Im ersten und theoretischen Teil der Arbeit soll auf den gegenwärtigen Forschungsstand wie auch auf diverse Alterstheorien aus der Gerontologie eingegangen werden. Dies soll einen verständlichen Übergang zum zweiten und empirischen Teil der Arbeit fordern. Der Inhalt des empirischen Teils bezieht sich auf die Ergebnisse der Fragebogenuntersuchung, die auf der 8. EVK-Gesundheitsmesse 2014 in Bergisch Gladbach durchgeführt wurde. Mehrere Personen gaben anonym persönliche Informationen an bezüglich ihrer Wohnqualität, Zufriedenheit, körperlichen Aktivität und Einstellung gegenüber Sport. Auf Basis dieser Meinungsumfrage untersucht die vorliegende Arbeit im ersten Schritt die Sport- und Freizeitaktivität sowie die subjektive Zufriedenheit von über 50- Jährigen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen soll in einem zweiten Schritt analysiert werden, ob diese Ergebnisse zusammenhangen.
Das zunehmende Lebensalter der deutschen Bevölkerung in Verbindung mit der niedrigen Geburtenrate ist ein fortschreitender Bestandteil der demographischen Entwicklung. Bevölkerungsvorausberechnungen versuchen bis hin zum Jahre 2060 diese Veränderungen im Altersaufbau aufzuzeigen. Schon seit 2003 nimmt die Bevölkerungsanzahl kontinuierlich ab und dies wird sich aufgrund der steigenden Anzahl der Sterbefälle voraussichtlich auch weiterhin fortsetzen. In diesem Zusammenhang sollten die medizinischen Fortschritte seit dem 2. Weltkrieg berücksichtigt werden. Trotz des jährlichen Anstiegs der Verstorbenen nimmt die generelle Lebenserwartung in Deutschland zu. Angesichts dieses Wandels lässt sich eine enorme Veränderung der Altersstruktur feststellen.
Das statistische Bundesamt (2009) gab in seinem Begleitmaterial zur Pressekonferenz in Berlin offiziell bekannt, dass 82 Millionen Menschen Ende 2008 in Deutschland lebten. Laut dessen statistischen Prognosen wird diese Zahl auf 65 oder 70 Millionen, je nachdem wie stark sich die Zuwanderung entwickelt, zurückgehen. Selbst bei einem nicht zu erwartenden Anstieg der Geburtenrate von 1,4 auf 1,6 Kinder pro Frau ist diese Tendenz unabwendbar. Betrachtet man die Veränderungen der einzelnen Altersstrukturen detailliert, fällt der gravierende Wandel der Deutschland bevorsteht, auf.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Forschungsstand
2.2 Aktivitätstheorie
3. Methodendarstellung
3.1 Fragestellung und Hypothese
3.2 Beschreibung des Untersuchungsguts
3.3 Erhebungsinstrument
3.4 Untersuchungsdesign
3.5 Statistische Verfahren
3.5.1 Deskriptive Statistik
3.5.2 Analytische Statistik
4. Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der deskriptiven Statistik
4.2 Ergebnisse der analytischen Statistik
5. Diskussion
5.1 Diskussion der Methodik
5.2 Diskussion der Ergebnisse
6. Zusammenfassung und Ausblick
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von körperlicher Aktivität auf die subjektive Zufriedenheit bei Menschen über 50 Jahren. Ziel ist es, mittels einer Fragebogenuntersuchung einen empirischen Beleg für den Zusammenhang zwischen einem aktiven Lebensstil und dem subjektiven Wohlbefinden dieser Altersgruppe zu finden.
- Demografischer Wandel und Altersforschung
- Bedeutung des Alterssports für die Lebensqualität
- Methodik der Datenerhebung mittels Fragebögen
- Analyse körperlicher Aktivitäten und deren Korrelation mit der Zufriedenheit
- Diskussion von Einflussfaktoren wie sozialer Erwünschtheit und Wohnumgebung
Auszug aus dem Buch
2.1 Forschungsstand
In Anbetracht der gegenwärtigen demographischen Entwicklung in Deutschland lässt sich eine zunehmende Relevanz der Altersforschung sowie des Alterssports feststellen (Denk, 2003). Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Gesellschaft nimmt nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit kontinuierlich zu (Sieber, 2006). Infolgedessen muss der Sicherung der Lebensqualität und der Mobilität im Alter eine wichtige Bedeutung zukommen. Obwohl die meisten älteren Menschen wissen, wie wichtig Sport und Bewegung für ihre physische und geistige Fitness sind, betätigen sich die meisten mit zunehmendem Alter körperlich immer weniger (Denk & Pache, 1996). Die Forschungsliteratur ging sogar Ende des 20. Jahrhunderts davon aus, dass nicht mehr als 10% der über 60-Jährigen sportlich aktiv waren (Allmer & Tokarski, 1996).
Aus der Kölner CATI (computer-assisted telephone interviewing) – Studie (Hartmann-Tews et al., 2012), die das Sportengagement von älteren Menschen erfasst, lässt sich ein wesentlicher Zusammenhang zwischen dem subjektiven Gesundheitszustand, der Zufriedenheit und den sportlichen Aktivitäten der Befragten ableiten. Bei einem Test zum individuellen Gesundheitszustand stellte sich heraus, dass die Versuchsteilnehmer, die mehr Sport trieben, das Treppensteigen von drei Stockwerken als weniger anstrengend empfanden und sich obendrein auch generell wesentlich gesünder fühlten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die demografische Entwicklung Deutschlands ein und begründet die Relevanz von Sport und körperlicher Aktivität für die Lebensqualität älterer Menschen.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier wird der Forschungsstand zum Alterssport aufgearbeitet und die Aktivitätstheorie nach Tartler erläutert, die als theoretische Basis für die Untersuchung dient.
3. Methodendarstellung: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der Fragebogenuntersuchung, das Untersuchungsgut, das Erhebungsinstrument sowie die eingesetzten statistischen Methoden zur Auswertung.
4. Ergebnisse: In diesem Teil werden die durch die Fragebogenuntersuchung gewonnenen deskriptiven und analytischen Daten detailliert dargestellt und auf signifikante Zusammenhänge geprüft.
5. Diskussion: Das Kapitel kritisiert die gewählte Methodik, reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Forschungsliteratur und diskutiert mögliche Störfaktoren wie soziale Erwünschtheit.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und Empfehlungen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen gegeben.
7. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
8. Anhang: Enthält das verwendete Erhebungsinstrument in Form des Fragebogens „Befragung zur Mobilität im Alter“.
Schlüsselwörter
Lebensqualität im Alter, Alterssport, körperliche Aktivität, subjektive Zufriedenheit, demografischer Wandel, Aktivitätstheorie, Fragebogenuntersuchung, Mobilität, Alter, Gesundheit, Lebensfreude, Korrelationsanalyse, Sportengagement, Senioren, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, welchen Einfluss körperliche Aktivität auf die subjektive Zufriedenheit von Menschen über 50 Jahren hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, die Bedeutung von Sport und Bewegung für einen erfolgreichen Alterungsprozess sowie die Analyse des Zusammenhangs zwischen verschiedenen körperlichen Aktivitäten und dem Wohlbefinden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob bei Menschen über 50 ein positiver Zusammenhang zwischen der Regelmäßigkeit körperlicher Aktivitäten und ihrer allgemeinen subjektiven Zufriedenheit besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Fragebogenuntersuchung (n=59), deren Daten deskriptiv beschrieben und mithilfe bivariater Korrelationsanalysen (Rangkorrelationstest nach Spearman) ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Darstellung der Methodik, die Präsentation der Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse und der gewählten Forschungsmethode.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Lebensqualität im Alter, Alterssport, körperliche Aktivität, subjektive Zufriedenheit und demografischer Wandel beschreiben.
Welches spezifische Ergebnis lieferte die Korrelationsanalyse?
Die Analyse ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Fahrradfahrens und der allgemeinen Zufriedenheit, während andere körperliche Aktivitäten in dieser Stichprobe keine statistisch signifikanten Korrelationen aufwiesen.
Wie wurde der Einfluss der Wohnumgebung bewertet?
Die Studie untersuchte die Zufriedenheit der Befragten bezüglich ihrer Wohnumgebung, wobei Faktoren wie soziale Kontakte und die Erreichbarkeit von Freizeitmöglichkeiten eine zentrale Rolle spielten.
- Citation du texte
- Nicolas Pampeliška Jambalaya (Auteur), 2015, Lebensqualität im Alter. Der Einfluss von körperlicher Aktivität auf die subjektive Zufriedenheit von über 50-Jährigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370699