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Theorie der kognitiven Dissonanz

Titre: Theorie der kognitiven Dissonanz

Dossier / Travail , 2005 , 16 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Stefan Boländer (Auteur)

Médias / Communication - Théorie, Modèles, Définitions
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[...] Die unterschiedlichen Vorgänge, die diese Fülle von Einflüssen in jedem von uns auslösen sind für uns so vertraut geworden, dass wir sie nicht mehr wirklich hinterfragen. Dies scheint auch allzu selbstverständlich, da man sich wohl eher mit dem Besonderen als mit dem Normalen beschäftigt. Jeden Tag nehmen wir ganz bewusst und auch unbewusst unzählige Informationen auf, die uns über eine große Zahl von Medien gesendet werden. Daraus selektiert jeder für sich die Nachrichten die ihn interessieren von den für ihn uninteressanten Informationen. Die Richtung der Selektion richtet sich ganz nach den Interessen des Rezipienten der Nachricht. Von Zeit zu Zeit suchen wir auch gezielt Informationen, die ein bestimmtes Interesse stillen sollen. Als Konsumenten von Nachrichten bzw. Informationen sind wir zum Teil auch dem direkten Einfluss der Medien ausgesetzt. Sie versuchen unterbewusst unsere Entscheidungen zu manipulieren und so unser Verhalten, vor allem unser Konsumverhalten, in bestimmten Situationen in bestimmte Bahnen zu lenken. Die Medienwirkungsforschung untersucht genau diese Erscheinung des Medienzeitalters und seine Auswirkungen bei den Konsumenten. Man versucht herauszufinden durch welche Medien sich die meisten Konsumenten informieren und auf welche Weise hier eine Wirkung erzielt werden kann. Konsumenten bedienen sich den Medien aus unterschiedlichen Gründen und auf vielfältige Weise. Entscheidend ist, dass die Medien das Verhalten der Rezipienten beeinflussen können. Je nachdem aus welchem Grund sich der Rezipient einem Massenmedium zuwendet, erzielt die mediale Nachricht einen bestimmten Effekt bei ihm. Diese Wirkung ist von Konsument zu Konsument verschieden. Eine Theorie in der Kommunikationswissenschaft, die diesen Verhaltenshintergrund erklärt, ist die „Theorie der kognitiven Dissonanz“ von Leon Festinger. Im Folgenden möchte ich Professor Festingers Theorie nachvollziehbar erörtern. Ich werde seine Hypothesen und Grundannahmen vorstellen, die Auswirkungen und die Anwendung der Theorie darstellen. Die Theorie der kognitiven Dissonanz ist für die Kommunikationsforschung in ihrer Entwicklung wohl zu einer der wichtigsten Theorien geworden, da sie explizit Aussagen über das Informationsverhalten macht.1 1 Vgl. Schenk, Michael (2002). Kommunikationstheorien. In: E. Noelle-Neumann, W. Schulz & J. Wilke (Hrsg.). Fischer Lexikon Publizistik, Massenkommunikation. (6. aktualisierte Auflage), Frankfurt a.M.: Fischer. S. 171-187. S. 178.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der Kognitiven Dissonanz

2.1 Definition der Grundbegriffe

2.2 Entstehung von kognitiver Dissonanz

2.3 Stärke kognitiver Dissonanz

2.4 Reduktion von kognitiver Dissonanz

2.4.1 Reduktion durch Veränderung kognitiver Elemente

2.4.2 Widerstand gegen die Reduktion kognitiver Dissonanz

2.4.3 Vermeidung von kognitiver Dissonanz

2.5 Anwendung der Theorie der kognitiven Dissonanz

3. Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Diese Arbeit befasst sich mit der psychologischen Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger und untersucht deren Relevanz sowie Anwendungsmöglichkeiten innerhalb der medienwissenschaftlichen Wirkungsforschung. Das primäre Ziel ist es, die Hypothesen und Grundannahmen der Theorie nachvollziehbar darzustellen und zu erklären, wie Menschen ihr Informationsverhalten anpassen, um innere Widersprüche zu vermeiden oder abzubauen.

  • Grundlagen und Definitionen der kognitiven Dissonanz
  • Mechanismen der Entstehung und Stärke von Dissonanzgefühlen
  • Strategien zur Dissonanzreduktion und Faktoren für Änderungswiderstände
  • Die Rolle der selektiven Wahrnehmung und Informationsaufnahme
  • Anwendung der Theorie auf das Konsumverhalten und die Mediennutzung

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition der Grundbegriffe

Die Theorie der kognitiven Dissonanz basiert auf bestimmten Begriffsdefinitionen, die von wesentlicher Bedeutung sind und hier näher erläutert werden sollen.

Der Begriff der Kognition wird als Sammelbegriff definiert. Er beinhaltet das Wissen einer Person über sich selbst, über ihr Verhalten und über ihre Umwelt. Kognitionen beschreiben demzufolge Kenntnisse, die das menschliche handeln darstellen sowie Wissenselemente über die Welt in der man lebt. Der Begriff Kognition schließt in diesem Fall ebenfalls Meinungen, Überzeugungen, Wertvorstellungen und Einstellungen mit ein. Die Elemente der Kognition bilden die Realität ab, sie entsprechen also in der Regel dem wie die Person tatsächlich handelt oder fühlt.

Die Elemente der Kognition stehen in bestimmten Relationen zueinander. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Beziehungen, die für die Theorie von maßgeblicher Bedeutung sind: Irrelevanz, Konsonanz und Dissonanz.

Kognitive Elemente müssen nicht zwangsläufig miteinander verbunden sein. Kann man aus einem kognitiven Element nicht über ein anderes kognitives Element folgern, so ist deren Beziehung irrelevant. Die Kognitionen haben inhaltlich nichts miteinander zu tun. Das folgende Beispiel soll dies verdeutlichen: Eine Person bemerkt morgens, dass sie den Bus verpasst hat. Gleichzeitig stellt sie fest, dass es regnet. Das Wissen den Bus verpasst zu haben und das Wissen, dass es regnet haben nichts miteinander zu tun. Die Beziehung dieser beiden Kognitionen ist irrelevant.

Sind zwei oder mehrere kognitive Elemente miteinander verbunden, ergänzen sich gegenseitig, stimmen also überein, so sind sie konsonant. Die Person im o.a. Beispiel stellt fest, dass sie durch den verpassten Bus zu spät an ihrem Arbeitsplatz ankommen wird. Das Wissen um die Busverspätung und die Verspätung am Arbeitsplatz ist voneinander abhängig, ergänzt sich gegenseitig und ist somit konsonant.

Besteht ein Widerspruch zwischen der aufgenommenen Information und einem Element der Kognition, ist das Verhältnis dissonant. Dissonanzen entstehen z.B. bei einem Raucher, der Informationen darüber erhält, dass das Rauchen Lungenkrebs verursacht und zu seinem frühen Tod führen kann. Sein Wissen um die Gefahr einer Krankheit und das Rauchen sind widersprüchlich, also dissonant.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den täglichen Einfluss von Medien auf Rezipienten und führt in das Konzept der Theorie der kognitiven Dissonanz als zentrales Erklärungsmodell für das Informationsverhalten ein.

2. Die Theorie der Kognitiven Dissonanz: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, definiert zentrale Begriffe und analysiert die Bedingungen, unter denen Dissonanz entsteht und wie sie in ihrer Stärke variiert.

2.1 Definition der Grundbegriffe: Hier werden die Kernbegriffe der Theorie, insbesondere der Begriff der Kognition sowie die drei möglichen Beziehungsarten (Irrelevanz, Konsonanz, Dissonanz), detailliert erläutert.

2.2 Entstehung von kognitiver Dissonanz: Das Kapitel erläutert den Entstehungsprozess von Dissonanz, wobei insbesondere der Aspekt der Entscheidungsfreiheit und der Einfluss von Belohnung oder Bestrafung im Vordergrund stehen.

2.3 Stärke kognitiver Dissonanz: Dieser Abschnitt thematisiert die Faktoren, die das Ausmaß der empfundenen Dissonanz beeinflussen, wie die Wichtigkeit der Elemente und deren Anzahl.

2.4 Reduktion von kognitiver Dissonanz: Das Kapitel widmet sich den Strategien, mit denen Individuen versuchen, auftretende Dissonanzen durch Verhaltensänderungen oder Informationsanpassungen abzubauen.

2.4.1 Reduktion durch Veränderung kognitiver Elemente: Hier werden die drei primären Strategien zur Dissonanzreduktion vorgestellt: die Änderung des Verhaltens, die Änderung der Umwelt und das Hinzufügen neuer Kognitionen.

2.4.2 Widerstand gegen die Reduktion kognitiver Dissonanz: Dieser Teil untersucht die Gründe, warum eine Dissonanzreduktion auf Widerstände stoßen kann, etwa durch emotionale Faktoren, die Unwiderrufbarkeit von Handlungen oder die Bindung an die Realität.

2.4.3 Vermeidung von kognitiver Dissonanz: Es wird erklärt, wie Menschen präventiv versuchen, dissonante Informationen zu meiden, unterteilt in die Phasen selektiver Zuwendung, Wahrnehmung und Erinnerung.

2.5 Anwendung der Theorie der kognitiven Dissonanz: Das Kapitel beleuchtet, wie die Theorie praktisch zur Erklärung von Phänomenen wie der forcierten Einwilligung oder dem Verhalten nach Kaufentscheidungen herangezogen werden kann.

3. Fazit: Das Fazit fasst den Geltungsbereich und die wissenschaftliche Bedeutung der Theorie zusammen, kritisiert aber auch die teils vage Begriffsdefinition und die methodischen Herausforderungen der empirischen Überprüfung.

Schlüsselwörter

Kognitive Dissonanz, Leon Festinger, Medienwirkungsforschung, Kognition, Konsonanz, Dissonanzreduktion, Selektive Wahrnehmung, Informationsverhalten, Sozialpsychologie, Einstellungsänderung, Mediennutzung, Verhaltensänderung, Konsumentenverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die sozialpsychologische Theorie der kognitiven Dissonanz nach Leon Festinger und deren Bedeutung für das Verständnis der Wirkung von Massenmedien auf den Konsumenten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die Entstehung von Dissonanzen im Alltag, die verschiedenen Strategien zur deren Reduktion sowie der Widerstand gegen solche Veränderungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Hypothesen Festingers zu erläutern und ihre Anwendbarkeit auf kommunikationswissenschaftliche Fragestellungen, insbesondere im Kontext von Mediennutzung und Informationsselektion, aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Aufbereitung existierender kommunikationstheoretischer Ansätze basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundbegriffen, die Analyse der Entstehung und Stärke von Dissonanz, die verschiedenen Bewältigungsstrategien sowie die Anwendung der Theorie in der Medienforschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem kognitive Dissonanz, Dissonanzreduktion, Informationsselektion, Konsonanz, Einstellungsänderung und Medienwirkungsforschung.

Warum wird das Beispiel des Rauchers so häufig herangezogen?

Der Raucher dient als klassisches Fallbeispiel, da bei ihm ein deutlicher Widerspruch zwischen seinem Verhalten (Rauchen) und seinem Wissen über die gesundheitlichen Folgen (Krankheitsrisiko) existiert, was eine anschauliche Dissonanz erzeugt.

Was versteht man unter dem Widerstand gegen Dissonanzreduktion?

Dies bezieht sich auf Situationen, in denen eine Dissonanz nicht einfach abgebaut werden kann, etwa weil Handlungen unwiderruflich sind, emotionale Barrieren wie Angst bestehen oder eine Verhaltensänderung schmerzhaft ist.

Welche Schwächen der Theorie werden im Fazit genannt?

Kritisch angemerkt werden vor allem die unpräzise Definition des Begriffs "Kognition" sowie die methodische Schwierigkeit, Dissonanzprozesse direkt empirisch sichtbar zu machen, da sie oft nur indirekt erschlossen werden können.

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Résumé des informations

Titre
Theorie der kognitiven Dissonanz
Université
Johannes Gutenberg University Mainz
Cours
Ansätze der Medienwirkungsforschung
Note
2,3
Auteur
Stefan Boländer (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
16
N° de catalogue
V37117
ISBN (ebook)
9783638365550
Langue
allemand
mots-clé
Theorie Dissonanz Ansätze Medienwirkungsforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Boländer (Auteur), 2005, Theorie der kognitiven Dissonanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37117
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