Bewegung und die damit verbunden Lebensfreude beeinflussen die Entwicklung von Kindern grundlegend. Daher ist das einzige Bewegungsfach (Sport) in der Schule ein sehr wichtiges. Aufgrund dessen, dass Sport vielen Schülern Spaß macht, hat es spezielle Erziehungschancen, die zu einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung beitragen können. Die Personen, die Schüler dazu bringen, sind Sportlehrer. Sportlehrer werden an der Universität in verschiedenen Teildisziplinen ausgebildet. Ein Teilbereich der Sportwissenschaft ist die Sportdidaktik. Sie beschäftigt sich mit der Vermittlung von Unterricht und dessen Konzepten.
Eines davon ist das Körpererfahrungskonzept, das unter dem Motto „den eigenen Körper im Sport erleben, erfahren und reflektieren“ steht. Auf dieses Konzept wird in dieser Arbeit näher eingegangen. Neben den theoretischen Erläuterungen und dem geschichtlichen Hintergrund geht es um den Lerngewinn für die Schüler durch das Unterrichtskonzept und dessen Anwendung in der Sportart Schwimmen. Außerdem wird auf die Rahmenbedingungen, die eine erfolgreiche Umsetzung im Unterricht bedingen, eingegangen. Doch bevor das Körpererfahrungskonzept fokussiert werden kann, sind die grundlegende Begriffe "Körper", "Erleben", "Erfahren" und "Reflektieren" zu klären.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Körper
2.2 Erleben - Erlebnis
2.3 Erfahren - Erfahrung
2.4 Reflektieren - Reflexion
3. Über das Konzept der Körpererfahrung
3.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.2 Beschreibung des Körpererfahrungskonzeptes
3.3 Lerngewinn für die Schüler durch das Körpererfahrungskonzept
3.4 Pädagogische Bedeutung und Körpererfahrung
3.5 Übertragung des Körpererfahrungskonzeptes auf die Sportart Schwimmen
4. Welche Rahmenbedingungen braucht es, um das Körpererfahrungskonzept erfolgreich in der Praxis umzusetzen?
5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit setzt sich mit dem sportdidaktischen Konzept der Körpererfahrung auseinander, mit dem Ziel, dessen theoretische Grundlagen zu explizieren und dessen praktische Anwendung sowie den konkreten Lerngewinn für Schüler im Sportunterricht aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Konzept methodisch auf die Sportart Schwimmen übertragen werden kann, um eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.
- Theoretische Fundierung der Begriffe Körper, Erleben, Erfahren und Reflektieren
- Historische Entwicklung und pädagogische Bedeutung des Körpererfahrungskonzeptes
- Förderung von motorischen Fähigkeiten, Wahrnehmung und Selbstständigkeit bei Schülern
- Spezifische Anwendung des Konzepts im Schwimmunterricht (z. B. Atmung, Wassergefühl)
- Analyse notwendiger Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung im Schulalltag
Auszug aus dem Buch
3.5 Übertragung des Körpererfahrungskonzeptes auf die Sportart Schwimmen
Die positiven Auswirkungen des Körpererfahrungskonzeptes, seinen eigenen Körper, fremde Körper und die Umwelt aktiv wahrzunehmen sowie kennenzulernen, sollten im Schulunterricht eingebaut werden. Gerade in unserer heutigen Zeit ist das Leben der Gesellschaft von Stress, Leistungsdruck und Hektik geprägt. Aufgrund dessen ist eine Rückbesinnung auf Ruhe, Entspannung und den eigenen Körper von großer Bedeutung für den Menschen. Dadurch, dass der eigene Körper mittels des Körpererfahrungskonzeptes besser kennengelernt werden kann, können negativen Auswirkungen auf den Körper rechtzeitig entgegengewirkt werden. Auf den ersten Blick ist das Körpererfahrungskonzept vielleicht nur schwer auf den Sportunterricht übertragbar. Es ist allerdings gar nicht so schwer, wie es zunächst schein.
Wenn im Rahmenplan von Mecklenburg-Vorpommern der Jahrgangsstufe sieben bis zehn der regionalen Schule, verbundenen Haupt- und Realschule, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen nach dem Begriff „Körpererfahrung“ gesucht wird, dann wird man auf die Sportarten Wintersport und Schwimmen stoßen. (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, 2002, S. 39, 42) Da der Wintersport schwerer in der Schule umzusetzen ist, wird sich in vorliegender Arbeit auf die Sportart Schwimmen bezogen. Im Rahmenplan heißt es: „Aufbauend auf den Schwimmunterricht der Primar- und Orientierungsstufe werden nun die vielfältigen Möglichkeiten der Bewegungs- und Körpererfahrung im Wasser intensiviert und erweitert.“ (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, 2002, S. 39) Unter anderem ist das Ziel eine „aktive und gesunde Lebensführung am, im und auf dem Wasser.“ (ebd., S. 39)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Sportunterrichts für die ganzheitliche Entwicklung von Schülern ein und stellt das Körpererfahrungskonzept als einen didaktischen Ansatz vor.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen theoretischen Begriffe Körper, Erleben, Erlebnis, Erfahren, Erfahrung, Reflektieren und Reflexion aus wissenschaftlicher Sicht definiert.
3. Über das Konzept der Körpererfahrung: Dieses Hauptkapitel beleuchtet den geschichtlichen Hintergrund, die Merkmale des Konzepts, den pädagogischen Nutzen sowie die konkrete Implementierung im Schwimmunterricht.
4. Welche Rahmenbedingungen braucht es, um das Körpererfahrungskonzept erfolgreich in der Praxis umzusetzen?: Hier werden die organisatorischen und motivationalen Voraussetzungen für Lehrkräfte und Schulleitung diskutiert, um das Konzept praxistauglich in den Unterricht zu integrieren.
5. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Vorteile des Konzepts für die Schüler zusammen und weist auf die Notwendigkeit hin, Körpererfahrung mit leistungsorientierten Ansätzen zu kombinieren.
Schlüsselwörter
Körpererfahrung, Sportunterricht, Körperwahrnehmung, Sportdidaktik, Schulsport, Schwimmen, Selbstständigkeit, Motorik, Persönlichkeitsentwicklung, Bewegungslehre, Ganzheitlichkeit, Reflexion, Erleben, Lernpsychologie, Unterrichtskonzept
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das sportdidaktische Körpererfahrungskonzept und dessen Anwendung im schulischen Sportunterricht zur Förderung einer ganzheitlichen Entwicklung der Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Begriffsklärung, die didaktische Einordnung des Körpererfahrungskonzepts sowie dessen praktische Anwendbarkeit, besonders im Bereich Schwimmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch das Körpererfahrungskonzept ihren Körper bewusster wahrnehmen und reflektieren können und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung des Konzepts auf spezifische Praxisfelder wie den Schwimmunterricht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung des Konzepts, den Lerngewinn für Schüler, die pädagogische Bedeutung und die spezifische Übertragung auf die Sportart Schwimmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Körpererfahrung, Körperwahrnehmung, Sportdidaktik, Schwimmen, Selbstständigkeit und Ganzheitlichkeit.
Warum ist gerade das Schwimmen für dieses Konzept besonders geeignet?
Schwimmen ermöglicht eine intensive, unmittelbare Sinneswahrnehmung des Körpers in einem für viele Schüler ungewohnten Element, was gezielte Körpererfahrungen wie Atmung, Gleichgewicht und Wassergefühl fördert.
Welche Rolle spielt die Leistungsorientierung in diesem Konzept?
Das Körpererfahrungskonzept stellt die Wahrnehmung über die messbare Leistung, wobei der Autor empfiehlt, es sinnvoll mit leistungsbezogenen Konzepten zu kombinieren.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2014, Den eigenen Körper im Sport erleben, erfahren und reflektieren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370824