In dieser Arbeit möchte ich die externen Kosten in der Umweltökonomie anhand eines Beispiels erklären. Dazu wird in Kapitel Zwei zunächst der Begriff der externen Kosten erklärt und weiter auf die verschiedenen Formen, Folgen und Entwicklungen eingegangen. Als Beispiel dient hier die Zersiedlung als aktuelles Thema in der Umweltökonomie. In Kapital Drei wird der Begriff Zersiedlung kurz erklärt, bevor näher auf die umweltökonomische Problemstellung mit Ursachen und Verursachern, sowie Folgen der Zersiedlung und daraus resultierenden externen Kosten eingegangen wird. Weiterführend wird in Kapitel Drei auch der Begriff der Internalisierung erklärt und dessen aktuelle Instrumente, als auch mögliche Ansätze erläutert. Folgend wird eine Pro- und Contra-Diskussion zu den externen Kosten am Beispiel der Zersiedlung in Kapitel Vier geführt, welche versucht alle Vor- und Nachteile dieser umweltökonomischen Diskussion aufzugreifen, zu ordnen und zu erläutern. Anschließend wird die Diskussion in Form eines Fazits in Kapitel Fünf zusammengefasst und persönlich fundiert bewertet. Dabei wird auch näher auf die angestrebten und dargestellten Lösungsmöglichkeiten in Form eines Ausblicks eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Externe Kosten
2.1. Definition: Externe Kosten
2.2. Formen der externen Kosten
2.3. Folgen der externen Kosten
3. Externe Kosten der Umweltökonomie anhand des Beispiels der Zersiedelung
3.1. Begriffserklärung: Zersiedelung
3.2. Problembeschreibung: Zersiedelung
3.2.1. Ursachen und Verursacher der Zersiedelung
3.2.2. Folgen durch Zersiedelung
3.3. Internalisierung am Beispiel der Zersiedelung
3.3.1. Zuordnung der externen Kosten durch Zersiedelung
3.3.2. Internalisierungsinstrumente
3.3.3. Beurteilungskriterien Internalisierungsansätze
4. Pro- und Contra-Diskussion der externen Kosten durch Zersiedlung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik externer Kosten im Kontext der Umweltökonomie, wobei die Zersiedelung als zentrales Fallbeispiel dient. Ziel ist es, die Bedeutung dieser Kosten zu verdeutlichen, die Herausforderungen ihrer Internalisierung zu analysieren und einen eigenen Standpunkt zur Vereinbarkeit von ökonomischen und ökologischen Interessen zu entwickeln.
- Grundlagen der Umweltökonomie und Definition externer Effekte
- Ursachen, Folgen und Treibfaktoren des Zersiedelungsprozesses
- Analyse von Internalisierungsansätzen und deren Beurteilungskriterien
- Diskussion über die Anwendbarkeit des Verursacherprinzips
- Kritische Reflexion des Zielkonflikts zwischen Ökonomie und Ökologie
Auszug aus dem Buch
3.2.2. Folgen durch Zersiedelung
Hierzu definieren wir zunächst das betroffene Marktsystem, um darauf aufbauend die Folgen durch Zersiedelung in Bezug auf die externen Kosten der Umweltökonomie exakt zu erklären.
Das betrachtete Marktsystem umfasst hier die Baubranche, da die resultierenden Bauaufträge und Maßnahmen in Folge der Zersiedelung oft durch Ausschreibungen an Unternehmen vergeben wurden.
Bauaufträge durch Stadt, Gemeinde, Kommune, Länder und Bund oder durch Privatpersonen auf der Nachfrageseite und die Ausführung der Aufträge durch Unternehmen auf der Angebotsseite bilden den Markt und damit das betrachtetes Marksystem. Hier greift erstmals das aus der Wohlfahrtsökonomie abgeleitete Marktgleichgewicht durch Preisbildung – das Marktsystem ist demnach pareto-optimal. Dabei treffen Nachfrage und Angebot auf dem Markt aufeinander und bilden ein Preis-Gleichgewicht, wodurch die Unternehmen der Baubranche und die Auftraggeber je Ihre Ziele der Gewinnmaximierung und der Nutzenmaximierung Ihres Einkommens (bei staatlichen Nachfragern Nutzenmaximierung Ihres Budgets) erreichen. Die externen Kosten wurden zu Beginn dieser Entwicklung nicht berücksichtigt und nicht internalisiert, was später in dem Unterkapitel 3.3 genauer beleuchtet und definiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der externen Kosten in der Umweltökonomie ein und stellt die Zersiedelung als zentrales Anwendungsbeispiel vor.
2. Externe Kosten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Mikroökonomie sowie die Definition, Formen und Folgen von externen Kosten dargelegt.
3. Externe Kosten der Umweltökonomie anhand des Beispiels der Zersiedelung: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Zersiedelung, unterteilt in Ursachen, ökologische Folgen und Ansätze zur Internalisierung der Kosten.
4. Pro- und Contra-Diskussion der externen Kosten durch Zersiedlung: Dieses Kapitel bewertet die Herausforderungen und die Umsetzbarkeit des Verursacherprinzips bei komplexen gesellschaftlichen Prozessen wie der Suburbanisierung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert einen intelligenteren Umgang mit externen Kosten, um Zielkonflikte zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz zu lösen.
Schlüsselwörter
Umweltökonomie, Externe Kosten, Zersiedelung, Internalisierung, Suburbanisierung, Marktversagen, Verursacherprinzip, Marktsystem, ökologische Folgekosten, soziale Kosten, Nachhaltigkeit, Fehlallokation, Ressourcenverbrauch, Wohlfahrtsökonomie, Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Problematik von externen Kosten im Bereich der Umweltökonomie, illustriert am Beispiel der Zersiedelung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die volkswirtschaftliche Bedeutung externer Effekte, die Folgen der Suburbanisierung sowie Methoden zur Internalisierung ökologischer Kosten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser ein tiefgreifendes Verständnis für die Problematik externer Kosten zu vermitteln und die Schwierigkeiten bei der praktischen Anwendung von Internalisierungsinstrumenten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf aktueller Fachliteratur, Wirtschaftslexika und umweltökonomischen Diskursen basiert, um eine fundierte Argumentation aufzubauen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Begriff der Zersiedelung, dessen Ursachen und Folgen sowie verschiedene Ansätze zur Internalisierung und deren Beurteilungskriterien detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Umweltökonomie, externe Kosten, Zersiedelung, Internalisierung, Verursacherprinzip und Marktsystem.
Warum ist das Verursacherprinzip bei der Zersiedelung so schwer anzuwenden?
Da die Zersiedelung ein komplexer Prozess ist, der durch viele Akteure und langfristige gesellschaftliche Trends vorangetrieben wird, ist eine direkte, rechnerisch exakte Zuordnung der ökologischen und sozialen Schäden auf einen einzelnen Verursacher kaum möglich.
Welchen Stellenwert nimmt die Internalisierung im Fazit ein?
Der Autor fordert eine Verschärfung und Ausweitung von Internalisierungsinstrumenten sowie eine kritischere Analyse deren Effizienz, um dem fortschreitenden Zielkonflikt zwischen Wirtschaft und Umwelt entgegenzuwirken.
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- Thorsten Schaust (Autor), 2017, Umweltökonomie. Problematik der externen Kosten am Beispiel der Zersiedelung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371056