Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der neoklassischen und endogenen Wachstumstheorie. Das AK-Modell sowie die Modelle von Solow, Romer und Uzawa-Lucas werden vorgestellt. Das wachstumstheoretische Modell von Solow ist Grundlage vieler weiterer Wachstumstheorien. Die Ökonomie sucht nach Methoden, den Wachstumsprozess umfassend abzubilden. Die Grundlagen sollen von einer wachstumsoptimalen Wirtschaftspolitik abgeleitet werden.
Im ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen und die Determinanten aufgezeigt. Desweiteren werden die oben genannten Modelle vorgestellt und erklärt. Im drauf folgenden Abschnitt werden Empfehlungen der Theorien für die Wirtschaftspolitik analysiert und Implikationen angewendet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Technischer Fortschritt
2.2. Wirtschaftswachstum
2.3. Determinanten des Wachstums
3. Wachstumstheorien
3.1. Neoklassische Wachstumstheorie / Solow Modell
3.2. Endogene Wachstumstheorien
3.2.1. Das AK-Modell
3.2.2. Uzawa-Lucas-Modell
3.2.3. Romer Modell
4. Implikationen für die Wirtschaftspolitik
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Mechanismen des Wirtschaftswachstums, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich zwischen der neoklassischen Wachstumstheorie und endogenen Wachstumsmodellen liegt. Das primäre Ziel ist es, die Wirkungsweise dieser Modelle darzustellen und aufzuzeigen, wie sie wirtschaftspolitische Empfehlungen zur Förderung des Wachstums begründen.
- Vergleich neoklassischer und endogener Wachstumstheorien
- Bedeutung des technischen Fortschritts als Wachstumsfaktor
- Analyse des Solow-Modells als theoretisches Fundament
- Untersuchung moderner endogener Ansätze wie dem AK-Modell, Uzawa-Lucas-Modell und Romer-Modell
- Ableitung wachstumspolitischer Implikationen für Volkswirtschaften
Auszug aus dem Buch
3.1. Neoklassische Wachstumstheorie / Solow Modell
Von 1957 bis Ende der 80er Jahre dominierte die Erklärung des wirtschaftlichen Wachstums mit neoklassischen Ansätzen.
„Sie bauen vor allem auf einer aggregierten Produktionsfunktion auf, deren wesentliche Eigenschaft die Annahme einer stabilen Beziehung zwischen dem aggregierten Output (= Y) einer Volkswirtschaft und den Inputfaktoren, die sich im einfachsten Fall auf Kapital (= K) und Arbeit (= L) beschränken, bei gegebenem Stand des technischen Wissens (= A) ist. Die einfachste Formulierung einer aggregierten neoklassischen Produktionsfunktion lautet somit: Y = F (K, L, A)“ (Hemmer & Lorenz, 2004, p. 31)
Solow schreibt in Lecture to the memory of Alfred Nobel, December 8, 1987: „Growth theory did not begin with my articles of 1956 and 1957, and it certainly did not end there. Maybe it began with The Wealth of Nations; and probably even Adam Smith had predecessors. More to the point, in the 1950s I was following a trail that had been marked out by Roy Harrod and by Evsey Domar, and also by Arthur Lewis in a slightly different context. Actually I was trying to track down and relieve a certain discomfort that I felt with their work. I shall try to explain what I mean in a few words.
Harrod and Domar seemed to be answering a straightforward question: when is an economy capable of steady growth at a constant rate? They arrived by noticeably different routes, at a classically simple answer: the national saving rate (the fraction of income saved) has to be equal to the product of the capital-output ratio and the rate of growth of the (effective) labor force. Then and only then could the economy keep its stock of plant and equipment in balance with its supply of labor, so that steady growth could go on without the appearance of labor shortage on one side or labor surplus and growing unemployment on the other side. They were right about that general conclusion.“ (http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/economic-sciences/laureates/1987/solow-lecture.html, 25.12.2016)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der neoklassischen und endogenen Wachstumstheorien ein und umreißt die behandelten Modelle sowie deren Bedeutung für die Wirtschaftspolitik.
2. Grundlagen: Es werden die zentralen Begriffe technischer Fortschritt, Wirtschaftswachstum und die wesentlichen Bestimmungsfaktoren für volkswirtschaftliche Wachstumsprozesse definiert.
3. Wachstumstheorien: Dieser Hauptteil analysiert das neoklassische Solow-Modell sowie die endogenen Ansätze nach dem AK-Modell, dem Uzawa-Lucas-Modell und dem Romer-Modell.
4. Implikationen für die Wirtschaftspolitik: Hier werden aus den theoretischen Modellen wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen für wachstumsfördernde Rahmenbedingungen abgeleitet.
5. Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass trotz komplexer Wachstumsmodelle keine abschließende empirische Erklärung für Wohlstandsunterschiede existiert und die Suche nach verbesserten Theorien anhält.
Schlüsselwörter
Wirtschaftswachstum, Neoklassische Wachstumstheorie, Endogene Wachstumstheorie, Solow-Modell, Technischer Fortschritt, Humankapital, Produktionsfunktion, BIP, Wachstumsdeterminanten, Innovationsdynamik, Kapitalakkumulation, Wirtschaftspolitik, Romer-Modell, Uzawa-Lucas-Modell, Wohlfahrtsindikatoren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich verschiedener theoretischer Ansätze, die das Zustandekommen von Wirtschaftswachstum in Volkswirtschaften erklären.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das neoklassische Solow-Modell, verschiedene endogene Wachstumstheorien, die Rolle von technischem Fortschritt und Humankapital sowie die Ableitung wirtschaftspolitischer Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Funktionsweise unterschiedlicher Wachstumstheorien aufzuzeigen und daraus abzuleiten, wie wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen das Wachstum einer Volkswirtschaft beeinflussen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung ökonomischer Standardliteratur und der Darstellung mathematischer Produktionsfunktionen der behandelten Modelle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das neoklassische Solow-Modell sowie endogene Modelle (AK, Uzawa-Lucas, Romer) detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Annahmen und Aussagen diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wirtschaftswachstum, neoklassische bzw. endogene Theorie, Humankapital, technischer Fortschritt und Kapitalakkumulation.
Warum wird das Solow-Modell als Grundlage angesehen?
Das Solow-Modell gilt als fundamentale Theorie der neoklassischen Wachstumsforschung, da es grundlegende Zusammenhänge zwischen Kapital, Arbeit und technischem Fortschritt formalisiert, auf die viele spätere Ansätze aufbauen.
Was unterscheidet endogene Modelle vom neoklassischen Ansatz?
Während im neoklassischen Solow-Modell der technische Fortschritt exogen vorgegeben ist, versuchen endogene Wachstumstheorien diesen Prozess aus internen Faktoren der Wirtschaft, wie etwa Humankapitalbildung oder Innovationen, zu erklären.
Welche Bedeutung hat das Romer-Modell in diesem Kontext?
Das Romer-Modell betont die Bedeutung von Innovationen und Wissen als endogene Treiber, die aufgrund von Externalitäten keine abnehmenden Grenzerträge aufweisen, was nachhaltiges, langfristiges Wachstum ermöglicht.
- Quote paper
- Ricarda Berdzinski (Author), 2017, Die Rolle des technischen Fortschritts in der Wachstumstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371090