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Gesund durch Lesen und Schreiben? Wie fiktionale Welten helfen können

Título: Gesund durch Lesen und Schreiben? Wie fiktionale Welten helfen können

Trabajo Escrito , 2016 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Isabella Wagner (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Ziel dieser Arbeit ist es, darzustellen, wie fiktionale Welten (bei produktiver oder rezeptiver Auseinandersetzung) heilen können und welche Rolle die mit ihnen in Zusammenhang stehenden Emotionen dabei spielen. Die Erkenntnisse werden exemplarisch anhand der therapeutischen Arbeit mit drogengefährdeten Jugendlichen und dem Grimm’schen Märchen „Frau Trude“ praktisch dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Poesie- und Bibliotherapie?

2.1. Poesietherapie

2.2. Bibliotherapie

3. Wirkungsmechanismen

3.1. Fiktionalität

3.2. Emotionalität

3.3. Gewinnung von Sinn

4. Bibliotherapie: Märchenarbeit mit drogengefährdeten Jugendlichen

4.1. Vorüberlegungen

4.2. Therapeutische Märchenarbeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die therapeutische Wirksamkeit fiktionaler Welten in der Poesie- und Bibliotherapie. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die aktive Auseinandersetzung mit literarischen Texten Heilungsprozesse bei Patienten anstoßen kann und welche Rolle dabei spezifische Wirkungsmechanismen spielen.

  • Definition und Abgrenzung von Poesie- und Bibliotherapie
  • Die neurologische und psychologische Bedeutung von Fiktionalität
  • Emotionalität als Schlüssel für therapeutische Veränderungen
  • Die Gewinnung von Sinn durch aktive Textrezeption
  • Praktische Anwendung der Bibliotherapie bei drogengefährdeten Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

4.2. Therapeutische Märchenarbeit

Das Grimm’sche Märchen „Frau Trude“ handelt von einem Mädchen, das trotz des Verbotes und Warnungen seiner Eltern aus Neugier zum Haus von Frau Trude geht. Dort angekommen wird die Zitternde von ihr gefragt, warum sie so bleich sei. Es folgt ein Dialog, der mit dem Verwandeln des Mädchens in einen Holzblock endet, den Frau Trude ins Feuer wirft:

‘Ich sah auf Eurer Stiege einen schwarzen Mann.’ ‘Das war ein Köhler.’ ‘Dann sah ich einen grünen Mann.’ ‘Das war ein Jäger.’ ‘Danach sah ich einen blutroten Mann.’ ‘Das war ein Metzger.’ ‘Ach, Frau Trude, mir grauste, ich sah durchs Fenster und sah Euch nicht, wohl aber den Teufel mit feurigem Kopf.’ ‘Oho,’ sagte sie, ‘so hast du die Hexe in ihrem rechten Schmuck gesehen: Ich habe schon lange auf dich gewartet und nach dir verlangt, du sollst mir leuchten.’ Da verwandelte sie das Mädchen in einen Holzblock und warf ihn ins Feuer. Und als er in voller Glut war, setzte sie sich daneben, wärmte sich daran und sprach: ‘das leuchtet einmal hell!’85

HILTY beschreibt, dass das Märchen eine „[...] lebhafte Diskussion über den Umgang mit Angst und Faszination [...]“86 in ihrer Gruppe auslöst. DEPPERMANN nimmt an, dass es eine Parallele gibt, zwischen der Neugierde des Mädchens und dem Verhalten der Jugendlichen, die Drogen ausprobieren, ohne sich der langfristigen Gefahren bewusst zu sein: „Oft sind es Neugierde und das Bedürfnis, aus dem tristen Alltag mit seiner Routine zu fliehen, um in einer sorglosen, paradiesischen Welt intensive Gefühlserlebnisse zu finden“87. Die Diskussion kann mit der Frage eingeleitet werden: Wann und wodurch werde ich verführt und was lenkt mich vom Wesentlichen ab?88 Durch das Besprechen verschiedener Aspekte des Märchens innerhalb einer Gruppe, wird die therapeutische Wirksamkeit des Textes gesteigert. Wie bereits dargelegt, entfaltet sie sich bereits während des Lesens. Durch das Besprechen von Symbolen, Motivationen der Figuren und weiterer Elemente, wird der Text ein zweites Mal „durchlebt“ und damit bewusster.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Kontroverse um fiktionale Emotionen ein und stellt die Fragestellung nach der Heilwirkung fiktionaler Welten sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2. Was sind Poesie- und Bibliotherapie?: Dieses Kapitel definiert beide Therapieformen, grenzt sie voneinander ab und beschreibt ihre methodischen Ansätze innerhalb expressiver Therapien.

3. Wirkungsmechanismen: Es werden die drei zentralen Wirkfaktoren Fiktionalität, Emotionalität und die Gewinnung von Sinn theoretisch hergeleitet und in ihrer Bedeutung für den therapeutischen Prozess beleuchtet.

4. Bibliotherapie: Märchenarbeit mit drogengefährdeten Jugendlichen: Anhand des Märchens „Frau Trude“ wird die praktische Anwendung bibliotherapeutischer Methoden bei einer spezifischen Zielgruppe exemplarisch demonstriert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Analyseergebnisse zusammen und betont das Potenzial der Literatur als Heilmittel bei Krisensituationen.

Schlüsselwörter

Poesietherapie, Bibliotherapie, Fiktionalität, Emotionalität, Sinnkonstruktion, Märchenarbeit, Therapeutische Kommunikation, Spiegelzellen, Katharsis, Drogenprävention, Selbstwertgefühl, Literaturtherapie, Psychotherapie, Verkörperte Konzepte, Heilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Arbeit mit fiktionalen Welten, etwa durch Lesen oder Schreiben, therapeutisch genutzt werden kann, um Patienten bei der Bewältigung von Krisen und Krankheiten zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen von Poesie- und Bibliotherapie, die neurologischen und psychologischen Grundlagen von Lese-Emotionen sowie die praktische Anwendung in der Sozial- und Gruppentherapie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweise der therapeutischen Lektüre und Textarbeit durch die drei Faktoren Fiktionalität, Emotionalität und Sinnkonstitution zu erklären und aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte (wie das Modell der verkörperten Konzepte) mit Fallbeispielen aus der bibliotherapeutischen Praxis verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Wirkungsmechanismen und eine praktische Analyse anhand der Märchenarbeit mit Jugendlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Poesietherapie, Bibliotherapie, Fiktionalität, Katharsis und die Arbeit mit Märchen als therapeutisches Medium.

Wie wirkt das „Iso-Prinzip“ bei der Textauswahl?

Das Iso-Prinzip besagt, dass eine Kongruenz zwischen den im Text vermittelten Emotionen und den Werten des Klienten bestehen sollte, um einen therapeutischen Zugang zu ermöglichen.

Warum wird das Märchen „Frau Trude“ in der Therapie eingesetzt?

Das Märchen bietet Jugendlichen eine Projektionsfläche, um eigene Verhaltensweisen – wie Neugierde und das Übersehen von Warnsignalen beim Drogenkonsum – indirekt und damit geschützt zu reflektieren.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Gesund durch Lesen und Schreiben? Wie fiktionale Welten helfen können
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (für deutsche Literatur)
Calificación
1,7
Autor
Isabella Wagner (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
24
No. de catálogo
V371428
ISBN (Ebook)
9783668492301
ISBN (Libro)
9783668492318
Idioma
Alemán
Etiqueta
Poesietherapie Heilung durch fiktionale Welten Lesen und genesen Bibliotherapie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Isabella Wagner (Autor), 2016, Gesund durch Lesen und Schreiben? Wie fiktionale Welten helfen können, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371428
Leer eBook
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