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Die Umgestaltung des Krankenwesens und deren Ursachen unter genauerer Betrachtung der Rolle der Frau im 'langen' 19. Jahrhundert

Title: Die Umgestaltung des Krankenwesens und deren Ursachen unter genauerer Betrachtung der Rolle der Frau im 'langen' 19. Jahrhundert

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Worch (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das 19. Jahrhundert war geprägt von bedeutenden medizinischen Fortschritten und gewaltigen
politischen Veränderungen. Die Frauen organisierten sich in Vereinen um dem bis dahin
geltenden Rollenbild und der geschlechtsspezifischen Spaltung der Arbeitswelt geschlossen
entgegenzutreten. Wie wandelte sich ihre gesellschaftliche Position? Haben diese Veränderungen
den Weg von der Armenkrankenpflege zur heutigen Pflege geebnet und beschleunigte
dieser Umstand die Umgestaltung vom Armenspital zum frühmodernen Krankenhaus? Wie
war es um die Ausbildungsituation bestellt?
Die vorliegende Hausarbeit stellt sich diesen Fragen. Dabei werden unter hauptsächlicher Verwendung
der Arbeiten von Möller (1984) im Kapitel Eins grundlegend auf die gesellschaftlichen
und sozialen Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts hingewiesen, sowie anschließend die
Stellung der Frau in dieser Epoche fokussiert.
Im dritten Kapitel werden die das Krankenhaus des 19. Jahrhunderts maßgeblich verändernden
Faktoren aufgezeigt. Intensive Beachtung wird dabei den medizinisch therapeutischen
Kräften und ihrer Ausbildung geschenkt. Die Literatur von Seidler/Leven (2003) und Möller/
Hesselbarth (1996) waren dabei sehr hilfreich.
Abschliessend folgt eine kurze Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse.

Excerpt


Struktur des Inhaltsverzeichnisses

1 Einleitung

2 Veränderungen im 19. Jahrhundert und die gesellschaftliche Position der Frau

3 Der Wandel der Institution Krankenhaus im 19. Jhd.

3.1 Verschiedene Pflegeklassen

3.2 Sanitätspolizeiliche Vorschriften

3.3 Medizinisch-therapeutische Kräfte

3.3.1 Die katholische Ordenspflege

3.3.2 Die evangelische Diakonie

3.3.3 Das Rote Kreuz

3.3.4 Die freiberufliche Krankenpflege

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den strukturellen Wandel des Krankenhauses im 19. Jahrhundert und analysiert dabei maßgeblich den Einfluss der gesellschaftlichen Rolle der Frau auf die Professionalisierung der Krankenpflege sowie die Umgestaltung der Anstaltsversorgung.

  • Gesellschaftliche Veränderungen und die Position der Frau im 19. Jahrhundert
  • Einflussfaktoren auf den Wandel der Institution Krankenhaus
  • Die Rolle medizinisch-therapeutischer Kräfte und deren Ausbildung
  • Vergleichende Analyse kirchlicher und freiberuflicher Pflegeformen
  • Ökonomische Aspekte und die Verdrängung des ungeschulten Wartepersonals

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Die evangelische Diakonie

Nach dem Vorbild der katholischen Ordensgemeinschaften, deren Verpflichtungen und ihren übernommenen Aufgabengebieten, versuchte nun auch die protestantische Bewegung Krankenpflegekräfte in einer Gemeinschaft zusammenzufassen. Der von Amalie Sieveking 1832 in Hamburg ins Leben gerufene „Weiblichen Verein für Armen- und Krankenpflege“ kann laut Seidler/Leven (2003) nicht jene evangelische Bewegung, „die aus der Erneuerung des frühchristlichen Diakoniegedankens ein wirksames Element der Krankenpflegereform hervorbringen sollte“, angesehen werden. Er schaffte jedoch begehrte Arbeitsplätze für Frauen des Bürgertums. Damit, und aufgrund des fehlenden Ehemanns an ihrer Seite, wurde innerhalb der Kirche und der Gesellschaft Widerstand laut. Denn wie bereits in Kapitel 2.2 ausgeführt, sollten sich Frauen in erster Linie ihrer Rolle als Gehilfin des Mannes und der Kindererziehung bewusst sein, nicht aber einer Erwerbsarbeit nachgehen. Erst nach und nach, so Möller (1994), „bekannten sich Hamburger Bürgersfrauen zu ihrer Idee“ (Möller/Hesselbarth 1994, S.68). Damit „wurde sie zur eigentlichen Initiatorin des pflegerischen Frauenberufs“ (Seidler/Leven 2003, S.211f).

Erst Theodor Fliedner gelang es mit der 1836 in Kaiserswerth gegründeten „Pflegerinnenanstalt“, den Grundstein für eine Diakonissenanstalt zu legen. Fliedner, dessen Vorbild die Barmherzigen Schwestern waren, der ihre Regeln studierte und für seinen Verein das „Prinzip des Mutterhauses im Hinblick auf die enge Verbindung der Schwestern untereinander, der Altersversorgung, der leitenden Stellung der Vorsteherin (. . .)“ übernahm, erfüllte damit seinen Wunsch bedürftige Kranke in Krankenhäusern, aber auch zuhause zu versorgen (Seidler/Leven 2003, S.211ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Epoche des 19. Jahrhunderts ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Wandel der Krankenpflege und der Rolle der Frau.

2 Veränderungen im 19. Jahrhundert und die gesellschaftliche Position der Frau: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss der Industrialisierung und die damit verbundenen, strikten Rollenbilder sowie die Unterdrückung der Frau innerhalb der bürgerlichen und proletarischen Schichten.

3 Der Wandel der Institution Krankenhaus im 19. Jhd.: Dieses Kapitel analysiert die Faktoren, die das Krankenhaus vom Armenhaus zur modernen medizinischen Institution wandelten, wobei der Fokus auf verschiedenen Pflegeklassen, sanitätspolizeilichen Vorschriften und den professionellen Kräften liegt.

3.1 Verschiedene Pflegeklassen: Die Einführung von Pflegeklassen zur Finanzierung und Akzeptanz des Krankenhauses wird hier als Innovation für das Krankenhauswesen des 19. Jahrhunderts dargestellt.

3.2 Sanitätspolizeiliche Vorschriften: Hier wird der staatliche Druck durch Epidemien und die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen als Treiber für Krankenhausbauten und Isolation erläutert.

3.3 Medizinisch-therapeutische Kräfte: Dieses Unterkapitel untersucht die Bedeutung verschiedener pflegerischer Organisationen für den Wandel zum modernen Krankenhaus.

3.3.1 Die katholische Ordenspflege: Die Arbeit beschreibt den Einfluss christlicher Romantik und die strengen Aufnahmebedingungen für Frauen in diese Ordensgemeinschaften.

3.3.2 Die evangelische Diakonie: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehung des Diakoniewerks nach Fliedner und dem damit verbundenen Versuch, einen pflegerischen Frauenberuf zu etablieren.

3.3.3 Das Rote Kreuz: Die Auswirkungen der Genfer Konvention auf die Krankenpflege in Friedenszeiten und die Entwicklung von Rotkreuzschwesternschaften stehen hier im Mittelpunkt.

3.3.4 Die freiberufliche Krankenpflege: Das Kapitel beleuchtet die prekären Arbeitsbedingungen der sogenannten „wilden Schwestern“ und ihren Wunsch nach besserer Entlohnung.

4 Fazit: Die Zusammenfassung resümiert den Transformationsprozess des Krankenhauses und reflektiert die schwierige Emanzipation der Frau in einem durch männliche Normen dominierten Arbeitsmarkt.

Schlüsselwörter

Krankenhauswesen, 19. Jahrhundert, Krankenpflege, Frauenrolle, Professionalisierung, Diakonie, Ordenspflege, Industrialisierung, Medizingeschichte, Armenfürsorge, Pflegeausbildung, Erwerbsarbeit, Gesundheitswesen, Rotes Kreuz, Wartepersonal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die historische Transformation des Krankenhauses im 19. Jahrhundert und wie dieser Prozess eng mit dem Wandel der gesellschaftlichen Rolle der Frau und der Professionalisierung der Krankenpflege verknüpft war.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Wandel vom Armenspital zum modernen Krankenhaus, die Entwicklung pflegerischer Ausbildungsstrukturen und der Kampf von Frauen um Anerkennung und Gleichberechtigung in der Krankenpflege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, aufzuzeigen, wie sich die gesellschaftliche Position der Frau wandelte und ob diese Veränderungen den Weg zur modernen Krankenpflege und der Umgestaltung des Krankenhauses maßgeblich beschleunigt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und Erkenntnisse aus verschiedenen historischen Facharbeiten und zeitgenössischen Quellen synthesiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesellschaftlichen Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts analysiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Faktoren, die das Krankenhaus veränderten, insbesondere der verschiedenen pflegerischen Akteure und deren Ausbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Krankenhauswesen, Krankenpflege, Frauenrolle, Professionalisierung, Diakonie sowie historische Faktoren wie Industrialisierung und Armenfürsorge.

Wie unterschied sich die evangelische Diakonie von den katholischen Orden?

Der wichtigste Unterschied war laut Autor das vom Diakoniewerk geschaffene „Modell der Familie“ und die Tatsache, dass das Mutterhaus auch für nicht ordensgebundene Frauen offenstand, was ledigen Frauen ermöglichte, einen Beruf zu erlernen.

Welchen Einfluss hatte das Wartepersonal auf die Krankenpflege?

Das ungeschulte, oft als pflichtvergessen und trunksüchtig beschriebene Wartepersonal wurde aufgrund der steigenden Forderungen nach Qualifizierung und aus ökonomischen Gründen durch besser qualifizierte, aber billigere Schwesternschichten systematisch ersetzt.

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Details

Title
Die Umgestaltung des Krankenwesens und deren Ursachen unter genauerer Betrachtung der Rolle der Frau im 'langen' 19. Jahrhundert
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
Pflegewissenschaft
Grade
1,0
Author
Andreas Worch (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V37039
ISBN (eBook)
9783638365017
ISBN (Book)
9783638749480
Language
German
Tags
Umgestaltung Krankenwesens Ursachen Betrachtung Rolle Frau Jahrhundert Pflegewissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Worch (Author), 2005, Die Umgestaltung des Krankenwesens und deren Ursachen unter genauerer Betrachtung der Rolle der Frau im 'langen' 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37039
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