Die Möglichkeiten wie Unternehmen von Green IT profitieren können, soll in der vorliegenden Arbeit herausgestellt werden. Dabei wird sich auf die dem Mittelstand zugehörigen Unternehmen fokussiert.
Zum Mittelstand gehören per Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) solche Unternehmen, deren Jahresumsatz sich auf weniger als 50 Millionen Euro beziffert und die gleichzeitig eine Mitarbeiteranzahl von unter 500 Angestellten haben. Geht man nach dieser Definition gehören 99 % der deutschen Unternehmen dem Mittelstand an. Das verleiht dem Mittelstand seinen Namen als Motor oder Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
Kapitel 1 liefert zunächst die Problemstellung, Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Hausarbeit. In Kapitel 2 wird Green IT allgemein vorgestellt, indem der Begriff definiert und die historische Entwicklung aufgezeigt wird. Anschließend werden im dritten Kapitel die Einsatzmöglichkeiten, untergliedert in vier Maßnahmen, herausgestellt, mit welchen Unternehmen von Green IT profitieren können. Das vierte Kapitel schildert daraufhin die mit Green IT verbundenen Risiken bevor im fünften und letzten Kapitel das Fazit der Arbeit gezogen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Green IT
2.1 Definition
2.2 Historische Entwicklung
3. Einsatzmöglichkeiten
3.1 Green Information
3.2 Green Components
3.3 Green Networks
3.4 Green Computing
4. Risiken
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie mittelständische Unternehmen von Green-IT-Strategien profitieren können, und analysiert dabei sowohl die ökonomischen Vorteile als auch die spezifischen Risiken dieser Umstellung. Sie untersucht, ob Green IT als Lösungsansatz zur Vereinbarkeit von ökologischen und ökonomischen Zielen dienen kann.
- Definition und historische Entwicklung von Green IT
- Analyse der vier Handlungsfelder: Green Information, Green Components, Green Networks und Green Computing
- Untersuchung von Kosteneinsparungspotenzialen und Effizienzsteigerungen
- Identifikation unternehmensspezifischer Risiken bei der Implementierung
- Herausforderungen bei der Umsetzung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
Auszug aus dem Buch
3.2 Green Components
Mit Components ist nichts anderes als die Hardware der IT-Systeme gemeint. In deutschen Unternehmen gab es in 2010 ca. 26,5 Millionen Endgeräte. Der größte Anteil fällt auf Desktop-PCs und Laptops. Die Anzahl von Rechenzentren und Serverschränken beläuft sich auf mehr als eine Million. Die Einsparmöglichkeiten in der Hardware sind erheblich. Laut einer Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) können Unternehmen mit 130 Mitarbeitern bei konsequenter Umsetzung von Green-IT-Strategien bis zu 75 % der IT-Stromkosten reduzieren. Weitere Studien gehen sogar davon aus, dass mittelständische Unternehmen beim Einsatz von energieeffizienter Hardware und IT-Peripherien mit langen Erneuerungszyklen bis zu 75 % der Betriebskosten einsparen können. Dennoch spielte das Energiesparpotenzial bei vielen Unternehmen in der Beschaffung neuer Hardware nur eine geringe Rolle.
Als Gründe sind hier unklare Zuständigkeiten oder fehlende Richtlinien zur Nutzung von energieeffizienter Hardware zu nennen. Das verdeutlicht, dass beim Einkauf neue Beschaffungskriterien geschaffen werden müssen. Die Anschaffungskosten als Hauptkritikpunkt sollten um Kriterien wie Energieeffizienz und umweltgerechte Entsorgung erweitert werden. Der Einkauf neuer Hardware sollte über den gesamten Zeitraum seines Lebenszyklus betrachtet werden. Bei der Kostenrechnung kann sich dabei an Öko-Labels wie dem Energy Star orientiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit als unternehmerisches Handlungsfeld und definiert die Zielsetzung der Arbeit mit Fokus auf mittelständische Unternehmen.
2. Green IT: Es wird der Begriff Green IT definiert und die historische Entwicklung im Kontext globaler Nachhaltigkeitsbemühungen und technologischer Fortschritte dargestellt.
3. Einsatzmöglichkeiten: Dieses Kapitel unterteilt Green IT in vier Themenbereiche und analysiert konkrete Maßnahmen für den Mittelstand, wie beispielsweise den Einsatz energieeffizienter Hardware oder Virtualisierungstechniken.
4. Risiken: Hier werden potenzielle Hindernisse und Gefahren, wie hohe Investitionskosten und Abhängigkeiten durch Cloud-Lösungen, kritisch beleuchtet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Green IT trotz Hürden ein wesentlicher Lösungsansatz zur Verknüpfung von Ökonomie und Ökologie ist.
Schlüsselwörter
Green IT, Nachhaltigkeit, Mittelstand, Energieeffizienz, IT-Infrastruktur, Green Information, Green Components, Green Networks, Green Computing, Cloud Computing, Virtualisierung, Smart Meter, Betriebskosten, IT-Management, Ressourceneinsparung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Green-IT-Strategien in mittelständischen Unternehmen und untersucht, wie diese dazu beitragen können, ökonomische und ökologische Anforderungen in Einklang zu bringen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Optimierung von IT-Hardware, Netzwerken und Rechenzentren sowie die Bereitstellung nachhaltiger Informationen zur Steuerung von Energieverbräuchen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Einsatzmöglichkeiten von Green IT für den Mittelstand aufzuzeigen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken sowie Kosteneinsparungspotenziale zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen und Fallstudien sowie aktuelle Industriedaten zusammenführt, um fundierte Handlungsempfehlungen für den Mittelstand abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist in die vier Bereiche Green Information, Green Components, Green Networks und Green Computing gegliedert, in denen spezifische Maßnahmen wie Virtualisierung, Smart Metering oder der Einsatz von Thin Clients diskutiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, IT-Infrastruktur, Kosteneinsparung und ökologische Verantwortung geprägt.
Warum zögern viele mittelständische Unternehmen bei Green IT?
Viele Unternehmen lehnen Investitionen in Green-IT-Maßnahmen aufgrund der anfänglich hohen Anschaffungskosten und einer unklaren Amortisationsrechnung ab.
Welche spezifische Rolle spielt das Cloud Computing als Risiko?
Das Cloud Computing birgt Risiken wie die Abhängigkeit vom Dienstleister, potenzielle Probleme bei der Datensicherheit und die Verlagerung des Energieverbrauchs in externe Rechenzentren.
- Quote paper
- Alexander Kloska (Author), 2016, Green IT. Einsatzmöglichkeiten und Risiken für mittelständische Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371213