Vorliegende Arbeit befasst sich mit drei bekannten und zeitgemäßen Kinder- und Jugendbüchern, die sich mit den Themen Erwachsenwerden und Identitätsfindung auseinandersetzen. Dabei werden neben Inhaltsangaben vor allem die Bild- und Textgestaltung, sowie die psychologischen, pädagogischen und soziologischen Gesichtspunkte beleuchtet.
Bei den vorgestellten Büchern handelt es sich um „Das Kleine-ICH-BIN-ICH“ von Mira Lobe, das Jugendbuch "Peinlich, peinlich, Alice" von Phyllis Reynolds Naylor und das Jugendbuch "Ach, Schwester … Protokoll einer Liebe" von Brigitte Blobel.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Kleine-ICH-BIN-ICH
1.1. Inhalt
1.2. Bild- und Textgestaltung
1.3. Psychologische Gesichtspunkte
1.4. Pädagogische Gesichtspunkte
1.5. Soziologische Gesichtspunkte
1.6. Eigene Meinung
2. Peinlich, peinlich, Alice
2.1. Inhalt
2.2. Bild- und Textgestaltung
2.3. Psychologische Gesichtspunkte
2.4. Pädagogische Gesichtspunkte
2.5. Soziologische Gesichtspunkte
2.6. Eigene Meinung
3. Ach, Schwester … Protokoll einer Liebe
3.1. Inhalt
3.2. Bild- und Textgestaltung
3.3. Psychologische Gesichtspunkte
3.4. Pädagogische Gesichtspunkte
3.5. Soziologische Gesichtspunkte
3.6. Eigene Meinung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht ausgewählte Werke der Kinder- und Jugendliteratur unter dem Aspekt des Erwachsenwerdens und der Identitätsfindung. Dabei werden drei spezifische Bücher hinsichtlich ihres Inhalts, ihrer Gestaltung sowie ihrer psychologischen, pädagogischen und soziologischen Relevanz analysiert und kritisch reflektiert.
- Identitätsfindung als zentraler Prozess im Kindes- und Jugendalter
- Die Rolle von Vorbildern und persönlichen Wertvorstellungen
- Soziale Akzeptanz und der Umgang mit dem "Anderssein"
- Herausforderungen der Pubertät und emotionaler Reifeprozesse
- Verarbeitung gesellschaftlicher Normen und individueller Lebensentwürfe
Auszug aus dem Buch
1.3. Psychologische Gesichtspunkte
Das Hauptthema des Kinderbuches ist die Identitätsfindung. Es wird das Interesse an der eigenen Persönlichkeit geweckt und die Kinder werden darauf aufmerksam gemacht, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Im Zuge dessen wird auch die Akzeptanz thematisiert, denn angenommen werden setzt natürlich voraus, andere anzunehmen. Grundsätzlich sind Kinder mit sich selbst im Reinen und beginnen bereits sehr früh, die eigene Persönlichkeit, sowie Wertvorstellungen zu entwickeln. Dieser Prozess ist ein Frühstadium der Identitätsfindung, die Heranwachsende bis ins Erwachsenenalter beschäftigt und wird in den ersten Lebensjahren von einem gesunden Selbstbewusstsein begleitet.
Erst durch den verstärkten Kontakt zu anderen gleichaltrigen Kindern, zum Beispiel im Kindergarten, kommt es zu Unsicherheiten bezüglich der eigenen Persönlichkeit, da die Kinder in diesem Alter Anderem und Unbekanntem gegenüber in den meisten Fällen noch wenig Toleranz zeigen. Es kommt dadurch zu Ausgrenzungen, sowie zu verbalen Verletzungen. Dieses Buch ist besonders gut für Kinder geeignet, die aufgrund der sozialen Umwelt bezüglich ihrer Person verunsichert sind und selbst schon Ausgrenzung erlebt haben. Durch die Identifikation mit dem „Kleinen-ICH-BIN-ICH“ lernen sie, dass Einzigartigkeit etwas Positives ist und sie können sich dadurch selbst besser annehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Kleine-ICH-BIN-ICH: Eine Analyse der Identitätssuche eines Phantasiewesens, das lernt, dass Einzigartigkeit und Selbstakzeptanz zentrale Bestandteile der eigenen Entwicklung sind.
2. Peinlich, peinlich, Alice: Beleuchtung des jugendlichen Reifeprozesses und der Suche nach weiblichen Vorbildern, wobei der Fokus auf dem kritischen Hinterfragen äußerer Werte liegt.
3. Ach, Schwester … Protokoll einer Liebe: Untersuchung der emotionalen und sexuellen Aufklärung einer Jugendlichen im Briefwechsel mit ihrer Schwester, die als Lernprozess für eine reife Liebesbeziehung dargestellt wird.
Schlüsselwörter
Identitätsfindung, Erwachsenwerden, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung, Pubertät, Sexualerziehung, Selbstbild, Vorbilder, Akzeptanz, Werterziehung, Sozialisation, Identifikation, Emotionale Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie ausgewählte Kinder- und Jugendbücher Themen wie das Erwachsenwerden, die Identitätsfindung und soziale Interaktionsprozesse aufarbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Aspekten der Reifung, pädagogischen Ansätzen zur Persönlichkeitsentwicklung sowie soziologischen Einflüssen durch das soziale Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Mehrwert dieser Literatur für junge Leser bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsphasen aufzuzeigen und die vermittelten Werte kritisch zu betrachten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine literaturanalytische Methode angewandt, die durch psychologische, pädagogische und soziologische Kriterien strukturiert wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Buchanalysen, wobei jedes Werk einzeln nach Inhalt, Gestaltung, Psychologie, Pädagogik, Soziologie und persönlicher Einschätzung untersucht wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Identitätsfindung, Erwachsenwerden, Pubertät, Selbstakzeptanz, Sozialkompetenz und Wertevermittlung.
Warum spielt die Identifikation mit der Figur im Werk "Das Kleine-ICH-BIN-ICH" eine Rolle?
Die Identifikation hilft Kindern, die bereits Ausgrenzung erfahren haben, zu erkennen, dass ihre Einzigartigkeit positiv besetzt ist und sie sich selbst besser annehmen können.
Wie bewertet die Autorin die pädagogische Umsetzung in "Ach, Schwester … Protokoll einer Liebe"?
Die Autorin erkennt den Nutzen der Aufklärung an, kritisiert jedoch die teilweise belehrende Darstellung und die stereotype Zeichnung der Charaktere.
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- Stefanie Loibingdorfer (Author), 2015, Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Erwachsenwerden und Identitätsfindung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371246