einfache Arbeiter, Handwerker und Bauern sowie Kaufleute, Techniker und Beamte, die jährlich mindestens 200 Francs Steuern zahlten, erstmals Anteil am politischen Geschehen nehmen. Das weitaus bedeutendere passive Wahlrecht bekam man allerdings erst ab 500 Francs Jahressteuern und bemächtigte somit nur die höheren Bourgeois dazu, Regierungsämter zu bekleiden. Wenn man pauschal vom „Triumph der Bourgeoisie“ in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts spricht, sollte präziser vom Triumph der hohen Bourgeoisie gesprochen werden, da das Bürgertum in sich keine homogene Gruppe darstellte.[17]

Bei der Untersuchung der französischen Gesellschaft und der politischen Praxis der Julimonarchie, muss man sich zwangsläufig mit dem Begriff Juste Milieu und der Floskel Enrichissez-vous auseinandersetzen. Ersteres beschreibt die Mittelmäßigkeit des bürgerlichen Lebensstandards unter König Louis-Philippe als etwas Erstrebenswertes sowie seine anfangs auf Einigung, Balance und Zugeständnisse ausgelegte Politik des Ausgleichs. Der Appell Enrichissez-vous war ursprünglich Teil einer Rede, die dem französischen Minister François Guizot zugeschrieben wird und auf die Steigerung des persönlichen Wohlstands und des Einflusses der Bevölkerung anspielt. Die aus dem Kontext der Ansprache gerissene Befehlsform „bereichert euch“ wird auch als eine Aufforderung zu mehr Initiative und als Ausdruck des in Europa aufblühenden Materialismus und Kapitalismus gedeutet.

Infolgedessen verschärften sich die Klassengegensätze und zu den liberalen und republikanischen Strömungen gesellten sich zunehmend auch die Ideen des emporsteigenden Sozialismus.[18] Die Großbourgeoisie der Julimonarchie war der große Gewinner, denn die Aristokratie hatte kaum noch Einfluss auf die Regierungsgeschäfte geschweige denn auf die öffentliche Meinung. Zusätzlich lagen Geld und Grundbesitz nach einer Umverteilung bei den Triumphatoren von 1789 und ihren Nachkommen. Die französischen Hochbourgeois bestimmten die Politik, die Kultur und die Presse, obwohl oder gerade weil sie gemeinhin als profitbesessene, unkreative und korrupte Kunstbanausen galten, die zum erklärten Feindbild der Literaten und Intellektuellen des Landes wurden. Die Charakteristika des Presse- und Literaturwesens und ihrer Anhänger stellt das folgende Unterkapitel dar.

Zur Kurzlebigkeit der Julimonarchie lässt sich noch anmerken, dass die Unfähigkeit, Reformen zu erlassen, das Wahlrecht auszuweiten und brauchbare Lösungsvorschläge für die soziale Frage zu präsentieren dazu führte, dass auch das Konzept des Bürgerkönigtums scheiterte und in Folge einer weiteren Revolution von der Zweiten Französischen Republik unter Präsident Napoleon III. abgelöst wurde. Der Neffe Napoleon Bonapartes errichtete von 1852-1871 ein Zweites Französisches Kaiserreich mit ihm an der Spitze, welches schließlich durch die Niederlage gegen den Norddeutschen Bund und die süddeutschen Staaten die Gründung des Deutschen Reiches 1871 heraufbeschwor und als letzte monarchistische Staatsform Frankreichs unterging.

2.3 Presse- und Literaturwesen

Im 19. Jahrhundert eröffneten die regelmäßig erscheinenden Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren immer größere Kommunikationsräume und trugen zur Ausweitung des öffentlichen Raums und der öffentlichen Meinung bei.[19] Das Verlangen nach Meinungs- und Publikationsfreiheit, sowie der Chance des freien öffentlichen Gedankenaustauschs, war ein durch alle Länder der aufgeklärten Welt gehender Impuls. Oft war dieses Bedürfnis, Auslöser für Kriege oder Revolutionen mit dem Ziel die Pressefreiheit als ein gesellschaftliches Grundrecht zu verankern. In Frankreich hatten beispielsweise die liberalen Zeitungen und Zeitschriften einen großen Anteil am Ausbruch der Revolution von 1830, da sie nach den Juliordonnanzen kollektiv flammende Plädoyers über die Meinungsfreiheit als ein unantastbares Menschenrecht schrieben und die Bevölkerung der Restaurationsepoche zur Gegenwehr gegen die repressive Politik Karls X. aufwiegelten.[20]

Mit der Ermordung des Herzogs von Berry im Jahre 1820, dem Sohn des späteren Königs Karl X., gewannen die Ultraroyalisten der Restauration erneut an Macht und der Handlungsspielraum der Liberalen wurde eingeschränkt. Dies geschah unter Anderem durch die bereits angesprochenen Gesetze zur Beschneidung der individuellen bürgerlichen Freiheiten sowie zur Reaktivierung der Zensur von Ludwig XVIII. Diese Gesetze schadeten vor allen Dingen der oppositionellen d.h. der liberalen Presse, da diese, laut einer Erhebung aus dem Jahr 1826, 50.000 Abonnenten von den insgesamt 65.000 Beziehern von Pariser Tageszeitungen in sich vereinte, was einem Anteil von über 75% entsprach.[21] Interessanterweise nimmt Balzac in seinem Roman nur bedingt Bezug zu etwaigen Gesetzen, die die Pressefreiheit beschnitten, obwohl Zensurbehörden im 19. Jahrhundert in ganz Europa den Alltag von Verlegern und Journalisten prägten.[22]

Viel mehr als spärliche Informationen bezüglich der Zensur und im Übrigen auch anderen relevanten historischen Ereignissen liefert der Desillusionsroman nicht. Balzacs Illusions perdues ist kein historischer Roman. Die Darstellung der Gesellschaft und verschiedener Milieus steht im Mittelpunkt. Der Autor wollte überdies scheinbar bewusst eine gewisse Distanz zum Zeitgeschehen und eindeutigen Verweisen auf Personen oder Institutionen wahren, um eventuelle Anfeindungen seiner Zeitgenossen nicht zu provozieren.[23] Der deutsche Romanist Klaus Heitmann klärt über die Problematik, Balzacs Romane eindeutig einem historischen Zeitraum zuzuordnen, in seinem Buch über den französischen Realismus wie folgt auf: „Die von Balzac porträtierte Ära ist, und zwar durchaus auch in den Romanen, deren Handlungszeit früher liegt, die Julimonarchie[...]“ und begründet diese These damit, dass der Fokus seiner Romane stets auf der Entwicklung und dem Aufstieg des Bürgertums liege. Ein Prozess, der prägend war für die Zeit des Bürgerkönigtums.[24]

Die uneingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit wurde erst nach dem verlorenen Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 in der daraus entstandenen Dritten Französischen Republik gesetzlich festgehalten. Modifizierungen und Änderungen der Pressegesetzgebung nach 1789 gab es regelmäßig und zahlreich, nicht zuletzt aufgrund der vielen Kursänderungen der Regierung bzw. der stets variierenden politischen Systeme.[25] Daher genügt es im Laufe dieser Arbeit die wichtigsten Einschnitte und Lockerungen der Presseordnung in der Zeit zwischen Französischer Revolution und der Februarrevolution von 1848 zu erwähnen, insofern sie wertvoll und nützlich für die Argumentation sind. Dass das französische Presse- und Literaturwesen nach der Julirevolution größere Freiheiten besaß als zu Zeiten der Restauration ist eine durchaus zutreffende Pauschalisierung. Aber auch im Bürgerkönigtum waren Angriffe karikaturistischer und literarischer Natur auf das Staatsoberhaupt und das Parlament tabu und wurden nicht selten nach einem Gerichtsprozess mit hohen Geld- oder Gefängnisstrafen sanktioniert.

Regelmäßig erscheinende Nachrichtenblätter im Zeitungsformat gründeten sich zwar erst verhältnismäßig spät in der französischen Revolution aber dafür sehr zahlreich, zumal die Presse allmählich zum Schlachtfeld der unzähligen Revolutionsparteien wurde. Nur vier Pariser Tageszeitungen überlebten die Wirren der Schreckensherrschaft und der Koalitionskriege. Unter ihnen lediglich die vom Kaiser gestatteten Regierungsblätter, das Journal des Débats, die Gazette de France, Le Publiciste und Le Moniteur. [26] Aufgrund der anfänglichen Lockerungen des Pressegesetzes in der Restauration blieb es aber nicht bei diesen vier Zeitungen, sondern ab 1815 ist ein regelrechter Gründungsboom zu verzeichnen.

Die 1820er Jahre waren außerdem geprägt von historischen Werken, wie Memoiren über die Revolutionszeit. Schriftsteller jeder Gattung und jeder politischen Richtung versuchten ihren Gewinn aus der Revolution zu schlagen und mithilfe der Geschehnisse zwischen 1789 und 1799 und den daraus resultierenden Koalitionskriegen des Kaiserreichs ihre politischen oder philosophischen Ansichten zu rechtfertigen. In den 15 Jahren der Restauration wurden aus diesem Antrieb heraus 600 Bände Erinnerungsliteratur in Frankreich verfasst und herausgegeben.[27]

[...]


[1] Sainte-Beuve, Charles- Augustin: Literarische Portraits aus dem Frankreich des XVII.-XIX. Jahrhunderts, S.325.

[2] Felten, Hans: Französische Literatur unter der Julimonarchie (1830-1848), S.7.

[3] Lukács, Georg: Balzac und der französische Realismus, S.48.

[4] Gersmann, Gudurn (Hrsg.); Kohle, Hubertus (Hrsg.): Frankreich 1815-1830: Trauma oder Utopie?, S.8.

[5] Vgl. Hinrichs, Ernst (Hrsg.): Kleine Geschichte Frankreichs, S.286.

[6] Vgl. Erbe, Michael: Ein Nachhall der Französischen Revolution? Zur Verfassungsdiskussion in Frankreich zwischen 1814 und 1830, S.62.

[7] Vgl. Ebd., S.62.

[8] Vgl. Fahrmeir, Andreas: Europa zwischen Restauration, Reform und Revolution 1815-1850, S.43.

[9] Vgl. Hinrichs, Ernst (Hrsg.): Kleine Geschichte Frankreichs, S.294.

[10] Vgl. Ebd., S.295.

[11] Vgl. Ebd., S.297.

[12] Vgl. Ebd., S.298.

[13] Vgl. Ebd., S.299.

[14] Vgl. Myrdal, Jan: Balzac und der Realismus. Essays, S.106.

[15] Vgl. Hinrichs, Ernst (Hrsg.): Kleine Geschichte Frankreichs, S.299.

[16] Vgl. Dru, Alexander: Erneuerung und Reaktion. Die Restauration in Frankreich, S.259.

[17] Vgl. Felten, Hans: Französische Literatur unter der Julimonarchie (1830-1848), S.19f.

[18] Vgl. Hürten, Heinz: Restauration und Revolution im 19. Jahrhundert, S.31.

[19] Vgl. Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, S.63.

[20] Vgl. Reichardt, Rolf (Hrsg.): Französische Presse und Pressekarikaturen. 1789-1992, S.33.

[21] Vgl. Jung, Willi: Theorie und Praxis des Typischen bei Honoré de Balzac, S.62.

[22] Vgl. Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt, S.64.

[23] Vgl. Hornig, Dieter: Aspekte des französischen Desillusionsromans, S.11.

[24] Heitmann, Klaus: Der französische Realismus von Stendhal bis Flaubert, S.52.

[25] Vgl. Requate, Jörg: Journalismus als Beruf. Entstehung und Entwicklung des Journalistenberufs im 19. Jahrhundert. Deutschland im internationalen Vergleich, S.51.

[26] Vgl. Jurt, Joseph: Das Jahrhundert der Presse und der Literatur in Frankreich, S.258.

[27] Vgl. Schulze, Winfried: “Vous voulez donc faire le Procès à la Révolution? Über den Umgang mit der 'Revolution' in der Debatte um die Entschädigung der Emigranten 1825, S.16.

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Details

Titel
Verhältnis von Presse und Literatur in Frankreich während der Restauration
Untertitel
Anhand des Romans "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac
Hochschule
Universität Siegen  (Fakultät I)
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
52
Katalognummer
V369897
ISBN (eBook)
9783668478374
ISBN (Buch)
9783668478381
Dateigröße
846 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pressegeschichte, Französische Geschichte, Literaturgeschichte, Romanistik, Balzac, Realismus, Verlorene Illusionen
Arbeit zitieren
Manuel Freudenstein (Autor), 2017, Verhältnis von Presse und Literatur in Frankreich während der Restauration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369897

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