Mundart im modernen Volkstheater am Beispiel von Willy Millowitsch


Bachelorarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Volkstheater
2.1 Historische Hintergründe
2.2 Modernes Volkstheater

3. Konzeptionelle Grundlagen
3.1 Das Volksstück
3.2 Mundart im Volkstheater
3.3 Method Acting

4. Willy Millowitsch
4.1 Das Schauspielmilieu und Millowitschs Rollen
4.2 Millowitsch als Method Actor

5. Mundart im Volksstück „Der Etappenhase“
5.1 Das Volksstück „Der Etappenhase“
5.1.1 Geschichte
5.1.2 Kontext
5.2 Die Kölner Mundart im Stück
5.2.1 Veränderungen
5.2.2 Wirkung

6. Resümee

Literatur- und Quellenverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

Ausschlaggebend für meine Themenwahl ist das persönliche Interesse an dem Thema Volkstheater, insbesondere Stücke mit regionalem Bezug. Mich, als Urenkelin von Karl Bunje, einem der erfolgreichsten Autoren des Volkstheaters im 20. Jahrhundert, interessieren vor allem die stilistische Arbeit und die Mundart im Volkstheater sehr. Das Thema meiner Bachelorarbeit ist in der Literaturwissenschaft anzusiedeln.

Anhand des Stückes „Der Etappenhase“ von Karl Bunje werde ich genauer untersuchen, inwiefern die Mundart hier von Bedeutung ist. Die Inszenierung von Willy Millowitsch stellt den Mittelpunkt meiner Untersuchung dar, weil sie einen großen Anteil zum Erfolg des Stückes beitrug. Insbesondere werde ich den Bereich Mundart und ihre Wirkung im modernen Volkstheater literaturwissenschaftlich beschreiben. Vorwegnehmen möchte ich, dass ich nicht auf die Entstehung der Mundarten im sprachwissenschaftlichen Sinn eingehen werde, da dies den Rahmen meiner Arbeit sprengen würde.

In meiner Arbeit werde ich zunächst das historische und das moderne Volkstheater beschreiben und vergleichen. Darüber hinaus stelle ich die konzeptionellen Grundlagen dar, welche zur Aufarbeitung des Themas von Bedeutung sind. Die konzeptionellen Grundlagen werde ich im Zusammenhang mit der Arbeit von Willy Millowitsch sowohl im Hinblick auf das Method Acting als auch auf die Mundart im Volkstheater darstellen.

Volkstheater ist, wie der Name schon sagt, Theater für das Volk. Es soll das Volk erreichen und von ihm verstanden werden. Hierzu wird unter anderem auch die Sprache des Volkes genutzt. Doch inwiefern muss sich diese im Volkstheater den Zuschauern anpassen? Wird Volkstheater auch heute noch in Mundart gespielt? Und kann es nur lokal zum Erfolg werden? Diese Fragen möchte ich in meiner Arbeit beantworten.

Ein Beispiel für den überregionalen Erfolg im Volkstheater ist das Volksstück „Der Etappenhase“. Das Stück, ursprünglich in plattdeutsch verfasst, wurde auch in der Kölner Mundart zu einem Bestseller. „Kölsch“, als die gebräuchliche Mundart der Bewohner Kölns und Umgebung, definiere ich in meiner Arbeit. Das Stück ist bis heute eines der erfolgreichsten im Volkstheater und das erste, welches live im Fernsehen übertragen wurde. Somit ist „Der Etappenhase“ ein wichtiger Teil in der Geschichte des Volkstheaters. Durch die Übertragung des Stückes in die Kölner Mundart und die Anpassung an die Voraussetzungen des Millowitsch-Theaters wurde das Stück dahingehend verändert.

Mein Erkenntnisinteresse liegt hierbei in der Kölner Mundart und der Frage, inwiefern sie zum Erfolg des Stückes beitrug. Des Weiteren möchte ich herausfinden, ob die Mundart weiterhin im modernen Volkstheater gebräuchlich ist und welche Vorteile und Auswirkungen sie auf das Volkstheater hat. Zur Beantwortung der sich mir stellenden Fragen bediene ich mich des Beispiels des Kölner Schauspielers Willy Millowitsch unter besonderer Berücksichtigung des Stückes „Der Etappenhase“.

Der Text lag mir in einer plattdeutschen und einer hochdeutschen Fassung vor, nicht jedoch in einer Fassung der Kölner Mundart. Da diese Arbeit auf einer literaturwissenschaftlichen Grundlage basieren soll, vergleiche ich nicht die Mundarten an sich, sondern deren Wirkung auf den Leser, bzw. den Zuschauer. Aus diesem Grund habe ich mich für die Analyse der Mundart im Stück der Theateraufzeichnungen bedient, welche als Filmmaterial u.a. auf YouTube zur Verfügung standen. Hierbei habe ich mich auf jeweils eine Vorstellung des Ohnsorg-Theaters und eine des Millowitsch-Theaters beschränkt.

Neben wissenschaftlich fundierten Inhalten innerhalb der Literaturwissenschaft habe ich Interviews mit Zeitzeugen geführt, Berichte und Interviews zum Thema gelesen und auch Kontakt zum Ohnsorg-Theater in Hamburg, sowie zum Millowitsch-Theater in Köln gesucht. Trotz mehrerer Versuche meinerseits Kontakt mit den Theatern aufzunehmen, blieben diese erfolglos.

2. Das Volkstheater

Zunächst grenze ich den Begriff Volkstheater ein und entwickle eine Arbeitsdefinition für den Begriff Volkstheater, um einen vertiefenden Einstieg zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die Erläuterung des Begriffes in den Unterkapiteln vertieft, sodass auch die Herkunft und Entwicklung des Volkstheaters sowie das moderne Volkstheater verständlich wird. Besonders die Entwicklung des Volkstheaters von seinem Ursprung bis ins 21. Jahrhundert ist von Bedeutung für die weitere Arbeit. Es gilt zu erörtern, welche Ereignisse das Volkstheater geprägt haben und was das Volkstheater bis heute ausmacht. Außerdem ist es wesentlich für den weiteren Verlauf der Arbeit zu betrachten, inwiefern das Volkstheater heute noch existiert, bzw. in welcher Form das Volkstheater noch besteht. Auf die inhaltliche Definition des Volksstücks wird dann später innerhalb der konzeptionellen Grundlagen eingegangen.

Das Volkstheater, oder auch volkstümliches Theater, dient in erster Linie dem Zweck der Unterhaltung. Im Volkstheater werden Stücke aller Art gespielt. Hierzu gehören u.a. Zauberspiele, Spektakel- und Lokalstücke.[1]Schmitz schrieb über das Volkstheater: „Volkstheater ist Theater vom Volk, fürs Volk, über das Volk“.[2]Auch im Allgemeinen Theater-Lexikon wurden diese Zauberpossen, Spektakelstücke und Lokalsachen dem Volkstheater zugeordnet.[3]

Der Begriff „volkstümlich“ bedeutet hier „gemeinverständlich“ und „populär“.[4]Das Theater soll im engsten Sinne des Wortes „in seiner Art dem Denken und Fühlen des Volkes entsprechend, entgegenkommend [und allgemein beliebt]“[5]sein. Das Volkstheater ist demnach ein Theater, das alle sozialen Schichten erreicht, von ihnen verstanden und besucht wird. Hier liegt auch der Unterschied zum höfischen oder bürgerlichen Theater. Das Volkstheater kann nicht nur inhaltlich, sondern auch finanziell von allen Schichten getragen werden.[6]

„Im entsprechenden Sinne ist das Volkstheater – egal ob als Summe von Stücken, als Institution oder als Gebäude – das Theater des Volkes, im Gegensatz zum Hoftheater als Theater allein der gehobenen Stände.“[7]

Demnach ist der Begriff „Volkstheater“ sowohl Genre als auch Ort des Theaters. Nach Jürgen Hein ist für das Volkstheater als Organisation und Einrichtung das Zusammenspiel von Produktion und Rezeption wichtig. Die Produktionsbedingungen und –formen sind abhängig von den gesellschaftlichen Bedingungen, da es, wie oben beschrieben, „ein Theater für die Mehrheit der Bevölkerung“[8]ist.[9]

„Volkstheater als Institution meint vor allem die sich in den jeweiligen Stücken ausdrückende Haltung gegenüber dem Volk. Es stellt sich sowohl dar in Art und Inhalt der Stücke wie in den Vorstellungen, die sich der Produzent des jeweiligen Stücks von dem Publikum macht, das er erreichen will.“[10]

Das Volkstheater als Institution wandelt sich somit mit seinem Publikum und kann nur unterhaltend wirken oder das Bewusstsein ändern wollen.[11]Bis heute ist die Bezeichnung des „Volkstheaters“ noch sehr vage.[12]

„Zum Volkstheater gehören die Millowitsch-Bühne in Köln und das Ohnsorg-Theater in Hamburg ebenso wie die Stücke Martin Sperrs und Franz Xaver Kroetz'.“[13]

Roger Hudson ging 1971 von fünf Theatertypen aus, welche man in den verschiedenen Erscheinungsformen des Volkstheaters wiederfinden kann. Hierzu gehören das „Popular Theatre“, welches ein finanzielles Ziel verfolgt, das „Social Theatre“, mit einem sozialen Ziel, z.B. die Zuschauer zu unterhalten, und dem Ziel zu bilden, das „Working Class Theatre“, mit dem Ziel die Klassensolidarität zu fördern, das „Political Theatre“, welches über politische Zusammenhänge aufklären soll und das „Revolutionary Theatre“, welches eine neues Gesellschaftsordnung hervorrufen möchte und diese propagandistisch und erziehend begleitet.[14]

Wie zu erkennen ist, ist der Begriff „Volkstheater“ nicht eindeutig zu definieren. Vom II. Internationalem Kolloquium zum Volkstheater wurde 1982 ein Versuch unternommen das Definitionsproblem zu lösen. Bis heute werden jedoch immer noch verschiedene Bezeichnungen genutzt.[15]

Nachfolgend werde ich die weiteren historischen Hintergründe des Volkstheaters erörtern und anschließend die Entwicklung des Volkstheater beschreiben.

2.1 Historische Hintergründe

Die Traditionen des Volkstheaters „reichen zurück bis ins Mittelalter“[16]. Es ist eine Sache für sich und nimmt je nach Erfahrungsstand und Funktion unterschiedliche Formen an.[17]Der eigentliche Ursprung des Volktheaters in seiner heutigen Form liegt jedoch in Wien.[18]Bis 1776 gab es in Wien nur zwei Theater. Die sogenannten Berufstheater, welchen als gewinnorientierten Privatbühnen auch das Privileg der Theaterdarbietung, Feuerwerke u.v.m. allein zukam. So hatten diese kommerziellen Unternehmen bis dato die alleinige Spektakelfreiheit. Der Anreiz für weitere Bühnen blieb somit aus wirtschaftlichen Gründen aus. Diese Freiheit hörte jedoch 1794 auf, als unter Kaiser Franz die Hoftheater wieder verpachtet wurden.[19]

Der inhaltliche Charakter des Volktheaters lässt sich jedoch schon bei Joseph Anton Stranitzky dem Gründer des „Wiener Narren Hanswurst, mit seinem»Teutschen Comoedianten«“[20]im Wiener Theater am Kärntnertor vermuten. Damals galt das Theater als Forum des öffentlichen Volkes, es sollte kein Bildungstheater sein, sondern schlicht der Unterhaltung dienen.[21]

„Bis etwa 1840 ist das Volkstheater im Idealfall tatsächlich die Einheit von Theater vom Volk, für das Volk und über das Volk; d.h. es gibt eine Institution Volkstheater, deren Publikum, Schauspieler und Autoren aus den Bevölkerungsschichten stammen, die die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen und denen der Zugang zu den etablierten Bühnen des gehobenen Bürgertums und Adels weitgehend verwehrt ist.“[22]

Aus finanziellen Gründen hatte dieser Idealfall jedoch keinen Bestand. Das Volk wurde immer mehr vom Theater ausgegrenzt, da die Preise erhöht wurden und nur noch die obere Schicht es sich leisten konnte ins Theater zu gehen.[23]Um ca. 1840 sollte das Theater ein erhöhtes Ansehen bekommen, sodass man die Wohlsituierten und Gebildeten als Zielgruppe für das Theater bevorzugte. Durch die Erhöhung der Eintrittspreise zog sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts das „Volk“ zurück und als Publikum blieb das Großbürgertum.[24]

„Erst mit den Bewegungen um ein neues Volksstück und Volkstheater (Deutsches Volkstheater in Wien bis hin zu den Volkstheatern der aufstrebenden Massenparteien) will man wieder „Volk“ ins Theater bringen und es auch erziehen.“[25]

Diese Bewegung setzte zunächst ausschließlich ein um das Volk zu belehren und zu erziehen. Die öffentlichen Theater, und somit der Staat, hatte ein Interesse daran die unteren Schichten ins Theater zu holen, um ihnen politische Ideologien und Gesellschaftsstrukturen näher zu bringen. Dies führte auch zur Gründung von Theatervereinen. Durch diese Gründungen konnten ab 1887 auch wieder private Theater entstehen, welche nicht durch Zensierung der Öffentlichkeit unzugänglich waren. Unter ihnen war 1890 auch die „freie Volksbühne“ in Berlin.[26]Fortan wurden immer mehr Theatervereine, Clubs und Gesellschaften für Theater und Literatur ins Leben gerufen.[27]Im 20. Jahrhundert erreichte dann die Bewegung der Avantgarden Europa.[28]Avantgardetheater entspringt dem Volkstheater, ist jedoch als stilvolle Revolution dessen zu verstehen. Durch Avantgardetheater soll das bürgerliche Volkstheater durch neue Mittel fortgesetzt und teils ersetzt werden.[29]

[]Avantgardetheater[lebt, d. Verf.]grundsätzlich vom Widerspruch gegen voraufgegangene Traditionen. Damit bestätigt es seine Herkunft vom bürgerlichen Theater,[]. Auch wo das Avantgardistische nach erfolgreicher proletarischer Revolution den Unterschichten zugedacht ist, wird es gleichwohl von bildungsbürgerlichen Künstlern gemacht und erreicht dann auch ein überwiegend bildungsbürgerliches Publikum.“[30]

Durch das neue Leitbild entstand ein neues Volkstheater, welches auf die Massenkultur und die neuen bürgerlichen Bedürfnisse ausgerichtet war.[31]

So gelten, wie oben beschrieben, die Gründungen des „Deutschen Volkstheaters“ in Wien und der „Freien Volksbühne“ in Berlin Ende des 19. Jahrhunderts als Wiederbelebung der Intention des Volkstheaters.[32]Die Vorstadtbühnen der Stadt Wien wurden zum Inbegriff für das Volkstheater.[33]Die mittleren und unteren Schichten sollten in einer verständlichen Form im Volkstheater unterhalten werden.[34]Doch es wurden auch Kritiker laut, welche dem Volkstheater unterstellten das Volk bösartig mit Unsittlichkeiten zu impfen.[35]Schon M. G. Saphir kritisierte im 18. Jahrhundert, dass das Volkstheater das Volksleben humorvoll überbewertet und dadurch die tatsächlichen gesellschaftlichen Widersprüche verschleiert werden.[36]Auch Roger Hudson beschreibt, wie oben erläutert, dass das Volkstheater durch mehrere Erscheinungsformen auch mehrere Ziele verfolgt. Diese Erscheinungsformen der Intention „Volkstheater“ entstehen durch die wechselnde Publikumsstruktur.[37]

„Neben der Theatern, die sich einem Bildungsauftrag gegenüber einem Publikum aus den mittleren und unteren Gesellschaftsschichten verpflichtet fühlten, existieren weiterhin solche Theater, die von Publikum und Kritik, aber auch aus eigenem Selbstverständnis, als Volkstheater angesehen werden, weil ihr Programm ein anspruchsloses, rein unterhaltendes ist. Alte und neue Possen, Schwänke und Lustspiele sollen für ein Publikum jeder Bildungsschicht leicht konsumierbar sein und von Alltagsproblemen ablenken.“[38]

Es ist demnach zu unterscheiden zwischen der Entwicklung der Institution und der Intention des Volkstheaters. Bei der Entwicklung des Volkstheaters als Ort und der Schauspielbühne ist festzuhalten, dass sich hier das Volkstheater erst später durchsetzen konnte. Unter dem inhaltlichen Aspekt des Theaters vom Volk für das Volk wurden schon früh Merkmale festgestellt, welche sich letztendlich Ende des 19. Jahrhunderts etablieren konnten.

2.2 Modernes Volkstheater

Die Entwicklung des Volkstheaters wird seit 1830 mit der Feststellung des Verfalls begleitet.[39]Dies begründet auch, weshalb der Begriff bis heute nur schwer zusammenzufassen ist. Immer wieder wird das Volkstheater durch Zensierungen, erhöhte Eintrittspreise oder Stücke von höherer Literatur von seiner eigentlichen Absicht abgebracht. Dennoch gibt es bis heute bestehende Volkstheater, sowie andere Institutionen wie die Operette oder das Kino, welche vom Volkstheater abstammen. Die Bandbreite erstreckt sich von Komödie bis Schwank, Lustspiel und Schauspiel, Rock-Revue, Operette und Musical, sodass der Spielplan ständig erweitert und aktualisiert wird.[40]

Bis 1945 wurden alle Formen des Volkstheaters kritisch beäugt und schließlich durch die politische Entwicklung beendet. Erst in der Nachkriegszeit wurden wieder einige Versuche gewagt unterhaltende „Volkstheater mit zeitkritischen Inhalten zu füllen[41]. Jedoch hat sich auch das Interesse des Publikums geändert, sodass es nicht mehr auf das Stück und die erregende Erzeugung der Texte ankommt, sondern auf die Aufführung und Repräsentation. Inhaltlich bedienen sich die Autoren jedoch weiterhin des traditionellen bürgerlichen Bildungsstandes und Geschmacks.[42]

„Die Funktion der Massenunterhaltung übernehmen wieder das Kino und seit Mitte der 50er Jahre mehr und mehr das neue Medium Fernsehen. Und es ist symptomatisch, daß im Fernsehen häufiger die unkritischen und schwankhaften Formen des Volksstückes verbreitet werden und deren Dramaturgie auch Einfluß nimmt auf die Entwicklung der Genre Fernsehspiel und Spiel-Serie.“[43]

Schon hier erkennt man den Einfluss des Volkstheaters auf die neuen Medien und Formen der Unterhaltung.

Mitte des 19. Jahrhunderts schließt die Operette an die Formen des Volksstücks an und übernimmt auch das Publikum des Volkstheaters. Auch das Kino übernimmt Anfang des 20. Jahrhunderts die Funktionen des Volkstheaters. Die Medien wurden nicht nur als Propaganda benutzt, sondern konnten durch die belanglosen Inhalte auch von den Problemen des Alltags und der Politik ablenken.[44]

Die Operette hatte sich gänzlich aus dem Volkstheater entwickelt und dessen Eigenschaften perfektioniert. Sie galt als Form des „bürgerlichen Lachtheaters“ und erreichte Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt, sodass zugleich das Volkstheater seinen vorläufigen Endpunkt erreicht hat.[45]Erst 1966 gewinnt das Volkstheater durch die politische Entwicklung und dem Interesse der Regierung an seinem Volk und der Anteilnahme dessen wieder an Relevanz. Auf dieser politischen und wirtschaftlichen Grundlage entstehen neue Volksstücke. Die Themen des neuen Volkstheaters sind nun vorwiegend Autoritätsstrukturen, Rudelverhalten sowie Darstellungen der Arbeitswelt und Sozialstrukturen.[46]Trotzdem gehören die Arbeiter dem kleinsten Teil der Theaterbesucher an. Um diese wieder zu erreichen entstehen freie Theater und Straßentheater, welche jedoch weder den gewünschten Erfolg bringen noch den Anspruch erheben ein Volkstheater zu sein.[47]Heute zählt das Volkstheater wieder zur reinen Unterhaltungskultur. Beispiele hierfür sind vor allem das Millowitsch-Theater in Köln oder das Ohnsorg-Theater in Hamburg. Die Theater distanzieren sich von Politik und erheben den Anspruch vorwiegend darauf das Publikum zum Lachen zu bringen.[48]

Außerdem versuchen die Theater durch gemeinsame Produktionen mit dem Medium Fernsehen Zuschauer zu gewinnen. Um die Kunst dabei nicht zu vergessen, unterstützen die Theater auch Autorenpflege und zeigen regelmäßige Uraufführungen.[49]So ist das Repertoire der modernen Volkstheater groß. Nach vielen Erneuerungen und ständigen Einschnitten in die Kultur des Volkstheaters konnte sich dieses bis heute halten und weiterentwickeln. Das moderne Volkstheater knüpft an der Intention des ursprünglichen Volkstheaters an und unterhält mit Humor und Kunst das Volk. Inhaltlich zeigt das Theater einen facettenreichen Spielplan.[50]

Auch die Schwierigkeit des Theaters alle Schichten des Volkes zu erreichen besteht bis heute. Das erklärt warum auch die aktuelle Definition des Begriffes „Volk“ immer berücksichtigt werden muss.

„Was jeweils unter Volksstück/Volkstheater verstanden wird, ist unmittelbar abhängig sowohl davon, was unter Volk verstanden wird, als auch von der Einstellung, die diesem Volk gegenüber besteht. So ist die Verwendung der Begriffe zumeist mit einer Wertung verbunden: Volk kann ebenso den Pöbel meinen, wie den unverbildet natürlichen Teil der Bevölkerung, es kann die große Masse meinen wie die Nation, das Proletariat wie das Kleinbürgertum.“[51]

Zusammenfassend kann man sagen, dass es die Intention des ursprünglichen Volkstheaters war, auch das Kleinbürgertum zu erreichen. Es sollte ein Theater für Jedermann sein. Diese Intention verfolgt auch das moderne Volkstheater. Am Theaterpublikum hat sich insofern nichts geändert, als dass es sowohl damals wie auch heute durch die wirtschaftlichen und politischen Strukturen schwer ist das ganze Volk zu erreichen. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, seien es die Eintrittspreise oder das Bildungsniveau. Heute kann das Volk neben dem Theater auch auf andere Unterhaltungsmedien zurückgreifen, welche zum einen leichter zugänglich und billiger sind und zum anderen auch inhaltlich mehr dem Zeitgeist entsprechen. Trotzdem hat es das Volkstheater geschafft, bis heute zu bestehen und das interessierte Publikum zu begeistern.

3. Konzeptionelle Grundlagen

Im folgenden Kapitel lege ich die konzeptionellen Grundlagen dar, welche für die Analyse der Mundart im Volkstheater wichtig sind. Es sind sowohl die Gattungen des Volkstheaters zu definieren, als auch die Sprache und die Schauspielmethode. Durch die Definition der Begriffe und Grundlagen wird ihr Zusammenhang in der Arbeit des Volkstheaters klar und erleichtert das Verständnis zur weiteren Analyse der Mundart im Volkstheater.

3.1 Das Volksstück

„Volkstheater“ ist, wie oben beschrieben, ein weitreichender Begriff. Untrennbar zum Volkstheater gehört das Volksstück.[52]Außerdem ist es zum Verständnis der Definition des Volkstheaters wichtig, auch die des Volkstückes zu verstehen. Das Volksstück ist die Gattung, welche in dem Begriff „Volkstheater“ verankert ist. Dieses kann jedoch nicht als Gattungsbegriff im engeren Sinne verstanden werden. Der Begriff soll, genau wie der des Volktheaters, die Adressaten des Stückes bezeichnen.[53]

„Es ist also nicht verwunderlich, daß[]bis heute die Stücke des Volkstheaters die unterschiedlichsten Bezeichnungen tragen. Diese reichen von Zaubermärchen über Lustspiel und Posse bis hin zu Schwank und Operette.“[54]

Die Bezeichnung „Volksstück“ wird erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Überbegriff des Genres.[55]Somit umfasst der Überbegriff „Volksstück“ sowohl andere Formen, wie z.B. Schwank, Lokalstück, Posse etc., als auch Institutionen, wie z.B. Volkstheater oder Bauerntheater.[56]Aufgrund dessen werde ich im Folgenden auf die Begriffe „Lustspiel“, „Komödie“, „Posse“ und „Schwank“ eingehen.

„Volksstück ist einmal das regional begrenzte, dialektgebundene, anspruchslose, bloß unterhaltende, triviale Lokalstück auf der Schaubühne ohne ideale Ansprüche; zum anderen sieht man in ihm –[]– eine Form der kritisch-realistischen, nicht minder mit Mitteln der Unterhaltung arbeitenden (Selbst-)Darstellung des Volkes.“[57]

Das Volksstück hat die Eigenschaften „regional“ und „unterhaltend“, welche sich durch Dialekt und Komik ausdrücken. Zudem drückt es inhaltlich einen „konkreten Wirklichkeits- und Sozialbezug[58]aus. Wie oben definiert ist das Volksstück für ein breites Publikum unterhaltsam und beschreibt Geschichten über das Volk, vom Volk und im Interesse des Volkes.[59]Auch die „Helden“ der Stücke sind„Helden aus dem Volk[60]. Obwohl das Volkstheater zwischen Unterhaltung und Erziehung stand[61], zielt das traditionelle Volksstück primär auf Volksbelustigung, womit es der Komödie nahe stand.[62]

Die Komödie ist ein Bühnenstück mit satirischer Komik, in dem menschliche Schwächen überwunden werden.[63]Der Unterschied zur Komödie besteht darin, dass im Volksstück die Eigenarten des ländlichen, bzw. regionalen, hervorgehoben werden. Das anspruchslos Unterhaltsame bleibt jedoch der Grundcharakter des Volksstückes. Letztendlich gibt es aber auch hier viele andere Formen und Inhalte, welche dann unter den Begriff „Anti-Volksstück“ oder „kritisches Volksstück“ zusammengefasst werden.[64] Über das kritische Volksstück wird aber nicht das Massenpublikum erreicht, da die kritischen Elemente als Unterhaltung angesehen werden. So bezeichnet man heute diese Volksstücke als „Moderne Volksstücke“, in denen zwar auf eine kritische Haltung hingewiesen werden soll, diese jedoch nicht vorrangig ist.[65]

Wie schon erwähnt wird als Trägerschicht der Volksstücke bis heute vorwiegend die ländlich-bäuerliche Bevölkerung angesehen. Jedoch ist das Volksstück für Jeden ausgelegt. Das Publikum kommt meist aus derselben Gemeinschaft wie die Akteure.[66]Das Volksstück strebt nach einer Identifikation des Publikums mit den Figuren, durch die Darstellung von Alltagsproblemen und gesprochener „Alltagssprache“ im Gegensatz zur Kunstsprache. Es soll sowohl belehrend als auch unterhaltend sein und diese zwei Kriterien nie voneinander trennen. In den ersten Volksstücken des 20. Jahrhunderts neigen alle Konfrontationen zu einem guten Ende. Hierbei benutzten die Autoren Charaktere aus der ländlichen oder familiären Umgebung, Dialekte und auch einen märchenhaften Einfluss.[67]

Durch die vielen Eigenschaften des Volksstücks ist dieses nur schwer zu definieren und zu erkennen. Somit gerät es auch immer wieder mit anderen Gattungen, wie z.B. der Posse, in Kontakt.

Die Bezeichnung „Volksstück“ war bis zur Zeit Nestroys[68]nicht üblich. Viele Stücke Nestroys werden heute unter der Gattungsbezeichnung „Volksstück“ zusammengefasst, er selbst bezeichnete seine Stücke als Posse.[69]Seine Stücke beinhalten den volksbelehrenden Charakter eines Volkstückes genauso wie die Volkstümlichkeit lokaler Possen.[70]

„Gekennzeichnet ist sie durch die Sprachkomik, Groteske und durch parodistische Elemente. Dies, sowie Derbheiten in der Handlung und szenische Effekte machen ihre Volkstümlichkeit aus.“[71]

Der ausgeprägt bissige Witz, welchen später auch das moderne Volksstück hat, lässt sich hier als Parallele erkennen. Dies schöpft Nestroy bewusst aus, sodass sich hieraus später die Formel eines bürgerlichen Lachtheaters, dem Lustspiel, ableiten lässt.[72]

Mit „Lustspiel“ wird heute das gleiche gemeint wie „Komödie“. Diese Begriffe werden gleichbedeutend verwendet und lassen sich nur schwer voneinander differenzieren.[73]Das Lustspiel spiegelt Probleme und Situationen des menschlichen Lebens wieder, welche durch Über- oder Untertreibung komisch wirken. Auch hier ist der Unterschied zur Komödie zu erkennen, da in dieser eine faktische Überlegenheit über das Schicksal zum Ausdruck kommt.[74]

Ab 1920 wird die Gattung „Volksstück“, u.a. durch Ödön von Horváth[75]und später Bertolt Brecht[76], in wesentlichen Elementen erneuert.[77]Horváth vollzog die Erneuerung des Volksstücks auf mehreren Ebenen, sowohl inhaltlich, personell, sprachlich, intentional, als auch theatersituativ.[78]Inhaltlich soll sich das Volksstück an den Instinkt und nicht an den Intellekt des Volkes richten. Das Volksstück soll Probleme auf eine bodenständige Art behandeln. Auch personell fordert Horváth, dass bezeichnende Schichten des Volkes, vor allem Kleinbürger, zum Volksstück gehören sollen. Für den Aspekt der Theatersituation und der Sprache wollte Horváth alles auf das Volk ausrichten, welches einen Zugang zum Theater haben soll.[79]

Vor allem auf die Sprache im Volkstheater werde ich später noch genauer eingehen. Hier lässt sich jedoch schon einmal festhalten, dass das Volksstück in Dialekt geschrieben und aufgeführt wurde. Vertreter des „neuen“ Volksstücks fordern jedoch den Gebrauch der hochdeutschen Sprache in den Theaterstücken für das Volk.[80]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das „erneuerte“ Volksstück sich am „traditionellen“ Volksstück orientiert, dabei aber versucht aufkommende Probleme, wie das der Sprache, zu beheben. Aus der Arbeit an der Gattung und den Erneuerungen, u.a. durch Horváth, resultiert letztendlich das „moderne“ Volksstück.[81]

Auch Bertolt Brecht versuchte dem Volksstück eine genaue Richtung zuzuweisen, indem er sowohl das „alte“, „traditionelle“ Volksstück beschrieb, als auch das „erneuerte“. Bei Brechts Darstellung des „alten“ Volksstücks lassen sich Parallelen zum Schwank erkennen.[82]Ein Schwank erzählt meist von den triebgebundenen Bereichen menschlichen Lebens, von Tabuzonen oder von Konflikten und Unzugänglichkeiten menschlichen Zusammenseins. Ein Schwank ist jedoch erst dann ein solcher, wenn er u.a. komisch, heiter, scherzhaft, leicht und lebensnah ist.[83]

[...]


[1]Vgl. Düringer, P.J./ B.H. 1841. S.1119

[2]Schmitz, T. 1990. S.8

[3]Vgl. Marggraff, H. et al. 1842. S.174

[4]Vgl. Duden. 2006a. Volkstümlich. (online, URL siehe Literaturverzeichnis).

[5]Ebd. 2006a. Volkstümlich. (online, URL siehe Literaturverzeichnis).

[6]Vgl. Ebd. 2006b. Volkstheater. (online, URL siehe Literaturverzeichnis).

[7]Schmitz, T. 1990. S. 4

[8]Ebd. S.8

[9]Vgl. Ebd.

[10]Ebd.

[11]Vgl. Ebd.

[12]Vgl. Valentin, J.-M.1986. S.7

[13]Schmitz, T. 1990. S.6

[14]Vgl. Ebd. S.6 f.

[15]Vgl. Valentin, J.-M. 1986. S.7

[16]Ebd. S. 211

[17]Vgl. Ebd.

[18]Vgl. Fischer-Lichte, E. 1999. S.167

[19]Vgl. Valentin, J.-M. 1986. S.130 f.

[20]Fischer-Lichte, E. 1999. S.167

[21]Vgl. Ebd.

[22]Schmitz, T. 1990. S.9

[23]Vgl. Ebd. S.9 f.

[24]Vgl. Valentin, J.-M. 1986. S.129

[25]Ebd. S. 130

[26]Vgl. Fischer-Lichte, E. 1999. S.236 f.

[27]Vgl. Ebd. S.237

[28]Vgl. Ebd. S.236

[29]Vgl. Valentin, J.-M. 1986. S.211

[30]Ebd.

[31]Vgl. Fischer-Lichte, E. 1999. S.414

[32]Vgl. Schmitz, T. 1990. S.11

[33]Vgl. Fischer-Lichte, E. 1999. S.167

[34]Vgl. Brauneck, M./Schneilin, G. 1986. S.1172

[35]Vgl. Marggraff, H. et al.1842. S.174

[36]Vgl. Schmitz, T. 1990. S.2

[37]Vgl. Ebd. S.11

[38]Ebd. S.12

[39]Vgl. Ebd. S. 1

[40]Vgl. ohnsorg.de. 2016 (online, URL siehe Literaturverzeichnis).

[41]Ebd. S.17

[42]Vgl. Ebd.

[43]Ebd. S.17 f.

[44]Vgl. Ebd. S.12-15

[45]Vgl. Ebd. S.13 f.

[46]Vgl. Ebd. S.18 f.

[47]Vgl. Ebd. S. 19 f.

[48]Vgl. zur Theater Geschichte. 2016a (online, URL siehe Literaturverzeichnis).

[49]Vgl. ohnsorg.de. 2016 (online, URL siehe Literaturverzeichnis).

[50]Vgl. Ebd.

[51]Schmitz, T. 1990. S.5

[52]Vgl. Ebd. S.4

[53]Vgl. Ebd.

[54]Ebd. S.5

[55]Vgl. Ebd.

[56]Vgl. Hein, J. 1973. S.9

[57]Ebd.

[58]Vgl. Ebd. S.10

[59]Vgl. Brauneck, M./Schneilin, G. 1986. S.1171

[60]Hein, J. 1973. S.12

[61]Vgl. Ebd. S.15

[62]Vgl. Dach, T. von. 1978. S.5

[63]Vgl. Müller, S./Wess, S. 1999. S.132

[64]Vgl. Schmitz, T. 1990. S.21

[65]Vgl. Ebd. S.22

[66]Vgl. Brauneck, M./ Schneilin, G. 1986. S. 1171 f.

[67]Vgl. Ebd. S.1173 f.

[68]Johann Nepomuk Nestroy war ein österreichischer Schauspieler, Stückschreiber und Theaterleiter des Volkstheaters. Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb er viele Volksstücke, welche sowohl revolutionär veranlagt waren, als auch Parodien und bürgerliche Lebensbilder wiedergaben.

[69]Vgl. Schmitz, T. 1990. S.26 f.

[70]Vgl. Ebd. S.27

[71]Ebd.

[72]Vgl. Ebd. S.27 f.

[73]Vgl. Prang, H. 1968. S. VII

[74]Vgl. Ebd. S.1

[75]Ödön von Horváth war ein österreichisch-ungarischer Schriftsteller, welcher seine Werke auf Deutsch schrieb. Für die Gattung Volksstück erarbeitete er zwei theoretische Texte heraus, „Interview“ und „Gebrauchsanweisung“.

[76]Bertolt Brecht war ein großer deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Er selber bezeichnete nur eines seiner Stücke als Volksstücke, schrieb jedoch theoretische Anmerkungen zu der Gattung des Volksstücks und versuchte sie so zu begründen und ihr eine Richtung zu weisen.

[77]Vgl. Schmitz, T. 1990. S.39

[78]Vgl. Ebd. S.44

[79]Vgl. Ebd.

[80]Vgl. Ebd. S.46

[81]Vgl. Dach, T. von. 1978. S.6 f.

[82]Vgl. Schmitz, T. 1990. S.56

[83]Vgl. Straßner, E. 1978. S.4

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Mundart im modernen Volkstheater am Beispiel von Willy Millowitsch
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
60
Katalognummer
V371023
ISBN (eBook)
9783668517073
ISBN (Buch)
9783668517080
Dateigröße
8307 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mundart Volkstheater Willy Millowitsch Karl Bunje Etappenhase
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Nina Bunje (Autor), 2016, Mundart im modernen Volkstheater am Beispiel von Willy Millowitsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371023

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