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Rivalitäten im Sport. Der Einfluss kommunikativer Botschaften auf aggressive Verhaltenstendenzen der Fans

Title: Rivalitäten im Sport. Der Einfluss kommunikativer Botschaften auf aggressive Verhaltenstendenzen der Fans

Term Paper , 2016 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marc Andre Lenhard (Author)

Sport - Sport Economics, Sport Management
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Rivalität im Sport und orientiert sich an der folgenden forschungsleitenden Frage: „Wie kann das Management im Teamsport durch kommunikative Botschaften im Vorfeld von Derby-Spielen aggressive Verhaltenstendenzen und aggressive Emotionen seitens der Fans reduzieren?“. Dafür wurde eine Studie mit Fans der rivalisierenden Vereine 1. FC Nürnberg und SPVgg Greuther Fürth durchgeführt. Es sollte untersucht werden, wie sich die Kommunikationsstrategie der Beschwichtigung im Vergleich zu der Kommunikationsstrategie der dualen Identität auf aggressive Verhaltenstendenzen und aggressive Emotionen seitens der Fans auswirkt. Dabei floss die Stärke der dualen Identität als vermittelnde Variable mit in die Beurteilung ein. Da dieses Thema noch nicht ausreichend erforscht wurde, ist die vorliegende Studienarbeit einer der ersten Versuche dem Management von Vereinen wertvolle Handlungsempfehlungen zur Steuerung und zum Einsatz dieser Kommunikationsstrategien zu geben.
Auf der Basis vorliegender Theorien und Literatur wurden fünf Hypothesen zu den genannten Variablen entwickelt. Ergebnis war, dass die bisher noch kaum eingesetzte Kommunikationsstrategie der dualen Identität der aktuell am häufigsten angewandten Strategie der Beschwichtigung vorzuziehen ist, weil sie positivere Effekt auf die Reduzierung aggressiver Verhaltenstendenzen und aggressiver Emotionen seitens der Fans vorweisen kann.
Diese Ansätze und Limitationen, Implikationen sowie Vorschläge für zukünftige Forschungsfelder werden in der vorliegenden Arbeit diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Aggressivität

2.2 Social Identity Theory

2.3 Ansätze der Konfliktregulierung

2.4 Ansatz der Dualen Identität

2.5 Untersuchungsmodell und Hypothesen

3 Methodik

4 Statistische Auswertung und Ergebnisanalyse

5 Diskussion

5.1 Theoretische und praktische Implikationen

5.2 Limitationen der Untersuchung und Vorschläge für zukünftige Studien

5.3 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Anhang

Anhang A: Fragebogen mit Pressetexten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Management im Teamsport durch gezielte kommunikative Botschaften im Vorfeld von Derby-Spielen aggressive Verhaltenstendenzen und Emotionen bei Fans reduzieren kann, wobei insbesondere der Vergleich zwischen Beschwichtigungsstrategien und dem Ansatz der dualen Identität im Fokus steht.

  • Analyse von Rivalitätsphänomenen im Profifußball
  • Evaluation von Kommunikationsstrategien zur Konfliktminderung
  • Anwendung der Social Identity Theory auf Fanbeziehungen
  • Experimentelle Untersuchung mittels Online-Befragung
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für das Vereinsmanagement

Auszug aus dem Buch

2.2 Social Identity Theory

Tajfel & Turner (1979) behaupten in ihrer Social Identity Theory, dass Menschen dazu neigen sich mit etwas zu identifizieren, um somit eine eigene soziale Identität entwickeln zu können. Individuen suchen nach Personen mit gleichen oder ähnlichen Interessen, denen sie sich anschließen oder mit denen sie teilweise völlig neue soziale Gruppen bilden können. Sie streben danach, eine positive soziale Identität zu erhalten, die vollständig durch die Mitgliedschaft zu einer Gruppe, wie zum Beispiel einer Sportmannschaft (Wann et al., 2008), definiert ist (Tajfel & Turner, 1979). Diese positive soziale Identität basiert teilweise auf vorteilhaften Vergleichen, die zwischen der In-Group (Eigengruppe) und einer relevanten Out-Group (Fremdgruppe) gezogen werden können. Die Eigengruppe wird dabei stets als die bessere wahrgenommen und es wird versucht, die Eigengruppe von der Fremdgruppe positiv abzugrenzen, um dadurch zu einer positiven sozialen Identität zu gelangen.

Wenn die soziale Identität unbefriedigend ist, versuchen Individuen entweder ihre Gruppe zu verlassen und in eine positive Gruppe zu gelangen oder sie versuchen, ihre Gruppe stärker positiv von der Fremdgruppe abzusetzen. Gerade im Sport und vor allem im Fußball ist so eine kollektive Identität und konstitutive Abgrenzung von der Eigengruppe gegenüber der Fremdgruppe klar erkennbar. Freund-Feind Schemata sind gängig im Fußball (Lenhard, 2002). Fußballvereine prägen Identitäten durch Rivalität und Differenz. Vor allem Derbys mit dem Rivalen verdeutlichen diese identitätsstiftende Kraft von Fußballvereinen. Basierend auf Tyler und Cobbs (2015) stellt Rivalität eine Bedrohung für diese eigene soziale Identität dar. Wenn die eigene Identität bedroht ist, nimmt folglich auch die Gefahr für Aggressivität und Konflikte zu. Ebenfalls verantwortlich für die Entstehung dieser sozialen Konflikte ist die soziale Kategorisierung, verbunden mit der Identifikation mit der Eigengruppe und der Abgrenzung (Distinktheit) von der Fremdgruppe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Rivalitäten im Fußball ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss unterschiedlicher Kommunikationsbotschaften auf aggressive Fan-Tendenzen zu erforschen.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Theorien zu Aggressivität, sozialer Identität sowie Ansätze zur Konfliktregulierung und leitet daraus das Untersuchungsmodell sowie die Hypothesen ab.

3 Methodik: Hier wird das experimentelle Design der Studie beschrieben, inklusive der Stichprobenerhebung unter Fans des 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth sowie der Manipulation durch verschiedene Pressetexte.

4 Statistische Auswertung und Ergebnisanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Analyse sowie die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen mittels ANOVA und Korrelationsanalysen.

5 Diskussion: Die Arbeit diskutiert hier die theoretischen und praktischen Implikationen der Ergebnisse, beleuchtet Limitationen der Untersuchung und schlägt Ansätze für künftige Studien vor.

6 Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis aller verwendeten Quellen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Rivalität, Sportmanagement, Fußball, Fanverhalten, aggressive Verhaltenstendenzen, aggressive Emotionen, Beschwichtigung, duale Identität, Social Identity Theory, Konfliktregulierung, Derby, Kommunikation, Empirische Studie, Identitätskonflikte, Fan-Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Fan-Rivalitäten im Fußball und der Frage, wie Kommunikationsstrategien dazu beitragen können, Gewalt und aggressive Emotionen bei Derby-Spielen zu reduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Sportpsychologie, insbesondere der Social Identity Theory, sowie auf der angewandten Kommunikationsstrategie im professionellen Fußballmanagement.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie Management-Botschaften im Vorfeld von Derbys so gestaltet werden können, dass sie aggressive Verhaltenstendenzen und Emotionen bei Fans minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein experimentelles Feldexperiment mit einem einfaktoriellen Zwischensubjektdesign durchgeführt, bei dem Fans mittels Online-Fragebögen und manipulativen Pressetexten befragt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise der Datenerhebung sowie die statistische Analyse und Diskussion der Testergebnisse bezüglich der aufgestellten Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Rivalität, duale Identität, Fan-Management, aggressive Emotionen, Beschwichtigung und soziale Identität.

Warum wurde gerade das Frankenderby als Untersuchungsgegenstand gewählt?

Das Frankenderby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth dient als ideales Beispiel für eine intensiv gelebte, regionale Rivalität, die sich hervorragend für die empirische Untersuchung von Identitätskonflikten eignet.

Wie effektiv ist die Strategie der "Beschwichtigung" laut den Ergebnissen?

Die Untersuchung zeigt, dass die verbreitete Strategie der Beschwichtigung weniger effektiv ist als eine Kommunikation, die auf die Stärkung einer dualen Identität abzielt; teilweise ist ein Nicht-Eingreifen sogar vorteilhafter.

Was genau bedeutet der Ansatz der "dualen Identität"?

Dieser Ansatz schlägt vor, Fans rivalisierender Vereine bewusst auf ihre Gemeinsamkeiten (wie die gemeinsame regionale Herkunft) hinzuweisen, anstatt die sportliche Rivalität durch Appelle nur herunterzuspielen.

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Details

Title
Rivalitäten im Sport. Der Einfluss kommunikativer Botschaften auf aggressive Verhaltenstendenzen der Fans
College
Sport Academy Cologne  (Sportökonomie)
Grade
1,0
Author
Marc Andre Lenhard (Author)
Publication Year
2016
Pages
35
Catalog Number
V370385
ISBN (eBook)
9783668479937
ISBN (Book)
9783668479944
Language
German
Tags
Rivalität kommunikative Botschaften Derby aggressive Verhaltenstendenzen aggressive Emotionen Fans Beschwichtigung duale Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Andre Lenhard (Author), 2016, Rivalitäten im Sport. Der Einfluss kommunikativer Botschaften auf aggressive Verhaltenstendenzen der Fans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370385
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