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Entwicklungsländer in der WTO

Wem nützt die WTO?

Title: Entwicklungsländer in der WTO

Pre-University Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Economic Policy
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Seit 1995 beschäftigt sich die World Trade Organisation, kurz WTO, mit dem Erschließen des freien Marktes und dem Abschaffen von Handelsbarrieren, wie zum Beispiel Zöllen. In der WTO sind derzeit 164 Mitgliedstaaten vertreten, drei Viertel davon sind Entwicklungsländer. Trotz deren eindeutiger Überzahl wird immer wieder Kritik an der WTO laut, Entwicklungsländer würden benachteiligt. Daraus schließt sich die Frage, ob die WTO überhaupt eine Institution ist, die auf eine optimale globale Verbreitung des Handels aus ist, oder doch nur ein Instrument der Industriestaaten zur Durchsetzung ihrer Interessen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die WTO

2.1 Geschichte

2.2 Struktur

2.3 Verhandlungsrunden

3 Globalisierung

3.1 Protektionismus und Freihandel

3.1.1 Freihandel

3.1.2 Protektionismus

4 Entwicklungsländer in der WTO

4.1 Interessen der Entwicklungsländer

4.2 Entwicklungsgemeinschaften

4.3 Stellung der Entwicklungsländer in der WTO

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle und den Einfluss der Welthandelsorganisation (WTO) im Kontext der globalisierten Weltwirtschaft, insbesondere mit Blick auf die Interessen und die Partizipation von Entwicklungsländern.

  • Grundlagen der WTO (Geschichte, Struktur, Verhandlungsrunden)
  • Theoretische Abgrenzung zwischen Protektionismus und Freihandel
  • Analyse der Interessen von Entwicklungsländern innerhalb der WTO
  • Rolle von Entwicklungsgemeinschaften und regionalen Handelsabkommen
  • Kritische Würdigung der Machtverhältnisse und Repräsentation im WTO-System

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Protektionismus

Ein großes Land kann durch die Erhebung von Zöllen auf Importgüter die Nachfrage nach diesem Gut verringern. Da dieses Land als großes Land auch maßgeblich den Weltmarktpreis mitbestimmt, kann es diesen durch die verringerte Nachfrage senken. Folglich wird es auch mehr von gerade diesem Gut importieren können. Seine „Terms of Trade“ haben sich verbessert. Unter „Terms of Trade“ versteht man „die Tauschbedingungen im internationalen Handel, die durch die relativen Preise der handelbaren Güter bestimmt werden. Im Zweiländerfall werden die Terms of Trade zumeist als das Verhältnis zwischen dem Preis des exportierten Gutes und dem des importierten Gutes definiert.“

Kritisch wird dabei gesehen, dass ein Land bei dieser Methode mit Vergeltungszöllen rechnen muss. Auch steht hierbei nicht die Gesamtwohlfahrt im Vordergrund, denn bei einem Wohlfahrtsgewinn des einen Landes muss das andere Land mit Wohlfahrtsverlusten rechnen. Davon abgesehen gibt es kaum Länder, deren Einfluss auf den Weltmarktpreis so massiv ist.

Nach dem „Infant Industry Argument“ von Alexander Hamilton und Friedrich List sollen durch Protektionismus „junge, sich entwickelnde Industrien solange geschützt werden, bis sie sich im internationalen Wettbewerb behaupten können“. Dabei werden temporäre Erziehungszölle erhoben, sodass bestimmte Wirtschaftszweige irgendwann wettbewerbsfähig sind. Vor allem ist das wichtig, wenn es schon eine international dominierende Nation in der jeweiligen Branche gibt, die die Markteintrittsbarrieren sehr hoch setzt.

Auch bei Marktversagen des inländischen Marktes kann ein Staat mit Schutzzöllen agieren, um die eigenen Branchen vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. Marktversagen kann durch unausgeglichene Informationssymmetrien entstehen oder durch den „first mover disbenefit“. Dieser besagt, dass „der erste Produzent in einem neuen Industriezweig oder einer neuen Branche gewisse Entwicklungs- und Forschungskosten hat, die andere, nachfolgende Unternehmen wegen des Technologietransfers nicht haben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende globale Vernetzung seit Ende des Zweiten Weltkriegs und führt in die Kritik an der WTO bezüglich der Benachteiligung von Entwicklungsländern ein.

2 Die WTO: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, das organisatorische Regelsystem sowie die institutionelle Struktur und die Bedeutung der Verhandlungsrunden für die Welthandelsorganisation.

3 Globalisierung: Hier wird der Prozess der Globalisierung im Kontext von „Global Governance“ sowie die theoretische Gegenüberstellung von Freihandel und Protektionismus behandelt.

4 Entwicklungsländer in der WTO: Das Kapitel analysiert die spezifischen Interessen von Entwicklungsländern, die Bedeutung von Entwicklungsgemeinschaften sowie die strukturelle Stellung dieser Länder innerhalb des WTO-Entscheidungsprozesses.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Entwicklungsländer trotz ihrer numerischen Überzahl in der WTO strukturell benachteiligt bleiben und sich in der Praxis oft nicht gegen die Industrienationen durchsetzen können.

Schlüsselwörter

WTO, Globalisierung, Freihandel, Protektionismus, Entwicklungsländer, Doha-Runde, Terms of Trade, Welthandel, Handelsabkommen, Entwicklungsgemeinschaften, Handelsbarrieren, Industrienationen, Marktversagen, Subventionen, Internationale Arbeitsteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Welthandelsorganisation (WTO) in der Weltwirtschaft und untersucht kritisch, inwieweit diese Institution die Interessen der Entwicklungsländer tatsächlich vertritt oder primär als Instrument der Industriestaaten agiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die institutionelle Ausgestaltung der WTO, ökonomische Theorien zu Freihandel und Protektionismus sowie die spezifische Situation der Entwicklungsländer im internationalen Handelssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die WTO ein System für eine optimale globale Verbreitung des Handels darstellt oder ob sie einseitig Interessen von Industrienationen durchsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Primärquellen und aktuellen Daten zur Handelspolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der WTO-Strukturen, eine theoretische Gegenüberstellung von Handelsstrategien sowie eine detaillierte Analyse der Partizipation und der Hindernisse für Entwicklungsländer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Globalisierung, Freihandel, Protektionismus, WTO, Entwicklungsländer und Handelsliberalisierung.

Inwiefern beeinflusst das „Infant Industry Argument“ die Handelspolitik?

Dieses Argument rechtfertigt protektionistische Maßnahmen, um junge Industrien in Entwicklungsländern zeitweise vor internationalem Wettbewerb zu schützen, bis sie selbst wettbewerbsfähig sind.

Was sind „Green Room Discussions“ und warum stehen sie in der Kritik?

Dabei handelt es sich um informelle, nicht öffentlich zugängliche Entscheidungsvorbereitungen, an denen oft nur G7-Staaten und ausgewählte Länder teilnehmen, was das Prinzip der Transparenz und Rechenschaftspflicht untergräbt.

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Details

Title
Entwicklungsländer in der WTO
Subtitle
Wem nützt die WTO?
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V370399
ISBN (eBook)
9783668485686
ISBN (Book)
9783668485693
Language
German
Tags
entwicklungsländer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Entwicklungsländer in der WTO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370399
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