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Die Personalisierung der Politik. Ursachen, die Rolle der Medien und Kritikpunkte

Mit aktuellen Beispielen aus dem Wahljahr 2013

Título: Die Personalisierung der Politik. Ursachen, die Rolle der Medien und Kritikpunkte

Trabajo de Seminario , 2014 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Florian Huber (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Wen oder was soll ich wählen? Welchem Kandidaten oder welcher Partei soll ich meine Stimme geben? Diese Frage stellt sich den über 60 Millionen wahlberechtigten Deutschen alle vier Jahre aufs Neue. Aber sie ist nicht einfach zu beantworten. (...)
Der Personalisierungsbehauptung zufolge gewannen Spitzenkandidaten in den letzten Jahren und Jahrzenten erheblich an Bedeutung.
Was die Personalisierungsbehauptung außerdem beinhaltet, was Ursachen für diesen Trend sind, welche Rolle die Medien, insbesondere das Fernsehen in diesem Zusammenhang spielen und was für Kritikpunkte gegen Personalisierung angeführt werden können, soll nun im Folgenden geklärt werden. Außerdem soll die Personalisierung der Politik anhand aktueller Beispiele aus dem Wahljahr 2013 veranschaulicht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Qual der Wahl

2. Die Personalisierung der Politik

2.1 Was ist Personalisierung? – Begriffsbestimmung

2.1.1 Grundlegendes

2.1.2 Die Personalisierung der Wahlkampfführung

2.1.3 Die Personalisierung der Medienberichterstattung

2.1.4 Die Personalisierung des Wählerverhaltens

2.2 Ursachen für Personalisierung

2.2.1 Politisches System

2.2.2 Verändertes Wählerverhalten

2.2.3 Medienwandel

2.3 Aspekte personalisierter Politik

2.3.1 Kandidatenimages

2.3.1.1 Zustandekommen von Kandidatenimages

2.3.1.2 Zusammensetzung von Kandidatenimages

2.3.2 Medien im Kontext der Personalisierung

2.3.2.1 Bedeutung der Medien für Spitzenkandidaten

2.3.2.2 Besondere Wichtigkeit des Fernsehens

2.3.3 Personalisierung des Wählerverhaltens im Ländervergleich

2.4 Fallbeispiel für Personalisierung – Das Wahljahr 2013

2.5 Kritik an Personalisierung

2.6 Fazit

3. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Hypothese der zunehmenden Personalisierung in der Politik und analysiert, inwieweit Spitzenkandidaten gegenüber politischen Inhalten und Parteien an Bedeutung gewonnen haben. Dabei wird hinterfragt, welche Rolle das politische System, verändertes Wählerverhalten und der Medienwandel bei diesem Trend spielen und welche demokratietheoretischen Bedenken daraus resultieren.

  • Personalisierung der Wahlkampfführung und Medienberichterstattung
  • Einfluss des Medienwandels und der Medialisierung auf politische Kommunikation
  • Sozialpsychologische Modelle zur Erklärung des Wählerverhaltens
  • Kritische Analyse der Machtverschiebung von Sachthemen zu Kandidatenimages
  • Empirische Einordnung anhand des Bundestagswahljahres 2013

Auszug aus dem Buch

2.3.1.2 Zusammensetzung von Kandidatenimages

In der Forschungsliteratur gibt es keine endgültige Einigkeit über die Zusammensetzung von Kandidatenimages. Es herrscht allerdings Einigkeit darüber, dass sich einzelne Kandidateneigenschaften zu Eigenschaftsdimensionen zusammenfassen lassen. Die Wähler bewerten all diese Eigenschaftsdimensionen oder auch nur die, die ihnen wichtig erscheinen, und erlangen dadurch eine Gesamtbeurteilung der verschiedenen Kandidaten. Aus einem Vergleich der Gesamtbeurteilungen ergibt sich dann eine Präferenz für einen Kandidaten.

In der die Kandidatenimages betreffenden Literatur reicht die Zahl der Eigenschaftsdimensionen von einer bis zu sieben. Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Dimensionen durchgesetzt. Während man sich früher meist auf zwei Dimensionen beschränkte, sind es in aktuelleren Arbeiten meist vier oder fünf. Früher beschränkte man sich bei Kandidatenimages auch noch ausschließlich auf persönliche Eigenschaften, wohingegen man sich heute einig ist, dass für die Images der Kandidaten auch politische Eigenschaften in Betracht gezogen werden müssen. Alles in allem sind trotz der großen Vielfalt der Dimensionierungen Gemeinsamkeiten zu erkennen. So werden in den meisten Fällen rollennahe und rollenferne, also politische und unpolitische, Eigenschaften getrennt. Diese beiden Eigenschaften werden weiter aufgeteilt, woraus sich dann die vier Dimensionen Themenkompetenz, Leadership-Qualitäten, Integrität und unpolitische Merkmale ergeben.

Die Themenkompetenz setzt sich zusammen aus der Bewertung der politischen Positionen der Kandidaten bei einzelnen Sachfragen und ihrer Fähigkeit zur Lösung von Sachproblemen. Für Wähler sind dabei jene Themenbereiche von besonderem Interesse, die sie als wichtig ansehen. In den USA, Großbritannien und Deutschland sind das Themen wie Belebung der Wirtschaft oder Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Als Leadership-Qualitäten gelten u.a. Führungsstärke, Tatkraft und Überzeugungskraft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Qual der Wahl: Einleitung in die Problematik der Wählerentscheidung bei einer Vielzahl von Parteien und die wachsende Bedeutung der Spitzenkandidaten.

2. Die Personalisierung der Politik: Theoretische Definition der Personalisierungshypothese auf den Ebenen Wahlkampf, Medien und Wählerverhalten.

2.1 Was ist Personalisierung? – Begriffsbestimmung: Definition des Begriffs durch die beiden Thesen der Kandidatenbedeutung und der persönlichen Eigenschaften gegenüber Kompetenzen.

2.1.1 Grundlegendes: Einordnung der Personalisierung als forschungsrelevante Hypothese ohne bislang eindeutigen empirischen Nachweis.

2.1.2 Die Personalisierung der Wahlkampfführung: Analyse der Entkoppelung von Kandidat und Partei sowie der Professionalisierung durch Wahlkampfstäbe.

2.1.3 Die Personalisierung der Medienberichterstattung: Untersuchung der verstärkten medialen Fokussierung auf Akteure anstelle von Inhalten, verstärkt durch den Medienwandel.

2.1.4 Die Personalisierung des Wählerverhaltens: Erklärung durch das sozialpsychologische Modell unter Berücksichtigung von abnehmender Parteiidentifikation.

2.2 Ursachen für Personalisierung: Systematische Betrachtung der Faktoren, die diesen Trend begünstigen.

2.2.1 Politisches System: Vergleich der präsidentiellen USA mit parlamentarischen Systemen wie Deutschland hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Kandidatenrolle.

2.2.2 Verändertes Wählerverhalten: Darstellung des Dealsignments und der wachsenden Zahl der Wechselwähler durch soziale Veränderungen.

2.2.3 Medienwandel: Analyse des Einflusses von Massenmedien, insbesondere des Fernsehens, auf die politische Legitimation.

2.3 Aspekte personalisierter Politik: Detaillierte Betrachtung der wichtigsten Merkmale personalisierter Politik.

2.3.1 Kandidatenimages: Erläuterung, wie individuelle Wählerwahrnehmungen das Bild von Politikern prägen.

2.3.1.1 Zustandekommen von Kandidatenimages: Diskussion über die Stimulus- versus Rezipienten-determinierte Entstehung von Images.

2.3.1.2 Zusammensetzung von Kandidatenimages: Kategorisierung in Themenkompetenz, Leadership-Qualitäten, Integrität und unpolitische Merkmale.

2.3.2 Medien im Kontext der Personalisierung: Untersuchung der medialen Bedingungen für die öffentliche Selbstdarstellung von Spitzenpolitikern.

2.3.2.1 Bedeutung der Medien für Spitzenkandidaten: Notwendigkeit aktiver Imagepflege und Umgang mit öffentlicher Präsenz.

2.3.2.2 Besondere Wichtigkeit des Fernsehens: Analyse der dominierenden Rolle des Fernsehens und der Bedeutung von Formaten wie TV-Duellen.

2.3.3 Personalisierung des Wählerverhaltens im Ländervergleich: Gegenüberstellung der Einflussfaktoren in Deutschland, Großbritannien und den USA.

2.4 Fallbeispiel für Personalisierung – Das Wahljahr 2013: Anwendung der Theorie am Beispiel von Peer Steinbrück und dem Bundestagswahlkampf 2013.

2.5 Kritik an Personalisierung: Diskussion demokratietheoretischer Bedenken hinsichtlich der Entpolitisierung und Boulevardisierung.

2.6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Personalisierungstrends und Einordnung der empirischen Schwierigkeiten.

3. Schlusswort: Persönliches Resümee der Arbeit und Ausblick auf die weitere Relevanz des Themas.

Schlüsselwörter

Personalisierung, Politik, Bundestagswahl, Spitzenkandidaten, Medienwandel, Wahlkampfführung, Wählerverhalten, Parteien, Politische Kommunikation, Kandidatenimage, Medialisierung, Parteiidentifikation, Politainment, Politische Kultur, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Trend der Personalisierung in der modernen Politik und analysiert, warum und wie politische Akteure gegenüber Inhalten und Parteien an Bedeutung gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Wahlkampforganisation, der Einfluss von Massenmedien, sozialpsychologische Erklärungsmodelle für Wählerentscheidungen sowie der Wandel der politischen Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Personalisierungshypothese theoretisch zu fundieren, deren Ursachen zu identifizieren und sie anhand praktischer Beispiele, wie dem Wahljahr 2013, kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, dem Vergleich verschiedener politischer Systeme sowie der Auswertung empirischer Umfrageergebnisse basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Personalisierung, die Analyse ihrer Ursachen (System, Wähler, Medien), die Betrachtung spezifischer Aspekte wie Kandidatenimages sowie eine Fallstudie zum Wahljahr 2013.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personalisierung, Spitzenkandidaten, Medienwandel, Wählerverhalten, Kandidatenimage und Medialisierung.

Wie beeinflussen Medien die Entstehung von Kandidatenimages?

Medien dienen als zentrale Schnittstelle, die durch kontinuierliche Präsenz und spezifische Formate (z.B. TV-Duelle) maßgeblich dazu beitragen, wie Wähler die Persönlichkeitsmerkmale von Kandidaten wahrnehmen und bewerten.

Warum wird Personalisierung als "demokratietheoretisch bedenklich" eingestuft?

Die Kritik besagt, dass die Fokussierung auf Personen zu einer Entpolitisierung führt, bei der inhaltliche Sachfragen in den Hintergrund treten und der politische Prozess auf bloße "Image-Duelle" reduziert wird.

Inwiefern unterscheidet sich das deutsche Wahlsystem vom amerikanischen in diesem Kontext?

Während in den USA institutionelle Rahmenbedingungen eine starke Personalisierung (Direktwahl des Präsidenten) fördern, ist in parlamentarischen Systemen wie Deutschland die Parteiidentifikation traditionell ein stärkerer, wenn auch abnehmender Ankerpunkt für Wähler.

Welche Rolle spielten die "Pannen" von Peer Steinbrück im Jahr 2013?

Diese Pannen dienten als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie die negative Wahrnehmung eines Spitzenkandidaten unmittelbar auf die Bewertung der gesamten Partei durchschlägt und somit die Personalisierungshypothese bestätigt.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Personalisierung der Politik. Ursachen, die Rolle der Medien und Kritikpunkte
Subtítulo
Mit aktuellen Beispielen aus dem Wahljahr 2013
Calificación
1,0
Autor
Florian Huber (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
24
No. de catálogo
V371413
ISBN (Ebook)
9783668493278
ISBN (Libro)
9783668493285
Idioma
Alemán
Etiqueta
Personalisierung Politik Wahlkampf Bundestag Amerikanisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Huber (Autor), 2014, Die Personalisierung der Politik. Ursachen, die Rolle der Medien und Kritikpunkte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371413
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