In meiner Arbeit möchte ich mich mit der Interreligiosität und den damit verbundenen Kompetenzen auseinandersetzen. Ist interreligiöses Lernen überhaupt sinnvoll und wofür brauchen wir diese Kompetenz um uns in unserer eigenen Religion zurechtzufinden? Würde es nicht reichen, sich nur mit der eigenen Religion auseinanderzusetzen? Diesen Fragen und vor allem der Wichtigkeit von Interreligiosität möchte ich nachgehen. Religiös sein an sich bedeutet, die Einstellung und die Auslebung von Religion. Aber beinhaltet dies auch meine Einstellung gegenüber anderen Religionen und wie wird dies in meiner Religion gerechtfertigt? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich in meiner Arbeit interreligiöses Lernen definieren und die theologische, sowie die pädagogischen Begründungen dafür erörtern. Weiter möchte ich die Kompetenzerwartung im Religionsunterricht aufzeigen und versuchen eine mögliche Unterrichtstunde für diese Aufgabenstellung zu planen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. INTERRELIGIÖSES LERNEN
2.1 THEOLOGISCHE BEGRÜNDUNGEN
2.2 PÄDAGOGISCHEN BEGRÜNDUNGEN
3. INTERRELIGIÖSE KOMPETENZEN
3.1 KOMPETENZERWARTUNGEN
3.2 KOMPETENZEN IM RELIGIONSUNTERRICHT
4. UNTERRICHTSENTWURF ZUM THEMA INTERRELIGIÖSER UNTERRICHT
5. REFLEXION
6. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Interreligiosität und interreligiösem Lernen im schulischen Kontext, um Kompetenzen zu definieren, die ein konstruktives Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft ermöglichen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese Kompetenzen theoretisch begründet und praktisch im Religionsunterricht vermittelt werden können.
- Theologische und pädagogische Fundierung des interreligiösen Lernens
- Definition und Dimensionen der interreligiösen Kompetenz
- Kompetenzstrukturmodelle und deren Anwendung im Unterricht
- Entwurf einer Unterrichtsstunde zum jüdischen Lichterfest Chanukka
Auszug aus dem Buch
3.1 Kompetenzerwartungen
Nach der Klärung des Begriffes von Interreligiöser Kompetenz, werde ich im folgenden Kapitel auf die Kompetenzerwartung generell im Religionsunterricht eingehen. Welche Kompetenzen sollen von den SchülerInnen erworben werden, bzw. welche Fähigkeiten sollen sie beherrschen? Kompetenzen werden an Inhalten erworben. „Die (…) kirchlichen Richtlinien zu den Bildungsstandards für den Religionsunterricht“ haben hierzu ein einheitliches Modell entwickelt.
Die beschriebenen Kompetenzen, wie z.B. religiöse Texte verstehen oder in religiösen Fragen begründet urteilen, sollen in ihren Inhalten Gegenstandsbereichen der Theologie zugeordnet werden. Zu diesen Gegenstandsbereichen gehören u.a. Mensch und Welt, die Frage nach Gott, Bibel und Tradition und Religionen und Weltanschauungen. Hier wird deutlich, dass zum einen die inhaltlichen Kompetenzen auch interreligiös gelehrt werden können, indem man z.B. religiöses Wissen einer fremden Religion darstellen kann oder eben ein religiöses Urteil über diese fremde Religion zu treffen, und zum anderen Interreligion auch in den Gegenstandsbereich der katholischen Religion fallen. Auch Ulrich Hemel hat Kompetenzerwartungen im Religionsunterricht definiert, indem er eine Kompetenzstruktur entwickelt hat. Diese hat er in vier Dimensionen aufgeteilt und für jede Ziele festgelegt. So hat er der Dimension der religiösen Inhaltlichkeit die Kompetenz der Kognition zugeordnet. Hier sollen die SuS religiöse Sprache und Glaubenszeugnisse verstehen und deuten können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Autorin legt das Ziel ihrer Arbeit dar, interreligiöses Lernen zu definieren, dessen theologische und pädagogische Begründungen zu erörtern und eine praktische Unterrichtseinheit zu planen.
2. INTERRELIGIÖSES LERNEN: Dieses Kapitel beleuchtet die Notwendigkeit von Interreligiosität durch theologische Argumente der Komparativen Theologie sowie pädagogische Anforderungen an die moderne Religionsdidaktik.
3. INTERRELIGIÖSE KOMPETENZEN: Hier wird der Kompetenzbegriff im Kontext von Religion analysiert, ein Strukturmodell für religiöse Kompetenzen entwickelt und die Spezifika interreligiöser Kompetenz herausgearbeitet.
4. UNTERRICHTSENTWURF ZUM THEMA INTERRELIGIÖSER UNTERRICHT: Die theoretischen Erkenntnisse werden in einen konkreten Entwurf für eine Unterrichtsstunde zum jüdischen Fest Chanukka übertragen.
5. REFLEXION: Ein abschließendes Resümee unterstreicht die Relevanz interreligiöser Bildung für ein friedliches Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft.
6. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Interreligiöses Lernen, Religionsunterricht, Interreligiöse Kompetenz, Religionspädagogik, Komparative Theologie, Kompetenzorientierung, Dialogfähigkeit, Multikulturalität, religiöse Bildung, Schülersubjekt, Identitätsfindung, Perspektivenwechsel, Chanukka, Glaubensstufen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Notwendigkeit und der methodisch-didaktischen Umsetzung von interreligiösem Lernen im schulischen Religionsunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theologische und pädagogische Begründung interreligiöser Bildung, die Definition interreligiöser Kompetenzen sowie deren praktische Anwendung im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Begriff der interreligiösen Kompetenz zu klären und aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler diese durch gezielte Förderung im Religionsunterricht erwerben können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit religionspädagogischen Fachdiskursen und der Erstellung eines praxisorientierten Unterrichtsentwurfs.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Begründungszusammenhänge, die Struktur religiöser und interreligiöser Kompetenzen sowie ein konkretes Unterrichtsmodell zum jüdischen Lichterfest erarbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interreligiöses Lernen, Kompetenzorientierung, interreligiöse Kompetenz, Dialogfähigkeit und Religionspädagogik.
Warum spielt der Begriff der "Komparativen Theologie" eine Rolle?
Er dient als theologische Begründung für das Lernen von und mit anderen Religionen, um die eigene Tradition besser zu verstehen und Vorurteile abzubauen.
Wie wird das Konzept des "Chanukka"-Fests didaktisch genutzt?
Es dient als Fallbeispiel in einer 5. Klasse, um über einen konkreten jüdischen Feiertag Parallelen und Unterschiede zum christlichen Weihnachtsfest aufzuzeigen und die Interreligiosität erlebbar zu machen.
- Citar trabajo
- Nina Bunje (Autor), 2016, Interreligiöses Lernen und interreligiöse Kompetenz (Unterrichtsentwurf Klasse 5 Hauptschule), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371026