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Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht

Ein Forschungsbericht

Titel: Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht

Praktikumsbericht / -arbeit , 2017 , 20 Seiten

Autor:in: Ibrahim Kaddoura (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Interkulturalität im Rahmen des Englisch und Französischunterrichts und versucht, die folgende Forschungsfrage zu beantworten: Wie wird Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht ermöglicht? Laut einem weltberühmten Zitat von Mahatma Gandhi können Menschen von verschiedener Herkunft Gemeinsamkeiten finden und die Schönheit der Diversität erkennen. Entspricht diese Lebensweisheit der Realität in unserer Gesellschaft? Wissen sowohl Schüler als auch Lehrer wie sie mit Interkulturalität umgehen und wie sie von ihr profitieren können?

Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, inwieweit Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht behandelt und thematisiert wird, um festzustellen, ob Schüler nach der Schulzeit in der Lage sein werden, mit der kulturellen Vielfalt in ihrem Umfeld oder im Zielland umgehen und von ihr profitieren zu können.

Zunächst werden grundlegende Termini des interkulturellen Lernens definiert und mithilfe von Beispielen veranschaulicht. Anschließend werden Niekes zehn Ziele interkulturellen Lernens vorgestellt und verdeutlicht, welche die Grundlage für das Beantworten der Forschungsfrage bilden. Daraufhin wird auf die Forschungsmethode, in diesem Fall die Unterrichtshospitation bzw. Unterrichtsbeobachtung, eingegangen und erklärt, wie die Datenerhebung genau durchgeführt wurde. Im darauffolgenden Kapitel werden die Ergebnisse vorgestellt und mithilfe von Niekes zehn Zielen auf die Fragestellung ‚Wie wird Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht ermöglicht’ hin analysiert. Am Ende dieser Arbeit wird die Forschungsfrage in Form eines Fazits beantwortet.

Kinder aus der ganzen Welt kommen nach Deutschland und werden im deutschen Bildungswesen geschult, während andere Kinder in Deutschland geboren sind, jedoch mit ihren Eltern eine etwas andere Kultur leben als wiederum andere Familien in ihrem Umfeld. Oft wird seitens der Schule erwartet, dass, alle Probleme beseitigt wären, wenn Schüler die deutsche Sprache lernen, doch greift diese vermeintliche Universallösung für alle migrationsbedingten gesellschaftlichen Herausforderungen deutlich zu kurz. Es existieren nicht nur sprachliche, sondern auch kulturelle Barrieren, welche das Leben miteinander beeinflussen und erschweren. In den vergangenen Jahren nahm die Bundesrepublik Deutschland eine große Anzahl an Flüchtlingen auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. INTERKULTURELLE ERZIEHUNG UND BILDUNG

2.1. MIGRATION

2.2. KULTUR UND ETHNIE

2.3. HETEROGENITÄT

2.4. RASSISMUS

2.5 INTERKULTURELLE ERZIEHUNG UND BILDUNG

3. ZEHN ZIELE FÜR EINE ERFOLGREICHE INTERKULTURELLE BILDUNG UND ERZIEHUNG

4. METHODISCHES VERFAHREN

4.1. AUSWAHL DES METHODISCHEN VERFAHRENS

4.2. METHODOLOGIE

5. ERGEBNISSE

6. FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die praktische Umsetzung von interkultureller Bildung im Englisch- und Französischunterricht an einer Schule, um zu beantworten, wie Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht wirksam ermöglicht werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit Schüler durch gezielte unterrichtliche Maßnahmen und den Einbezug kultureller Vielfalt in ihrer interkulturellen Kompetenz gefördert werden.

  • Grundlagen der interkulturellen Erziehung (Migration, Heterogenität, Rassismus)
  • Die zehn Ziele interkulturellen Lernens nach Wolfgang Nieke
  • Unterrichtsbeobachtung als qualitative Forschungsmethode
  • Förderung von interkultureller Kompetenz und Wir-Identität im Klassenraum
  • Umgang mit kulturellen Konflikten und kultureller Bereicherung

Auszug aus dem Buch

2.2. Kultur und Ethnie

An diesem Punkt ist es nun angebracht, die Begriffe der Kultur und der Ethnie anzusprechen, die in der Alltagssprache oft synonym verwendet werden, sich jedoch sehr stark in ihrer Bedeutung unterscheiden. Das Wort ‚Ethnie’ stammt vom griechischen Wort ethnos ab, was nichts anderes als ‚Volk’ bedeutet. So definiert Nieke eine Ethnie nicht als eine Nation, sondern als Stämme (engl. tribes). Demnach bezeichnet eine Ethnie „eine Gruppe, deren Mitglieder miteinander [...] verwandt sind“ (Nieke 2000, S. 38 f.). Ethnien unterscheiden sich in Faktoren wie Sprache, Religion und Kultur (vgl. ebd.). Der Terminus ‚Kultur’ stammt hingegen vom lateinischen cultura und bedeutet ‚Bebauung’ oder ‚Pflege’. Eine Kultur befindet sich innerhalb einer Ethnie und ist alles, was der Mensch – durch Nutzbarmachung der natürlichen Gegebenheiten – verändern kann. Dazu gehören Sitten, Bräuche, Moral und auch hier wieder die Religion (vgl. ebd.). Zur Illustrierung wäre ein türkischer Junge, der in Deutschland lebt, von der Ethnie her türkisch, weil er von einer türkischen Familie abstammt, dessen Religion er befolgt und dessen Sprache er spricht. Da dieser Junge aber in Deutschland lebt und den Normen und Werten dieser westlichen Gesellschaft folgt, die deutsche Sprache spricht und viele deutsche Freunde hat, wäre er von der Kultur her sowohl türkisch als auch deutsch. Zusammenfassend ist bei der Ethnie die weite Verwandtschaft der einzelnen Mitglieder das Hauptcharakteristikum; bei der Kultur hingegen sind es Sitten, Bräuche und der gemeinsame Umgang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der interkulturellen Kompetenz im Fremdsprachenunterricht und Definition der Forschungsfrage.

2. INTERKULTURELLE ERZIEHUNG UND BILDUNG: Theoretische Klärung grundlegender Fachbegriffe wie Migration, Ethnie, Heterogenität und Rassismus im pädagogischen Kontext.

3. ZEHN ZIELE FÜR EINE ERFOLGREICHE INTERKULTURELLE BILDUNG UND ERZIEHUNG: Vorstellung der zehn Lernziele nach Wolfgang Nieke als theoretisches Gerüst für die Untersuchung.

4. METHODISCHES VERFAHREN: Beschreibung der Unterrichtsbeobachtung als qualitativer Forschungsansatz und Begründung der methodischen Auswahl.

5. ERGEBNISSE: Analyse der beobachteten Unterrichtssequenzen im Hinblick auf die zehn Nieke-Ziele und Bewertung der interkulturellen Praxis.

6. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und kritische Reflexion des beobachteten interkulturellen Lernprozesses.

Schlüsselwörter

Interkulturalität, Fremdsprachenunterricht, Interkulturelle Kompetenz, Wolfgang Nieke, Migration, Heterogenität, Rassismus, Ethnie, Wir-Identität, Unterrichtsbeobachtung, Kulturelle Bereicherung, Praxissemester, Toleranz, Ethnizismus, Konfliktbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht (Englisch und Französisch) vermittelt wird und ob Schüler dadurch ihre interkulturelle Kompetenz erweitern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Konzepten der interkulturellen Erziehung, dem Umgang mit Heterogenität im Klassenraum, der Prävention von Rassismus sowie der Förderung einer gemeinsamen Wir-Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu beantworten, wie Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht ermöglicht wird und inwiefern dies zur kulturellen Bildung der Schüler beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine qualitative Unterrichtsbeobachtung in sechs verschiedenen Englisch- und Französischstunden durch, um die Theorie von Wolfgang Nieke in der Praxis zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und Ziele interkultureller Bildung sowie die praktische Analyse, in der beobachtete Situationen auf Basis der zehn Nieke-Ziele ausgewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Interkulturalität, interkulturelle Kompetenz, Heterogenität, Rassismus-Prävention, kulturelle Bereicherung und die zehn Ziele interkulturellen Lernens.

Wie gehen die Schüler laut der Untersuchung mit kulturellen Konflikten um?

Die Beobachtungen zeigen, dass Schüler durch Engagement und Solidarität, etwa bei der gemeinsamen Lösung von interkulturellen Missverständnissen im Unterricht, bereits Lösungsstrategien für Konflikte entwickeln.

Welche Rolle spielt die Herkunft der Schüler für den Unterricht?

Die Vielfalt der Herkunftssprachen und Kulturen wird nicht als Handicap, sondern als Chance zur Bereicherung gesehen, wobei Schüler als Experten für ihre kulturellen Hintergründe fungieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht
Untertitel
Ein Forschungsbericht
Autor
Ibrahim Kaddoura (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V371234
ISBN (eBook)
9783668541597
ISBN (Buch)
9783668541603
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturalität fremdsprachenunterricht forschungsbericht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ibrahim Kaddoura (Autor:in), 2017, Interkulturalität im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371234
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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