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Pferde im Mittelalter. Instrument oder Statussymbol?

Zur kulturell-gesellschaftlichen Bedeutung eines Tieres und der englischen ritterlich-höfischen Kultur im 12. Jahrhundert

Título: Pferde im Mittelalter. Instrument oder Statussymbol?

Trabajo Escrito , 2017 , 17 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Der Ritter, als reitender Kämpfer des Mittelalters, steht auch heute noch sinnbildlich für die höfische Kultur der mittelalterlichen Epoche. Denken wir an Ritter, kommen wir nicht umhin, sie auf einem großen, prächtigen Pferd in strahlender Rüstung zu sehen. Der Fokus der Ritterforschung lag lange Zeit vorwiegend auf dem Reiter mit Schwert und Rüstung, nicht aber auf der wichtigen Grundlage dieser bekannten mittelalterlichen Ikone, dem Pferd.

Das Pferd kann zweifelsohne als Katalysator des menschlichen Fortschritts betrachtet werden. Über Jahrhunderte hinweg revolutionierte es, global, unzählige Bereiche gesellschaftlichen Lebens. Transportwesen, Agrarwirtschaft, Mobilität, Militärwesen, Informationswesen sind hier zu nennen. Vereinfacht gesagt brachte das Pferd Geschwindigkeit und Kraft in die Welt. Die Periodisierung der Geschichte wurde durch Reinhart Koselleck treffend einfach, hippologisch strukturiert: Vor- Pferdezeitalter, Pferdezeitalter und Nach- Pferdezeitalter. Man könnte auf Wirtschafts-, Militär-, Alltagsgeschichte, Technik-, Transport- und Symbolgeschichte eingehen, kein Bereich wurde nicht von diesem Tier verändert und kultiviert. Die vorliegende Arbeit wird sich dem Pferd im 12.Jahrhundert widmen, im speziellen wird die ritterlich-höfische Kultur Englands jener Zeit ins Blickfeld gerückt, da zwischen 1144-1166 das Angevinische Reich in großem Stil territorial expandierte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Bedeutung von Tieren in der humanen Gesellschaft

2.1. Pferde in der mittelalterlichen Gesellschaften – Der kentaurische Pakt

3. Miles- Der berittene Krieger

3.1. Das Turnier oder- das Pferd Tummeln

3.2. Der Buhurt

4. Die Pferd- Mensch Beziehung

4.1. Funktionalitätsunterschiede der Pferde

4.2. Symbolcharakter des Pferdes

5. Das Angevinische Reich

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Pferdes im 12. Jahrhundert, mit einem speziellen Fokus auf die ritterlich-höfische Kultur Englands während der Expansion des Angevinischen Reiches. Ziel ist es, den Stellenwert des Pferdes als funktionales Machtinstrument sowie als Symbol für sozialen Status und militärische Effektivität zu analysieren.

  • Die Rolle des Pferdes als Katalysator für gesellschaftliche und politische Macht.
  • Die Wechselwirkung zwischen Pferd und Reiter in der ritterlichen Kultur (Turnierwesen).
  • Die funktionale und symbolische Differenzierung von Pferden im Mittelalter.
  • Der Einfluss von Mobilität und Logistik auf die Verwaltung des Angevinischen Reiches.

Auszug aus dem Buch

4. Die Pferd-Mensch-Beziehung

„A man already armed in such a predicament as this, but whose horse is too far away from him when his enemies attack, is more quickly taken and held by them, and suffers more harm and hurt at their hands then if he were already in the saddle. Any man who is far from his horse will soon come unstuck in his hour of need. I have seen man on occasions, come unstuck in this way, thereafter to die or suffer the ignominy of capture.“ HGM 2177-2187

Das Pferd tritt in dieser Szene der Histoire als Lebensretter auf, denn Pferd und Ritter bilden eine Kampfeinheit, so scheint der Ritter förmlich beschnitten ohne es und tritt, wie bereits erwähnt, als militärisches Mängelwesen auf. Man gewinnt nicht den Eindruck, dass diese Textstelle der sonst üblichen mediävistischen, sehr heroisierenden Intentionen der damaligen Schriftsteller unterliegt. Diese Darstellungsweise ist sehr treffend, denn ein lebensrettendes Abhängigkeitsverhältnis zum Pferd wird hier deutlich. Allerdings steht nicht das Pferd im Fokus, sondern nur seine Funktion für den Reiter. Das Pferd gehört zur Ausrüstung des Reiters, wie seine Lanze oder sein Schild. Es ist seine „Waffe und elementarer Bestandteil des Gewaltpotenzials das von ihm ausgeht“18. Dieses Gewaltpotentials beschnitten strahlt der Ritter keine Bedrohung für den Gegner aus, somit ist auch sein Selbstverständnis beschnitten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der ritterlichen Kultur und die Bedeutung des Pferdes als Basis der mittelalterlichen Gesellschaft.

2. Zur Bedeutung von Tieren in der humanen Gesellschaft: Analyse der soziologischen Komponente der Mensch-Tier-Beziehung und der Integration des Pferdes als Statusmerkmal.

3. Miles- Der berittene Krieger: Untersuchung der Rolle des Ritters als Kämpfer und die Bedeutung von Turnieren und dem Buhurt als Trainings- und Aufstiegsformen.

4. Die Pferd- Mensch Beziehung: Darstellung der engen funktionalen und symbolischen Abhängigkeit zwischen Ritter und Pferd im Gefecht.

5. Das Angevinische Reich: Analyse der Bedeutung des Pferdes für die logistische Verwaltung und Machterhaltung im weitläufigen Territorium des 12. Jahrhunderts.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung des Pferdes als militärisches Instrument, soziales Statussymbol und essenzieller Bestandteil der mittelalterlichen Lebenswelt.

Schlüsselwörter

Pferde, Mittelalter, Rittertum, Angevinisches Reich, Sozialer Aufstieg, Symbolik, Kampf, Reitkunst, Guillaume le Maréchal, Geschichte, Militärwesen, Macht, Statussymbol, Lehnsgesellschaft, Transport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die vielfältige Bedeutung des Pferdes im 12. Jahrhundert, wobei insbesondere die ritterliche Kultur und die militärische sowie gesellschaftliche Funktion des Tieres beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Mensch-Tier-Beziehung, die ritterliche Ausbildung und Kriegsführung, das Turnierwesen, die soziale Mobilität und die administrative Verwaltung von Großreichen wie dem Angevinischen Reich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung des Stellenwerts des Pferdes, sowohl als praktisches Instrument für Machterhalt und Mobilität als auch als symbolisches Element des sozialen Status eines Ritters.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historiographischen Ansatz, der auf der Analyse der Hauptquelle "Histoire de Guillaume le Maréchal" sowie einer Einbeziehung von Sekundärliteratur aus Ethnologie, Anthropologie und Soziologie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Bedeutung von Tieren in der Gesellschaft, das Leben des berittenen Kriegers, Turnierformen, die enge Bindung zwischen Pferd und Reiter sowie die infrastrukturelle Rolle des Pferdes für das Angevinische Reich erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rittertum, Schlachtross, Machtinstrument, Symbolik, Angevinisches Reich, soziale Mobilität und mittelalterliche Alltagsgeschichte charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Schlachtross und anderen Pferdetypen eine Rolle?

Die Differenzierung (z.B. palefridi, curriles equi, rustici) verdeutlicht die stratifizierte Nutzung von Pferden und den hohen finanziellen Wert, der für die Ausstattung eines Ritters notwendig war.

Welche Rolle spielt die Kirche in Bezug auf die ritterliche Pferdenutzung?

Die Kirche betrachtete Turniere als sündhaft und widersprüchlich zur christlichen Moral, wobei sie jedoch den Buhurt als notwendige kriegerische Übung stückweit tolerierte.

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Detalles

Título
Pferde im Mittelalter. Instrument oder Statussymbol?
Subtítulo
Zur kulturell-gesellschaftlichen Bedeutung eines Tieres und der englischen ritterlich-höfischen Kultur im 12. Jahrhundert
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Geschichtswissenschaften)
Curso
Guillaume le Maréchal. Ein Ritter und seine Welt.
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
17
No. de catálogo
V370152
ISBN (Ebook)
9783668475465
ISBN (Libro)
9783668475472
Idioma
Alemán
Etiqueta
Guillaume le Maréchal William Marshal der beste Ritter Heinrich Johann Ohneland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2017, Pferde im Mittelalter. Instrument oder Statussymbol?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370152
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