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Asset-Liability Management von Lebensversicherungsunternehmen unter Solvency II

Zielgerichtete Ansätze der Portfoliooptimierung zur Reduzierung der Durationslücke

Título: Asset-Liability Management von  Lebensversicherungsunternehmen unter Solvency II

Tesis (Bachelor) , 2017 , 92 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Ercan Osmanli (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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In der Bilanzstruktur eines Lebensversicherungsunternehmens finden sich auf der Passiv-Seite, dem Geschäftsmodell geschuldet, langfristige Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern. Auf der Aktiv-Seite befinden sich hingegen Kapitalanlagen mit deutlich niedrigeren Anlagehorizonten. Im Jahr 2013 war die Duration der Passiva mehr als zehn Jahre höher als die der Aktiva. Die Differenz der Durationen der Aktiva und Passiva kann sich bei einer Änderung des Marktzinses aufgrund der Veränderung der Barwerte und im weiteren Sinne des Eigenkapitals existenzbedrohend auswirken.
Die Arbeit beginnt mit der Darlegung der theoretischen Grundlagen des Asset-Liability Managements in Lebensversicherungsunternehmen.
Hierzu wird der Begriff des Asset Liability Managements definiert und das Geschäftsmodell der Lebensversicherung untersucht. Es folgt eine ausführliche Analyse der Versicherungsaufsicht unter Solvency II und dessen Einflüsse auf die Kapitalanlagepolitik von Lebensversicherungsunternehmen. Die fortlaufende Niedrigzinsphase wird im weiteren Verlauf in die Betrachtung integriert. Im Hauptteil der Arbeit soll gezeigt werden, wie sich eine Veränderung des Zinses bei unterschiedlichen Durationen bilanziell auswirkt. Darauf folgen zwei weitere Simulationen in welchen die Durationen der Aktiva ganz oder teilweise an die Passiva angeglichen werden. Neben der ökonomischen Bewertung des Zinsrisikos wird auch die aufsichts-rechtliche Bewertung berücksichtigt. Zuletzt folgen weitere aktiv- sowie passiv-seitige Portfoliooptimierungsansätze. Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis und einer kritischen Würdigung ab.

Durch die deduktive Vorgehensweise sollen Spannungsfelder rund um die Thematik ermittelt werden, welche bei der Problemlösung zwingend berücksichtigt werden müssen. Im praktischen Teil der Arbeit werden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden eingesetzt. Im qualitativen Bereich findet sich eine Marktanalyse und ein Interview mit einem Portfoliomanager. Auf der quantitativen Ebene finden sich hingegen statistische Auswertungen sowie eine vollständige Unternehmenssimulation. Grundsätzlich sollen Lebensversicherungsunternehmen Portfoliogestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, auf welchem Weg die Durationslücke im Asset-Liability Management gesenkt werden kann, sowie weitere Portfoliooptimierungsansätze, welche sinnvoll unter Solvency II sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des Asset-Liability Managements in Lebensversicherungsunternehmen

2.1 Asset-Liability Management

2.2 Das Geschäftsmodell der Lebensversicherung

2.3 Die Versicherungsaufsicht unter Solvency II

2.3.1 Grundlagen von Solvency II

2.3.2 Die Kapitalanforderung für das Marktrisiko

2.4 Die Kapitalanlagepolitik unter Solvency II

2.4.1 Portfolio-Selection-Modell

2.4.2 Capital-Asset-Pricing-Modell

2.4.3 Asset Management von Lebensversicherungsunternehmen

2.4.4 Spannungsfelder zwischen dem Niedrigzinsniveau und Solvency II

3 Auswirkungen des Zinsrisikos auf Lebensversicherungsunternehmen

3.1 Duration und Konvexität

3.2 Bilanzielle Auswirkung einer Zinsänderung

3.3 Kalkulation des Markt SCR

4 Zielgerichtete Ansätze der Portfoliooptimierung

4.1 Steigerung der Duration der Kapitalanlagen

4.1.1 Bilanzielle Veränderungen nach der ersten Simulation

4.1.2 Veränderung des Markt SCR nach der ersten Simulation

4.1.3 Bilanzielle Veränderungen nach der zweiten Simulation

4.1.4 Veränderung des Markt SCR nach der zweiten Simulation

4.1.5 Zusammenfassung der Ergebnisse

4.2 Weitere Ansätze der Portfoliooptimierung

4.2.1 Return on Solvency Capital

4.2.2 Portfoliooptimierung der Verpflichtungen

5 Kritische Würdigung & Ergebnisse der Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Lebensversicherungsunternehmen im Kontext der anhaltenden Niedrigzinsphase und der regulatorischen Anforderungen von Solvency II. Das primäre Ziel besteht darin, durch gezielte Ansätze der Portfoliooptimierung eine Reduzierung der Durationslücke zu erreichen, um die Eigenkapitalvolatilität zu stabilisieren und die Solvenz langfristig zu sichern.

  • Grundlagen des Asset-Liability Managements (ALM) in der Lebensversicherung
  • Regulatorische Anforderungen und Kapitalanlage unter Solvency II
  • Analyse der Zinsrisiken und deren Auswirkungen auf die Bilanzstruktur
  • Methoden der Portfoliooptimierung zur Durationsanpassung
  • Simulationen zur ökonomischen Eigenkapitalsteuerung

Auszug aus dem Buch

2.1 Asset-Liability Management

Asset-Liability Management (ALM) ist ein Begriff, dessen Ursprung der Bankbetriebslehre zugeordnet wird. Die Vorarbeiten hierzu reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Eingliederung des Begriffes in der Versicherungswirtschaft ist auf den britischen Aktuar Frank M. Redington aus dem Jahr 1952 zurückzuführen. Redington machte erstmalig den Vorschlag, die Durationen der Kapitalanlagen (Assets) und der Verpflichtungen (Liabilities) im Versicherungsgeschäft aufeinander abzustimmen, um den Bestand gegen Zinsänderungen zu immunisieren. Praktisch anwendbare quantitative Verfahren im ALM wurden anfänglich durch Peter Gessner in seinen Arbeiten in den Jahren 1979, 1986 und 1987 diskutiert. Diese beruhten auf Planungsrechnungen für die Passivseite, da für die Aktiva eine konstante Verzinsung in Höhe von 7% unterstellt worden ist. Nach einer Stagnation folgten im Zusammenhang mit der Absenkung des Zinsniveaus und dem Anstieg der Aktienmärkte in den neunziger Jahren weitere Modelle, welche fortan auch die Aktiv Seite in die Betrachtung integrierten.

Innerhalb der Literatur finden sich zahlreiche Definitionen zu dem Begriff des ALM. Ebenso vielfältig sind die Interpretationen der jeweiligen Autoren. Im Folgenden werden verschiedene Definitionen aus der Literatur miteinander verglichen. Auf dieser Basis versucht der Verfasser unter Berücksichtigung des Themas eine präzise Definition zu formulieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen für Lebensversicherer durch die Niedrigzinsphase und Solvency II und definiert das Ziel, die Durationslücke mittels Portfoliooptimierung zu verringern.

2 Grundlagen des Asset-Liability Managements in Lebensversicherungsunternehmen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des ALM, das Geschäftsmodell der Lebensversicherung sowie die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen von Solvency II.

3 Auswirkungen des Zinsrisikos auf Lebensversicherungsunternehmen: Hier wird der Zusammenhang zwischen Zinsänderungen, Duration und Konvexität analysiert und die bilanziellen Auswirkungen auf ein fiktives Versicherungsunternehmen simuliert.

4 Zielgerichtete Ansätze der Portfoliooptimierung: Das Kapitel präsentiert quantitative Simulationen, um die Durationslücke durch aktive Portfoliomanagementansätze zu schließen und die Auswirkungen auf das ökonomische Eigenkapital und das Marktrisiko zu untersuchen.

5 Kritische Würdigung & Ergebnisse der Arbeit: Der Autor reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, kritisiert die vereinfachten Annahmen der Simulationen und bewertet die Erreichung der gesetzten Ziele.

Schlüsselwörter

Asset-Liability Management, Solvency II, Lebensversicherung, Duration, Konvexität, Zinsrisiko, Portfoliooptimierung, Marktrisiko, Eigenkapital, Niedrigzinsphase, Kapitalanlagepolitik, Risikomanagement, Versicherungsaufsicht, Best Estimate, Durationslücke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Lebensversicherungsunternehmen unter den regulatorischen Auflagen von Solvency II und der Niedrigzinsphase ihre Kapitalanlagen optimieren können, um Durationslücken zwischen Aktiva und Passiva zu schließen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Asset-Liability Management, die Auswirkungen von Zinsänderungsrisiken, die Bilanzstruktur von Versicherern und die mathematische Portfoliooptimierung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, aufzuzeigen, wie Lebensversicherungsunternehmen durch gezielte Portfoliogestaltung ihre Durationslücke minimieren können, um die Stabilität des Eigenkapitals zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deduktive Vorgehensweise gewählt, die durch eine Marktanalyse, ein Experteninterview und eine quantitative Unternehmenssimulation (ökonomische Bilanzierung) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Bilanzierung unter Solvency II, der theoretischen Herleitung von Duration und Konvexität sowie der praktischen Simulation verschiedener Zinsszenarien auf die Bilanzstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Solvency II, Asset-Liability Management, Duration, Eigenkapitalvolatilität und die Kapitalanforderung für das Marktrisiko.

Warum ist das Zinssenkungsszenario laut Arbeit gefährlicher?

Das Zinssenkungsszenario führt zu einem stärkeren Anstieg der diskontierten Verbindlichkeiten, was in der Simulation zu einem signifikanten, teilweise negativen Eigenkapitalverzehr führt.

Welche Rolle spielt die Konvexität bei den Assets und Liabilities?

Der konvexe Verlauf bewirkt, dass bei Zinssenkungen die Werte von Anleihen und Verbindlichkeiten überproportional steigen; da die Verbindlichkeiten eine höhere Konvexität aufweisen als das Anleiheportfolio, verschlechtert sich die Eigenkapitalposition schneller.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die Produktgestaltung?

Der Autor empfiehlt, bei der Produktentwicklung auf Optionen zu verzichten, die das LVU einseitig belasten, und verstärkt auf fondsgebundene Produkte oder solche mit Fokus auf biometrische Risiken zu setzen.

Final del extracto de 92 páginas  - subir

Detalles

Título
Asset-Liability Management von Lebensversicherungsunternehmen unter Solvency II
Subtítulo
Zielgerichtete Ansätze der Portfoliooptimierung zur Reduzierung der Durationslücke
Universidad
Karlsruhe University of Cooperative Education
Calificación
1,2
Autor
Ercan Osmanli (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
92
No. de catálogo
V370345
ISBN (Ebook)
9783668480094
ISBN (Libro)
9783668480100
Idioma
Alemán
Etiqueta
Solvency II Lebensversicherung Asset Allocation Asset-Liability Management Niedrigzinsphase Säule 1 Asset Management Durationslücke Duration Gap Solvency Versicherung Lebensversicherungsunternehmen Lebensversicherer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ercan Osmanli (Autor), 2017, Asset-Liability Management von Lebensversicherungsunternehmen unter Solvency II, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370345
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