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Asthetische und kulturelle Bildung im Schultheater. Georg Büchners "Leonce und Lena" als Schultheaterprojekt

Titel: Asthetische und kulturelle Bildung im Schultheater. Georg Büchners "Leonce und Lena" als Schultheaterprojekt

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lea Sophie Irmer (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll erläutert werden, inwieweit Georg Büchners Werk „Leonce und Lena“ als Theaterprojekt für eine Schulspielgruppe geeignet ist. Hier soll zuerst die Notwendigkeit des Schultheaters mit der Idee einer kulturellen beziehungsweise ästhetischen Bildung begründet werden. Danach wird dargestellt, wie sich dies durch das Stück „Leonce und Lena“ manifestieren lässt.

Das Schultheater lässt sich auf den ersten Blick nur schwer mit der „gewöhnlichen“ Bildungsfunktion von Schule verbinden. Dies begründet sich darin, dass im Schultheater beziehungsweise in dem dazugehörigen Bildungs-/Lernprozess nicht die Vermittlung und Aneignung theoretischer Fachinhalte zentral ist, sondern dass das Schauspiel unter anderem eine Form der Gruppenarbeit und des Selbstbildungsprozesses auf eine andere Art und Weise darstellt, als dies im „normalen Schulalltag“ möglich ist. Dadurch steht das Bildungspotential auf einer völlig anderen Ebene und eröffnet jedem Einzelnen Bildungsprozesse im Bereich der individuellen Bildung, wie zum Beispiel Kreativität, Sozialkompetenz, etc. Theaterspielen besteht aus zwei zusammenhängenden Komponenten, nämlich aus der Offenheit für neue Erfahrungen sowie aus der Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen und darzustellen beziehungsweise als Figur dazustellen.

Durch das Erleben, das heißt, durch die Erfahrung von Wandlung, Veränderung und Kontinuität, lässt sich für den Schauspieler Identität erfahrbar machen. Somit kann das Spiel zur Identitätsbildung beitragen, aber nur, wenn gleichzeitig durch Selbstwahrnehmung eine Selbstreflexion stattfindet.
Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der ästhetischen beziehungsweise kulturellen Bildung. Theaterpädagogische Handlungsweisen zielen somit auf eine Transformation des Individuums selbst ab und verfolgen in diesem Sinne pädagogische Leitprinzipien. Theaterspielen ist somit als aktive Auseinandersetzung mit und durch die Bearbeitung künstlerisch-kultureller Produktion zu betrachten, durch die des Weiteren das Schultheater bedeutend für den Prozess der Vermittlung kultureller Inhalte wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Wozu Schultheater?

II.1. Strukturelle und situative Eigenschaften des Schultheaters

II.2. Aspekte der ästhetischen und kulturellen Bildung

II.3. Theaterspielen und die Bildung des Subjekts im Zusammenhang mit der ästhetischen Bildung

III. Georg Büchners „Leonce und Lena“ als Schultheaterprojekt

III.1. Das Stück „Leonce und Lena“

III.2. Warum ist dieses Stück für eine Schultheatergruppe unter dem Aspekt der ästhetischen beziehungsweise kulturellen Bildung geeignet?

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Georg Büchners Werk „Leonce und Lena“ als Schultheaterprojekt und analysiert, inwiefern dieses zur ästhetischen und kulturellen Bildung von Schülern beitragen kann. Im Zentrum steht die Frage, wie durch das Theaterspiel Identitätsbildung und Selbstreflexion bei Jugendlichen gefördert werden können.

  • Strukturelle und situative Rahmenbedingungen des Schultheaters
  • Grundlagen der ästhetischen und kulturellen Bildung
  • Die Rolle der Ambiguität und des Rollenspiels für die Subjektbildung
  • Analyse von „Leonce und Lena“ als modernes Theaterprojekt für Schulen
  • Verknüpfung von Bühnenerfahrung und persönlicher Identitätsentwicklung

Auszug aus dem Buch

III.1. Das Stück „Leonce und Lena“

Das Stück „Leonce und Lena“ ist ein fiktives Lustspiel Georg Büchners. Es handelt von Prinz Leonce, Thronfolger vom Reiche Popo, und Prinzessin Lena vom Reiche Pipi. Die beiden wurden verlobt, sind sich aber noch nie begegnet. Leonce ist ein junger, stürmischer „Draufgänger“, der des höfischen Lebens und des Lebens generell überdrüssig ist. Er vergnügt sich mit Frauen, insbesondere mit Rosetta, meint es aber nie ernst. Er ist auf der Suche nach dem Idealbild einer Frau, vertraut seine Gedanken und Gefühle aber nur seinem Freund Valerio an. Ebenso wenig kommt er seinen Pflichten als Thronfolger nach. Dies missbilligt sein Vater, König Peter, der stets darum bemüht ist, all seinen Pflichten gewissenhaft nachzukommen und die Ehe seines Sohnes mit der Prinzessin des Nachbarreiches, Lena, arrangiert hat. Lena ist sich ihrer Pflichten als Prinzessin bewusst, doch sie glaubt an die wahre Liebe und kann sich nicht vorstellen, dass eine arrangierte Ehe ihr dies bieten kann. Der erste Akt, in dem die Figuren charakterisiert und ins Geschehen eingeführt wird, endet, als beide unabhängig voneinander mit Valerio beziehungsweise der Gouvernante von ihrem Zuhause flüchten. Sie wollen ihr persönliches Glück beziehungsweise die Erfüllung ihres Lebens finden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung begründet das Bildungspotenzial des Schultheaters außerhalb theoretischer Fachinhalte und führt in das Forschungsziel ein, die Eignung von „Leonce und Lena“ für Schulspielgruppen zu prüfen.

II. Wozu Schultheater?: Dieses Kapitel beleuchtet die Persönlichkeitsentwicklung durch Schultheater, geht auf die strukturellen Gegebenheiten sowie die Förderung von sozialem Lernen und Methodenkompetenz ein.

II.1. Strukturelle und situative Eigenschaften des Schultheaters: Hier werden die Rahmenbedingungen, wie etwa die institutionelle Einbindung in die Schule und die Herausforderungen für Spielleiter und Schüler, detailliert erörtert.

II.2. Aspekte der ästhetischen und kulturellen Bildung: Dieser Abschnitt definiert die theoretischen Grundlagen der ästhetischen und kulturellen Bildung und deren Wechselwirkung mit dem Theater als Medium der Selbstbildung.

II.3. Theaterspielen und die Bildung des Subjekts im Zusammenhang mit der ästhetischen Bildung: Es wird analysiert, wie die Ambiguität der Spielsituation und das Gleichgewicht von Erleben und Gestalten die Identitätsbildung des Schülers unterstützen.

III. Georg Büchners „Leonce und Lena“ als Schultheaterprojekt: Einleitend wird das Leben von Georg Büchner skizziert und das Stück „Leonce und Lena“ als Lustspiel mit satirischen Elementen eingeführt.

III.1. Das Stück „Leonce und Lena“: Zusammenfassung der Handlung des Lustspiels, das die Flucht von Prinz Leonce und Prinzessin Lena sowie ihre schicksalhafte Begegnung thematisiert.

III.2. Warum ist dieses Stück für eine Schultheatergruppe unter dem Aspekt der ästhetischen beziehungsweise kulturellen Bildung geeignet?: Begründung, warum die Identitätskrise und die Suche nach Sinn bei den Protagonisten besonders für Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren anschlussfähig ist.

IV. Schluss: Fazit der Arbeit mit dem Ausblick, dass eine zeitgemäße Inszenierung von „Leonce und Lena“ die Identifikation und Reflexion der Schüler weiter intensivieren könnte.

Schlüsselwörter

Schultheater, Georg Büchner, Leonce und Lena, Ästhetische Bildung, Kulturelle Bildung, Identitätsbildung, Subjektbildung, Theaterpädagogik, Rollenspiel, Selbstreflexion, Schulpraxis, Persönlichkeitsentwicklung, Dramatisches Gestalten, Differenzerfahrung, Literaturdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Schultheater als Instrument zur ästhetischen und kulturellen Bildung fungieren kann und inwieweit Büchners Stück „Leonce und Lena“ dafür geeignet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die pädagogische Bedeutung des Theaters in der Schule, die psychologische Entwicklung des Subjekts im Spiel und die literaturwissenschaftliche Analyse von Büchners Komödie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Jugendliche durch das Rollenspiel und die Auseinandersetzung mit einer literarischen Figur ihre eigene Identität reflektieren und entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturgestützte Argumentation, um das Medium Schultheater mit Konzepten der ästhetischen Bildung zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Schultheaters und eine spezifische Anwendung auf Büchners „Leonce und Lena“ als Projekt für Schultheatergruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ästhetische Bildung, Identitätsbildung, Schultheater und die kritische Distanz zum Rollenhandeln charakterisiert.

Warum eignet sich „Leonce und Lena“ laut der Arbeit besonders für Jugendliche?

Die Themen des Stücks – wie die erste Liebe, das Infragestellen von gesellschaftlichen Normen und die Sinnsuche – korrespondieren stark mit den Entwicklungsaufgaben von Heranwachsenden im Alter von 15 bis 18 Jahren.

Welche Bedeutung hat die Ambiguität im Theater für die Bildung?

Die Ambiguität ermöglicht es den Schülern, Theater als eigenständige künstlerische Realität zu begreifen und gleichzeitig eine Brücke zu ihrer eigenen Lebenswelt zu schlagen, was die Selbstreflexion fördert.

Welchen Einfluss hat die Rolle des Lehrers als Spielleiter?

Die Arbeit weist auf die Problematik hin, dass der Spielleiter oft gleichzeitig Lehrer ist, was die Distanz der Schüler beeinflussen kann; daher wird die Bedeutung eines „lockeren“ Einstiegs betont.

Inwiefern kann eine moderne Inszenierung die Bildungsziele unterstützen?

Die Arbeit schlägt vor, Handlungsorte und Kontexte zu modernisieren, um stärkere Bezüge zur heutigen Lebenswelt herzustellen und so die Identifikation und den Reflexionsprozess zu erleichtern.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Asthetische und kulturelle Bildung im Schultheater. Georg Büchners "Leonce und Lena" als Schultheaterprojekt
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Lea Sophie Irmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V370675
ISBN (eBook)
9783668489127
ISBN (Buch)
9783668489134
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schultheater Georg Büchner Kulturelle Bildung Ästhetische Bildung Leonce und Lena Theaterpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Sophie Irmer (Autor:in), 2014, Asthetische und kulturelle Bildung im Schultheater. Georg Büchners "Leonce und Lena" als Schultheaterprojekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370675
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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