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Würde, Ehre und Ansehen. Eine begriffliche und philosophische Differenzierung

Title: Würde, Ehre und Ansehen. Eine begriffliche und philosophische Differenzierung

Seminar Paper , 2015 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Schmitz (Author)

Ethics
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Grundsätzlich identifiziert sich der deutsche Bürger mit den Werten Würde oder Ehre und strebt nach Anerkennung. Wenn man jedoch fragt, was Würde oder Ehre eigentlich konkret bedeuten, stellt dies einen vor eine Aufgabe, die zunächst nicht leicht zu lösen ist. Das hängt einerseits damit zusammen, das solche Begriffe ein Phänomen repräsentieren, der körperlos scheint und eher geistig fassbar wirkt und andererseits damit, dass sich eben solche Begriffe mit Werten befassen, die zunächst aus der Mitte der Gesellschaft heraus entstehen und folglich mit der Zeit gehen. Also entsprechen die Begriffe der Würde oder Ehre aus der Antike oder dem Mittelalter in ihrer Bedeutung eben nicht zwangsweise dem heutigen Verständnis.

Der Verfasser nimmt sich in seiner Ausarbeitung der Aufgabe an, sich möglichen Bedeutungen anzunähern und die Probleme der modernen (20. Jahrhundert) Diskussion darzustellen. Zunächst wird der Diskurs um den Begriff Würde dargestellt, danach der Unterschied zwischen Würde, Ehre und Ansehen diskutiert und zuletzt die Bedeutung von Würde und Ehre für die Rechtsprechung beschrieben. Außerdem soll der Umgang der Rechtsprechung mit Ehre auf Basis zweier Beispiele dargestellt werden. Insbesondere Personen der Legislative wie Richter werden vor die Herausforderung gestellt, klare und möglichst allgemeingültige Definitionen für Begriffe zu finden. Verschiedene Auslegungen der Würde des Menschen könnten zu Missverständnissen in der Rechtsprechung führen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Würde des Menschen

2.1 Historie der Würde des Menschen

2.2 Menschenwürde nach Prof. Dr. Josef Wetz

2.3 Menschenwürde nach Prof. Dr. Jörg Hardy

2.4 Menschenwürde nach Prof. Dr. Ralf Stoecker

2.5 Gegenüberstellung

3. Ehre, Ansehen, Würde

3.1 Ehre – ein obsoletes Konstrukt?

3.2 Ansehen und Anerkennung

3.3 Überschneidung und Abgrenzung

4. Der Umgang der Rechtsprechung mit Würde, Ehre

4.1 Die Würde des Menschen nach gesetzlicher Kommentierung

4.2 Die Ehre nach der Rechtsprechung

4.3 Der Ehrenmord

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexen Begriffe Würde, Ehre und Ansehen philosophisch sowie rechtlich zu differenzieren und deren gegenseitige Abhängigkeit im Kontext moderner gesellschaftlicher Strukturen zu beleuchten.

  • Historische und philosophische Herleitung des Begriffs der Menschenwürde
  • Soziologische und ethische Analyse der Begriffe Ehre und Ansehen
  • Untersuchung der Rechtsnormen und deren Anwendung im Grundgesetz
  • Diskussion kultureller Einflüsse auf die Rechtsprechung am Beispiel sogenannter Ehrenmorde

Auszug aus dem Buch

2.2 Menschenwürde nach Prof. Dr. Josef Wetz

Betrachten wir zunächst die ethische Selbstbehauptung nach Prof. Dr. Josef Wetz. Herr Wetz ist ein deutscher Philosoph, der Philosophie und Ethik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gemünd lehrt. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten setzt er den thematischen Schwerpunkt auf die Notwendigkeit von Religion zur Begründung der menschlichen Existenz.

Seiner Meinung nach bedarf eine ethische Selbstbehauptung eine säkulare Betrachtung der Würde, da sie auch ohne eine abendländische, metaphysische Vorstellung im irdischen Sinn möglich sein muss. Wetz behauptet, dass wir gerade dann eine Idee von Würde haben, wenn wir uns Leid und Erniedrigung vorstellen. In anderen Worten gesagt wird Würde durch Bewusstwerden ihrer möglichen Missachtung erst transparent.

Dies bringt uns nach Wetz zu der Erkenntnis, dass der Mensch ein hilfs- und schutzbedürftiges Lebewesen ist, das einen Anspruch auf würdevolle Behandlung besitzt. Dies wird durch eine gelingende Lebensführung, freiheitliche Selbstbestimmung und ungestörte Selbstentfaltung erreicht. Eine solche physische Bedürftigkeit spiegelt ein ethisches Ideal dar, jedoch keine metaphysische Idee der Würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Menschenwürde als höchstem Wert im Grundgesetz ein und skizziert die methodische Annäherung an die Begriffe Würde, Ehre und Ansehen.

2. Die Würde des Menschen: Hier werden verschiedene philosophische Ansätze zur Menschenwürde (Wetz, Hardy, Stoecker) gegenübergestellt, wobei zwischen Würde als Wesensmerkmal und Gestaltungsauftrag differenziert wird.

3. Ehre, Ansehen, Würde: Dieses Kapitel ergründet die soziologische Diffusion der Ehre und untersucht das komplexe Geflecht aus Ansehen, Anerkennung und der Abgrenzung zur Würde.

4. Der Umgang der Rechtsprechung mit Würde, Ehre: Die Arbeit analysiert hier die rechtliche Interpretation der Würde und Ehre, insbesondere unter Berücksichtigung von Extremfällen wie dem sogenannten Ehrenmord und dem Spannungsfeld kultureller Vielfalt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass die Begriffe schwer trennbar sind, kulturell geprägt werden und insbesondere in der Rechtsprechung eine ständige Herausforderung darstellen.

Schlüsselwörter

Menschenwürde, Ehre, Ansehen, Anerkennung, Rechtsphilosophie, Grundgesetz, Ethik, Selbstachtung, Rechtsprechung, Ehrenmord, Identität, Soziologie, Interaktion, Wertvorstellung, Kulturdifferenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der begrifflichen und philosophischen Differenzierung der Begriffe Würde, Ehre und Ansehen sowie deren Anwendung im rechtlichen Diskurs.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Menschenwürde, die soziologische Bedeutung von Ehre und Anerkennung sowie die juristische Auseinandersetzung mit diesen Werten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die teilweise ineinandergreifenden Konzepte von Würde, Ehre und Ansehen zu klären und aufzuzeigen, wie diese in der modernen Rechtsprechung im Kontext kultureller Vielfalt bewertet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine Literaturanalyse, in der soziologische und philosophische Positionen sowie einschlägige Rechtsprechung gegenübergestellt und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst philosophische Würdebegriffe analysiert, anschließend soziologische Sichtweisen auf Ehre und Anerkennung dargelegt und zuletzt deren Anwendung durch die Rechtsprechung am Beispiel der Unantastbarkeit der Würde und bei Ehrenmorden diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlagworten zählen Menschenwürde, Ehre, Anerkennung, Rechtsphilosophie, ethische Idealwerte und kulturelle Vielfalt.

Inwiefern beeinflussen kulturelle Unterschiede die Definition der Ehre?

Die Arbeit verdeutlicht, dass in verschiedenen Kulturen der Umgang mit der Ehre variiert und von der im Grundgesetz verankerten Werteordnung abweichen kann, was die Rechtsprechung vor Herausforderungen stellt.

Wie unterscheidet sich laut dem Verfasser die innere von der äußeren Ehre?

Die äußere Ehre wird als gesellschaftliches Ansehen und Ergebnis von Ruhm oder Prestige definiert, während die innere Ehre als ein mit der Würde korrespondierendes, naturgegebenes inneres Empfinden beschrieben wird.

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Details

Title
Würde, Ehre und Ansehen. Eine begriffliche und philosophische Differenzierung
College
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Köln
Grade
1,3
Author
Christoph Schmitz (Author)
Publication Year
2015
Pages
24
Catalog Number
V370268
ISBN (eBook)
9783668489264
ISBN (Book)
9783668489271
Language
German
Tags
Würde Ehre Ansehen Philosophie Ethik Ehrenmord Grundrechte Freiheit Rechtsprechung Bundesverfassungsgericht Werte Immanuel Kant
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Schmitz (Author), 2015, Würde, Ehre und Ansehen. Eine begriffliche und philosophische Differenzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370268
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