In den westlichen Ländern ist der demographische Wandel in vollem Gange und wird in manchen Ländern gar als Problem definiert. Die Generationen werden stetig älter, was dazu führt, dass in den älteren Lebensjahren die Gesundheitsversorgung wichtiger denn je wird. Die heute lebende Generation ist gegenüber Gesundheitsthemen weitaus aufgeschlossener, als es in der Vergangenheit der Fall war. Einhergehend mit den älter werdenden Generationen, wird es zunehmend komplexer, die Versorgung im Alter aufrecht zu erhalten. Sowohl der soziale als auch der finanzielle Aspekt müssen hierbei berücksichtigt werden. Diese und weitere Aspekte stellen unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Diese Thematik kann in der heutigen, sehr schnell fortschreitenden und digitalen Welt eine Chance für die Gesundheit darstellen. Aus dieser und weiterer Problematiken lässt sich deutlich eine Schnittstelle zum elektronischen Gesundheitswesen herleiten. Diese Arbeit setzt sich explizit mit diesen und weiteren Schnittstellen auseinander.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Untersuchung
2 Übersicht eHealth
2.1 Begriffsdefinition
2.2 eHealth-Bereiche
2.2.1 eHealth in der Medizin
2.2.2 eHealth im Sportbereich
2.2.3 eHealth zu Hause
2.3 Chancen und Risiken von eHealth
3 Kritischer Vergleich von eHealth-Fitness-Apps
3.1 Wahl der geeigneten Bewertungsmethode
3.2 Kurze Vorstellung der ausgewählten Fitness-Apps
3.3 Aufbereitung der Daten als Vorbereitung der Bewertung
3.4 Bewertungsdurchführung und Analyse der Ergebnisse
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Einsatzmöglichkeiten und Potenziale von eHealth in den Bereichen Medizin, Sport und häusliche Umgebung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Zudem wird ein praktischer, nutzwertanalytischer Vergleich von vier ausgewählten Fitness-Apps durchgeführt, um deren Zweckmäßigkeit und Nutzen für Anwender objektiv zu bewerten.
- Grundlagen und Definitionen des elektronischen Gesundheitswesens (eHealth)
- Analyse der eHealth-Einsatzbereiche in Medizin, Sport und AAL
- Kritische Beleuchtung von Chancen, Risiken und Herausforderungen (z.B. Datenschutz)
- Methodische Nutzwertanalyse von Fitness-Apps zur Bestimmung des Anwendernutzens
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsdefinition
Der Begriff des eHealth kann nicht eindeutig definiert werden. Vielmehr sind es Eigenschaften, die gemeinsame in der Literatur verwendeten Merkmale aufweisen. Mit eHealth wird die Abkürzung von Electronic Health definiert. Im deutschen Sprachraum steht der Begriff für das elektronische Gesundheitswesen. eHealth beinhaltet die Verwendung elektronischer Systeme in Verbindung mit medizinischen Aspekten. Elektronische Systeme sind dafür verantwortlich, die gemessenen und gesammelten Daten zu verarbeiten und miteinander zu vernetzen. Zu den Trägern der Informationen zählen u.a. Patienten, Ärzte, Krankenhäuser und Versicherungen. In der vorliegenden Arbeit erstrecken sich die Bereiche auf Medizin, Sport und Heim.
Ferner kann bei eHealth zwischen folgenden drei Ebenen unterschieden werden. Konsumenten-Ebene, Professionelle Ebene und Makro-Ebene.
Die Konsumenten-Ebene spiegelt sämtliche Angebote des zweiten Gesundheitsmarktes wider. Hierzu gehören u.a. Gesundheits-Apps und -portale inkl. zugehöriger Social-Media-Aktivitäten. Die professionelle Ebene deckt traditionelle Gesundheitsangebote ab, wie z.B. die eVisite (elektronische Visite) oder die vernetzte Blutzuckermessung. Letztlich ist die Makro-Ebene für die Vernetzung der einzelnen Gesundheitsangebote verantwortlich. Der Fokus liegt auf der Verknüpfung der Schnittstellen Ärzte, Krankenhäuser, Versicherungen und Patienten. Die Herausforderung der Makro-Ebene liegt in der noch in Deutschland fehlenden einheitlichen Infrastruktur. Die Adaption mit den zugehörigen Kosten ist hierbei ein wesentlicher Faktor, den es nicht zu unterschätzen gilt. Die folgende Abbildung zeigt den Komplexitätsgrad, verglichen mit dem Integritätsniveau auf, und spiegelt das geschriebene Wort dieses Kapitels als graphische Übersicht wider.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Erläutert die Relevanz des Themas angesichts des demografischen Wandels und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die betrachteten Sektoren.
2 Übersicht eHealth: Definiert eHealth, unterteilt es in drei marktrelevante Ebenen und beschreibt die Einsatzgebiete Medizin, Sport und Heim inklusive Chancen und Risiken.
3 Kritischer Vergleich von eHealth-Fitness-Apps: Beschreibt die methodische Vorgehensweise einer Nutzwertanalyse, um vier ausgewählte Fitness-Apps anhand definierter Kriterien objektiv zu bewerten.
4 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung von Datensicherheit und betont die wachsende Zukunftsperspektive von eHealth in der Gesundheitsversorgung.
Schlüsselwörter
eHealth, Telemedizin, mHealth, Fitness-Apps, AAL, Ambient Assisted Living, Nutzwertanalyse, Sportmanagement, Gesundheitswesen, Smart Home, Demografischer Wandel, Digitalisierung, Datenschutz, Patientenmonitoring, Wearables
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das elektronische Gesundheitswesen (eHealth), bewertet dessen verschiedene Einsatzmöglichkeiten in Medizin, Sport und Heim und führt einen methodischen Vergleich von Fitness-Apps durch.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von eHealth, die Darstellung von Anwendungsbereichen (Telemedizin, AAL, Sport-Apps) sowie die Analyse von Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den aktuellen Wissensstand zu eHealth darzustellen und mittels einer Nutzwertanalyse herauszufinden, welche der ausgewählten Fitness-Apps den größten Nutzen für den Anwender bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Im Hauptteil der Arbeit kommt die Nutzwertanalyse zum Einsatz, um qualitative Kriterien der Fitness-Apps systematisch zu bewerten und vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der eHealth-Bereiche (Medizin, Sport, Heim) und den kritischen Vergleich von Fitness-Apps auf Basis von Kriterien wie Funktionalität, Preis und Anleitungsqualität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie eHealth, Telemedizin, Nutzwertanalyse, mHealth, AAL und Digitalisierung im Gesundheitswesen charakterisiert.
Warum wurde eine Nutzwertanalyse für die Fitness-Apps gewählt?
Die Nutzwertanalyse wurde gewählt, da sie es erlaubt, mehrere qualitative, nicht direkt messbare Kriterien systematisch zu gewichten und miteinander zu vergleichen.
Welche Herausforderung wird bei der Vernetzung von Gesundheitssystemen hervorgehoben?
Eine zentrale Herausforderung ist das Fehlen einer einheitlichen Infrastruktur in Deutschland sowie der kritische Aspekt des Datenschutzes beim Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten.
Welches Fazit zieht der Autor zur zukünftigen Rolle von eHealth?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass eHealth in der Zukunft ein immer wichtigerer Faktor für die Gesundheitsversorgung sein wird, insbesondere um Versorgungslücken in ländlichen Gebieten zu schließen.
Wie schneidet die App "Bodyweight Training von Mark Lauren" im Vergleich ab?
Die App erzielt in der durchgeführten Nutzwertanalyse den höchsten Gesamtnutzwert und schneidet somit als beste der untersuchten Apps ab.
- Citar trabajo
- Michel Challel (Autor), 2016, Elektronisches Gesundheitswesen. Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von eHealth, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371376