Elektronisches Gesundheitswesen. Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von eHealth


Seminararbeit, 2016

30 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Untersuchung

2 Übersicht eHealth
2.1 Begriffsdefinition
2.2 eHealth-Bereiche
2.2.1 eHealth in der Medizin
2.2.2 eHealth im Sportbereich
2.2.3 eHealth zu Hause
2.3 Chancen und Risiken von eHealth

3 Kritischer Vergleich von eHealth-Fitness-Apps
3.1 Wahl der geeigneten Bewertungsmethode
3.2 Kurze Vorstellung der ausgewählten Fitness-Apps
3.3 Aufbereitung der Daten als Vorbereitung der Bewertung
3.4 Bewertungsdurchführung und Analyse der Ergebnisse

4 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die drei Ebenen des eHealth-Marktes

Abb. 2: Nutzeranteile von Gesundheits- und Fitness-Apps nach Kategorie in Deutschland 2013

Abb. 3: Anforderungen und Bedürfnisse an Lebensqualität und Selbständigkeit im Alter ... .

Abb. 4: Gekürzte Version der Prozessdarstellung einer Nutzwertanalyse

Abb. 5: Graphische Darstellung der Gesamtnutzwerte

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Auswahl geeigneter Fitness-Apps für die kritische Bewertung

Tabelle 2: Paarweiser Vergleich vorausgewählter Bewertungskriterien

Tabelle 3: Ermittlung der Zielerfüllungsfaktoren

Tabelle 4: Errechnung der Gesamtnutzwerte und Rangfolgenbestimmung

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

In den westlichen Ländern ist der demographische Wandel in vollem Gange und wird in manchen Ländern gar als Problem definiert. Die Generationen werden stetig älter, was dazu führt, dass in den älteren Lebensjahren die Gesundheitsversorgung wichtiger denn je wird. Die heute lebende Generation ist ggü. Gesundheitsthemen weitaus aufgeschlos- sener, als es in der Vergangenheit der Fall war. Einhergehend mit den älter werdenden Generationen, wird es zunehmend komplexer, die Versorgung im Alter aufrecht zu erhal- ten. Sowohl der soziale als auch der finanzielle Aspekt müssen hierbei berücksichtigt werden1. Diese und weitere Aspekte stellen unsere Gesellschaft vor eine große Heraus- forderung. Diese Thematik kann in der heutigen, sehr schnell fortschreitenden und digi- talen Welt eine Chance für die Gesundheit darstellen. Aus dieser und weiterer Problema- tiken lässt sich deutlich eine Schnittstelle zum elektronischen Gesundheitswesen herlei- ten. Diese Arbeit setzt sich explizit mit diesen und weiteren Schnittstellen auseinander.

1.2 Ziel und Gang der Untersuchung

In der vorliegenden Arbeit werden zunächst mögliche Einsatzbereiche im eHealth-Be- reich dargestellt. Die Erläuterungen in Kapitel 2 zeigen den aktuellen Forschungs- und Wissensstand auf. Anfangs wird der Begriff eHealth definiert und zeigt im Anschluss die Einsatzbereiche auf, die als Schnittstelle im elektronischen Gesundheitswesen fungieren. Die Beschreibung der Inhalte bezieht sich auf die Medizin-, Sport und Heimsektoren. Abschließend werden etwaige Vor- und Nachteile im letzten Abschnitt des zweiten Ka- pitels erläutert. Einen weiteren signifikanter Inhaltspunkt charakterisiert das Kapitel 3, dessen Ziel darin liegt, vorausgewählte Fitness-Apps im Sportbereich anhand einer Be- wertung auf ihre Zweckmäßigkeit zu prüfen. Hierbei werden verschiedene Merkmale und Funktionen gleichartiger Apps verglichen. Im letzten Teil der Arbeit wird das Fazit ge- zogen, und ein Ausblick des Themas eHealth für die Zukunft gegeben.

2 Übersicht eHealth

Dieses Kapitel geht sowohl explizit auf die Begriffsbestimmungen ein als auch auf die einzelnen eHealth-Bereiche Medizin, Sport und Heim. Daraus resultierend, werden abschließend die Vor- und Nachteile erläutert.

2.1 Begriffsdefinition

Der Begriff des eHealth kann nicht eindeutig definiert werden. Vielmehr sind es Eigen- schaften, die gemeinsame in der Literatur verwendeten Merkmale aufweisen. Mit eHealth wird die Abkürzung von Electronic Health definiert. Im deutschen Sprachraum steht der Begriff für das elektronische Gesundheitswesen. eHealth beinhaltet die Verwendung elektronischer Systeme in Verbindung mit medizinischen Aspekten. Elektronische Sys- teme sind dafür verantwortlich, die gemessenen und gesammelten Daten zu verarbeiten und miteinander zu vernetzen2. Zu den Trägern der Informationen zählen u.a. Patienten, Ärzte, Krankenhäuser und Versicherungen3. In der vorliegenden Arbeit erstrecken sich die Bereiche auf Medizin, Sport und Heim.

Ferner kann bei eHealth zwischen folgenden drei Ebenen unterschieden werden4. x Konsumenten-Ebene, x Professionelle Ebene und x Makro-Ebene.

Die Konsumenten-Ebene spiegelt sämtliche Angebote des zweiten Gesundheitsmarktes wider. Hierzu gehören u.a. Gesundheits-Apps und -portale inkl. zugehöriger Social-Me- dia-Aktivitäten. Die professionelle Ebene deckt traditionelle Gesundheitsangebote ab, wie z.B. die eVisite (elektronische Visite) oder die vernetzte Blutzuckermessung. Letzt- lich ist die Makro-Ebene für die Vernetzung der einzelnen Gesundheitsangebote verant- wortlich. Der Fokus liegt auf der Verknüpfung der Schnittstellen Ärzte, Krankenhäuser, Versicherungen und Patienten5. Die Herausforderung der Makro-Ebene liegt in der noch in Deutschland fehlenden einheitlichen Infrastruktur. Die Adaption mit den zugehörigen Kosten ist hierbei ein wesentlicher Faktor, den es nicht zu unterschätzen gilt6. Die fol- gende Abbildung zeigt den Komplexitätsgrad, verglichen mit dem Integritätsniveau auf, und spiegelt das geschriebene Wort dieses Kapitels als graphische Übersicht wider.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Entnommen aus Gentner/Elbel (2014), S. 5.

Abb. 1: Die drei Ebenen des eHealth-Marktes

2.2 eHealth-Bereiche

Gegenstand dieses Kapitels sind die Erläuterungen der Bereiche Medizin, Sport und Home im eHealth-Bereich. Anschließend folgt die kritische Erläuterung der Chancen und Risiken.

2.2.1 eHealth in der Medizin

Die Abdeckung der Themengebiete im medizinischen Bereich von eHealth wird auch als Telemedizin definiert. Der Begriff muss fachlich abgegrenzt werden, da es sich bei Tele- medizin um einen Teilbereich von eHealth handelt7. Der Umfang der Telemedizin er- streckt sich sowohl auf die professionelle Ebene als auch auf die Makro-Ebene. Aktivitä- ten, wie u.a. Blutdruckvermessung, eVisite bzw. Teletherapie und vernetzte Administra- tion von Patientendaten, bilden dieses Spektrum ab. Weiterhin wird das Themengebiet durch das Monitoring bzw. die Betreuung von Patienten aus der Ferne charakterisiert. Innerhalb der Telemedizin können weitere Begriffsabgrenzungen vorgenommen werden. Anwendungsbereiche, wie Diagnostik, Therapie und Monitoring können der Telemedizin zugesprochen werden8.

Die Telediagnostik wird durch die Anfertigung von Diagnosen aus der Ferne gekenn- zeichnet. Die Beurteilung erfolgt anhand von Daten auf Basis von Bild- und Textmaterial, welches zuvor eingescannt und digitalisiert wurde. Die Daten werden zwischen Arzt und Patient oder auch zwischen mehreren Ärzten untereinander elektronisch übertragen9.

Der Begriff der Teletherapie wird durch den proaktiven Eingriff eines Arztes ggü. eines Patienten aus der Distanz charakterisiert. Einen tiefergehenden Aspekt spiegelt die Tele- chirurgie wider, welche hier klar abgegrenzt werden muss. Die Telechirurgie befasst sich mit der Behandlung von chirurgischen Angelegenheiten, wie bspw. einem operationellen Eingriff am Patienten. Die Operation erfolgt durch einen physisch beim Patienten vor- handenen Roboter, der ortsunabhängig vom behandelnden Arzt gesteuert wird10.

Telemonitoring findet sowohl in der Medizin als auch im Gebiet von AAL (Ambient As- sisted Living bzw. Active Assisted Living) Anwendung11. Hierbei wird die Begrifflich- keit aus der Vernetzung der Überwachung von Patienten aus der Ferne definiert. Zu den Überwachungsgegenständen gehören bspw. die Lunge des Menschen und die Gewichts- entwicklung. Während und nach der Messung haben teilnehmende Ärzte die Möglichkeit, neue Erkenntnisse über die erhobenen Daten zu gewinnen, um Erkrankungen vorzeitig erkennen zu können12.

2.2.2 eHealth im Sportbereich

Dieses Kapitel beleuchtet kurz die Themengebiete von eHealth im Sportbereich. Der Be- griff eHealth wird, neben dem medizinischen Sektor, insbesondere durch die sportliche Domäne geprägt. Die sportlichen Gebiete lassen sich entweder durch Freizeitsport oder durch professionellen Wettkampfsport charakterisieren. Der bedeutsame Unterschied liegt in der Eigenschaft, dass der Freizeitsport positive Aspekte zur Gesundheit beiträgt, wobei der Bereich des Wettkampfsports nicht gänzlich als gesundheitsfördernd gekenn- zeichnet ist13. Fitness-Apps werden mit mHealth (mobile Health) in Verbindung ge- bracht. mHealth wird als Anwendung gesundheitsbezogener Dienste auf mobilen Endge- räten, wie z.B. Smartphones und Tablets, definiert14. Neuerdings können die Daten auch mit sogenannten Wearables, wie bspw. einem Fitnessarmband oder einer Smartwatch, erfasst und analysiert werden, sodass ein Smartphone an dieser Stelle überflüssig wird15. Die Fitness-App Runtastic charakterisiert sich durch das Bereitstellen von „Produkten und Dienstleistungen rund um die Erfassung und Verwaltung von Sportdaten …, um Menschen zur Sportausübung zu bewegen und mit Gleichgesinnten zu vernetzen16.“ Der überwiegende Anteil der Fitness-Apps beinhaltet Funktionen zur Messung und Auswer- tung von Daten in Bezug auf Körpergewichtsreduktion und zugehöriger Beschreibungen zu Übungsausführungen17. Beispiele für weitere Funktionen, sind das Erfassen bzw. Mes- sen und Nachverfolgen von Leistungssteigerungen, wie etwa bei einer App für das Fit- nessstudio. Häufig ist auch eine direkte Erfassung der eingenommenen und verbrannten Kalorien möglich, um persönliche sportliche Ziele erreichen zu können18.

Die folgende Statistik zeigt die Verteilung von Gesundheits- und Fitness-Apps in Deutschland aus dem Jahr 2013.

Quelle: Entnommen aus research2guidance in de.statista.com (2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Nutzeranteile von Gesundheits- und Fitness-Apps nach Kategorie in Deutschland 2013

Gesundheits- und Fitness-Apps stoßen in Deutschland insbesondere in den Sektoren Trai- ning und Ernährung auf große Resonanz, dicht gefolgt von Tracking-Apps. Stark zu er- kennen ist die Aufgeschlossenheit der Nutzer ggü. Kosten bei den jeweiligen Apps. Er- sichtlich ist im Gegensatz dazu die fehlende Bereitschaft, Geld für Neuigkeiten und Nach- richten im Gesundheitsbereich auszugeben. Bei der Analyse von Schlafdaten gehen zehn Prozent der Nutzer von einem erfolgsversprechenden Ergebnis aus, obwohl dies Kosten verursacht.

Im leistungsbezogenen Sport greift man zugleich auf eHealth-Funktionen zurück. Exemplarisch ist z.B. RFID (Radio Frequency Identification) zu betrachten. Mittels RFID können Leistungsdaten von Sportlern auf eine Millisekunde exakt erfasst werden. Insbesondere bei Massensportveranstaltungen, wie bspw. Marathonläufen, kommt diese Methode zur Anwendung, da die Daten von einer Großzahl von Läufern parallel gemessen und bewertet werden müssen19. Eine detaillierte kritische Betrachtung hinsichtlich Fitness-Apps wird im dritten Kapitel dieser Arbeit erläutert.

2.2.3 eHealth zu Hause

In der Literatur existieren vielfältige Bereiche, die in Verbindung mit AAL stehen. Dieses Kapitel grenzt das Themengebiet auf die Bereiche Gesundheit, Pflege und Smart-Home ein.

Die Herausforderungen im späteren Lebensalter werden zunehmend größer. Dies führt zu einer steigenden Komplexität in der Alltagsgestaltung. Einen Lösungsansatz bietet AAL. Die Zielsetzung von AAL wird durch erhöhtes Wohlbefinden und besserer Ergonomie im Alter charakterisiert20. Der anfängliche Zweck lag darin, ältere und hilfsbedürftige Menschen in der Alltagsgestaltung, auf Basis IT-gestützter Systeme, zu assistieren. Der Begriff AAL hat sich jedoch insoweit entwickelt, dass Menschen in beliebigem Lebensalter auf etwaige Assistenzsysteme zurückgreifen können21.

Quelle: Entnommen aus Wessig in Picot/Braun (2011), S. 69.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Anforderungen und Bedürfnisse an Lebensqualität und Selbständigkeit im Alter

[...]


1 Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung (2016)

2 Vgl. Gaddi, Capello, Manca (2014), S. 16.

3 Vgl. Maasen (2011), S. 191.

4 Vgl. Andelfinger, Hänisch (2016), S. 161-162.

5 Vgl. ebd., S. 161-162.

6 Vgl. Beger, Wilks (2014), S. 85.

7 Vgl. Eppinger, Halecker, Hölzle, Kamprath (2015), S. 499.

8 Vgl. Häcker, Reichwein, Turad (2008), S. 8.

9 Vgl. Wasem, Staudt, Matusiewicz (2013), S. 507.

10 Vgl. Wendelstein (2012), S. 10.

11 Vgl. Wessig in Picot/Braun (2011), S. 69.

12 Vgl. Goetz in Picot/Braun (2011), S. 39.

13 Vgl. Czech, Steinmetz in Krüger, Dreyer (2004), S. 379.

14 Vgl. World Health Organization (2011), S. 6.

15 Vgl. Rieger, Hildenbrand, Nesseler, Letzel, Nowak (2016), S. 154.

16 Runtastic GmbH 2016

17 Vgl. Malvey, Slovensky (2014), S. 67.

18 Vgl. ebd., S. 77.

19 Vgl. Jones, Chung (2008), S. 291.

20 Vgl. Schön, Schneider, Wieden-Bischof, Willner (2016), S. 7.

21 Vgl. Wernicke (2015), S. 9.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Elektronisches Gesundheitswesen. Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von eHealth
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Veranstaltung
Interdisziplinäre Aspekte der Wirtschaftsinformatik
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V371376
ISBN (eBook)
9783668492554
ISBN (Buch)
9783668492561
Dateigröße
930 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eHealth App Gesundheit smartHome Home FitnessApp Medizin
Arbeit zitieren
Michel Challel (Autor), 2016, Elektronisches Gesundheitswesen. Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von eHealth, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371376

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