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Zu: René Descartes: Dritte Meditation

Title: Zu: René Descartes: Dritte Meditation

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 9 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Dr. phil. Annika Krüger (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

Descartes versucht in seiner dritten Meditation eine Bestimmung einer Idee als allgemeinen Bewusstseinsinhalt zu geben. Die Frage, ob Ideen aus sich selbst heraus subsistieren im Bewusstsein oder ob es einen Urheber der Ideen im Bewusstsein außerhalb des Bewusstseins gibt, wird durchleuchtet. Descartes stellt hierzu schon in seiner zweiten Meditation die These auf, dass das Denken vom Subjekt nicht angezweifelt werden kann, dass das Denken also wahr ist. In der dritten Meditation kommt er zum Schluss, dass etwas gedacht werden muss, was unabhängig vom Denken aus sich selbst heraus notwendig existiert. Dieses Etwas ist das Absolute oder auch Gott genannt, und so ist das Absolute Beweisthema und Beweisgrund zugleich. Es wird aus sich selbst heraus zugrunde gelegt.
Obgleich Descartes einen onthologischen Gottesbeweis durchführt, scheitert er aus an den gleichen Problemen, die der kosmologische Gottesbeweis in sich birgt: das Endliche als Zufälliges und das Unendliche als Notwendiges sind nicht vereinbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG UND LITERATURVERZEICHNIS

2. DIE DRITTE MEDITATION VON DESCARTES

3. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der dritten Meditation von René Descartes aus seinem Werk „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“, um diese zusammenzufassen und die philosophisch zentralen Punkte herauszuarbeiten. Im Fokus steht dabei die Analyse von Descartes' Versuch, die Existenz Gottes und des Absoluten als notwendige Voraussetzung für das Denken zu begründen.

  • Bestimmung der Idee als allgemeinen Bewusstseinsinhalt
  • Untersuchung des Ursprungs von Ideen und der objektiven Realität
  • Analyse des onthologischen Gottesbeweises bei Descartes
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Beweisführung und der Problematik der Endlichkeit
  • Erläuterung der Beziehung zwischen dem endlichen menschlichen Geist und dem Unendlichen

Auszug aus dem Buch

Die dritte Meditation von Descartes

René Descartes führt die zweite Meditation weiter und stellt klar, dass man ein „denkendes Ding“ (27) sei. Denn auch wenn das Äußere trügt oder gar nicht ist, so sind die Empfindungen und Einbildungen, also die „Weisen des Bewusstseins“ (27), in einem vorhanden. Es ist schwierig zu sagen, was wirklich und gewiss ist.

Descartes stellt nun drei Arten von Bewusstseinsinhalten vor. Der erste ist die Idee, gemeint sind Bilder der Dinge wie vom Menschen, Himmel oder auch Gott. Die Idee kann an sich „nicht eigentlich falsch sein“ (29), denn wenn sich die Einbildung ein Ding vorstellt, so wird man diese Einbildung auch haben. In diesem Sinne ist die Idee eines Einhorns ebenso wahr und gültig wie die Idee eines Pferdes. Das zweite Ding, dem man sich bewusst sein kann, sind Willensäußerungen oder Gemütsbewegungen, also „wenn ich z.B. will, fürchte, bejahe, verneine“ (29). Diese können nicht falsch sein, denn wenn man sich etwas bestimmtes wünscht, so ist es wahr, dass man es wünscht. Das dritte sind die Urteile. Hier bezieht sich das Bewusstsein auf anderes, das heißt, Subjekt und Prädikat werden in Beziehung gesetzt, wobei das Prädikat nicht mit dem Subjekt zusammenfallen darf, und Identitäten werden unterschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG UND LITERATURVERZEICHNIS: Der Autor führt in das Thema der dritten Meditation Descartes’ ein und skizziert die methodische Herangehensweise sowie die zentrale Fragestellung bezüglich der Existenz Gottes.

2. DIE DRITTE MEDITATION VON DESCARTES: Dieses Kapitel analysiert Descartes’ Kategorisierung von Bewusstseinsinhalten, die Lehre von den Ideen und den onthologischen Gottesbeweis.

3. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließend wird die Beweiskette Descartes’ reflektiert und die Problematik der Übertragung vom endlichen Geist auf das unendliche Absolute zusammengefasst.

Schlüsselwörter

René Descartes, dritte Meditation, Philosophie, Gottesbeweis, Denken, Bewusstsein, Idee, objektive Realität, Substanz, Endlichkeit, Unendlichkeit, Absolutes, onthologisch, Urteil, Selbsterkenntnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und Zusammenfassung der dritten Meditation von René Descartes aus seinem Hauptwerk „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder sind die Bestimmung von Ideen, die Theorie der Bewusstseinsinhalte sowie der Versuch eines onthologischen Gottesbeweises durch Descartes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Descartes’ philosophische Argumentation nachzuvollziehen, mit der er beweisen möchte, dass eine unabhängige, notwendige Existenz – Gott oder das Absolute – hinter dem menschlichen Denken stehen muss.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit verfolgt einen analytischen Ansatz, bei dem der Text von Descartes zusammengefasst, die zentralen Punkte herausgestellt und die logischen Konsequenzen sowie Probleme der Beweisführung diskutiert werden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die Unterscheidung verschiedener Arten von Ideen (Sinneswahrnehmung, Ausgedachtes, angeborene Ideen) und die Rolle der „objektiven Realität“ bei der Begründung der Existenz Gottes thematisiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören das „denkende Ding“, die objektive Realität, die angeborenen Ideen und das Spannungsfeld zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit.

Warum hält Descartes das „denkende Ding“ für unzweifelhaft?

Descartes argumentiert, dass selbst wenn äußere Wahrnehmungen täuschen könnten, der Akt des Bewusstseins selbst als „Weise des Bewusstseins“ real und damit gewiss bleibt.

Warum scheitert der onthologische Gottesbeweis laut der Analyse?

Die Arbeit merkt an, dass Descartes an einem ähnlichen Problem wie beim kosmologischen Gottesbeweis leidet: Er versucht, vom Endlichen auf das Unendliche zu schließen, ohne die logische Modalität konsequent zu wahren.

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Details

Title
Zu: René Descartes: Dritte Meditation
College
University of Hannover  (Philosophisches Seminar)
Grade
sehr gut
Author
Dr. phil. Annika Krüger (Author)
Publication Year
2000
Pages
9
Catalog Number
V3711
ISBN (eBook)
9783638122931
Language
German
Tags
René Descartes Dritte Meditation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. phil. Annika Krüger (Author), 2000, Zu: René Descartes: Dritte Meditation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3711
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