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Wie wird der locus amoenus als Charakteristikum der Idylle in realistischen Werken eingesetzt?

Zum Verhältnis von Idylle und realistischer Literatur

Titre: Wie wird der locus amoenus als Charakteristikum der Idylle in realistischen Werken eingesetzt?

Dossier / Travail , 2014 , 26 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Katharina Preuth (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Diese Arbeit widmet sich dem zentralen Thema, wie Autoren innerhalb der literaturgeschichtlichen Epoche des Realismus der 'Idylle' begegnen. Es ist zu fragen, ob der „locus amoenus“ weiterhin ein konstitutiver Bestandteil der Erzählung ist und auch sein kann.

Anhand zweier epischer Werke von Adalbert Stifter und Theodor Fontane soll diesem Analyseinteresse nachgegangen werden. Ein Augenmerk ist hier auch auf die zeitliche Differenz der Veröffentlichung beider Werke zu legen, die mögliche Rückschlüsse auf eine Entwicklung hinsichtlich der Haltung zur Idylle innerhalb des Realismus zulässt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Idylle in der Literatur

2.1 Charakteristika der Idylle

2.1.1 Bezug zur gegenwärtigen Gesellschaft und Zeit, Gegensätze und kosmische Ordnung

2.1.2 Natur als Bestandteil

2.1.3 Locus amoenus

2.2 Zum Verhältnis realistischer Literatur und der Idylle

3 Untersuchung zweier Werke des Realismus zum locus amoenus

3.1 Der locus amoenus bei Adalbert Stifter Der Bergkristall (1845)

a) Skizzierung des Inhalts

b) Auf der Suche nach lieblichen Orten

c) Fazit

3.2 Der locus amoenus in Theodor Fontanes Effi Briest (1895)

a) Skizzierung des Inhalts

b) Der elterliche Garten und das Elternhaus als lieblicher Ort?

c) Fazit

4 Abschließendes Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Idylle und realistischer Literatur im 19. Jahrhundert, mit einem speziellen Fokus auf die Verwendung des „locus amoenus“ als konstitutives Charakteristikum der Idylle. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie dieser liebliche Ort in Werken des Realismus eingesetzt wird und ob er in dieser Epoche weiterhin seine klassische Funktion erfüllt oder einer Transformation unterliegt.

  • Historische Herleitung und Begriffsdefinition der Idylle sowie des locus amoenus.
  • Analyse der Funktion von Naturräumen als idyllische oder bedrohliche Schauplätze.
  • Untersuchung von Adalbert Stifters „Der Bergkristall“ hinsichtlich der idyllischen Motivik.
  • Untersuchung von Theodor Fontanes „Effi Briest“ unter der Fragestellung der „Scheinidylle“.
  • Vergleichende Betrachtung der zeitlichen Differenz und der Entwicklung der Idyllentheorie im 19. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

3.1 Adalbert Stifters Der Bergkristall (1845)

Die Erzählung schildert nach einem verhältnismäßig langen Vorlauf zur religiösen Ausrichtung und Historie zweier Bergdörfer (5-38) die Rettung der beiden Geschwisterkinder Konrad und Sanna, die auf dem Heimweg von dem Dorf Millersdorf über einen Bergpass in das elterliche Dorf Gschaid in einen starken Schneefall geraten. Zuvor haben sie sich tagsüber auf den Weg zu ihren Großeltern nach Millersdorf gemacht, dort Rast gehalten und Weihnachtsgeschenke ausgetauscht, denn es war der Tag der Christnacht (38-44). Nach einiger Zeit des Schneefalls und erster Desorientierung wird zumindest dem älteren Jungen Konrad die Gefahr bewusst, in der beide schweben: „Werden wir bald zu der Unglücksäule kommen?“ fragte Sanna. „Ich weiß es nicht“, antwortete der Knabe, „ich kann heute die Bäume nicht sehen, und den Weg nicht erkennen, weil er so weiß ist.“ (50). Dennoch ermutigt er seine Schwester immer wieder („Aber es macht nichts. Wir gehen immer auf dem Wege fort […].“ (51), auch nachdem beide in einer „Steinhütte“ (68) übernachten müssen („Weine nicht, ich bitte dich recht schön, weine nicht, ich gebe dir alle Dinge zu essen, welche uns die Großmutter mitgegeben hat.“ (66). Durch das Trinken von Kaffee (72) und das Einwirken der „Natur in ihrer Größe“ (75, gemeint ist hier das dreimalige Krachen des Eises und das auftretende Nordlicht, 76) erhalten sie während der Nacht ihren Wachzustand. Bei Tagesanbruch (77) machen sich die beiden erneut auf die Wegsuche nach Gschaid, bis sie ihre Retter, Leute aus Gschaid (84), erblicken. Auch Bewohner von Millersdorf waren an der Suche beteiligt, so dass die Bewohner beider Dörfer über die Rettungsaktion ‚zusammenwachsen‘. Die Erzählung endet mit der moralisierenden Ausführung: Die Kinder aber werden den Berg nicht vergessen, und werden ihn jetzt noch ernster betrachten, wenn sie in dem Garten sind, wenn wie in der Vergangenheit die Sonne sehr schön scheint, der Lindenbaum duftet, die Bienen summen, und er so schön blau wie das sanfte Firmament auf sie hernieder schaut. (94)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung nach der Rolle des „locus amoenus“ als konstitutiver Bestandteil der Erzählung innerhalb der Epoche des Realismus.

2 Zur Idylle in der Literatur: Dieses Kapitel definiert die Idylle als literarische Gattung, erläutert ihre Charakteristika wie den „locus amoenus“ und beleuchtet das Spannungsverhältnis zur realistischen Literatur.

3 Untersuchung zweier Werke des Realismus zum locus amoenus: Hier wird anhand von Adalbert Stifters „Der Bergkristall“ und Theodor Fontanes „Effi Briest“ die konkrete literarische Anwendung und Umdeutung des idyllischen Ortes analysiert.

4 Abschließendes Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Entwicklung der Idylle im Realismus zu einer Instrumentalisierung führt, die vom ursprünglichen Idyllen-Muster abweicht.

Schlüsselwörter

Realismus, Idylle, Locus amoenus, Adalbert Stifter, Theodor Fontane, Der Bergkristall, Effi Briest, Naturdarstellung, Literaturwissenschaft, Poetischer Realismus, Idyllentheorie, Literarische Gattung, Landschaftsdarstellung, Motivik, Bürgerlicher Realismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Autoren des literarischen Realismus im 19. Jahrhundert das Motiv der Idylle und speziell den „locus amoenus“ verwenden und in ihre Erzählstrukturen einbauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Mensch und Natur, die Abgrenzung von idyllischen und nicht-idyllischen Räumen sowie die Bedeutung von Tradition und gesellschaftlicher Ordnung in der Literatur des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage ist, wie der „locus amoenus“ als Charakteristikum der Idylle in realistischen Werken eingesetzt wird und ob er in dieser Epoche weiterhin als harmonischer Rückzugsort dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und Interpretation ausgewählter epischer Texte, gestützt durch literaturtheoretische Konzepte zur Idylle und zum Realismus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden „Der Bergkristall“ von Adalbert Stifter und „Effi Briest“ von Theodor Fontane detailliert auf ihre idyllische Motivik und die Funktion ihrer jeweiligen Handlungsorte untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Realismus“, „Locus amoenus“, „Idylle“ und „Instrumentalisierung der Natur“ charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung bei Stifter von der bei Fontane?

Während Stifter die Idylle noch im Sinne einer aufrichtigen Harmonie und als Mittel zur Reflexion über die Natur nutzt, setzt Fontane den idyllischen Garten eher als „Scheinidylle“ und notwendiges Metaphern-Element für den Leidensweg der Protagonistin ein.

Was bedeutet das Motto „Vollglück in der Beschränkung“ in diesem Kontext?

Dieser bei Stifter zentrale Begriff beschreibt die Strategie, Zufriedenheit im Privaten und Häuslichen zu finden, um sich gegen die Übermacht einer oft bedrohlichen, unendlichen Natur zu behaupten.

Was ist mit dem Begriff „Scheinidylle“ in Bezug auf Fontane gemeint?

Der Begriff beschreibt, dass die scheinbar idyllischen Garten-Szenen in „Effi Briest“ keine Orte echter Glückseligkeit sind, sondern lediglich als private Rückzugsorte fungieren, die den gesellschaftlichen Druck und die tragische Vorbestimmung der Figur kontrastieren.

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Résumé des informations

Titre
Wie wird der locus amoenus als Charakteristikum der Idylle in realistischen Werken eingesetzt?
Sous-titre
Zum Verhältnis von Idylle und realistischer Literatur
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Germanistik)
Cours
Was ist Realismus? Analysen von Texten aus dem 19. Jahrhundert.
Note
1,7
Auteur
Katharina Preuth (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
26
N° de catalogue
V370998
ISBN (ebook)
9783668492738
ISBN (Livre)
9783668492745
Langue
allemand
mots-clé
Idylle Locus amoenus Realismus Fontane Stifter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Preuth (Auteur), 2014, Wie wird der locus amoenus als Charakteristikum der Idylle in realistischen Werken eingesetzt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370998
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Extrait de  26  pages
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