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Die mittelalterliche Stadt Goslar als Handelszentrum

Title: Die mittelalterliche Stadt Goslar als Handelszentrum

Essay , 2016 , 4 Pages

Autor:in: Valentin Loos (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Stellt man sich eine typische Stadt im Mittelalter vor, so ist das Zentrum dieser imaginären Stadt oft der Markt, auf dem das tägliche Leben der Bewohner hauptsächlich ausgetragen wird. Doch war es nicht nur der gesellschaftliche Aspekt, der den Markt als so ein wichtiges Merkmal der mittelalterlichen Städte kennzeichnete. Vielmehr bildete der Markt als Umschlagplatz für Waren jeglicher Art die Basis des Handels und repräsentierte folglich die Stellung der mittelalterlichen Stadt als Handelszentrum im Reich.

Diese Klassifizierung des Marktes als tragendes Element der mittelalterlichen Stadt ist sicherlich für viele Orte zutreffend, dennoch lohnt es sich, einen genauen Blick auf einzelne Beispiele zu werfen, wie es hier im Folgenden mit der Ortschaft Goslar und dessen Rolle als Handelszentrum im Verlauf von 500 Jahren – zwischen 1000 und 1500 – geschehen soll.

Der Essay versucht dabei, einen kurzen Gesamtüberblick über den Goslarer Markt als Handelszentrum in den Blick zu nehmen. Dabei werden folgende drei Fragen in den Fokus gestellt:

1) Wann und in welcher Form entstand der Markt?
2) Für welche Waren und Gewerbe war die Stadt im oben genannten Zeitraum bekannt?
3) Über welche Handelsbeziehungen verfügte die Stadt, mit wem trieb sie Handel?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entstehung der Marktsiedlung

2. Handelsgüter und Gewerbe

3. Handelsbeziehungen und Bündnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Marktes für die Stadt Goslar im Mittelalter, wobei insbesondere die Entstehungsgeschichte, das wirtschaftliche Spektrum der Handelswaren sowie die überregionalen Handelsbeziehungen analysiert werden.

  • Ursprung und Entwicklung der Marktsiedlung im Kontext der kaiserlichen Pfalz
  • Die zentrale Rolle des Bergbaus am Rammelsberg als wirtschaftliches Fundament
  • Bedeutung regionaler Erzeugnisse wie das Gosebier
  • Integration in den Fernhandel durch das Hansebündnis und weitere Bündnissysteme
  • Positionierung Goslars als eine der reichsten Städte im sächsischen Raum

Auszug aus dem Buch

Die mittelalterliche Stadt als Handelszentrum - am Beispiel Goslar -

Stellt man sich eine typische Stadt im Mittelalter vor, so ist das Zentrum dieser imaginären Stadt oft der Markt, auf dem das tägliche Leben der Bewohner hauptsächlich ausgetragen wird. Doch war es nicht nur der gesellschaftliche Aspekt, der den Markt als so ein wichtiges Merkmal der mittelalterlichen Städte kennzeichnete. Vielmehr bildete der Markt als Umschlagplatz für Waren jeglicher Art die Basis des Handels und repräsentierte folglich die Stellung der mittelalterlichen Stadt als Handelszentrum im Reich.

Diese Klassifizierung des Marktes als tragendes Element der mittelalterlichen Stadt ist sicherlich für viele Orte zutreffend, dennoch lohnt es sich, einen genauen Blick auf einzelne Beispiele zu werfen, wie es hier im Folgenden mit der Ortschaft Goslar und dessen Rolle als Handelszentrum im Verlauf von 500 Jahren – zwischen 1000 und 1500 – geschehen soll.

Die Stellung, die Goslar und der hiesige Markt in dieser Zeit einnahmen, ist bereits durch verschiedene Historiker erforscht und in zahlreichen Werken dargestellt worden. Während die Erzgewinnung am Rammelsberg und die einhergehende Verarbeitung weitgehend im Vordergrund der Forschung stehen und laut Sabine Graf dafür verantwortlich zu machen sind, dass Goslar zwischenzeitlich zur reichsten Stadt des mittelalterlichen Sachsens aufsteigen konnte, ist über andere Handelswaren weniger bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entstehung der Marktsiedlung: Dieses Kapitel erläutert die archäologischen und baugeschichtlichen Ursprünge der Stadt sowie die rechtliche Entwicklung des Marktes als Handelsort ab dem 11. Jahrhundert.

2. Handelsgüter und Gewerbe: Hierbei werden die wirtschaftlichen Schwerpunkte Goslars, primär der Erzbergbau am Rammelsberg sowie der Handel mit Metallen und regionalen Produkten wie dem Gosebier, untersucht.

3. Handelsbeziehungen und Bündnisse: Der Abschnitt befasst sich mit der Vernetzung Goslars über das sächsische Reich hinaus, insbesondere durch die Mitgliedschaft in der Hanse und weitere Kooperationen.

Schlüsselwörter

Goslar, Mittelalter, Handelszentrum, Marktsiedlung, Rammelsberg, Erzgewinnung, Gosebier, Hanse, Fernhandel, Stadtgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Metallhandel, Sachsen, Kaiserpfalz, Marktprivileg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Goslars im Mittelalter unter besonderer Berücksichtigung der Marktfunktion als zentralem Umschlagplatz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die siedlungsgeschichtliche Entstehung, die Bedeutung des Bergbaus, regionale Exportgüter und die Einbindung in überregionale Handelsnetzwerke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung Goslars zu einem bedeutenden Handelszentrum und die Rolle des Marktes in diesem Prozess nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die auf der Auswertung bestehender Forschungsbeiträge, archäologischer Befunde und zeitgenössischer Urkunden basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Genese der Marktsiedlung, das Warenspektrum – insbesondere Erze – sowie die diplomatischen und wirtschaftlichen Handelsbeziehungen detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Goslar, Mittelalter, Rammelsberg, Hanse und Handelszentrum beschreiben.

Welche Rolle spielte das Gosebier für die Stadt?

Neben den Erzeugnissen des Bergbaus fungierte das lokal gebraute Gosebier als bedeutendes Handelsgut für den regionalen Absatz im Harzraum.

Warum war die Mitgliedschaft in der Hanse für Goslar bedeutsam?

Die Mitgliedschaft ermöglichte Goslar den Zugang zu einem weitreichenden internationalen Handelsnetzwerk, was den Absatz von Metallen signifikant steigerte und zum Wohlstand der Stadt beitrug.

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Details

Title
Die mittelalterliche Stadt Goslar als Handelszentrum
College
University of Osnabrück
Author
Valentin Loos (Author)
Publication Year
2016
Pages
4
Catalog Number
V370611
ISBN (eBook)
9783668478114
Language
German
Tags
Mittelalter 1000-1500 Goslar Markt Handel Stadt Stadtgeschichte Stadtforschung Hanse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Valentin Loos (Author), 2016, Die mittelalterliche Stadt Goslar als Handelszentrum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370611
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